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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2024

Herzzerreißend

i fell in love with hope
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Wenn man mal wieder ein Buch lesen möchte, um sich richtig schön auszuheulen, dann sollte man zu diesem greifen.
Es liest sich wie ein Kind der Liebe aus "Drei Schritte zu dir" und "Das Lied des Achill"... ...

Wenn man mal wieder ein Buch lesen möchte, um sich richtig schön auszuheulen, dann sollte man zu diesem greifen.
Es liest sich wie ein Kind der Liebe aus "Drei Schritte zu dir" und "Das Lied des Achill"... und entspricht auch ungefähr diesem Traurigkeitslevel.

An sich ist das Buch etwas schwierig einzuordnen, da die Protagonisten alles Jugendliche sind - im Buch sogar manchmal noch als Kinder bezeichnet, auch wenn nie ein genaues Alter genannt wird - aber ein Jugendbuch ist es nicht. Es hat zwar durch das Krankenhaus und die chronischen Krankheiten der Protagonistinnen einiges vom Setting von "Drei Schritte zu dir", ist aber wesentlich drastischer beschrieben und behandelt deutlich schlimmere Themen.
Obwohl in einem Imprint für Romancebücher erschienen ist es aber auch keiner der "normalen" Liebesromane, weder Romance, noch Unterhaltung, dafür ist die Thematik zu traurig und das Ende ... ist auch kein Happy End, wie man es bei dem Genre sonst erwartet.
Trotzdem hat es von beidem etwas und vom "normalen" Roman noch dazu die leicht philosophierende Ader plus Gesellschaftskritik.
Das macht es etwas schwer eine Zielgruppe für die Geschichte zu finden.

An sich hat mir das Buch im Großen und Ganzen schon gut gefallen, ich habe mitgefiebert und mitgelitten, aber ich habe es auch in einer guten Phase gelesen. Wenn man psychisch etwas angeschlagen ist, sollte man die Lektüre evtl. verschieben, da es einen doch sehr runterziehen könnte.
Außerdem gab es ein paar Längen, die für mich aber durch die vielen klugen und zitierwürdigen Gedanken wettgemacht wurden.
Ein Buch, das sicher nicht jedermans/jederfraus Geschmack sein wird, aber dass zu Herzen gehen kann, wenn man die Kraft hat, sich darauf einzulassen.

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Darf man es mögen?

Geordnete Verhältnisse
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Ein Buch, das einen etwas ratlos zurücklässt, wie man es bewerten soll...
Allein vom Thema her kann man es nicht schön finden; scheint es gar moralisch verwerflich zu sagen, dass man die Geschichte mochte, ...

Ein Buch, das einen etwas ratlos zurücklässt, wie man es bewerten soll...
Allein vom Thema her kann man es nicht schön finden; scheint es gar moralisch verwerflich zu sagen, dass man die Geschichte mochte, obwohl es laut Klappentext eigentlich nur um Freundschaft gehen sollte. Ist es aber dann doch nicht, es ist schon die Geschichte einer (extremen) Liebesbeziehung.

Gut gefallen hat mir, dass es mit Philipp einen asexuellen Protagonisten gab, die sind sehr selten. Auch wenn es nie so benannt wurde, kann man trotzdem anhand seiner Gefühle erkennen, dass er es ist. Leider ist er eben auch eine unangenehme Person, extrem eifersüchtig und possessiv.
Interessant gemacht finde ich, dass er trotzdem der Sympathieträger der Geschichte ist! Denn Faine mochte ich insgesamt weniger, auch wenn sie die Hauptleidtragende ist. Ihr Verhalten blieb mir trotzdem oft fremd und unverständlich.

Thematisch fährt das Buch halt super schwere Geschütze auf 1), was es nicht schlecht macht, aber schlecht empfehlbar.

1) Achtung Spoiler und Triggerwarnung in einem:
:spoiler: Es beginnt bei Inkontinenz im Kindesalter - Kinder können so grausam sein - und steigert sich über Stalking bis hin zum Femizid. :spoiler:

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Kein Buch für mich

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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An sich mag ich auch gerne traurige Romane und dieser hier wird ja beinahe überall hochgelobt als melancholisch, tragisch, schmerzhaft, aber eben auch als wunderschön, wohltuend und mit überraschendem ...

