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Veröffentlicht am 30.09.2025

Lebendig und voller Magie

Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
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Dreamslinger - Der Ruf des Drachen von Graci Kim erschienen im Baumhaus Verlag übersetzt aus dem neuseeländischen Englisch von Ulrike Raimer-Nolte ist der Auftakt einer neuen Fantasy Reihe. Schon das Cover ...

Dreamslinger - Der Ruf des Drachen von Graci Kim erschienen im Baumhaus Verlag übersetzt aus dem neuseeländischen Englisch von Ulrike Raimer-Nolte ist der Auftakt einer neuen Fantasy Reihe. Schon das Cover mit dem Farbschnitt ist ein wahres Highlight, dann noch die Goldprägungen und eine Charakter Karte sowie ein Lesebändchen. Schlägt man es auf, entdeckt man eine Karte der Schlafenden Welt und des Königliches Hanguk. Im hinteren Coverbereich sind die vier Charaktertiere dargestellt. Es ist eine epische Fantasygeschichte vor der Kulisse von Seoul. Jedes einzelne Kapitel startet mit einer Vignette und einer Überschrift. Die einzelnen Seiten sind etwas dicker gehalten, das Schriftbild angenehm. Hochwertiger kann ein Buch nicht sein.

Aria Loveridge ist ein 14jähriges Mädchen mit einem Dreamslinger Gen. Eine gefährliche Macht, von der ihr Vater verlangt diese zu unterdrücken. Sie wächst in einem Internat auf, in dem plötzlich andere Dreamslinger aus dem Königlichen Hanguk auftauchen. Aria entdeckt eine andere Welt und zwar eine, in der sie sich frei fühlt und sie selbst sein darf.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend, ist magisch und voller Fantasie. Aria, ein sympathischer Charakter, stürzt sich mutig in ein Abenteuer und erlebt brenzlige Situationen. Hier ist jede noch so kleine Szene richtig lebendig beschrieben, sogar bei der Bekleidung hat man Farben und Formen im Kopf. Einmal angefangen ist man gefesselt und mag es nicht mehr aus der Hand legen. Im Laufe der Geschehnisse wächst Aria, sie wird selbstbewusster, hat Freunde und ein neues Zuhause gefunden. Zum Ende des Bandes gibt es noch das Schlaflied mit Noten, welches Arias Mutter ihr immer vorgesungen hat.

Ein Buch, das uns mit seinem Inhalt begeistern konnte und auch bestimmt noch eine Zeit nachhallen wird. Empfohlen wird es ab einem Alter von 10 Jahren, mein Mitleser ist 12 Jahre und ich finde das passender.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Und nun?

Ich war das nicht!
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Ich war das nicht! Ein Satz, den wir bei uns täglich hören. Eben war wieder eine solcher Situationen und da kam das Buch von Lydia Hauenschild als sofortiger Streitschlichter gut an. Eifersüchtig auf das ...

Ich war das nicht! Ein Satz, den wir bei uns täglich hören. Eben war wieder eine solcher Situationen und da kam das Buch von Lydia Hauenschild als sofortiger Streitschlichter gut an. Eifersüchtig auf das Geschwisterkind, neidisch auf das Spielzeug des anderen, sich streiten. Alles Dinge, die im täglichen Alltag mit den Kindern normal sind. Wie geht man mit diesen Situationen um? Was kann man aus Fehlern lernen? Wie kann man verzeihen, sich entschuldigen? Wichtige Themen, kindgerecht vermittelt.

Klara macht versehentlich den Elefanten von Leo kaputt. Leo wollte nicht, dass Klara ihn aus dem Regal nimmt. Als Leo das Kinderzimmer kurz verlässt, klettert sie und nimmt ihn in die Hand, dabei passiert es, der Elefant zerbricht. Klara traut sich nicht Leo ihre Schuld einzugestehen. Leo ist wütend und traurig zugleich. Was nun?

