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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Briefe von der verstorbenen Mutter, die alles verändern

Love, Mom
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Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst ...

Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst du ihr Geheimnis?"

Und genau diese Hinweise deuten direkt auf die Geschichte. Denn es geht darum, dass Mackenzie kurz nach dem Tod ihrer Mutter mysteriöse Briefe erhält. In den Briefen geht es um ihre Mutter und ihre Vergangenheit, von der Mackenzie nie etwas geahnt hätte. Es werden dunkle Geheimnisse beschrieben und schockierende Ereignisse. Doch stimmt wirklich alles, was in den Briefen steht? Oder geht die Fantasie mit einem Fan ihrer Mutter durch?

Die Briefe erhält Mackenzie mit zeitlichen Abständen. Und mit jedem neuen Hinweis aus den Briefen versucht sie, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch will sie die Wahrheit wirklich erfahren? Denn die dunkle Vergangenheit ihrer Mutter Lizzy droht ihr Leben komplett zu verändern und sie stellt sich die Frage, wem sie überhaupt noch vertrauen kann und wie sie hinter die Wahrheit kommen kann. Auch ihr Vater und ihre Großmutter scheinen laut den Briefen ein falsches Spiel zu spielen.

Die Geschichte punktet mit sehr vielen Plottwists und einer wirklich clever gestrickten Story. Es hält viele Überraschungen und Wendungen parat, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Manches allerdings konnte ich mir ca. ab dem zweiten Teil des Buches dann doch denken, da sich ab dann die POV verändert und bereits einige Erklärungen liefert.
Die Figuren fand ich sehr authentisch und gut geschrieben. Mackenzie kam mit hier und da etwas naiv vor (ich sage nur "Wein", wer das Buch gelesen hat weiß Bescheid ).
EJ fand ich so toll <3 Hab mich beim Lesen auch ein bisschen in ihn verliebt. So einen tollen Freund wünscht sich jeder, er unterstützt Mackenzie mit allem was geht und zeigt Verständnis dafür, dass sie hinter das Geheimnis der Briefe kommen möchte und auch muss, um damit abschließen zu können auch wenn ihre Mutter bereits tot ist.

Der Schreibstil war generell auch total gut, die Story hat ein gutes Tempo und ich fand es gab keine erwähnenswerten Längen. Ich fand das erste Drittel eeeetwas langweilig aber ab dann nimmt es wirklich Fahrt auf und ich hab den Rest dann fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich das Ende erfahren wollte.

Alles in allem kann ich sagen, dass "Love, Mom" wirklich ein solider, spannender Thriller ist, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Anspruchsvolles Fantasybuch im chinesischen Setting

Till the End of the Moon 1
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"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen ...

"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen Touch und, dass das Buch zum Genre Fantasy gehört.

Inhaltlich geht es um Li Susu als Protagonistin, die in der Zeit zurückreist um die Welt vor der Vorherrschaft des Dämonengottes Tantai Jin zu retten. Sie trägt die Verantwortung, die sterblichen und unsterblichen Wesen vor ihrem Untergang 500 Jahre später zu bewahren, indem sie den Dämonenknochen von Tantai Jin findet und entnimmt. Dafür schlüpft sie in den Körper von Ye Xiwu und fortan muss sie es schaffen, Tantai Jin auf den Fersen zu bleiben und ebenfalls herausfinden, wie sie seinen Übrgang zur dämonischen Macht ein Ende bereiten kann.

Die Geschichte ist in fünf Akte mit jeweiligen Unterkapiteln aufgegliedert. Die POV liegt größtenteils bei Li Susu, jedoch wird stellenweise auch ein Einblick in die Gefühle und Gedanken anderer Figuren gewährt.

Den Schreibstil würde ich als durchaus anspruchsvoll und gehobener bezeichnen. Ich musste mich beim Lesen stellenweise sehr konzentrieren und oftmals auch Sätze mehrfach lesen, bis sich mir der Sionn dahinter erschlossen hat. Zudem gibt es wirklich eine enorme Menge an Figuren und Elementen, die aber glücklicherweise sehr detailliert aufgelistet und erklärt sind.
Dafür gibt es am Anfang des Buches einen Stammbaum und eine Auflistung der Figuren. Außerdem befindet sich am Ende des Buches ein sehr umfangreiches Glossar, in dem viele der Fantasyelemente bzw. chinesischen Begriffe erklärt werden. Viele davon werden auch bereits an entsprechender Stelle in der Geschichte als Fußnote eingefügt, welches den Lesefluss begünstigt, da man nicht jedesmal zum Glossar blättern muss für eine Erklärung.

