Profilbild von MirjS

MirjS

Lesejury Star
offline

MirjS ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MirjS über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Ausflug in die Absurdität

Die Reise ans Ende der Geschichte
0

In seinem neuen Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ nimmt uns Kristof Magnusson mit in die historisch bedeutsame Zeit der frühen 90er Jahre. Dort erzählt er komödienhaft die Geschichte eines alternden ...

In seinem neuen Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ nimmt uns Kristof Magnusson mit in die historisch bedeutsame Zeit der frühen 90er Jahre. Dort erzählt er komödienhaft die Geschichte eines alternden Doppelagenten und seines abenteuerlustigen Dichters und lässt dabei auch die reiche Kommunistin und politische Intrigen nicht aus.

Spannender Klappentext, spannender Prolog, dann ein Sprung in die nahe Vergangenheit, um Licht in die vertrackte Einganssituation zu bringen. Und schon entwickelte sich die Geschichte - zumindest für meinen Geschmack - sehr schnell in eine Mischung aus skurriler Absurdität und Slapstick. So sehr ich es auch immer wieder versucht habe, konnte ich zur restlichen Erzählung dann keinerlei Zugang mehr finden. Ebenso erging es mir auch bis zum Schluss mit den Protagonisten, aus deren wechselnder Perspektive die Geschichte erzählt wird. Zwar sind sie durch ihre Verschiedenartigkeit durchaus interessante Charaktere, doch haben sie es irgendwie nicht geschafft mich zu erreichen. Natürlich hat das Buch durchaus raffinierte, wortgewaltige und zum Nachdenken anregende Passagen zu bieten, mich jedoch mehr enttäuscht als unterhalten. Wobei ich mich damit, bei all den positiven Bewertungen, ein wenig wie ein Kunstbanause, ohne Sinn für tiefgründigen Humor und Historie fühle.

Fazit: Aufgrund meiner Neugierde und einiger wirklich origineller Textstellen und Schmunzler habe ich schlussendlich bis zum Schluss „durchgehalten“, hätte aber auch nichts verpasst, wenn nicht. Genre, Schreibstil, Humor und Absurdität mögen durchaus ihre Fans haben, ich bin es jedoch leider nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2025

Für mich zu wirr und zickig um überhaupt hineinzufinden

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
0

Um verlorene Seelen auf die andere Seite zu geleiten, ist Wren nach ihrem Tod an der Blackwood Academy gelandet, in einer Welt zwischen Leben und Tod um dort ihren „Ewigen Pflichten“ nachzukommen. Um diesem ...

Um verlorene Seelen auf die andere Seite zu geleiten, ist Wren nach ihrem Tod an der Blackwood Academy gelandet, in einer Welt zwischen Leben und Tod um dort ihren „Ewigen Pflichten“ nachzukommen. Um diesem Schicksal zu entfliehen gibt es nur eine Chance - sie muss sich für den magischen Wettkampf, der nur alle zehn Jahre stattfindet, nominieren und sie muss die vier Prüfungen bestehen. Doch mit diesem Wunsch und Vorsatz ist sie an der Academy natürlich nicht allein und die Regeln haben sich geändert…

Welch eine spannende Idee für einen Fantasyroman! Ein vielversprechender Klappentext und ein traumhaftes Cover samt Farbschnitt. Und dann das. Ich muss sagen, es kommt bei mir wirklich mehr als selten vor, dass ich ein Buch mal komplett abbreche. Doch habe ich bei Band 1 der Immortal Consequences Dilogie von I.V. Marie - für mich - wirklich keinen Anreiz gefunden weiterzulesen. Ich habe mich wirklich bemüht, es mehrmals probiert, doch habe ich einfach nicht in die unstrukturierte Story hineinfinden können und war jedes Mal einfach nur von den Protagonisten genervt. Bei Seite 140 habe ich es dann schließlich aufgegeben und abgebrochen. Zum Einen, weil das ganze, komplexe Magiesystem und auch die -welt nur häppchenweise und sehr schleppend erklärt werden, ich mir also auf vieles keinen Reim machen und nicht folgen konnte - ich verstehe halt ganz gerne Zusammenhänge und worum es im Ganzen geht. Zum Anderen, wird die Geschichte aus insgesamt 6 Perspektiven erzählt, die, gefühlt einfach nur nacheinander oberflächlich angerissen und abgearbeitet werden. Dadurch fehlten mir einfach sämtliche Hintergründe und auch die Tiefe. So konnte ich mich in keinen der Protagonisten auch nur ansatzweise hineinversetzen und fand sie obendrein auch noch durchweg - alle - ziemlich unsympathisch, ja fast schon abstoßend. Irgendwie hatte ich aufgrund des interessanten Klappentextes etwas anderes erwartet, so z.B. dass auch die Geleitung der Seelen aus der Zwischenwelt beschrieben und einzelne verfolgt werden, um überhaupt ein Gefühl für diese frustrierende, düstere Arbeit zu bekommen. Doch bis Seite 140 gab es für mich irgendwie nur Gezicke, erzwungenes Geplänkel, Arroganz und sich gegenseitig zugefügte Verletzungen, die sowieso wieder von alleine heilen. Für meinen Geschmack alles ziemlich verwirrend, unstrukturiert, nichts sagend und oberflächlich.