An sich mag ich auch gerne traurige Romane und dieser hier wird ja beinahe überall hochgelobt als melancholisch, tragisch, schmerzhaft, aber eben auch als wunderschön, wohltuend und mit überraschendem Witz.
Die erste Hälfte der Kritiken kann ich sehr unterschreiben, die zweite Hälfte habe ich dagegen vermisst. Für mich was Buch zwar gut geschrieben, man konnte es stilistisch gut weglesen, aber inhaltlich war es in großen Teilen für mich einfach nur gemein und grausam.
Viele Rezensenten loben ja, dass Hans versucht verwantwortungsbewusst zu handeln, was ich nicht nachvollziehen kann. Natürlich baut Bo im Laufe des Buches merklich ab, aber einem alten Mann die letzte Freude im Leben zu rauben und ihm den Hund wegzunehmen, geht für mich persönlich moralisch gar nicht. Da hätte man eine andere Lösung finden müssen und mir tat es einfach nur weh, das zu lesen.
Dieses Buch ist eins, bei dem ich den breiten Erfolg so gar nicht nachvollziehen kann, mag es auch noch so gut geschrieben sein.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Hatte mir etwas mehr erhofft

Death at Morning House
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"Death at Morning House" ist ein Jugendkrimi. Das wusste ich eigentlich schon vorher, aber es ist beim Lesen leider immer wieder mal durchgekommen. Auf die ungute Art.
Aber erstmal zu den Sachen, die mir ...

"Death at Morning House" ist ein Jugendkrimi. Das wusste ich eigentlich schon vorher, aber es ist beim Lesen leider immer wieder mal durchgekommen. Auf die ungute Art.
Aber erstmal zu den Sachen, die mir gefallen haben: Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte startet schnell spannend, auch wenn man sich im ersten Moment fragt: Hä, wieso das jetzt? Aber es wird schließlich zu einer runden Erzählung verknüpft. Auch sind die beschriebenen Ereignisse durchaus plausibel. Man liest keine Thriller, weil man sie so realistisch findet, sondern wegen der Spannung, aber es war tatsächlich mal eine Geschichte, von der man sich denkt, dass sie so passiert sein könnte.
Aber - und das hat mir als erwachsenen Leserin etwas die Lektüre vermiest, kann aber für die Altersgruppe durchaus ein Argument sein, das für den Roman spricht: es geht sehr sehr oft um die Problem(ch)e(n) von Jugendlichen. Wer etwas Ähnliches wie z.B. von Ursula Poznanski erwartet, was man auch als Erwachsener gut lesen kann, dem würde ich eher abraten.
Die ganzen "Wer mit wem"-Liebeleien empfand ich als anstrengend und die Alkohol- und Drogengeschichten waren für mich abstoßend. Das mochte ich aber auch als Jugendliche schon überhaupt nicht. Also vielleicht auch ein Typproblem.
Für meinen Geschmack nur 3 von 5 Sternen, aber trotzdem durchaus eine Empfehlung für jugendliche Neulinge, die einen Einstieg in die Krimi-Thriller-Lektüre suchen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Gemischte Gefühle

Perlen
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"Perlen" ist so ein Buch, bei dem ich mir nicht ganz schlüssig bin, was ich davon halten soll. Es ist einerseits sehr schön geschrieben und liest sich nicht schlecht, aber inhaltlich holt es mich so gar ...

"Perlen" ist so ein Buch, bei dem ich mir nicht ganz schlüssig bin, was ich davon halten soll. Es ist einerseits sehr schön geschrieben und liest sich nicht schlecht, aber inhaltlich holt es mich so gar nicht ab.
Die Geschichte wird nicht rund als Geschichte erzählt, sondern man muss sich das Gesamtbild mühsam aus den einzelnen erzählten Erinnerungssequenzen zusammensetzen. Insofern passt der Titel gut zum Buch, die einzelnen Kapitel sind wie Perlen, die zu einer Geschichte gefädelt werden.
Das führt allerdings dazu, dass ich mich immer aufraffen muss, in dem Buch weiterzulesen, weil es nichts gibt, auf das man hinfiebert. Man hat eigentlich keinen Grund weiterzulesen, weil ja jeder Erinnerung für sich abgeschlossen ist. Ist man einmal am Lesen, dann macht es schon Spaß, dranzubleiben, eben weil die lyrische Sprache einen in seinen Bann zieht und man einfach nur wegen der schönen Formulierungen dranbleiben möchte.
Fazit: Eine gute Lektüre für alle, die sehr literarisch lesen, für das Lesen als solches. Wer aber eine spannende Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden.

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