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Veröffentlicht am 17.01.2026

Holiday Ever After

Holiday Ever After
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Worum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb ...

Worum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb aus Fraser Falls gestohlen haben. Kurzerhand reist Clara in die verschneite Kleinstadt, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch der Erfinder der Holly-Puppe ist ausgerechnet Jack Kelly - der verboten gut aussehende Problemlöser der Stadt, der nicht vorhat, sich ein zweites Mal von einer Davenport übers Ohr hauen zu lassen. Clara will ihm beweisen, dass sie anders ist, und merkt dabei, dass sie ihr Herz nicht nur an die malerische Kleinstadt, sondern auch an Jack verliert ...

Das Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort Weihnachtsstimmung. Die Gestaltung ist hübsch, stimmig und fängt das winterliche, festliche Flair perfekt ein. Ein rundum großartig gelungenes Design, das sofort Lust auf eine gemütliche Lektüre macht.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird überwiegend aus Claras Ich-Perspektive erzählt, ergänzt durch einzelne Kapitel aus Jacks Sicht. Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und gut lesbar. Besonders der Einstieg überzeugt: Die ersten 50 Seiten sind stark, klar strukturiert und machen sofort neugierig. Schön ist auch, dass man problemlos in die Handlung findet, selbst ohne den Klappentext zu kennen. Sobald Clara jedoch in Fraser Falls ankommt, verliert die Geschichte spürbar an Spannung. Ich hatte mit einer ausgeprägten Enemies-to-Lovers-Dynamik gerechnet, doch die erwartete Antipathie bleibt weitgehend aus. Zwar sind die Bewohner nicht begeistert, aber echte Konflikte oder Aufregung entstehen kaum. Die Handlung plätschert vor sich hin, es passiert über weite Strecken zu wenig, und viele Entwicklungen sind sehr vorhersehbar. Für eine Geschichte, die fast 500 Seiten umfasst, fehlt es an Tempo und Wendungen. Einige Kapitel habe ich übersprungen, weil schlicht nichts Relevantes geschah. Das Ende bestätigt schließlich, was sich schon früh abzeichnet.

Die Hauptfiguren: Clara träumt von einer Beförderung im Familienunternehmen, doch ihr Vater macht ihr immer wieder deutlich, dass Fleiß allein nicht reicht – und bevorzugt stattdessen ihren weniger erfolgreichen jüngeren Bruder. Als ein Skandal die Firma bedroht, soll Clara die Situation retten und reist nach Fraser Falls, um mit den Anwohnern zu sprechen. Dort trifft sie auf Jack, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als sie herausfindet, dass er der Erfinder der Puppen ist, steht sie vor einem moralischen Dilemma: Soll sie ihre Karriere retten oder ihren eigenen Werten treu bleiben?

Jack liebt seine Kleinstadt und kämpft leidenschaftlich dafür, dass seine gestohlene Idee nicht untergeht. Die Kleinstadt steht hinter ihm, und die viral gehenden Videos zeigen, wie sehr Fraser Falls zusammenhält. Als Clara auftaucht, ist er sofort fasziniert – bis er erfährt, dass sie eine Davenport ist. Er stößt sie immer wieder von sich, merkt aber schnell, dass Clara nicht mit der Firma gleichzusetzen ist. Zwischen beiden entsteht eine zarte, aber komplizierte Verbindung, deren Zukunft ungewiss bleibt.

Endfazit: „Holiday Ever After“ ist eine niedliche Geschichte für die kalte Jahreszeit, doch das Potenzial wurde nicht vollständig ausgeschöpft. Die Handlung ist zu vorhersehbar, die Spannung flacht früh ab, und für fast 500 Seiten passiert schlicht zu wenig. Die Grundidee ist charmant, aber die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 19.12.2025

Perfect Redemption

Perfect Redemption
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Worum geht es?: Jax Deneris war ein gnadenloser Kämpfer und im Untergrund gefürchtet und verehrt – bis zu dem Ereignis, das ihn komplett aus der Bahn warf. Getrieben von Selbsthass und Reue will er nur ...

Worum geht es?: Jax Deneris war ein gnadenloser Kämpfer und im Untergrund gefürchtet und verehrt – bis zu dem Ereignis, das ihn komplett aus der Bahn warf. Getrieben von Selbsthass und Reue will er nur noch vergessen und zieht dafür nach Los Angeles. Aber nach einem Skandal muss er eine Wohnung mit Blaire teilen, einer selbstbewussten jungen Frau mit Geheimnissen. Sie können sich nicht ausstehen und geraten immer wieder aneinander, und beide haben mit ihren Dämonen zu kämpfen. Doch es fliegen auch die Funken, und gegen seinen Willen ist Jax fasziniert von ihr. Aber Blaire hat nicht vor, sich von Jax Deneris verbrennen zu lassen – denn sie hat eine Mission, die alles, was zwischen ihnen entsteht, zerstören könnte.

