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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Martin Mittelmeiers Roman über Thomas Mann im Exil

Heimweh im Paradies
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Thomas Mann ist eine vielschichtige und interessante historische Persönlichkeit. Nicht umsonst steht er in Mittelpunkt mehrerer Romane. Zuletzt legte Tilo Eckhardt im Buch Gefährliche Betrachtungen sein ...

Thomas Mann ist eine vielschichtige und interessante historische Persönlichkeit. Nicht umsonst steht er in Mittelpunkt mehrerer Romane. Zuletzt legte Tilo Eckhardt im Buch Gefährliche Betrachtungen sein Hauptaugenmerk auf Manns "Deutsche Ansprache", jetzt bei Martin Mittelmeiers Roman blicken wir auf Thomas Manns Zeit im Exil. Dieses Thema Exil wurde - meiner Wahrnehmung nach - bisher wenig Beachtung geschenkt, daher war mir das Buch sehr willkommen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es beleuchtet viele Dinge und Fragen, die einen - zusammen mit Thomas Mann - zum Nachdenken anregen: Exil, temporäre Heimat, Krieg. Alles Themen, die leider derzeit auch sehr aktuell sind. Martin Mittelmeier schreibt das Ganze mit einem klaren, leicht zu lesenden Stil, der es einfach macht, sich auf die Geschichte und die Thematik einzulassen. Schönes Buch, empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Toni & Toni: Zwischen Zen, Schmerz und Stille

Toni & Toni
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Max Oravins Werk lässt sich schwerlich als klassischer Roman bezeichnen – vielmehr gleicht es einem Strom eines inneren Monologs, der sich unaufhaltsam über die Lesenden ergießt. Im Zentrum stehen zwei ...

Max Oravins Werk lässt sich schwerlich als klassischer Roman bezeichnen – vielmehr gleicht es einem Strom eines inneren Monologs, der sich unaufhaltsam über die Lesenden ergießt. Im Zentrum stehen zwei Tonis: eine verletzliche Tänzerin mit selbst zugefügten Narben und ein Philosophie-Absolvent, der sich dem Zen und Buddhismus verschrieben hat. Ihre Geschichte wird uns erzählt - in einem sprachlich dichten, oft fordernden Text. Hat man sich einmal auf den Stil eingelassen, entfaltet das Buch eine eigentümliche Sogwirkung. Dennoch gerät man gelegentlich ins Straucheln: Die Zeitebenen wechseln abrupt, oft ohne klare Orientierung – Vergangenheit, Gegenwart, Erinnerung und Reflexion verschwimmen. Diese Unschärfe hat mich stellenweise aus dem Lesefluss gerissen. Insgesamt aber bleibt ein intensives, lohnendes Leseerlebnis zurück.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Autobiografisch, authentisch, absolut lesenswert

Sputnik
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Christian Berkel ist mir natürlich als Schauspieler aus zahlreichen Serien und Filmen bekannt. Dass er auch als Schriftsteller tätig ist und mit diesem Werk bereits seinen dritten Roman vorlegt, war mir ...

Christian Berkel ist mir natürlich als Schauspieler aus zahlreichen Serien und Filmen bekannt. Dass er auch als Schriftsteller tätig ist und mit diesem Werk bereits seinen dritten Roman vorlegt, war mir bis vor Kurzem nicht bewusst. Ehrlich gesagt habe ich nur aufgrund seiner Bekanntheit zu diesem Buch gegriffen. Das Cover sprach mich nicht besonders an, und auch der Klappentext verriet mir persönlich zu wenig, um echtes Interesse zu wecken. Umso erfreulicher war die Überraschung, die mich beim Lesen erwartete: Schon nach den ersten Seiten war ich überzeugt. Berkels Schreibstil entspricht genau meinem Geschmack – flüssig, bildhaft und sprachlich sehr gelungen. Die Geschichte entfaltet sich lebendig vor dem inneren Auge, die Formulierungen sind treffend und atmosphärisch dicht. Inhaltlich blickt Berkel autobiografisch auf seine frühe Jugend zurück. Besonders faszinierend ist, wie er die Welt aus seiner damaligen Perspektive beschreibt – mit all den Eindrücken und Wahrnehmungen. Ein eindrucksvolles, feinfühliges Buch über das Erwachsenwerden und die Suche nach Identität. Gut geschrieben und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

unterhaltsam, aber mehr erwartet

Der Barmann des Ritz
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Zugegeben, das Cover des vorliegenden Buches von Philippe Collin spricht mich nicht wirklich an. Der Klappentext wiederum verspricht eine interessante Geschichte im Paris der Jahres 1940. Die Geschichte ...

Zugegeben, das Cover des vorliegenden Buches von Philippe Collin spricht mich nicht wirklich an. Der Klappentext wiederum verspricht eine interessante Geschichte im Paris der Jahres 1940. Die Geschichte und der Protagonist beruht auf eine echte Figur: Franz Meier, Barkeeper im Hotel Ritz, das während der deutschen Besetzung von Paris al Hauptquartier für NS-Würdenträger diente. Und als Barkeeper bekommt man natürlich einiges - auch geheimes - mit. Die grundsätzliche Geschichte ist spannend, der Roman selbst war für mich eher ein Unterhaltungsroman. Die Geschichte liest sich flüssig und eingängig, plätscherte aber quasi einfach so dahin. Ich hätte mir hier noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, so blieb es für mich zu sehr an der Oberfläche. Wer historisch gut unterhalten werden will, macht mit diesem Buch sicher nichts falsch, ich hatte mir wohl im Endeffekt "noch mehr" erwartet.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

gemütlicher Krimi

Im Finsterwald
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Es ist selten, dass ich einen Krimi lese, aber über schwedische Krimis hört man immer nur Gutes. Dieser hier spielt in Schweden im Jahr 1926. Die Geschichte ist sehr gut erzählt, der Text ist flüssig zu ...

Es ist selten, dass ich einen Krimi lese, aber über schwedische Krimis hört man immer nur Gutes. Dieser hier spielt in Schweden im Jahr 1926. Die Geschichte ist sehr gut erzählt, der Text ist flüssig zu lesen, die Autorin Marie Hermanson weiß, was sie tut. Hin und wieder hatte ich jedoch das Gefühl, dass ich irgendetwas nicht mitbekommen habe oder dass mir etwas fehlt. Nach Recherche musste ich feststellen, dass dieses Buch das dritte Buch einer Reihe ist. Wahrscheinlich wird das nicht allen auffallen und das Buch ist auch ganz gut als alleinstehendes Buch, ich frage mich dann immer nur, was ich wohl bis jetzt verpasst habe bzw. ob es mit Vorwissen der anderen Bücher ein anderes Lesegefühl ergibt. Ein schöner schwedischer Krimi, den ich ansonsten nur empfehlen kann. Wer gemütlich einen Krimi lesen will, ist hier gewiss an der richtigen Stelle.

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