Verbotene Liebe, Magie und vier gefährlich charmante Prinzen – Rezension zu The Never List
The Never ListIch habe The Never List von Jade Presley verschlungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in dieser gefährlich schönen Welt gefangen, in der Macht, Magie und Begehren ...
Ich habe The Never List von Jade Presley verschlungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in dieser gefährlich schönen Welt gefangen, in der Macht, Magie und Begehren untrennbar miteinander verknüpft sind.
Rylee Gray, die Protagonistin, hat mich sofort begeistert. Sie stammt aus den armen Ashlands, einem Ort, den die privilegierte Oberschicht am liebsten vergessen würde. Und trotzdem stellt sie sich mutig gegen ein System, das sie kleinhalten will. Ihre Mission: ihre verschwundene Schwester finden – auch wenn sie dafür ihr eigenes Leben riskiert. Als sie sich heimlich in den Palast einschleicht, gerät alles außer Kontrolle. Plötzlich steht sie im Zentrum des sogenannten „Choosing“, bei dem vier mächtige Prinzen ihre Fated Mate wählen.
Was folgt, ist eine Geschichte voller Spannung, Intrigen, verbotener Gefühle – und einer gehörigen Portion knisternder Chemie. Presley versteht es, diese „Why-Choose“-Dynamik so zu schreiben, dass sie nie lächerlich wirkt. Jeder der vier Prinzen – Jax, Kal, Axl und Pierce – hat eine eigene Persönlichkeit, eigene Geheimnisse, eigene Anziehungskraft. Es war fast unmöglich, sich auf einen von ihnen festzulegen, weil sie alle auf unterschiedliche Weise faszinierend sind.
Ich mochte besonders, dass Rylee kein typisches, naives „Chosen Girl“ ist. Sie ist clever, widerspenstig, manchmal verletzlich, aber niemals schwach. Ihre Dialoge sind bissig, ihre Gedanken voller Feuer. Und auch wenn die Geschichte romantisch und sinnlich ist, bleibt sie durch Rylees innere Stärke geerdet.
Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen. Manche Momente entwickeln sich sehr schnell – gerade die emotionalen Verbindungen zwischen Rylee und den Prinzen passieren manchmal zu unmittelbar, um sich völlig echt anzufühlen. Der Mittelteil verliert etwas an Tempo, bevor es zum Finale hin wieder richtig fesselt. Aber das hat mich nicht gestört, weil die Atmosphäre, die Spannung und die Chemie einfach stimmen.
Was Jade Presley wirklich gut kann, ist dieses Gefühl von Gefahr und Verlangen nebeneinander zu setzen. Es gibt Szenen, die unglaublich intensiv sind – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Und hinter all dem steckt eine Welt, die neugierig macht: düster, ungerecht, faszinierend.
The Never List ist kein Buch, das sich neu erfindet, aber eines, das seine Tropes perfekt spielt: Fated Mates, verbotene Liebe, Rebellion gegen ein grausames System – und das alles mit einem Schreibstil, der leicht, flüssig und süchtig machend ist.
Am Ende habe ich das Buch zugeklappt und gedacht: Ja, ich will mehr davon. Mehr von Rylee, mehr von dieser Welt, mehr von den Prinzen.