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Veröffentlicht am 18.12.2025

Schreckliche Geschichte, ob nun wahr oder nicht...

PENANCE - Ein fiktiver TRUE CRIME-Roman
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Zum Buch: Der Journalist Alec Z. Carelli stößt bei seinen Recherchen im True-Crime-Dschungel auf einen Fall, der sich vor fast zehn Jahren in einer englischen Küstenstadt ereignet hat. Die 16-jährige Joan ...

Zum Buch: Der Journalist Alec Z. Carelli stößt bei seinen Recherchen im True-Crime-Dschungel auf einen Fall, der sich vor fast zehn Jahren in einer englischen Küstenstadt ereignet hat. Die 16-jährige Joan Wilson wurde von Mitschülerinnen über Stunden misshandelt und dann angezündet. Sie starb wenig später an ihren Verletzungen. Der Journalist möchte diese Geschichte an die Öffentlichkeit bringen und beginnt seine eigenen Nachforschungen.

Meine Meinung: Das Buch wird aufgeteilt auf die Täterinnen, erst noch Mädchen A, B, C und D genannt, dann aber später mit vollem Namen. Alec unterhält sich mit ihnen, ihrem Umfeld und so Stück für Stück bekommt der Leser eine ganz gute Übersicht über die Umstände der Mädchen. Und vielleicht auch, wieso es so eskalieren konnte.

Ich fand das Buch schwierig. Es liegt einerseits an der Sprache, mit der ich nur schwerlich klargekommen bin. Dann auch an den Mädchen, eines irgendwie bösartiger als das andere, was ich zunehmend unrealistischer fand. Ich lese ja einige Bücher, die auch für Jugendliche geschrieben wurden und fand nie die Sprache so schwierig. Die vielen Abkürzungen, die ich alle nachschauen musste, haben mir den Lesespaß ein wenig verdorben.

Ich weiß, dass viele das Buch ganz toll finden, von daher mein Hinweis: das ist meine Meinung, es war ganz einfach nicht mein Buch. Vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden. Ich fand die Geschichte auf jeden Fall schlimm und sicherlich an der einen oder anderen Stelle schwer zu lesen und zu ertragen. Ob nun fiktiv oder nicht.

Mein Fazit: Ich war froh, als die Geschichte zuende war, es war einfach nicht meins. Ich fand die Sprache nicht gut und die Mädchen auch nicht. Ich glaube nicht, dass dieses Buch irgendetwas ändert am True-Crime-Hype. Schade, ich werde wohl kein weiteres Buch mehr von der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine sehr leise erzählte Geschichte über Freundschaft, die für ewig ist...

Was wir verschweigen
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Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem ...

Zum Buch: Ein einsam gelegenes Ferienhaus an einem finnischen See mitten im Wald. Dort findet eine Party statt, der Alkohol fließt in Strömen. Doch plötzlich sackt ein Mann zusammen, er wurde mit einem Messer erstochen. Der Täter wird schnell ausfindig gemacht, lediglich das Messer wird in dem weitläufigen Gelände nicht gefunden. Alles scheint klar, bis herauskommt, dass der Täter Antti vor etlichen Jahren der beste Freund des Hauptkommissars Jari Paloviita war und er ihm sein Leben verdankt…

Meine Meinung: Eigentlich mochte ich diese Geschichte, denn sie erzählt über die Freundschaft zweier Jungen in einem nicht ganz einfachen Umfeld. Aber wenn ich einen Krimi in die Hand nehme, darf ein wenig Spannung auch nicht fehlen. Und die kommt hier meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte wird einfach zu langatmig erzählt, so dass ich wirklich meine Mühe hatte, dranzubleiben. Als Roman hätte ich die Geschichte wirklich gut gefunden, aber so war sie mir einfach zu spannungsarm.

Der Erzählstil von Arttu Tuominen ist allerdings sehr interessant, denn eigentlich wird die Geschichte rückwärts erzählt. Also, was ganz früher in der Jugend der Jungen geschehen ist, erfährt der Leser erst wirklich zum Schluss. Das Buch ist in zwölf Kapitel eingeteilt, die jeweils noch mit Unterkapiteln versehen sind. Gut, dass die Zeitangaben dahinterstehen, sonst würde man ganz schön durcheinanderkommen.

Die Charaktere fand ich ziemlich gut dargestellt, durch die doch recht lange Erzählung bekommen die Charakter natürlich die verdiente Tiefe. Einzig die Ehe von Jari und seiner Frau konnte ich einfach nicht wirklich verstehen. Sie steht wackelig, da auf Lügen aufgebaut.

Mein Fazit: Ich denke, dass diese feinfühlig erzählte Geschichte ihre Liebhaber finden wird, ich werde leider kein Fan. Mir ist das einfach alles viel zu langatmig gewesen. Von daher vergebe ich nur drei Sterne, aber gut, dass Meinungen ja subjektiv sind!

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Leider kommt hier keine Spannung auf!

Der Stau
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Zum Buch: Die angeschlagene Polizistin Belinda Kidd, von allen nur Billy genannt, hat gerade eine Auszeit bei ihrer Schwester in Australien hinter sich und befindet sich mit ihrem Mietwagen auf dem Weg ...

