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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Die mächtige Schildmaid

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Freya ist eine junge Frau, die einen Tropfen Götterblut in sich hat. Das ist ihr großes Geheimnis, und als es öffentlich wird, ist es mit ihrem Privatleben vorbei. Sie wird in die Ehe mit einem ehrgeizigen ...

Freya ist eine junge Frau, die einen Tropfen Götterblut in sich hat. Das ist ihr großes Geheimnis, und als es öffentlich wird, ist es mit ihrem Privatleben vorbei. Sie wird in die Ehe mit einem ehrgeizigen Fürsten gezwungen, der sie und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten für seine politischen Ziele einspannt. Doch der Fürst hat auch einen, ebenfalls durch einen Gott gesegneten Sohn, der äußerst attraktiv ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine glühende, wenn auch verbotene Leidenschaft.
Das Buch ist ein Roman voller Intrigen, Rache, Gewalt und Verrat. Die romantischen Gefühle zwischen Freya und Bjorn bilden dazu den Gegenpol, wobei etwas weniger scharfe spicy Szenen dem Niveau gutgetan hätten.
Ansonsten taucht man in eine nordische Fantasiewelt ein, die sehr ausdrucksvoll geschildert wird. Kopfkino ist vorprogrammiert. Auch wenn das Ende ein wirklicher Knalleffekt ist und neugierig auf eine Fortsetzung macht, so ist doch die Geschichte erstmal in sich abgeschlossen und kann für sich alleine stehen.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Die Auftragsmörderin

Spinnenfluch
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Es ist so eine Sache, die siebzehnte Folge einer Serie als Erstes zu lesen. Hier gelingt es mir völlig ohne Probleme, denn zum einen ist es eine sehr oberflächliche Story und Esteps Schreibstil reißt einen ...

Es ist so eine Sache, die siebzehnte Folge einer Serie als Erstes zu lesen. Hier gelingt es mir völlig ohne Probleme, denn zum einen ist es eine sehr oberflächliche Story und Esteps Schreibstil reißt einen sofort mitten hinein in das Geschehen; zum anderen werden alle dennoch benötigten Informationen ganz unauffällig in den Text eingewoben.
Die Spinne ist eine Auftragsmörderin mit Elementarmagie. In dieser Folge muss sie ihre besten Freunde vor dem mörderischen Zugriff einer Vampirin bewahren und auch selbst deren hinterhältige Attacken überleben.
Ja, irgendwie ist es eine Story, die mit der heißen Feder geschrieben worden ist. Nein, kein Tiefgang, keine geheime Botschaft, nur reine Unterhaltung. Und die finde ich richtig gut, denn die Protagonisten wirken sehr lebendig auf mich und der ganze Schreibstil ist wunderbar leicht. Einfach nur ein paar Stunden mit rasanter Fantasy abschalten, dafür ist dieses Buch genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Zaubergesang

The Witch Collector
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Ja, das ist mal ein Cover, das absolut gut zum Inhalt des Buches passt.
Raina ist ein magiebegabte junge Frau, deren größter Wunsch es ist, den einmal im Jahr ins Dorf kommende Witch Collector Alexus zu ...

Ja, das ist mal ein Cover, das absolut gut zum Inhalt des Buches passt.
Raina ist ein magiebegabte junge Frau, deren größter Wunsch es ist, den einmal im Jahr ins Dorf kommende Witch Collector Alexus zu töten. Denn er hat ihr vor Jahren die Schwester genommen und Raina will das Dorf von ihm befreien. Doch es kommt alles ganz anders. Das Dorf wird von Feinden überrannt. Raina und Alexus können fliehen. Sie versuchen, das Königsschloss rechtzeitig zu erreichen, um alle zu warnen.
Auf der Reise dahin lernt Raina ihren Erzfeind besser kennen. Ihr ganzes Weltbild war ein falsches. Während sich ihre Liebe vertieft, müssen sie gefährliche Abenteuer bestehen.
Dieser Handlungsstrang ist wirklich spannend, denn er wird gut erzählt und man fiebert mit den beiden mit. Dennoch hat das Buch einige Schwächen. Es dauert etwa hundert Seiten, bis man sich einen Reim darauf machen kann, was Witch Walker und Witch Collector bedeuten. Irgendwann wird auch kompliziert und weitschweifig erklärt, wie der kriegerische Konflikt entstanden ist. Nun, ich habe es nicht verstanden, aber wie gesagt, die Haupthandlung habe ich gerne verfolgt, wenn mir auch die letzte Szene absolut viel zu spicy war.
Die beiden Sprecher, Lisa Cardinale und Philipp Oehme, haben einen guten Job gemacht.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Scheinheilig

