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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2024

Darf man es mögen?

Geordnete Verhältnisse
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Ein Buch, das einen etwas ratlos zurücklässt, wie man es bewerten soll...
Allein vom Thema her kann man es nicht schön finden; scheint es gar moralisch verwerflich zu sagen, dass man die Geschichte mochte, ...

Ein Buch, das einen etwas ratlos zurücklässt, wie man es bewerten soll...
Allein vom Thema her kann man es nicht schön finden; scheint es gar moralisch verwerflich zu sagen, dass man die Geschichte mochte, obwohl es laut Klappentext eigentlich nur um Freundschaft gehen sollte. Ist es aber dann doch nicht, es ist schon die Geschichte einer (extremen) Liebesbeziehung.

Gut gefallen hat mir, dass es mit Philipp einen asexuellen Protagonisten gab, die sind sehr selten. Auch wenn es nie so benannt wurde, kann man trotzdem anhand seiner Gefühle erkennen, dass er es ist. Leider ist er eben auch eine unangenehme Person, extrem eifersüchtig und possessiv.
Interessant gemacht finde ich, dass er trotzdem der Sympathieträger der Geschichte ist! Denn Faine mochte ich insgesamt weniger, auch wenn sie die Hauptleidtragende ist. Ihr Verhalten blieb mir trotzdem oft fremd und unverständlich.

Thematisch fährt das Buch halt super schwere Geschütze auf 1), was es nicht schlecht macht, aber schlecht empfehlbar.

1) Achtung Spoiler und Triggerwarnung in einem:
:spoiler: Es beginnt bei Inkontinenz im Kindesalter - Kinder können so grausam sein - und steigert sich über Stalking bis hin zum Femizid. :spoiler:

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Hatte mir etwas mehr erhofft

Death at Morning House
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"Death at Morning House" ist ein Jugendkrimi. Das wusste ich eigentlich schon vorher, aber es ist beim Lesen leider immer wieder mal durchgekommen. Auf die ungute Art.
Aber erstmal zu den Sachen, die mir ...

"Death at Morning House" ist ein Jugendkrimi. Das wusste ich eigentlich schon vorher, aber es ist beim Lesen leider immer wieder mal durchgekommen. Auf die ungute Art.
Aber erstmal zu den Sachen, die mir gefallen haben: Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte startet schnell spannend, auch wenn man sich im ersten Moment fragt: Hä, wieso das jetzt? Aber es wird schließlich zu einer runden Erzählung verknüpft. Auch sind die beschriebenen Ereignisse durchaus plausibel. Man liest keine Thriller, weil man sie so realistisch findet, sondern wegen der Spannung, aber es war tatsächlich mal eine Geschichte, von der man sich denkt, dass sie so passiert sein könnte.
Aber - und das hat mir als erwachsenen Leserin etwas die Lektüre vermiest, kann aber für die Altersgruppe durchaus ein Argument sein, das für den Roman spricht: es geht sehr sehr oft um die Problem(ch)e(n) von Jugendlichen. Wer etwas Ähnliches wie z.B. von Ursula Poznanski erwartet, was man auch als Erwachsener gut lesen kann, dem würde ich eher abraten.
Die ganzen "Wer mit wem"-Liebeleien empfand ich als anstrengend und die Alkohol- und Drogengeschichten waren für mich abstoßend. Das mochte ich aber auch als Jugendliche schon überhaupt nicht. Also vielleicht auch ein Typproblem.
Für meinen Geschmack nur 3 von 5 Sternen, aber trotzdem durchaus eine Empfehlung für jugendliche Neulinge, die einen Einstieg in die Krimi-Thriller-Lektüre suchen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Gemischte Gefühle

Perlen
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"Perlen" ist so ein Buch, bei dem ich mir nicht ganz schlüssig bin, was ich davon halten soll. Es ist einerseits sehr schön geschrieben und liest sich nicht schlecht, aber inhaltlich holt es mich so gar ...