Das Cover: Das Cover von Perfect Redemption ist ein echter Blickfang. Der schöne Kontrast zwischen Rot/Pink und Schwarz sorgt für eine stimmungsvolle Wirkung, während der Schriftzug elegant und modern wirkt. Insgesamt passt das Design perfekt zum ersten Band und schafft einen harmonischen Übergang innerhalb der Reihe.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist geprägt von der Ich-Perspektive, die abwechselnd aus der Sicht von Jax und Blaire erzählt wird. Die kurzen Kapitel machen das Lesen angenehm, allerdings schleichen sich sehr viele Längen ein, sodass die Spannung oft verloren geht. Überraschende Wendungen bleiben aus, was die Handlung etwas vorhersehbar macht. Positiv hervorzuheben ist jedoch die gelungene Charakterentwicklung, die den Figuren Tiefe verleiht. Besonders der Epilog rundet die gesamte Reihe stimmig ab und sorgt für einen versöhnlichen Abschluss.

Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren sind vielschichtig gestaltet. Jax hat aus den Fehlern des ersten Bandes gelernt und möchte einen Neuanfang wagen. Blaire übernimmt die Rolle seiner Aufpasserin, damit er nicht erneut auf die schiefe Bahn gerät. Zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle, doch Jax wird immer wieder von seiner Vergangenheit und Schuldgefühlen eingeholt. Blaire hingegen ist eine junge, starke Frau, die für eine bessere Zukunft kämpft. Ihre Geheimnisse stellen jedoch eine Hürde für die aufkeimende Beziehung dar und sorgen für zusätzliche Konflikte.

Endfazit: Im Endfazit bleibt "Perfect Redemption" eine nette Fortsetzung, die man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Der Band kommt leider nicht an die Qualität des ersten Teils heran.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

The Unwanted Marriage

The Unwanted Marriage
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Worum geht es?: Seit dem Kindesalter ist Dion Windsor bewusst, wen er eines Tages heiraten wird: die wunderschöne Konzertpianistin Faye Matthews. Doch Faye ist die letzte Frau, die Dion in seiner Nähe ...

Worum geht es?: Seit dem Kindesalter ist Dion Windsor bewusst, wen er eines Tages heiraten wird: die wunderschöne Konzertpianistin Faye Matthews. Doch Faye ist die letzte Frau, die Dion in seiner Nähe haben will, und schon seit Jahren versucht er, der Ehe mit ihr zu entkommen. Aber als er Faye eines Abends mit einem anderen Mann sieht, weiß Dion instinktiv, dass die Zeit des Davonlaufens vorbei ist. Er wird Faye heiraten und eine echte Beziehung mit ihr eingehen. Faye kann schließlich nicht ahnen, dass Dion sich nicht aus Mangel an Zuneigung vor der Zukunft mit ihr drückt, sondern um sie vor seinem dunklen Geheimnis zu beschützen...

Das Cover: Das Cover von "The Unwanted Marriage" fügt sich nahtlos in die bestehende Reihe ein und überzeugt durch seine stimmige Ästhetik. Besonders der Kontrast aus Schwarz, Rosa, Rot und Weiß sorgt für eine starke visuelle Wirkung, die sofort ins Auge fällt. Der farblich abgestimmte Buchschnitt rundet das Gesamtbild ab und macht den Band zu einem echten Eyecatcher im Regal.



Der Schreibstil: Der Roman wird in der Ich-Perspektive erzählt, wobei sich die Kapitel zwischen Faye und Dion abwechseln. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten – meist zwischen fünf und zehn Seiten –, was für ein zügiges Lesetempo sorgt und den Einstieg besonders dynamisch macht. Allerdings verliert der Text im weiteren Verlauf an Finesse. Der häufig wiederkehrende, stark besitzergreifende Tonfall Dions („du gehörst mir“) wirkt schnell überladen und schlägt in eine sexistische Richtung um, die den Lesefluss stört. Auch die Handlung selbst bleibt über weite Strecken vorhersehbar. Das Ende ist zwar süß und rundet die Geschichte gefühlvoll ab, bleibt jedoch ohne besondere Überraschungen oder emotionale Höhepunkte.