Ich war sehr beeindruckt von der Darstellung der Charaktere. Tantai Jin als angehender Dämonengott wird so authentisch dargestellt in seiner Skrupellosigkeit und seinem kalten Wesen, dass ich mich nicht daran gestört habe, dass die die zuvor angemerkte Romance in diesem Band quasi nonexistent war.
Auch Li Susu ist so eine starke, clevere und zielstrebige Figur, von der ich sehr angetan war. Sie hatte gleichzeitig so etwas herrlich naives und unschuldiges an sich, das mit ihrer eigentlichen Persönlichkeit einhergeht, die sie 500 Jahre später ist.

Ich habe mir stellenweise etwas mehr Handlung gewünscht. Manche Szenen fand ich leider eher langweilig und wirkten eher so, als solle die Geschichte noch künstlich in die Länge gezogen werden.

Das Ende kam leider so abrupt und mit einem Cliffhanger, was ich einerseits total schade fand aber andererseits natürlich verstehen kann, da ja noch weitere drei Bände folgen werden.

Ob ich den Folgeband lesen werde, weiß ich noch nicht. An sich fand ich den Plot sehr spannend und würde gerne wissen, wie es mit den Figuren weitergeht. Aber ich fand den Leseprozess an sich etwas anstrengend durch den Schreibstil, mit dem ich leider nicht so warm geworden bin und den üppigen Begrifflichkeiten und der Quantität der Charaktere/Namen, bei denen ich auch Schwierigkeiten hatte, diese auseinanderzuhalten.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn die Grenzen zwischen Lügen und Wahrheiten verschwimmen

Spiel des Lügners
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"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in ...

"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in letzter Sekunde vom Dieb Enzo gerettet - aber nur unter einer Bedingung: Er bekommt ihr Herz. Dies ist nicht wortwörtlich, sondern im magischen Sinne gemeint.
Durch sie erhält er Magie, die ihm bei seinen Raubzügen hilft und ihm das Überleben sichert. Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Mondscherbe zu kommen, denn diese hat Enzo verflucht und sie wollen den Fluch brechen, damit beide frei sein können.
Doch dafür muss Lola beim Würfelturnier des Lügners teilnehmen und dabei viel aufs Spiel setzen und sich letztendlich fragen, wem sie wirklich vertrauen kann.

Leider haben sich einige Schwächen für mich herausgestellt, bereits am Anfang.
Man wird mit extrem vielen Storyelementen konfrontiert und nichts wird so richtig zufriedenstellend erklärt.
Das Magiesystem ist ein einziges Fragezeichen für mich. Es ist von Seelenlicht, den Sternen, Göttern, Magiefluss, Voratium, der Mondscherbe die Rede, aber was genau bedeutet das alles eigentlich und in welchem konkreten Zusammenhang steht es? Das war leider alles nicht ausgereift genug für mich.

Den Love Interest fand ich nicht schlecht aufgearbeitet. Allerdings hat mich gestört, dass sich die Dialoge oft im Kreis drehen und man nicht das Gefühl hat, dass hier eine große Entwicklung stattfindet.
Man hat das Gefühl, dass hier emotional an der Oberfläche gekratzt wurde, aber so richtig in die Tiefe gings dann nicht. Was ich sehr schade fand, denn ich mochte Lola und Nic als Figur beide sehr gerne und hätte hier mehr Potential gesehen.

Was mir auch negativ aufgefallen sind, sind viele Rechtschreibfehler. Und viele davon auch ganz offensichtlich, das ist eigentlich ein No-Go.

Das Ende hat mich leider derbe enttäuscht. Ich habe noch eine Millionen Fragen im Kopf und nichts hat sich so richtig aufgeklärt bis zum Schluss. Gefühlt ist man plottechnisch am Ende genau wieder da, wo man am Anfang gestartet ist.
Das lässt ein sehr unbefriedigt zurück und letztendlich bleibt einem nichts übrig, als zu hoffen, dass im Folgeband alles aufgeklärt wird.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Die Lügenbaronin

Tödliches Angebot
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Die Geschichte hat sich wie ein einziger Fiebertraum angefühlt.
Sie ist skurril, chaotisch und die Protagonistin ist absolut wahnsinnig. Eines kann sie total gut - und das ist, zu lügen. Egal um wen es ...

