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Veröffentlicht am 19.09.2025

Packende Romantasy über Liebe, Verrat und Dämonenmagie!

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Das Cover und der Farbschnitt von "Heart of the Damned" sind natürlich absolut wunderschön und passen super zum Inhalt der Story. Vereinzelte Symbole der Handlung tauchen auch schon auf dem Cover auf, ...

Das Cover und der Farbschnitt von "Heart of the Damned" sind natürlich absolut wunderschön und passen super zum Inhalt der Story. Vereinzelte Symbole der Handlung tauchen auch schon auf dem Cover auf, wie der Dolch und der Ring, die eine Rolle in der Geschichte spielen werden.

Positiv finde ich das Glossar am Anfang, das nicht nur die Charaktere und deren Stellung benennt, sondern auch direkt die Zweiteilung zwischen Menschen/Lethia und den Dämonen/Tenebria verdeutlicht. Am Anfang hat mich dies etwas schockiert, weil ich mit so vielen Figuren nicht gerechnet hätte. Aber natürlich spielen nicht alle eine inhaltlich schwerwiegende Rolle und ich fühlte mich in der Geschichte auch nicht überfordert von der Anzahl der Figuren.

Inhaltlich geht es um die Protagonistin und Gestaltwandlerin Scarlett (oder Scar), die versucht sich in das königliche Schloss zu schleichen um wertvolle Artefakte zu stehlen. Doch ihr Versuch misslingt - und dabei trifft sie auf den König selbst, Ren. Ren ist kurz davor, sie zu töten doch im letzten Moment fällt ihm ein, dass er sie noch für seinen eigenen Nutzen gebrauchen könnte. Beide tragen Geheimnisse mit sich, von denen niemand etwas weiß, doch wie lange können sie diese voreinander verheimlichen? Was wird passieren, wenn ihre dunkle Vergangenheit sie einholt?

Der Schreibstil ist so fließend und aufregend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Julia Pauss kenne ich bereits von der "Kodiak Echoes"-Dilogie und als ich gesehen habe, dass sie ein Romantasy Buch veröffentlicht, wusste ich sofort - das muss ich haben! Ich konnte mich richtig in ihren Worten und ihrer geschaffenen Welt verlieren und habe die ganze Zeit mitgefiebert. Gefühlt reiht sich ein Ereignis an das nächste und die Spannung hat nie nachgelassen.

Mit hat es gut gefallen, dass natürlich die Romance einen zentralen Punkt dargstellt hat, sie aber nicht zu sehr in den Vordergrund rückt. Es war immer deutlich, dass die Geschehnisse drumherum deutlich wichtiger und schwerwiegender sind und die Figuren trotz Romantik ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren.

Zudem finde ich positiv anzumerken, dass man die ganze Zeit mitgeraten hat, wer nun eigentlich "gut" oder "böse" ist, oder ob so eine scharfe Trennung überhaupt möglich ist. Bei manchen Figuren wurde aus Sicht der Protagonisten etwas böses getan, aber ich habe irgendwo deren Handlungsweise auch nachvollziehen können und mich des öfteren gefragt: Wie hätte ich in der Situation gehandelt?

Ein weiteres Buch von Julia Pauss, das mich begeistert hat und ich kann kaum abwarten, bis der Folgeband erscheint!

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Auftakt einer orientalisch angehauchten Romantasy-Reise

Heart of Night and Fire
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"Heart of Night and Fire" ist der erste von vier Bänden der Reihe mit dem Namen "Nachtfeuer-Quartett".
Das Cover finde ich sehr ansprechend, der Farbschnitt ist wohl der hübscheste, den ich besitze. Die ...