Zum Buch: Die angeschlagene Polizistin Belinda Kidd, von allen nur Billy genannt, hat gerade eine Auszeit bei ihrer Schwester in Australien hinter sich und befindet sich mit ihrem Mietwagen auf dem Weg vom Flughafen London nach Hause. Plötzlich stockt der Verkehr, denn im Tunnel vor ihnen ist eine Autobombe hochgegangen. Nichts geht mehr. Im Wagen neben ihr entdeckt Billy dann eine Leiche. Ein Mann wurde rücklings erstochen. Der Mörder muss sich noch unter den Wartenden befinden. Billy ist die Einzige, die den Täter finden kann, solange sie noch im Stau stehen, denn sie sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten…

Meine Meinung: Vom Plot her fand ich die Geschichte richtig gut, denn es ist mal etwas komplett Anderes. Natürlich muss man die Personen, die so rundherum stehen, etwas kennenlernen, leider ging durch die vielen Personen die Spannung komplett verloren! Billy muss die ganze Zeit dringend auf die Toilette, möchte sich aber nicht einfach an den Rand hocken, da sie um ihre Authentizität fürchtet. Das fand ich ziemlich weit hergeholt. Das hält vor allem kein Mensch stundenlang so aus und joggt dann noch munter die ganze Straße rauf und runter…
Es gibt nicht nur viele Charaktere, nein, Billy gibt ihnen im Geiste auch noch Spitznamen. Das war dann echt zu viel. Ich habe mich ertappt, ständig mit meinen Gedanken abzuschweifen…

Lange Rede, kurzer Sinn: ich mochte Billy nicht besonders gerne und bin der Meinung, sie sollte einfach in den Ruhestand gehen. Es wird zwar hinten im Buch noch auf ihre Geschichte Bezug genommen, aber mich persönlich hat sie trotzdem genervt. Viele Köche verderben den Brei und zu viele Charaktere verderben die Spannung.

Mein Fazit: Das Buch ist ganz nette Unterhaltung für nebenbei. Fällt aber bei mir in die Kategorie: kann man lesen, muss man aber nicht. Denn spannend war die Geschichte leider nicht. Also würde ich das Buch auch nicht weiterempfehlen, leider.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Leider ziemlich spannungsarm...

Die feindliche Zeugin
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Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze ...

Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze Anwältin Rosa glaubt an seine Unschuld, aber die Beweise sind wirklich erdrückend und eigentlich haben sie bei einem Prozess so gut wie gar keine Chance. Doch Rosa verbeißt sich derart in den Fall, dass sie dabei Sachen herausfindet, die den Ermordeten auch gar nicht in einem so guten Licht dastehen lassen…

Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich finde das Thema stark. Schlimm genug, dass wir uns in der heutigen Zeit immer noch mit Rassismus beschäftigen müssen. Leider fand ich die Geschichte dann sehr schleppend. Hier hat mir absolut die Spannung gefehlt. Rosa ist eine sympathische junge Anwältin, wobei man in Großbritannien zwischen Barrister und Solicitor unterscheiden muss. Das fand ich zum Beispiel auch nervig, dass man sich erst durch das englische Rechtssystem googeln muss, bevor man versteht, wie die Aufgabenverteilung dort stattfindet. Das hätte die Autorin leicht umgehen können, mir hat es wirklich die Spannung und die Neugier auf den Prozess genommen.

Auch die Charaktere wären gar nicht alle nötig gewesen, denn sie sind nicht alle wichtig für die Story. Einzig das Verhältnis zu ihrer Nana, also ihrer Großmutter, fand ich herzzerreißend und gut beschrieben. Auch, dass Rosas Mutter im Gefängnis sitzt, hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, es scheinen zu viele Klischees in die Geschichte gepackt zu sein.

Schade, ich hatte mich so gefreut, wurde aber ein wenig enttäuscht, da die Story wie ein Sachbuch vor sich hinplätschert. Die sogenannte „feindliche Zeugin“ kommt erst ziemlich zum Schluss vor, bis dahin muss man durchhalten.

Mein Fazit: Ich finde, die Autorin hätte hier mehr aus der Geschichte herausholen können. Mich hat es eher gelangweilt. Ich war zwar mit dem Ende zufrieden, aber bis dahin plätschert es so vor sich hin. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Leider nicht so gut wie Band 1!

Totenhaus
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Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss ...

Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss Blum fliehen. Was für ein Zufall, dass sie gerade die Familie ihrer bereits verstorbenen Zwillingsschwester kennengelernt hat und dort Unterschlupf findet. Doch sind sie dort alle ehrlich zu ihr? Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird ihr zum Verhängnis…

Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Teil wirklich toll fand, war ich so gespannt auf die Fortsetzung. Leider wurde ich hier jäh enttäuscht. War Blum im ersten Teil noch eine starke Frau, die ihre Trauer in Wut umgewandelt und clever gehandelt hat, ist sie hier einfach nur nervig. Fehlende Impulskontrolle und ihre Wut, die mittlerweile eigentlich verraucht sein müsste, kosten sie beinahe das Leben. Mehrmals wollte ich ins Buch hineinspringen und sie schütteln. Was ist nur aus dieser Frau geworden, die ich im ersten Teil noch fast bewundert habe? Hier handelt sie völlig irrational und denkt auch nicht im kleinsten an die Folgen. Fast hätte sie ihre ganze Familie mit hineingezogen, nur, weil sie total egoistisch handelt.

Die Story ist eigentlich richtig gut. Denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hatte. Diese hat zu Lebzeiten bestimmt, dass ihr toter Körper durch den Künstler und Plastinator Leo Kuhn ausgestellt wird. Auch den Bruder ihrer Schwester Björk, Ingmar und dessen Vater lernt sie kennen. Sie leben seit dem Tod der Mutter und Schwester völlig zurückgezogen in einem großen, stillgelegten Hotelkomplex. Genau dort wird Blum die nächste Zeit verbringen, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Mich hat nur ihr Verhalten geärgert, da ihr die Menschen ja nur helfen wollen und sie immer wieder alle gegen sich aufbringt.

Mein Fazit: Leider hat mir Blum hier in dem Buch gar nicht gefallen. Ich musste mich so oft über sie aufregen. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Teil und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt!

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