Die Geschichte hat sich wie ein einziger Fiebertraum angefühlt.
Sie ist skurril, chaotisch und die Protagonistin ist absolut wahnsinnig. Eines kann sie total gut - und das ist, zu lügen. Egal um wen es sich handelt, sie lügt jedem schonungslos ins Gesicht, solange es ihrem eigenen Vorteil dient. Also wer hier eine sympathische Protagonistin erwartet, mit der man mitfühlt, mitleidet und mitfiebert, ist fehl am Platz.

Ich habe bzgl. der Story wirklich nicht erwartet, dass alles so dermaßen ausufert, wie es der Fall war. Dann jedoch habe ich mich daran erinnert, dass es sich um einen Psychothriller handelt. Doch dieses Genre kristallisiert sich meiner Meinung nach erst ganz am Ende des Buches heraus.

Ich finde, dass es bis zum letzten Drittel eher langweilig war. Klar, man hat recht schnell gemerkt, dass Margo, aus dessen Sicht erzählt wird, nicht mehr alle Tassen am Schrank hat und bereit ist, viel zu opfern um ihr Traumhaus zu ergattern. Aber wozu sie dann tatsächlich bereit war, hat mich dann doch ganz schön erschüttert!
Es geht weniger um den Weg oder die Hürden, die der Kauf eines Hauses mit sich bringt sondern viel mehr darum, hinter die Kulissen einer Psychopatin zu schauen.

Bei der Handlung hat mir manchmal der rote Faden gefehlt. Es ging auch viel um die Arbeit von Margo, was mich persönlich überhaupt nicht gejuckt hat. Man wird da mit ganz viele Namen und Orten konfrontiert, die zur eigentlichen Handlung überhaupt nichts beigetragen haben.

Im späteren Verlauf spricht Margo sogar uns Leser:innen an, was ich sehr unpassend und merkwürdig fand. Das hat die Immersion dann komplett gekillt für mich.
Aufgrund der genannten Punkte vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Ganz anders als erwartet

Pen Pal
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"Pen Pal" war definitiv ganz anders, als ich erwartet hätte. Und das meine ich leider größtenteils im negativen Sinne.

Über das Cover brauchen wir nicht zu sprechen, das finde ich grausam und ich weiß, ...

"Pen Pal" war definitiv ganz anders, als ich erwartet hätte. Und das meine ich leider größtenteils im negativen Sinne.

Über das Cover brauchen wir nicht zu sprechen, das finde ich grausam und ich weiß, dass es vielen anderen auch so geht.

Der Klappentext klingt sehr vielversprechend, hat mich dann aber persönlich inhaltlich überhaupt nicht auf das vorbereitet, was einen erwartet.
Ich dachte ursprünglich, dass es in dem Buch um die angeteaserte Brieffreundschaft geht, um eine Romanze mit Spice, um die Vergangenheit bzgl. dem verstorbenen Ehemann. Das, was am Ende des Klappentextes steht, tritt nichtmal so in der Geschichte ein ("Dante stand vor meiner Tür. Und nichts auf dieser Welt hätte mich auf das vorbereiten könne, was als nächstes passiert."). Sehr irreführend alles.

Es gibt wirklich viel Spice, sehr detailliert beschrieben und es geht auch mal ruppiger zu. Es fällt ungefähr 50 Mal der Kosename Häschen 🐰 Dirty-Talk muss man mögen... Ich fand stellenweise etwas cringe und hab da auch einige Seiten übersprungen, wenn ich ehrlich bin.

Auch die Dialoge fand ich manchmal echt merkwürdig. Es wirkte teilweise sehr gekünstelt, als müssten die Figuren auf Krampf humorvoll gemacht werden. Dabei dachte ich mir auch nur, in echt redet kein Mensch so.

Die eigentliche Geschichte nimmt nur sehr langsam an Fahrt auf. Man erfährt quasi erst in den letzten 20% des Buches, was überhaupt abgeht. Dann geht aber alles Schlag auf Schlag und es gibt einige interessante Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe.
Das Ende hat es für mich persönlich dann wieder etwas herausgeholt, dennoch finde ich es schade, dass der Rest des Buches zu viel Fokus auf dem Spice hatte und die Story und Charaktere so lange so oberflächlich geblieben sind.

Ingesamt vergebe ich 3,5 Sterne.

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