"Perlen" ist so ein Buch, bei dem ich mir nicht ganz schlüssig bin, was ich davon halten soll. Es ist einerseits sehr schön geschrieben und liest sich nicht schlecht, aber inhaltlich holt es mich so gar nicht ab.
Die Geschichte wird nicht rund als Geschichte erzählt, sondern man muss sich das Gesamtbild mühsam aus den einzelnen erzählten Erinnerungssequenzen zusammensetzen. Insofern passt der Titel gut zum Buch, die einzelnen Kapitel sind wie Perlen, die zu einer Geschichte gefädelt werden.
Das führt allerdings dazu, dass ich mich immer aufraffen muss, in dem Buch weiterzulesen, weil es nichts gibt, auf das man hinfiebert. Man hat eigentlich keinen Grund weiterzulesen, weil ja jeder Erinnerung für sich abgeschlossen ist. Ist man einmal am Lesen, dann macht es schon Spaß, dranzubleiben, eben weil die lyrische Sprache einen in seinen Bann zieht und man einfach nur wegen der schönen Formulierungen dranbleiben möchte.
Fazit: Eine gute Lektüre für alle, die sehr literarisch lesen, für das Lesen als solches. Wer aber eine spannende Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Schon fast Dark Romance?

Rosaline
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An sich liebe ich Retellings bekannter Geschichten - in diesem Fall der von Romeo und Julia. Allerding wird hier aus der Sicht von Julias Cousine Rosaline erzählt, die in dem Stück von Shakespeare gerade ...

An sich liebe ich Retellings bekannter Geschichten - in diesem Fall der von Romeo und Julia. Allerding wird hier aus der Sicht von Julias Cousine Rosaline erzählt, die in dem Stück von Shakespeare gerade einmal kurz erwähnt wird. Dadurch bekommt man einen ganz anderen Blickwinkel, der die Wirkung des Orginialstücks regelrecht zerstört. Denn hier sind die Liebesgeschichten zwischen Rosaline und Romeo und später auch Julia und Romeo sehr sehr toxisch. Alleine der Altersunterschied zwischen der noch minderjährigen Julia und dem Mittzwanziger Romeo passt für mich nicht zu der Stimmung des Theaterstücks, bei dem man immer dachte, dass man einer jungen Liebe zwischen zwei Teenagern zuschaut. Als historischen Roman finde ich das Buch schon einen gelungenen Einblick in die damalige Zeit, wo solche Beziehungen ja auch aktiv vermittelt wurden (Mädchen wurden sehr jung verheiratet, damit sie gar keine Chance hatten, Unehre über die Familie zu bringen, indem sie verliebten und "Schlimmeres"). Als Liebesgeschichte würde ich es vom heutigen Standpunkt aus nicht empfehlen! Auch fand ich die Erzählung durch die ganzen Hintergründe ein klein wenig langatmig und wüsste ehrlich nicht, wen ich nun als endgültige Zielgruppe für dieses Buch sehe. Leser:innen historischer Romane werden wahrscheinlich von der Liebesgeschichte, die viel Raum einnimmt, abgeschreckt. Leser:innen von Liebesromanen sollten sich überlegen, ob sie sich die klassischste Liebesgeschichte ever kaupttmachen lassen wollen - ich würde mich beim zweiten Mal vermutlich dagegen entscheiden.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Reihenauftakt

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Nur durch Zufall habe ich herausgefunden, dass dieses Buch zusammen mit zwei anderen von Marie Hermanson eine Reihe bildet. Leider ist es weder als Reihentitel gekennzeichnet, noch passt es optisch zu ...

Nur durch Zufall habe ich herausgefunden, dass dieses Buch zusammen mit zwei anderen von Marie Hermanson eine Reihe bildet. Leider ist es weder als Reihentitel gekennzeichnet, noch passt es optisch zu den beiden anderen Büchern. Wobei ich sagen muss, dass ich diesen ersten Teil als durchaus verzichtbar empfinde. Er ist im Unterschied zu den beiden Folgebänden leider ziemlich langatmig und verwirrend aufgebaut. Hier passt auch die Kennzeichnung Roman etwas besser als Krimi, obwohl es später eine Krimireihe wird.

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