Lydia Hauenschild schafft es mit dieser Geschichte den Kindern beizubringen, dass sich solche Konflikte lösen lassen. Man muss seine Fehler eingestehen, sich versöhnen oder gar entschuldigen. Unseren kleinen Streithähnen war anhand der Geschichte ziemlich schnell klar, wie sie ihr momentanes Problem lösen können. Mal wieder einen Konflikt überstanden.

Das Buch hat ein Hardcover, 32 etwas dickere Seiten und ein handliches Format. Auf dem Cover erkennt man den wütenden Leo und die schuldbewusste Klara vor dem Regal. Die farbigen Illustrationen von Antje Bohnstedt sind besonders gut gelungen. Es ist nicht zuviel auf den Seiten, aber es wirkt natürlich und lebendig. Der wenige Text ist in größerem Schriftbild und gut vorlesbar. Die Geschichte ist kindgerecht und für diese auch leicht verständlich.

Unseren Kindern hat der Hund Balu sehr gefallen, der hier auch seine Rolle gefunden hat. Empfehlen kann ich das pädagogisch wertvolle Bilderbuch ab einem Alter von 3 Jahren.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein wenig Gänsehaut gehört dazu

Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister
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Wir sind jetzt nicht betroffen, aber wir kennen einige der Dörfer, die wegen des Braunkohleabbaus umgesiedelt wurden und fanden die Idee von Sabrina Schmohl daraus ein Abenteuer zu gestalten richtig toll. ...

Wir sind jetzt nicht betroffen, aber wir kennen einige der Dörfer, die wegen des Braunkohleabbaus umgesiedelt wurden und fanden die Idee von Sabrina Schmohl daraus ein Abenteuer zu gestalten richtig toll. Für die passende Illustration sorgte Timo Grubing, erschienen ist es im Oetinger Verlag. Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister hat schon ein Cover bei dem ein erstes leichtes Gänsehautfeeling erscheint. Nachts auf einem Friedhof zu sein und von wabernden Geistern umgeben ist bestimmt alles andere als schön. Bodhi hat aber noch so einiges vor. Er will unter anderem seine Ameisenkolonie umsiedeln und seinen verstorbenen Kater ausgraben und mit in seine neue Heimat nehmen. Alles noch bevor der Bagger kommt und den Ort platt macht. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn dort treiben bereits die Geister ihr Unwesen. Ein nicht ganz ungefährliches Abenteuer beginnt.

Ehrlich gesagt war ich mir überhaupt nicht sicher, ob das Buch was für meine Mitleser ist. Aber bereits als sie das Cover gesehen haben und anfangs die Liste von Bodhi wollten sie unbedingt sofort lesen. Als dann noch Joe auftauchte gab es kein Halten mehr, denn auf die sind beide total abgefahren. Überhaupt sind die Charaktere sehr lebendig gestaltet. Bodhis Gefühle bezüglich der Umsiedlung konnten wir voll und ganz nachempfinden. Sabrina Schmohl hat einen tollen Schreibstil, es liest sich sehr angenehm und obwohl es manchmal doch ganz schön gruselig ist, gibt es immer wieder lustige Szenen und man mag nicht aufhören mit lesen. Die Vignetten von Timo Grubing fügen sich da überall perfekt ein.

Für uns ein sehr empfehlenswertes Buch ab einem Lesealter von 9 Jahren.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Mal was anderes

BRAVO!
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Wir gehen häufiger ins Theater und haben uns in dem Buch BRAVO! von Orit Gidali aus dem Hebräischen übersetzt von Lucia Engelbrecht erschienen im Vermes Verlag sehr wohl gefühlt. Das Cover ist bereits ...

