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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2026

Für mich ein schwieriges Buch...

Yellowface
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Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. ...

Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. Als der Rettungsdienst eintrifft, ist es bereits zu spät. Im Affekt nimmt June das Roh-Manuskript von Athenas nächstem Roman mit. Sie erkennt, dass das ihre Chance ist, denn sie weiß, dass Athena niemals jemandem ihre Entwürfe zeigt…

Meine Meinung: In diesem Roman mochte ich eigentlich überhaupt keinen von den Protagonisten. Entweder sind sie Sternchen und völlig eingebildet oder sie sind linkisch und falsch. Ich lese sonst nur Thriller und dieses Buch hier könnte man wohl noch als Spannungsroman durchgehen lassen. Denn es sind ja eindeutig kriminelle Machenschaften am Werk. Dennoch fehlte es mir hier ganz eindeutig an etwas: nämlich an Spannung! Ich musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen. Gerade die ersten 100 Seiten fand ich sehr schleppend. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wenig wörtliche Rede im Schreibstil vorhanden ist. Für mich ist so etwas dann schwierig zu lesen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

Die Geschichte ist durchaus interessant! Denn was passiert denn genau, wenn man als Autor sein Werk an fremde Menschen abgibt? Das Buch gibt faszinierende Einblicke in das Verlagswesen, das fand ich schon interessant. Was im Laufe der Geschichte auch immer interessanter wurde, war die Entwicklung von June. Von einer selbstbewussten Frau entwickelt sie sich einer ängstlichen Person, die an jeder Ecke Böses wittert. Gut, das Böse ist ja auch da, wenn auch nicht so, wie sie am Ende denkt. Denn sie steigert sich hier fast in einen Wahn hinein. Naja, und so richtig selbstbewusst war June auch nie, denn ihren Wert fand sie nur in ihren Büchern und deren Außenwirkung.

Mein Fazit: Ich kann mir vorstellen, dass viele dieses Buch feiern, doch für mich war das nicht so das richtige Buch. Mir fehlte es hier einfach an Spannung, was aber sicherlich meinem Leseverhalten geschuldet ist. Ich vergebe dennoch 3 Sterne, weil die Geschichte ja schon irgendwie interessant ist!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Kommt leider nicht an Anna O. heran...

Sophie L.
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Zum Buch: Die Therapeutin Olivia wird von London aus nach Paris gerufen, weil ihre Großmutter Josephine dort in dem berühmten Hotel Lutetia sitzt und behauptet, sie hätte jemanden umgebracht und heiße ...

Zum Buch: Die Therapeutin Olivia wird von London aus nach Paris gerufen, weil ihre Großmutter Josephine dort in dem berühmten Hotel Lutetia sitzt und behauptet, sie hätte jemanden umgebracht und heiße eigentlich Sophie Leclerc. Olivia hat beruflich mit Erinnerungen zu tun und muss jetzt herausfinden, warum ihre Großmutter so eine Ungeheuerlichkeit behauptet. Ist sie nur dement oder steckt mehr dahinter?

Meine Meinung: Es hat ein wenig gebraucht, bis ich in dem Buch angekommen war, der erste Teil zieht sich etwas. Dort wird Olivias Vergangenheit erzählt, warum sie in Paris war und jetzt in London, das Leben als alleinerziehende Mutter und so weiter. Fand ich jetzt nicht so spannend, zumal der Schreibstil von Matthew Blake hier manchmal etwas ausschweifend ist.

Dann wird es aber spannend, denn in jedem zweiten Kapitel tauchen wir dann ab in die Vergangenheit und zwar in das Jahr 1945, direkt nach Kriegsende. Da war nämlich das Hotel Lutetia Aufnahmestelle für aus den Konzentrationslagern heimkehrende Menschen. Dieser Teil erzählt auch von der Resistance, also dem Widerstand in Frankreich, das war auch für mich ziemlich interessant. Man konnte sich hier gut in die Zeit hineinversetzen und ich muss sagen, dass ich durch diese Kapitel nur so geflogen bin.