Fazit: Von dem was ich gelesen habe bin ich ziemlich enttäuscht. Ich habe in der letzten Zeit so viele gute Bücher gelesen, dass mir meine Zeit einfach echt zu schade war, um mich bis zum Schluss weiter von Kapitel zu Kapitel zu quälen ohne in die Geschichte hineinfinden oder sie wirklich nachvollziehen zu können, ohne Sympathie. Vielleicht habe ich etwas verpasst, vielleicht wurde es besser, ich kann nur das beurteilen was ich gelesen habe und das hat mich nicht gefesselt oder gefallen. Allerdings tue ich mich immer schwer damit, die harte Arbeit von Autoren schlecht zu bewerten oder beurteilen - schließlich ist alles nur eine Frage des individuellen Geschmacks - daher gibt von mir für die wunderschöne Buchgestaltung und die echt interessante Idee zumindest zwei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2025

Enttäuschender YA-Thriller

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
2

Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, ...

Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, nach dem grausamen Tod zweier Mitschüler, zu ermitteln beginnen - der Stoff, aus dem die Alpträume in „Let’s split up“, dem ersten Young Adult Thriller von BookToker Bill Wood gesponnen sind.

In Kombination mit dem wirklich gelungenen Cover, klang dies für mich als - mittlerweile zwar etwas entwachsenem - aber dennoch großen Fan von den ???, Fünf Freunden, TKKG & Co., zunächst sehr vielversprechend. Ich hatte zwar keine Probleme in das Buch reinzukommen, doch begann mich die überaus plumpe Ausdrucksweise und der schnöde Schreibstil schnell an zu nerven. Es sollte sich um 17 jährige „ermittelnde“ Teenager handeln, deren Dialoge und Verhalten mich allerdings eher an Grundschüler erinnert haben. Gefallen hat mir lediglich, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Stellenweise war die Handlung nicht nur unlogisch, sondern absolut unrealistisch und wirkte auf mich dermaßen konstruiert, dass sich bei mir nicht nur absolut keine Spannung aufbauen konnte, sondern ich die Story auch gar nicht mehr ernst nehmen konnte.

Fazit: Natürlich darf man nicht aus den Augen verlieren, dass es sich um einen YA Thriller handelt, dessen bin ich mir auch bewusst - aber ganz ehrlich, es gibt so tolle, wahnsinnig spannende, logisch durchdachte und sprachlich hervorragende Kinder- und Jugendbücher, die zwar in ihrer Handlung abgemildert sind, ansonsten aber Erwachsenenbüchern und auch Thrillern wirklich in nichts nachstehen. Hier war ich leider einfach nur durchweg enttäuscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.06.2025

Falsche Erwartung an eine tolle Idee!n

Vorsehung
0

In ihrem neuen Buch „Vorsehung“ schickt Liane Moriarty, eine unauffällige, alte Lady namens Cherry, durch die Sitzreihen des Fluges Hobart - Sydney, um ihren Mitpassagieren, ungefragt und ungebeten, deren ...

In ihrem neuen Buch „Vorsehung“ schickt Liane Moriarty, eine unauffällige, alte Lady namens Cherry, durch die Sitzreihen des Fluges Hobart - Sydney, um ihren Mitpassagieren, ungefragt und ungebeten, deren „Todesursache und Lebenserwartung“ zu prophezeien. Ist sie eine Hellseherin? Oder ist sie einfach verrückt? Zunächst bricht im Flugzeug ablehnende Unruhe aus, doch schon bald stellen sich die ersten Passagiere alle dieselben allumfassenden Fragen: Was, wenn an der Vorsehung etwas dran ist? Gibt es sowas wie Schicksal und wenn ja, können wir es verändern? Oder gar entkommen? Was, wenn wir anfangen würden einfach unsere Träume zu verwirklichen?

Bisher kannte ich von Liane Moriartys nur die Serienverfilmung „Nine Perfect Strangers“. Da ich beide Staffeln überaus gebannt verfolgt habe, machte mich ihr neues Buch neugierig, zumal der Klappentext sehr vielversprechend klang. Ich fand die Idee richtig klasse, also entschied ich mich für die Hörbuchversion. Eingesprochen von Heike Warmuth, die ihre Sache auch wirklich sehr gut gemacht hat. Es war sehr angenehm ihr zuzuhören. Allerdings ist es mir sehr schwer gefallen der Story zu folgen. Ich weiß nicht ob es an dem Hörbuch, und der fehlenden Möglichkeit nachzublättern, gelegen hat, jedenfalls bin ich schon während der „Flugzeugprophezeiung“ bei den vielen, wechselnden Namen und einzelnen Storys inkl. Nebenstorys der Protagonisten, ständig durcheinander gekommen. Wobei dieser erste Teil noch der spannendste war, denn danach flachte es, in meinen Augen, immer weiter ab. Ich konnte keinen fortlaufenden Handlungsstrang erkennen, mir hat einfach ein Fokus gefehlt. Vielleicht bin ich aufgrund des Klappentextes auch einfach mit komplett falschen „Spannungs“-Erwartungen an das Buch herangegangen.

Fazit: Irgendwie war das Buch nicht meins. Angefangen bei der Schreibart, über die vielen verwirrenden Charaktere, bis hin zur Langatmigkeit, dank ausschweifenden Nichtigkeiten, die meiner Meinung nach keinen Einfluss auf die Story hatten. Mich hat das Buch leider überhaupt nicht gepackt, sondern irgendwie ratlos und enttäuscht zurückgelassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere