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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein Leben zwischen zwei Welten

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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Ich habe mich für das Buch entschieden, weil mich die Idee rund um die Geschichte des Erlkönigs sofort angesprochen hat. Diese Mischung aus realem Alltag und einer geheimnisvollen, anderen Welt fand ich ...

Ich habe mich für das Buch entschieden, weil mich die Idee rund um die Geschichte des Erlkönigs sofort angesprochen hat. Diese Mischung aus realem Alltag und einer geheimnisvollen, anderen Welt fand ich von Anfang an total reizvoll.
Letty lebt tagsüber ein ganz normales Leben, während sie nachts in das Reich des Erlkönigs reist, um dort Zeit mit Will – dem Sohn des Erlkönigs – zu verbringen und Aufträge für seinen Vater auszuführen.

Letty und Will sind mir schnell ans Herz gewachsen. Letty war für mich stellenweise ein bisschen anstrengend mit ihrer „Ich will nicht erwachsen werden“-Einstellung – aber gleichzeitig ist genau das auch wieder total nachvollziehbar. Sie ist ein Teenager, und diese Unsicherheit, dieses Festhalten wollen an dem, was man kennt, passt einfach sehr gut zu ihr. Gerade für ein Young-Adult-Buch wirkt das alles sehr authentisch.
Will hingegen bringt eine ganz andere, ruhigere Seite mit. Obwohl er schon so viele Jahrhunderte gelebt hat, sehnt er sich einfach nur nach einem normalen Leben – fern von seiner Rolle als Nachtmahr, der den Menschen ihre Träume raubt und sie dadruch unglücklich macht. Das hat ihn für mich sehr greifbar gemacht.

Auch die Nebenfiguren, sowohl Lettys Freundeskreis als auch Wills Geschwister, fügen sich schön ins Gesamtbild ein und wirken nicht einfach nur als wären sie dazu da, die Geschichte voranzutreiben, sondern wirklich durchdacht.
Das Reich des Erlkönigs, Annwn, ist atmosphärisch beschrieben. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen, irgendwie ruhiger, fast wie vor der industriellen Revolution. Im Kontrast dazu steht Lettys Alltag, der sich sehr real und vertraut anfühlt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, flüssig und bildhaft. Besonders gut gefallen hat mir der Wechsel der Perspektiven zwischen Letty und Will, weil man so ihre Gedanken und Gefühle besser verstehen konnte und beiden Figuren näherkommt.

Was mich allerdings ein wenig enttäuscht hat, war der Einstieg. Der erste Teil zieht sich für mein Empfinden etwas, weil lange nicht wirklich viel passiert. Es fühlt sich eher wie ein Dahinplätschern des Alltags an, ohne große Überraschungen oder Wendungen. Ich habe mir da ein bisschen mehr Spannung oder zumindest mehr "Funkenflug" zwischen Letty und Will erhofft.
Im zweiten Teil wird es dann deutlich intensiver, die Geschichte gewinnt an Tempo und auch die Beziehung zwischen Letty und Will entwickelt sich spürbar weiter. Umso mehr hat es mich dann gestört, dass das Ende recht abrupt kam – ich hätte mir gewünscht, noch ein bisschen mehr über die aktuelle Situation zu erfahren. Ich habe kein Problem mit Cliffhanger, aber hier wars mir "zu wenig"

Trotzdem ist es für mich eine schöne Geschichte für zwischendurch, mit einer tollen Grundidee und Figuren, die einem im Kopf bleiben. Ich bin auf jeden Fall neugierig genug, um auch den zweiten Teil lesen zu wollen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Düstere Romantsy mit starken Plottwists, konnte mich aber leider nicht ganz überzeugen

Solitude 2: Unleash the Shadows
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Düster, spannend - aber für mich nicht die große Buchliebe.

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch gegangen – und die wurden leider nicht ganz erfüllt. Trotzdem hatte ich beim Lesen Spaß und ...

Düster, spannend - aber für mich nicht die große Buchliebe.

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch gegangen – und die wurden leider nicht ganz erfüllt. Trotzdem hatte ich beim Lesen Spaß und würde es definitiv weiterempfehlen, wenn man Lust auf ein Fantasy-Buch mit „starcrossed lovers“ hat. Es gibt hier zwar nicht viel Spice, aber dafür eine Menge Anziehungskraft.

Die Welt fand ich absolut genial. Düster, morbide, deprimierend – und gleichzeitig total faszinierend. Das Magiesystem und die Assassinen-Tiere haben für mich noch mal eins draufgesetzt. Dazu die ganzen Wendungen, Intrigen und Verrätereien … das hat einfach richtig gut gepasst und die kleineren Schwächen ziemlich wettgemacht.

Louve als Hauptfigur ist echt spannend. Am Anfang war ich mir noch unsicher, ob das alles so stimmig ist, aber je länger man liest, desto besser versteht man sie und ihre Art zu handeln. Enean dagegen wirkte auf mich manchmal ein bisschen naiv oder fast schon jugendlich. Er will unbedingt bei Louve sein, denkt aber nicht immer zu Ende, was das nach sich zieht. Gerade bei so einem alten, mächtigen Wesen hätte ich eigentlich mehr Weitsicht erwartet. Trotzdem mochte ich, dass er am Ende eben nicht so böse ist, wie alle denken – das hat ihn für mich noch mal interessanter gemacht.

Den zweiten Teil werde ich mir auf jeden Fall anschauen, weil ich wissen will, wie’s weitergeht. Aber es ist jetzt nicht das Buch, für das ich am Erscheinungstag sofort in die Buchhandlung renne.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Mitreißendes Abenteuer auf der Urlaubsinsel Mallorca

DENKRIESEN - KIBU JUMPER® - Mallorca - "Schnitzeljagd durch Palma" | Band 4
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Vorweg: Ich habe auch den ersten Band der Kibu Jumper-Reihe gelesen – das war definitiv ein Vorteil. Wer einfach so in die Geschichte von i-Bob, Leni, Pipa und K einsteigt, könnte es anfangs etwas schwer ...

Vorweg: Ich habe auch den ersten Band der Kibu Jumper-Reihe gelesen – das war definitiv ein Vorteil. Wer einfach so in die Geschichte von i-Bob, Leni, Pipa und K einsteigt, könnte es anfangs etwas schwer haben, in die Handlung hineinzufinden.

Die Schnitzeljagd durch Palma führt unsere Freunde diesmal ins wunderbare, sonnige Mallorca. Da ich selbst schon einmal dort Urlaub machen durfte, habe ich das Buch ganz besonders genossen, es hat mich direkt wieder in Urlaubsstimmung versetzt. Aber auch für „Mallorca-Neulinge“ bietet die Geschichte viele liebevolle Details, die es dem Leser leicht machen, sich die Insel bildlich vorzustellen. Und man hat gleich eine Überblick über möglicher Attraktionen für einen Besuch auf der Mittelmeerinsel.

Unsere jungen Helden sind wieder ein großartiges Team und ergänzen sich wunderbar. Besonders der Neuzugang Schnitzel, das Schwein, ist super witzig und hat bei mir regelmäßig für Lacher gesorgt. Auch die neue Fähigkeit der KiBu, die tierische Sprachen übersetzen kann, gibt dem ganzen Buch nochmals einen zusätzlichen Flair. Ich finde es auch toll, dass die Kinder wieder einige einheimische Helfer gefunden haben, die sie bei der Suche unterstützen und vor den Bösewichten der Geschichte beschützen.

Im Band 4 geht es auf jeden Fall heiß zur Sache, Katorga und sein Helfer Hugo befinden sich zufälligerweise auch auf der Ferieninsel und sind so sehr präsent und jagen die vier Jumper und Schnitzel, dies sorgt nochmals für Spannung und Abwechslung. Langweilig wird das Buch definitv nicht.

Auch den Schreibstil der Autorin finde richtig gelungen für die Zielgruppe: witzige Wortgefechte der Jumper, viele interessante Informationen über die besuchten Orte – ohne dabei wie ein Reiseführer zu klingen – und ein toller Spannungsbogen, der einen richtig mitreißt.

Insgesamt ein wunderbar lebendiges, spannendes und humorvolles Abenteuer, das Lust auf Sonne, Strand und mehr Kibu Jumper Abenteuer macht!