Aber dann ist man wieder in der Gegenwart und dieser Teil des Buches hat mich wirklich nicht so packen können. Erst einmal ist es einigermaßen vorhersehbar und anderseits fehlte mir hier der wissenschaftliche Aspekt, denn immerhin ist Olivia Gedächtnisexpertin. Da habe ich mir mehr erhofft, darüber zu erfahren. Der Schluss konnte mich leider auch nicht überzeugen, denn für mich blieben einfach zu viele Fragen offen und das hat mich nicht befriedigt zurückgelassen.

Mein Fazit: Insgesamt war es ein Buch, was in Teilen wirklich spannend zu lesen war, auch der Schreibstil lässt keine Wünsche offen. Doch die Geschichte an sich war für mich zu zäh, zu vorhersehbar und nicht wirklich ausgearbeitet. Also, Sophie L. kann man lesen, muss man jetzt aber nicht. Für mich kann das Buch leider nicht an seinen Vorgänger anknüpfen, schade.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Schreckliche Geschichte, ob nun wahr oder nicht...

PENANCE - Ein fiktiver TRUE CRIME-Roman
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Zum Buch: Der Journalist Alec Z. Carelli stößt bei seinen Recherchen im True-Crime-Dschungel auf einen Fall, der sich vor fast zehn Jahren in einer englischen Küstenstadt ereignet hat. Die 16-jährige Joan ...

Zum Buch: Der Journalist Alec Z. Carelli stößt bei seinen Recherchen im True-Crime-Dschungel auf einen Fall, der sich vor fast zehn Jahren in einer englischen Küstenstadt ereignet hat. Die 16-jährige Joan Wilson wurde von Mitschülerinnen über Stunden misshandelt und dann angezündet. Sie starb wenig später an ihren Verletzungen. Der Journalist möchte diese Geschichte an die Öffentlichkeit bringen und beginnt seine eigenen Nachforschungen.

Meine Meinung: Das Buch wird aufgeteilt auf die Täterinnen, erst noch Mädchen A, B, C und D genannt, dann aber später mit vollem Namen. Alec unterhält sich mit ihnen, ihrem Umfeld und so Stück für Stück bekommt der Leser eine ganz gute Übersicht über die Umstände der Mädchen. Und vielleicht auch, wieso es so eskalieren konnte.

Ich fand das Buch schwierig. Es liegt einerseits an der Sprache, mit der ich nur schwerlich klargekommen bin. Dann auch an den Mädchen, eines irgendwie bösartiger als das andere, was ich zunehmend unrealistischer fand. Ich lese ja einige Bücher, die auch für Jugendliche geschrieben wurden und fand nie die Sprache so schwierig. Die vielen Abkürzungen, die ich alle nachschauen musste, haben mir den Lesespaß ein wenig verdorben.

Ich weiß, dass viele das Buch ganz toll finden, von daher mein Hinweis: das ist meine Meinung, es war ganz einfach nicht mein Buch. Vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden. Ich fand die Geschichte auf jeden Fall schlimm und sicherlich an der einen oder anderen Stelle schwer zu lesen und zu ertragen. Ob nun fiktiv oder nicht.

Mein Fazit: Ich war froh, als die Geschichte zuende war, es war einfach nicht meins. Ich fand die Sprache nicht gut und die Mädchen auch nicht. Ich glaube nicht, dass dieses Buch irgendetwas ändert am True-Crime-Hype. Schade, ich werde wohl kein weiteres Buch mehr von der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine sehr leise erzählte Geschichte über Freundschaft, die für ewig ist...

Was wir verschweigen
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Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem ...

Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem Messer erstochen. Der Täter wird schnell ausfindig gemacht, lediglich das Messer wird in dem weitläufigen Gelände nicht gefunden. Alles scheint klar, bis herauskommt, dass der Täter Antti vor etlichen Jahren der beste Freund des Hauptkommissars Jari Paloviita war und er ihm sein Leben verdankt…

Meine Meinung: Eigentlich mochte ich diese Geschichte, denn sie erzählt über die Freundschaft zweier Jungen in einem nicht ganz einfachen Umfeld. Aber wenn ich einen Krimi in die Hand nehme, darf ein wenig Spannung auch nicht fehlen. Und die kommt hier meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte wird einfach zu langatmig erzählt, so dass ich wirklich meine Mühe hatte, dranzubleiben. Als Roman hätte ich die Geschichte wirklich gut gefunden, aber so war sie mir einfach zu spannungsarm.