Die Hauptfiguren: Faye ist eine junge Frau, die unter enormem familiären Druck steht. Sie soll einen Mann heiraten, den sie nicht liebt und der kaum Interesse an ihr zeigt. Gleichzeitig sehnt sie sich nach echter Zuneigung und verliebt sich in Eric – ein Gefühl, das sie vor ihrer arrangierten Ehe mit Dion noch einmal erleben möchte. Die Misshandlungen durch ihren Vater und die Angst um ihre Familie verleihen ihrer Figur zusätzliche Tiefe. Besonders gelungen ist ihre Entwicklung: Von einer schüchternen, eingeschüchterten jungen Frau wächst sie zu einer selbstbewussteren Persönlichkeit heran. Die herzliche Aufnahme durch die Windsor-Familie trägt maßgeblich zu diesem Wandel bei und gehört zu den stärkeren Momenten des Romans.

Dion hingegen bleibt eine ambivalente Figur. Seine Eifersucht, vor allem in Bezug auf Eric, und sein stark besitzergreifendes Verhalten machen ihn schwer greifbar und wenig sympathisch. Grenzen werden ihm kaum gesetzt, was seine Darstellung problematisch wirken lässt. Positiv hervorzuheben ist jedoch die sensible Aufarbeitung des Verlusts seiner Eltern, die ihm zumindest in Teilen mehr Tiefe verleiht.

Endfazit: "The Unwanted Marriage" bietet eine solide Fortsetzung mit ansprechender Gestaltung und einem starken Einstieg. Trotz interessanter Grundidee und einer gelungenen Entwicklung der Protagonistin verliert die Geschichte durch vorhersehbare Wendungen und problematische Dynamiken zwischen den Hauptfiguren an Wirkung.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

All the Things I Desire about You

All the Things I Desire about You
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Worum geht es?: Als die Konzertviolinistin Eloise nachts überfallen wird, rettet sie ausgerechnet jemand, vor dem sie sich eigentlich fürchten sollte: Ex-Gangmitglied Cameron. Definitiv nicht der Typ, ...

Worum geht es?: Als die Konzertviolinistin Eloise nachts überfallen wird, rettet sie ausgerechnet jemand, vor dem sie sich eigentlich fürchten sollte: Ex-Gangmitglied Cameron. Definitiv nicht der Typ, den man den Eltern vorstellt. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr bröckelt die Fassade des gefährlichen Straßenkämpfers – und Eloises Entschluss, sich nicht in ihn zu verlieben. Unter Cams rauer Schale verbirgt sich ein begnadeter Handwerker; ein Mann, der für ein besseres Leben alles riskiert.

Das Cover: Das Cover des Buches überzeugt mit einem schönen Hintergrund, dessen explosive Farben sehr gut zur Geltung kommen. Weniger gelungen ist jedoch der Schriftzug, der für meinen Geschmack zu langweilig wirkt und nicht mit der Dynamik des restlichen Designs mithalten kann.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Eloise und Cameron erzählt. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was das Lesen zwar erleichtert, jedoch bleiben die Emotionen dabei oft auf der Strecke. Insgesamt fehlt es der Handlung an Spannung, vieles wirkt vorhersehbar. Positiv hervorzuheben ist allerdings die gelungene Charakterentwicklung, die den Figuren Tiefe verleiht.

Die Hauptfiguren: Eloise ist eine ruhige Frau und Pianistin im Orchester, die es gewohnt ist, immer das liebe nette Mädchen zu sein. Im Verlauf der Geschichte lernt sie jedoch, ihre ehrliche Meinung zu äußern und mutiger zu werden.

Cameron hingegen stammt aus einem schwierigen Umfeld, geprägt von Gangs, Straßenschlägereien und Drogen. Er trainiert in einem Boxclub, um nicht wieder auf die schiefe Bahn zu geraten. Als er Eloise bei einem Überfall hilft, ist er sofort von ihr fasziniert, obwohl er glaubt, nicht gut genug für sie zu sein. Gerade seine Entwicklung macht ihn zu einer besonders interessanten Figur.