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Düster, spannend - aber für mich nicht die große Buchliebe.

Solitude 1: Devour the Light
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Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch gegangen – und die wurden leider nicht ganz erfüllt. Trotzdem hatte ich beim Lesen Spaß und würde es definitiv weiterempfehlen, wenn man Lust auf ein ...

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch gegangen – und die wurden leider nicht ganz erfüllt. Trotzdem hatte ich beim Lesen Spaß und würde es definitiv weiterempfehlen, wenn man Lust auf ein Fantasy-Buch mit „starcrossed lovers“ hat. Es gibt hier zwar nicht viel Spice, aber dafür eine Menge Anziehungskraft.

Die Welt fand ich absolut genial. Düster, morbide, deprimierend – und gleichzeitig total faszinierend. Das Magiesystem und die Assassinen-Tiere haben für mich noch mal eins draufgesetzt. Dazu die ganzen Wendungen, Intrigen und Verrätereien … das hat einfach richtig gut gepasst und die kleineren Schwächen ziemlich wettgemacht.

Louve als Hauptfigur ist echt spannend. Am Anfang war ich mir noch unsicher, ob das alles so stimmig ist, aber je länger man liest, desto besser versteht man sie und ihre Art zu handeln. Enean dagegen wirkte auf mich manchmal ein bisschen naiv oder fast schon jugendlich. Er will unbedingt bei Louve sein, denkt aber nicht immer zu Ende, was das nach sich zieht. Gerade bei so einem alten, mächtigen Wesen hätte ich eigentlich mehr Weitsicht erwartet. Trotzdem mochte ich, dass er am Ende eben nicht so böse ist, wie alle denken – das hat ihn für mich noch mal interessanter gemacht.

Den zweiten Teil werde ich mir auf jeden Fall anschauen, weil ich wissen will, wie’s weitergeht. Aber es ist jetzt nicht das Buch, für das ich am Erscheinungstag sofort in die Buchhandlung renne.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Lilimotts spannende Geschichte – auch wenn die Bilder im Kopf ausblieben

Dämmernachtstraum
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Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht. Obwohl die Autorin eine detailreiche Sprache verwendet und sowohl Szenen als auch Charaktere lebendig beschreibt, konnte mich der Schreibstil nicht ...


Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht. Obwohl die Autorin eine detailreiche Sprache verwendet und sowohl Szenen als auch Charaktere lebendig beschreibt, konnte mich der Schreibstil nicht vollständig abholen. Mein Kopfkino kam nicht richtig in Gang – und das ist für mich essenziell für ein richtiges Lesevergnügen.

Trotzdem hat mich die Protagonistin Lilimott schnell für sich eingenommen. Als Mädchen, das ihr Leben lang unsichtbar war, muss sie plötzlich über sich hinauswachsen. Ihre Entwicklung – von der unbemerkten Außenseiterin zur „Großen Retterin“ – fand ich sympathisch und glaubwürdig erzählt. Besonders schön fand ich, wie sie lernt, an sich selbst zu glauben, und es schließlich sogar schafft, die verfeindeten Nachtspinste und Tagholde zu vereinen – keine leichte Aufgabe. Lil lernt, für sich und andere einzustehen, und das wurde sehr feinfühlig und nachvollziehbar dargestellt.

Auch die Welt der Nachtspinste und Tagholde ist mit viel Fantasie gestaltet. Jedes Wesen hat ein eigenes, besonderes Aussehen und einen klar erkennbaren Charakter. Besonders ins Herz geschlossen habe ich den kleinen Taghold Habibi – einfach süß! Auch Lilimotts bester Freund Kasimir und ihre Schwester Ruby fand ich großartig. Sie stärken Lils Selbstwertgefühl und unterstützen sie – direkt und indirekt – auf ihrer Reise.

Auch wenn der Funke bei mir nicht zu hundert Prozent übergesprungen ist, bietet das Buch eine originelle und warmherzige Geschichte über Mut, Selbstvertrauen und das Einstehen für sich selbst und andere. Ich vermute, meine Tochter wird das ganz anders sehen. Ich bin gespannt auf ihre Meinung, wenn sie das Buch gelesen hat :)

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