Der Erzählstil von Arttu Tuominen ist allerdings sehr interessant, denn eigentlich wird die Geschichte rückwärts erzählt. Also, was ganz früher in der Jugend der Jungen geschehen ist, erfährt der Leser erst wirklich zum Schluss. Das Buch ist in zwölf Kapitel eingeteilt, die jeweils noch mit Unterkapiteln versehen sind. Gut, dass die Zeitangaben dahinterstehen, sonst würde man ganz schön durcheinanderkommen.

Die Charaktere fand ich ziemlich gut dargestellt, durch die doch recht lange Erzählung bekommen die Charakter natürlich die verdiente Tiefe. Einzig die Ehe von Jari und seiner Frau konnte ich einfach nicht wirklich verstehen. Sie steht wackelig, da auf Lügen aufgebaut.

Mein Fazit: Ich denke, dass diese feinfühlig erzählte Geschichte ihre Liebhaber finden wird, ich werde leider kein Fan. Mir ist das einfach alles viel zu langatmig gewesen. Von daher vergebe ich nur drei Sterne, aber gut, dass Meinungen ja subjektiv sind!

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Leider kommt hier keine Spannung auf!

Der Stau
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Zum Buch: Die angeschlagene Polizistin Belinda Kidd, von allen nur Billy genannt, hat gerade eine Auszeit bei ihrer Schwester in Australien hinter sich und befindet sich mit ihrem Mietwagen auf dem Weg ...

Zum Buch: Die angeschlagene Polizistin Belinda Kidd, von allen nur Billy genannt, hat gerade eine Auszeit bei ihrer Schwester in Australien hinter sich und befindet sich mit ihrem Mietwagen auf dem Weg vom Flughafen London nach Hause. Plötzlich stockt der Verkehr, denn im Tunnel vor ihnen ist eine Autobombe hochgegangen. Nichts geht mehr. Im Wagen neben ihr entdeckt Billy dann eine Leiche. Ein Mann wurde rücklings erstochen. Der Mörder muss sich noch unter den Wartenden befinden. Billy ist die Einzige, die den Täter finden kann, solange sie noch im Stau stehen, denn sie sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten…

Meine Meinung: Vom Plot her fand ich die Geschichte richtig gut, denn es ist mal etwas komplett Anderes. Natürlich muss man die Personen, die so rundherum stehen, etwas kennenlernen, leider ging durch die vielen Personen die Spannung komplett verloren! Billy muss die ganze Zeit dringend auf die Toilette, möchte sich aber nicht einfach an den Rand hocken, da sie um ihre Authentizität fürchtet. Das fand ich ziemlich weit hergeholt. Das hält vor allem kein Mensch stundenlang so aus und joggt dann noch munter die ganze Straße rauf und runter…
Es gibt nicht nur viele Charaktere, nein, Billy gibt ihnen im Geiste auch noch Spitznamen. Das war dann echt zu viel. Ich habe mich ertappt, ständig mit meinen Gedanken abzuschweifen…

Lange Rede, kurzer Sinn: ich mochte Billy nicht besonders gerne und bin der Meinung, sie sollte einfach in den Ruhestand gehen. Es wird zwar hinten im Buch noch auf ihre Geschichte Bezug genommen, aber mich persönlich hat sie trotzdem genervt. Viele Köche verderben den Brei und zu viele Charaktere verderben die Spannung.

Mein Fazit: Das Buch ist ganz nette Unterhaltung für nebenbei. Fällt aber bei mir in die Kategorie: kann man lesen, muss man aber nicht. Denn spannend war die Geschichte leider nicht. Also würde ich das Buch auch nicht weiterempfehlen, leider.

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