Das Mädchen, das schwieg
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Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ...

Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ist eigentlich noch in Elternzeit, und Karsten versucht, sich von einem fast tödlichen Polizeieinsatz zu erholen, wird dabei aber immer depressiver.

Als nun in der Nachbarschaft ein Mord an einer stummen jungen Frau, Sissel, begangen wird, bedeutet das einen Wiedereinstieg in ihre jeweiligen Berufe. Keiner mag glauben, dass in ihrer kleinen Gemeinde ein Mörder umgeht. Die Autorin Trude Teige geht die Auflösung sehr behutsam an. Man erfährt viel Privates über die Dorfbewohner, schnell macht sich der Leser ein Bild über die unterschwellig herrschenden Spannungen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen und während eines fürchterlichen Wintersturms kommt es zum grandiosen Showdown, bei dem Karsten und Kajsa über sich hinauswachsen.

Dass der Mörder nicht leicht zu erraten ist, macht nur einen Teil der Spannung aus. Genauso faszinierend sind hier die Einzelschicksale von der toten Sissel, oder auch von dem Entführungsopfer, Tone, das von allen Seiten gemobbt wurde. Ebenso macht die Beziehung von Kajsa und Karsten eine interessante Entwicklung durch, und es ist schön zu sehen, wie Karsten wieder zu seinem alten Selbst zurückfindet.

Insgesamt ist "Das Mädchen, das schwieg" ein ruhiger, aber dabei sehr spannender Norwegen-Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann, weil er eben nicht so oberflächlich ist, wie manch anderer Krimi.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Waisenhaus des Schreckens

Coram House
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Dieser Thriller wird in erster Linie aus der Sicht von Alex Kelley geschildert. Sie ist eine True-Crime-Journalistin mit einem Bestseller-Debüt, dem ein Flop folgte. Dieses zweite Buch stürzte eine ganze ...

Dieser Thriller wird in erster Linie aus der Sicht von Alex Kelley geschildert. Sie ist eine True-Crime-Journalistin mit einem Bestseller-Debüt, dem ein Flop folgte. Dieses zweite Buch stürzte eine ganze Familie ins Verderben, bedeutete das berufliche Aus für Kelley und das ganze Desaster fiel auch noch ausgerechnet zeitgleich mit dem Tod von Alexs Ehemann zusammen.
Ein Buch über ein ehemaliges Waisenhaus, in dem sich unsägliche Dinge zugetragen haben, soll Kelley aus dem Tief holen.
Sie verbeißt sich sofort in das Schicksal eines vermissten Jungen. Sie will auch den anderen missbrauchten Kindern nachträglich Gerechtigkeit widerfahren lassen. Auch wenn sie hehre Ziele hat, so kommt Alex als Person sehr unsympathisch daher. Auf mich macht sie mit ihrer Reizbarkeit, den Stimmungsschwankungen und ihren Trinkgewohnheiten den Eindruck einer Alkoholikerin, auch wenn das nicht explizit erwähnt wird. Jedenfalls bringt sie einige Leute in Schwierigkeiten bis alles aufgeklärt ist.
Man sieht ihr bei den Recherchen für das Buch über die Schulter, doch viele Passagen und Gedankengänge wiederholen sich, sodass manches nur träge an einem vorbeirauscht, anstatt die Spannung zu erhöhen.
Heidi Jürgens als Sprecherin ist sehr angenehm, ebenso Wolfgang Berger, der die eingeschobenen Gerichtsprotokolle einliest.

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