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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Spannender Lynley-Fall mit gewohnt starken Ermittlern

Wer Zwietracht sät
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Als großer Fan der Lynley-und-Havers-Reihe habe ich mich sehr auf den neuen Fall gefreut. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da viele Namen und Nebenfiguren auftauchen und man etwas Zeit braucht, ...

Als großer Fan der Lynley-und-Havers-Reihe habe ich mich sehr auf den neuen Fall gefreut. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da viele Namen und Nebenfiguren auftauchen und man etwas Zeit braucht, um sich zurechtzufinden. Auch Lynley und Barbara Havers lassen anfangs lange auf sich warten, was ich etwas schade fand, denn gerade auf ihre Ermittlungen hatte ich mich gefreut.
Im Verlauf der Handlung wird das Buch jedoch deutlich spannender. Besonders die Einblicke in Daidre Trahairs Vergangenheit haben mir gut gefallen und sorgen für zusätzliche Tiefe. Ich hätte mir gewünscht, dass Barbaras Privatleben endlich eine neue Wendung nimmt, und auch sonst bleibt einiges offen, was auf eine weitere Fortsetzung hoffen lässt.
Insgesamt fand ich das Buch bei weitem nicht so schlecht, wie manche Rezensionen vermuten lassen. Kein Highlight der Reihe, aber ein solider und gut geschriebener Krimi, den Fans der Reihe auf jeden Fall lesen sollten.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Hunter und Garcia in Hochform

Blutrausch – Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
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Ich bin großer Chris-Carter-Fan und habe bereits viele Bände der Hunter und Garcia Thriller gelesen, jetzt also der neunte Fall. Wie immer startet das Buch mit einem schockierenden Tatort und zieht einen ...

Ich bin großer Chris-Carter-Fan und habe bereits viele Bände der Hunter und Garcia Thriller gelesen, jetzt also der neunte Fall. Wie immer startet das Buch mit einem schockierenden Tatort und zieht einen sofort in die Geschichte. Die Mischung aus Spannung, Brutalität und psychologischem Feingefühl funktioniert auch diesmal wieder gut.
Hunter und Garcia sind ein starkes Team, das man einfach gern begleitet, und die Zusammenarbeit mit dem FBI sorgt für zusätzliche Dynamik. Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel kurz, und einige Wendungen halten die Spannung bis zum Ende aufrecht.
Allerdings fehlte mir diesmal etwas von der intensiven Thriller-Atmosphäre der früheren Bände, und das Ende kam etwas abrupt. Trotzdem ein spannender Fall, der mich bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Zurück in Marlow

Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse
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Ich habe mich gefreut, im vierten Band wieder auf Judith, Suzie und Becks zu treffen. Der Fall rund um den verschwundenen Ehemann und das Schiff ist interessant, auch wenn die Auflösung für mich etwas ...

Ich habe mich gefreut, im vierten Band wieder auf Judith, Suzie und Becks zu treffen. Der Fall rund um den verschwundenen Ehemann und das Schiff ist interessant, auch wenn die Auflösung für mich etwas konstruiert wirkt.
Besonders gefallen haben mir die Freundinnen, ihre Gespräche und das stimmungsvolle Setting zwischen Themse und Theatergruppe. Die Spannung ist eher ruhig, doch genau das erwarte ich von einem Cozy Crime. Für mich steht das Miteinander der Figuren im Mittelpunkt, nicht die atemlose Ermittlungsarbeit.
Ein angenehmer Krimi mit britischem Flair, der sich leicht lesen lässt und bei dem man entspannt in die vertraute Welt von Marlow eintaucht.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein ehrlicher Einblick in die politischen Brüche einer Familie

Meine Familie, die AfD und ich
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Ich kannte die Autorin bisher nicht, lese aber regelmäßig politische Bücher und bin generell sehr politikinteressiert. Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil es einen sehr persönlichen ...

Ich kannte die Autorin bisher nicht, lese aber regelmäßig politische Bücher und bin generell sehr politikinteressiert. Dieses Buch hat mich vor allem deshalb neugierig gemacht, weil es einen sehr persönlichen Einblick in das Leben einer jungen queeren Frau gibt, deren Familie sich stark an die AfD gebunden hat. Besonders spannend fand ich die Mischung aus privater Geschichte und politischer Analyse. Die Autorin beschreibt offen und schonungslos, wie sich politische Radikalisierung direkt im engsten Familienkreis auswirken kann.
Beim Lesen war der Frust und die Wut der Autorin deutlich spürbar, was das Buch sehr intensiv macht. Gleichzeitig regt es zum Nachdenken an, wie tief politische Gräben in unsere Gesellschaft hineinreichen und was das für den privaten Alltag bedeutet. Auch wenn mir manche Passagen etwas zu einseitig oder floskelhaft erschienen, habe ich das Buch insgesamt gern gelesen. Für mich war es eine interessante und ehrliche Lektüre, die zeigt, wie nah Politik am persönlichen Leben ist.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Winter an der Adria

Alle weg
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Nach „Mein Leben am Strand“, das den Sommer in Grado so lebendig eingefangen hat, geht es in „Alle weg“ in die ruhigere Jahreszeit. Stefan Maiwald beschreibt, wie das Leben weitergeht, wenn die Touristen ...

Nach „Mein Leben am Strand“, das den Sommer in Grado so lebendig eingefangen hat, geht es in „Alle weg“ in die ruhigere Jahreszeit. Stefan Maiwald beschreibt, wie das Leben weitergeht, wenn die Touristen weg sind und in Pinos Bar wieder Alltag einkehrt. Dabei geht es um Politik, Fußball, kleine Streitigkeiten und große Geschichten, immer mit Humor und einem genauen Blick fürs Detail.
Mir hat besonders gefallen, wie atmosphärisch die Szenen beschrieben sind, sodass ich mich direkt mitten im Geschehen gefühlt habe. Manche Episoden habe ich sogar mit meiner eigenen Rückreise von der Adria im Kopf verglichen. Locker geschrieben, leicht zu lesen und voll mit kleinen Alltagsbeobachtungen, die typisch für Maiwald sind. Wer Italien liebt und Lust auf kurze, stimmungsvolle Episoden hat, wird mit diesem Buch sicher seine Freude haben, auch wenn der Preis für den eher schmalen Umfang etwas hoch ist.

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