"Heart of Night and Fire" ist der erste von vier Bänden der Reihe mit dem Namen "Nachtfeuer-Quartett".
Das Cover finde ich sehr ansprechend, der Farbschnitt ist wohl der hübscheste, den ich besitze. Die Farben sind sehr kräftig und passen zum orientalisch/indischen Flair der Geschichte. Die Farbgestaltung der Bücher der Reihe sind sehr unterschiedlich, geben aber gemeinsam ein sehr hübsches, stimmigen Bild. Allein deswegen brauche ich die nächsten Teile schon

Inhaltlich geht es um die 20-jährige Protagonistin Zarya, die seit sie denken kann in einer Art Gefangenschaft lebt. Sie lebt im Süden des Kontinents Rahajhan nahe des Meeres in einem kleinen Häuschen mit Aarav, ihrem Beschützer und Babysitter, und mit Row, der der sie dort gefangen hält. Zarya kennt die Gründe nicht, wieso sie dort leben muss und weiß nichts über ihre eigentliche Familie und hat sich schon teilweise mit dem Gedanken abgefunden, den Rest ihres Lebens in diesem hau zu verbringen. Doch der andere Teil von ihr spürt, dass das nicht alles sein kann, dass tief in Inneren etwas in ihr schlummert, das nur darauf wartet entdeckt zu werden und die Welt da draußen so viel mehr zu bieten hat und sie Abenteuer und Liebe erleben möchte. Als Row dann eines Tages verschwindet, ändert sich alles für sie...

Die Figuren der Geschichte gefallen mir super, ich finde sie authentisch und interessant. Da man die Geschichte nur aus Zaryas Blickwinkel erlebt, fragt man sich die ganze Zeit, wem sie wirklich vertrauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr spielt. Die Anzahl der Figuren ist für meinen Geschmack einen Ticken zu hoch, wodurch ich besonders im ersten Drittel teilweise etwas durcheinander gekommen bin. Das hat sich aber schnell gelegt.

Der Schreibstil ist super flüssig, ich bin nur selten ins Stocken geraten aufgrund der doch etwas komplizierteren Namen für orientalische Orte oder Gegenstände, die nicht "eingedeutscht" wurden, was allerdings auch gut so war. Dies gilt besonders für bestimmte Kleidungsstücke oder Nahrungsmittel, die ihren Ursprung im indischen Raum haben. Hier hätte ich mir gewünscht, dass diese mit ins Glossar genommen worden wären. Dadurch musste ich ab und zu googeln, wenn mich interessiert hat, wie die Figur nun genau gekleidet ist oder was sie gerade zu sich nimmt.

Mir hat besonders gut gefallen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass es viele Längen oder langatmige Momente gab, die einen im Lesefluss unterbrechen. Es war meiner Meinung nach wirklich durchgehend spannend und ich wollte stets wissen, was Zarya als nächstes erlebt.

Das Worldbuilding muss ich zusätzlich positiv hervorheben. Die Welt bietet wirklich viele interessante Aspekte, die zur Spannung beitragen und sie immersiv und aufregend wirken lässt.

Das Ende kam relativ plötzlich für mich, am Ende des Buches gab es noch einen Glossar und eine Leseprobe für den Folgeband. Ich dachte daher, ich hätte noch ein paar Seiten vor mir. Es gab keinen allzu krassen Cliffhanger am Ende aber natürlich gab es noch einen wichtigen Twist am Ende, der mit Zaryas Vergangenheit zusammenhängt und neugierig auf den nächsten Band macht.
Ich werde mir den Folgeband definitiv direkt holen und freue mich schon auf die Fortsetzung <3

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Wenn das Paradies zur Hölle wird

Summer Heat
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"Summer Heat" ist ein eher ruhiger, atmosphärischer Thriller, der in einem Beach Resort in Portugal spielt.

Wer das Buch noch nicht kennt, aber vor hat zu lesen, dem würde ich empfehlen, nicht den Klappentext ...

"Summer Heat" ist ein eher ruhiger, atmosphärischer Thriller, der in einem Beach Resort in Portugal spielt.

Wer das Buch noch nicht kennt, aber vor hat zu lesen, dem würde ich empfehlen, nicht den Klappentext zu lesen. Denn dieser verrät leider bereits viel zu viel. Ein Fakt aus dem Klappentext taucht erst im letzten Drittel des Buches auf, was ich sehr schade fand. Dadurch wusste ich die ganze Zeit, was noch passiert und habe quasi nur darauf gewartet, das hat einen Teil der Spannung für mich gekillt.