Endfazit: Das Buch "All the Things I Desire about You" ist eine leichte Geschichte für zwischendurch, die sich angenehm lesen lässt. Die Charakterentwicklung von Eloise und Cameron ist gelungen, doch Handlung und Emotionen bleiben vorhersehbar und oberflächlich. Spannung fehlt, vieles wirkt zu schnell abgehandelt. Wer eine unkomplizierte Liebesgeschichte sucht, wird hier fündig, große Überraschungen gibt es jedoch nicht.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Worum geht es?: Sloane Caraway ist eine Lügnerin. Sie lügt nicht, um anderen zu schaden, sondern meist nur, um sich selbst ein wenig interessanter zu machen. So auch an jenem Nachmittag im Park, als sie ...

Worum geht es?: Sloane Caraway ist eine Lügnerin. Sie lügt nicht, um anderen zu schaden, sondern meist nur, um sich selbst ein wenig interessanter zu machen. So auch an jenem Nachmittag im Park, als sie einem weinenden Mädchen hilft und dabei vorgibt, Krankenschwester zu sein. Es kommt ihr ganz leicht über die Lippen, und der Vater des Mädchens, Jay Lockhart, glaubt ihr auf Anhieb.

Aus Dankbarkeit stellt er Sloane seiner Frau Violet vor, und die beiden Frauen freunden sich an. Als Violet Sloane erzählt, dass sie dringend auf der Suche nach einem Kindermädchen ist, sieht Sloane ihre Chance gekommen, Teil dieser privilegierten Familie zu werden. Fortan passt sie immer häufiger auf die kleine Harper auf und macht sich unentbehrlich. Irgendwann fängt sie an, Violet zu imitieren, gleicht ihr äußerlich immer mehr. Was Violet nicht zu stören scheint, im Gegenteil, sie ermutigt Sloane sogar dazu.

Sloane nimmt dafür gern in Kauf, weitere kleine Lügen zu erfinden. Doch ist sie die Einzige, die lügt? Kann sie glauben, was man ihr erzählt? Oder hat sie dieses Mal die Falschen belogen?

Das Cover: Ich finde das Buch wirklich schön. Es wird sofort klar, dass es sich um einen Thriller handelt. Der farbige Buchschnitt ist ein echter Eye-Catcher.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, fast ausschließlich aus der Sicht von Sloane. Zum Schluss werden auch Kapitel aus der Sicht von Violet und Jay eingefügt. Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen. Er ist sehr flüssig, und man kommt schnell durch die Seiten. Jetzt kommt aber das große ABER: Für einen Thriller ist er nicht spannend genug. Ich hatte über etwa drei Viertel des Buches das Gefühl, einen Roman und keinen Thriller zu lesen. Erst auf den letzten hundert Seiten entwickelte sich langsam eine leichte Spannungskurve – und zum Schluss kam dann der große Knall. Das finde ich schade, denn in einem Thriller erwartet man eine spannende Geschichte von Anfang bis Ende. Das Ende war mir ein wenig zu abgedreht, und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin hier zu viel wollte.

Die Hauptfiguren: Sloane ist eine junge Frau, die unzufrieden mit ihrem Leben ist. Sie lebt mit Mitte dreißig noch bei ihrer Mutter und verdient ihr Gehalt als Nageldesignerin. Schon als Kind wollte sie immer dazugehören und hat das Lügen für sich entdeckt. Sie lügt ihre Mitmenschen an, um interessanter zu wirken. Das hat auch im Erwachsenenalter nicht aufgehört. Mittlerweile kann Sloane gar nicht mehr damit aufhören und lügt manchmal aus Reflex. Und genau da liegt mein Problem mit Sloane: Sie war mir von Anfang an unsympathisch. Wenn sie wenigstens lügen würde, weil sie einen guten Grund hätte – aber für sie ist das zur Normalität geworden. Auch ihre Freundschaft zu Violet fand ich mehr als fragwürdig. Ich meine, sie entwickelt Gefühle für Jay und freundet sich gleichzeitig mit dessen Frau an? Wer macht denn sowas? Sloane konnte bei mir bis zuletzt keine Sympathiepunkte sammeln.

Endfazit: Der Klappentext klang sehr vielversprechend, und ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Die Stimmen dazu waren durchwachsen, weshalb ich etwas skeptisch war. Ich kann die Kritik durchaus nachvollziehen. Der Schreibstil war gut, passte für mich aber nicht zum Genre Thriller. Sloane als Protagonistin war mir dermaßen unsympathisch, und ehrlich gesagt war es mir zum Schluss relativ egal, ob sie noch eine Beziehung mit Jay eingehen würde. Der Plot am Ende war zwar gut, aber mir etwas zu abgedreht. Für Einsteiger im Thriller-Bereich kann ich dieses Buch empfehlen. Es ist ein klassisches Buch, das man lesen kann – aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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