Wir gehen häufiger ins Theater und haben uns in dem Buch BRAVO! von Orit Gidali aus dem Hebräischen übersetzt von Lucia Engelbrecht erschienen im Vermes Verlag sehr wohl gefühlt. Das Cover ist bereits aussergewöhnlich und bunt gestaltet, es erinnert ein wenig an den Zirkus. Die nächste Frage, die wir uns gestellt haben, war, was ist das denn hier überhaupt für ein Buch? Erstmal muss man hier durchblättern und nur betrachten. Es gibt wunderschöne bunte Illustrationen von Keren Katz. Der Stil ist eigenartig, aber fesselt, da doch irgendwie sehr lebendig. Die einzelnen Farbtöne sind kräftig und dominant. Die Figuren ungewöhnlich, wirken aber lustig, heiter und lebendig. Der Text ist knapp, auf mehreren Doppelseiten steht sogar überhaupt nichts.

Worum es geht? Um Lob und Anerkennung. In unserer schnelllebigen Zeit achtet man viel zu selten auf seine Mitmenschen. Das versucht Orit Gidali in ihrer Geschichte BRAVO! zu verarbeiten. Wir finden, dass ist ihr gut gelungen, denn uns hat dieses Theaterstück sehr angesprochen. Natürlich war es auch spannend zu sehen, wie es mit Mutter und Sohn hier bis zum Ende weiter geht, ob sie sich doch noch einander annähern. Erzählt wird hier aus der Sicht des kleinen Jungen, so können die Kinder sich gut mit ihm identifizieren.

Ein pädagogisch sehr wertvolles Buch, hochwertig gestaltet und ein kleiner Schatz im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Warmherzig

Wichtelzauber im Flaschengarten
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Bald beginnt wieder die Weihnachtszeit und da ziehen bereits seit langem die Wichtel bei uns ins Wohnzimmer ein, die dann nachts ihren Schabernack treiben. Da sind wir immer auf Suche nach passender Lektüre ...

Bald beginnt wieder die Weihnachtszeit und da ziehen bereits seit langem die Wichtel bei uns ins Wohnzimmer ein, die dann nachts ihren Schabernack treiben. Da sind wir immer auf Suche nach passender Lektüre und für diese sorgt dieses Mal Maike Siebold mit ihrem Buch Wichtelzauber im Flaschengarten. Es ist ein hochwertig verarbeitetes großformatiges Hardcover erschienen im Südpol Verlag. Auf diesem sieht man einen Flaschengarten mit Wichteln und ein freundlich guckendes Mädchen. Die Farbgebung ist warm und weihnachtlich. Wir mussten es sofort in die Hand nehmen. Es handelt von der 5jährigen Tilda, die sich nichts sehnlicher wünscht als einen Hund, denn keiner hat Zeit für sie. Dann bekommt sie eines Tages unerwartet ein Paket, niemand weiß von wem es ist. Nachts befindet sie sich plötzlich in einem Flaschengarten im Wichtelwald, dort ist die Nacht der Wünsche, aber oh je, es passiert ein Missgeschick. Ob denn die Wünsche sich tatsächlich erfüllen werden?

Wir haben das Buch an zwei Abenden gelesen. Es ist von Franziska Detlefsen wunderschön liebevoll und farbig illustriert. Die Kinder konnten auf jeder Seite so viel entdecken und vor allem auch neue Ideen für sich selbst finden, z.B. aus Tildas Kinderzimmer. Der Text zu den jeweiligen Seiten von Maike Siebold ist warmherzig, fantasievoll und kindgerecht. Für wibbelige Kinder ist es etwas zuviel an Text, aber man kann es so wie wir auf zwei Tage verteilen. Die Geschichte selbst ist wunderschön und sie zeigt, dass man sich einander helfen sollte, auch um sich Wünsche zu erfüllen. Meine beiden Mitleser, 3 + 5 J., sind begeistert. Besonders gut fanden wir aber alle, dass es eine passende Bastelidee für den Flaschengarten dazu gibt. Ich weiß also schon, was hier demnächst anliegt! Ein tolles Geschenk für die Vorweihnachtszeit.

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