Die Geschichte ist in vier Teile aufgeteilt. Die Notwendigkeit habe ich jetzt nicht gesehen, weil die Handlung sich eh zeitlich aneinanderreiht mit Ausnahme einiger Kapitel, die einen Blick in die Vergangenheit geben. Der erste Teil wird nur aus der Sicht von Mia erzählt. Mia ist die Protagonistin. Sie konnte einen Job im Beach Resort ergattern, doch Geld verdienen und Erlebnisse in dem schönen Land zu erschaffen scheint nicht ihre einzige Intention zu sein.
Im weiteren Verlauf kommen noch weitere POVs dazu.

Für mich persönlich ist die Hauptstärke dieser Geschichte die Atmosphäre. Man spürt, dass die Autorin auch in der Wirklichkeit eine Verbindung zu diesem Land hat. Sie schafft es, die Stimmung und das Leben im Resort authentisch und nachvollziehbar zu beschreiben, gleichzeitig eine sich steigende Spannung und das Unwohlsein von Mia auf mich als Leserin zu übertragen. Nach und nach kommt Mia der Wahrheit näher und man wird mit einigen Wendungen konfrontiert.

Ich habe alle Figuren gehasst - außer Mia und einer weiteren Dame, die ich aus Spoilergründen nicht nenne. Aber hey, das kann auch für die Autorin sprechen, wenn sie es schafft, dass man alle verdächtig und unsympathisch findet.

Ich hätte mir hier und da etwas mehr Spannung gewünscht, lange plätschert die Handlung so vor sich hin, ohne dass etwas wirklich aufregendes passiert.

Insgesamt aber durchaus ein solider Sommer-Thriller, der Lust auf Urlaub und schönes Wetter macht!

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Briefe von der verstorbenen Mutter, die alles verändern

Love, Mom
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Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst ...

Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst du ihr Geheimnis?"

Und genau diese Hinweise deuten direkt auf die Geschichte. Denn es geht darum, dass Mackenzie kurz nach dem Tod ihrer Mutter mysteriöse Briefe erhält. In den Briefen geht es um ihre Mutter und ihre Vergangenheit, von der Mackenzie nie etwas geahnt hätte. Es werden dunkle Geheimnisse beschrieben und schockierende Ereignisse. Doch stimmt wirklich alles, was in den Briefen steht? Oder geht die Fantasie mit einem Fan ihrer Mutter durch?

Die Briefe erhält Mackenzie mit zeitlichen Abständen. Und mit jedem neuen Hinweis aus den Briefen versucht sie, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch will sie die Wahrheit wirklich erfahren? Denn die dunkle Vergangenheit ihrer Mutter Lizzy droht ihr Leben komplett zu verändern und sie stellt sich die Frage, wem sie überhaupt noch vertrauen kann und wie sie hinter die Wahrheit kommen kann. Auch ihr Vater und ihre Großmutter scheinen laut den Briefen ein falsches Spiel zu spielen.

Die Geschichte punktet mit sehr vielen Plottwists und einer wirklich clever gestrickten Story. Es hält viele Überraschungen und Wendungen parat, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Manches allerdings konnte ich mir ca. ab dem zweiten Teil des Buches dann doch denken, da sich ab dann die POV verändert und bereits einige Erklärungen liefert.
Die Figuren fand ich sehr authentisch und gut geschrieben. Mackenzie kam mit hier und da etwas naiv vor (ich sage nur "Wein", wer das Buch gelesen hat weiß Bescheid ).
EJ fand ich so toll <3 Hab mich beim Lesen auch ein bisschen in ihn verliebt. So einen tollen Freund wünscht sich jeder, er unterstützt Mackenzie mit allem was geht und zeigt Verständnis dafür, dass sie hinter das Geheimnis der Briefe kommen möchte und auch muss, um damit abschließen zu können auch wenn ihre Mutter bereits tot ist.

