Emotional, tiefgründig und wunderschön erzählt
Die Freiheit so weitEmotional, tiefgründig und wunderschön erzählt
Was für ein großartiger Abschluss dieser zweiteiligen Familiensaga!
Theresa Kern hat mich auch im zweiten Band wieder vollkommen in ihren Bann gezogen. ...
Emotional, tiefgründig und wunderschön erzählt
Was für ein großartiger Abschluss dieser zweiteiligen Familiensaga!
Theresa Kern hat mich auch im zweiten Band wieder vollkommen in ihren Bann gezogen.
Wer den ersten Teil „Der Unendlichkeit so nah“ gelesen hat, erinnert sich bestimmt noch an das dramatische Ende: Emma und Elias haben einen schweren Unfall auf Hawaii, Elias liegt im Koma, und Emmas Leben steht plötzlich Kopf. Genau hier knüpft Band zwei an.
Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mitten im Geschehen.
Die Geschichte bewegt sich erneut auf zwei Zeitebenen und verbindet die Gegenwart mit den bewegenden Lebensgeschichten von Emmas und Elias’ Vorfahrinnen.
In der Gegenwart kämpft Emma nicht nur mit der Ungewissheit um Elias, sondern auch mit schwierigen Entscheidungen über ihre Zukunft, ihre Karriere und das ungeborene Kind.
Ihre innere Zerrissenheit und die Entwicklung ihrer Beziehung zu ihrer Mutter sind so feinfühlig beschrieben, dass ich mehr als einmal Gänsehaut hatte.
Auch die romantischen und dramatischen Momente zwischen Emma und Elias sind wunderschön erzählt, ohne kitschig zu wirken.
Parallel dazu entführt uns die Autorin wieder in die Vergangenheit: nach Temeswar im Jahr 1916 und nach New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dort begegnen wir Susanna, Emmas Urgroßmutter, und Marie, Elias’ Ahnin. Beide Frauen führen ein Leben voller Entbehrungen, aber auch voller Stärke.
Die historischen Abschnitte sind unheimlich gut recherchiert und wirken sehr lebendig. Ich hatte oft das Gefühl, mich mitten im Geschehen zu befinden.
Der Schreibstil ist wunderschön atmosphärisch, emotional und gleichzeitig spannend.
Die Autorin zeigt ihre Figuren mit all ihren Stärken und Schwächen und lässt sie im Lauf der Geschichte spürbar reifen. Mit jedem Kapitel wurde ich mehr in die Handlung hineingezogen. Besonders schön fand ich, wie sich am Ende alles zusammenfügt – Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich zu einer berührenden, hoffnungsvollen Geschichte über Liebe und Vergebung.
Fazit
Ein Roman, der bewegt, nachdenklich macht und im Herzen bleibt.
Für mich ein gelungener Abschluss und eine Dilogie, die zu den schönsten Entdeckungen der letzten Zeit gehört.
Fünf Sterne und eine große Leseempfehlung!