Der Schreibstil war generell auch total gut, die Story hat ein gutes Tempo und ich fand es gab keine erwähnenswerten Längen. Ich fand das erste Drittel eeeetwas langweilig aber ab dann nimmt es wirklich Fahrt auf und ich hab den Rest dann fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich das Ende erfahren wollte.

Alles in allem kann ich sagen, dass "Love, Mom" wirklich ein solider, spannender Thriller ist, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Anspruchsvolles Fantasybuch im chinesischen Setting

Till the End of the Moon 1
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"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen ...

"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen Touch und, dass das Buch zum Genre Fantasy gehört.

Inhaltlich geht es um Li Susu als Protagonistin, die in der Zeit zurückreist um die Welt vor der Vorherrschaft des Dämonengottes Tantai Jin zu retten. Sie trägt die Verantwortung, die sterblichen und unsterblichen Wesen vor ihrem Untergang 500 Jahre später zu bewahren, indem sie den Dämonenknochen von Tantai Jin findet und entnimmt. Dafür schlüpft sie in den Körper von Ye Xiwu und fortan muss sie es schaffen, Tantai Jin auf den Fersen zu bleiben und ebenfalls herausfinden, wie sie seinen Übrgang zur dämonischen Macht ein Ende bereiten kann.

Die Geschichte ist in fünf Akte mit jeweiligen Unterkapiteln aufgegliedert. Die POV liegt größtenteils bei Li Susu, jedoch wird stellenweise auch ein Einblick in die Gefühle und Gedanken anderer Figuren gewährt.

Den Schreibstil würde ich als durchaus anspruchsvoll und gehobener bezeichnen. Ich musste mich beim Lesen stellenweise sehr konzentrieren und oftmals auch Sätze mehrfach lesen, bis sich mir der Sionn dahinter erschlossen hat. Zudem gibt es wirklich eine enorme Menge an Figuren und Elementen, die aber glücklicherweise sehr detailliert aufgelistet und erklärt sind.
Dafür gibt es am Anfang des Buches einen Stammbaum und eine Auflistung der Figuren. Außerdem befindet sich am Ende des Buches ein sehr umfangreiches Glossar, in dem viele der Fantasyelemente bzw. chinesischen Begriffe erklärt werden. Viele davon werden auch bereits an entsprechender Stelle in der Geschichte als Fußnote eingefügt, welches den Lesefluss begünstigt, da man nicht jedesmal zum Glossar blättern muss für eine Erklärung.

Ich war sehr beeindruckt von der Darstellung der Charaktere. Tantai Jin als angehender Dämonengott wird so authentisch dargestellt in seiner Skrupellosigkeit und seinem kalten Wesen, dass ich mich nicht daran gestört habe, dass die die zuvor angemerkte Romance in diesem Band quasi nonexistent war.
Auch Li Susu ist so eine starke, clevere und zielstrebige Figur, von der ich sehr angetan war. Sie hatte gleichzeitig so etwas herrlich naives und unschuldiges an sich, das mit ihrer eigentlichen Persönlichkeit einhergeht, die sie 500 Jahre später ist.

Ich habe mir stellenweise etwas mehr Handlung gewünscht. Manche Szenen fand ich leider eher langweilig und wirkten eher so, als solle die Geschichte noch künstlich in die Länge gezogen werden.

Das Ende kam leider so abrupt und mit einem Cliffhanger, was ich einerseits total schade fand aber andererseits natürlich verstehen kann, da ja noch weitere drei Bände folgen werden.

Ob ich den Folgeband lesen werde, weiß ich noch nicht. An sich fand ich den Plot sehr spannend und würde gerne wissen, wie es mit den Figuren weitergeht. Aber ich fand den Leseprozess an sich etwas anstrengend durch den Schreibstil, mit dem ich leider nicht so warm geworden bin und den üppigen Begrifflichkeiten und der Quantität der Charaktere/Namen, bei denen ich auch Schwierigkeiten hatte, diese auseinanderzuhalten.

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