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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Anders als erwartet - aber gut!

Nach Mattias
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Ich war mir nach der Leseprobe sicher, na ja, eigentlich war ich mir schon nach den ersten Zeilen oder zumindest Seiten sicher: Dieses Buch ist ein Schätzchen. Die Sprache des Autors hat mich sofort in ...

Ich war mir nach der Leseprobe sicher, na ja, eigentlich war ich mir schon nach den ersten Zeilen oder zumindest Seiten sicher: Dieses Buch ist ein Schätzchen. Die Sprache des Autors hat mich sofort in den Bann gezogen - die Sätze sind nicht immer vollständig, nicht immer grammatikalisch korrekt, aber so nahe am Leben.

Die Inhaltsangabe schickt voraus, das Leben von Menschen auszuleuchten, die einen geliebten Menschen, Mattias, verloren haben. Ich habe mich darauf gefreut, sie auf ihrem Weg zu begleiten, gehofft, daraus vielleicht auch etwas für mich in ähnlichich Situationen mitnehmen zu können.

Dann kam die Enttäuschung: Statt genauer auf die Charaktere einzugehen, die in engerem Kontakt zu Mattias gewesen waren, beleuchtet der Autor bruchstückhaft das Sein ganz vieler verschiedener Figuren. Auch interessant, aber leider ließ das für mich an Tiefe fehlen.

Vier Punkte gibt es von mir dennoch, da sich zum Ende hin die Fragmente wunderbar zusammenfügen und so in meinen Augen das Buch doch noch sehr lesenswert machen.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Eine kleine Geschichte über Mut

Alfie und der Clownfisch
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Der kleine Alfie möchte als Seestern zu einer Faschingsfeier gehen. Kurz davor verlässt ihn jedoch der Mut. Er ist zerknirscht, es ist nicht das erste Mal, dass er sich etwas nicht getraut hat. Seine Eltern ...

Der kleine Alfie möchte als Seestern zu einer Faschingsfeier gehen. Kurz davor verlässt ihn jedoch der Mut. Er ist zerknirscht, es ist nicht das erste Mal, dass er sich etwas nicht getraut hat. Seine Eltern reagieren verständnisvoll und seine Mutter geht mit ihm ins Aquarium, wo Alfie einen Clownfisch entdeckt. Auch der mag sich nicht immer zeigen, wodurch der Junge eine Verbindung zu ihm spürt. Er entschließt, sich im nächsten Fasching als Clownfisch zu verkleiden.

Die Sprache des Buches ist simpel, sodass sie für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist. Auch die Geschichte ist altersgerecht, wäre meines Erachtens jedoch mit ein paar Sätzen mehr noch etwas verständlicher. Das Ende ist offen, Alfie nimmt sich zwar vor, als Clownfisch zu gehen, ob er dies dann aber auch macht, wird nicht erzählt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Alfie ein Jahr später tatsächlich den Mut fasst, und als Clownfisch verkleidet zu der Feier geht.

Die Illustrationen sind Geschmacksache. Durch die Einfachheit der Zeichnungen und die reduzierte Farbpalette wirken die Bilder gleichzeitig retro und modern. Die Farbauswahl gefällt mir persönlich, jedoch kann ich mir vorstellen, dass das Orange einigen zu leuchtend sein mag.

Was mich positiv überrascht hat, ist die hohe Wertigkeit des Buches: das Papier ist dick genug und matt, was einen sehr edlen Eindruck macht, auch die Silbereinlegungen im Cover sind wunderschön.

Bemerkenswert finde ich aber vor allem die Widmung: "Für alle Kinder, die manchmal gerne mutiger wären. Wenn es so weit ist, werdet ihr es sein." Schön.

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Veröffentlicht am 02.03.2021

Interessant

Kim Jiyoung, geboren 1982
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"Kim Jiyoung, geboren 1982" erzählt aus dem Leben der jungen Koreanerin Jiyoung von deren Kindheit bis hin in die Zeit, in der sie selbst Mutter wird.

Der Stil der Erzählung ist eher emotionslos, dem ...

"Kim Jiyoung, geboren 1982" erzählt aus dem Leben der jungen Koreanerin Jiyoung von deren Kindheit bis hin in die Zeit, in der sie selbst Mutter wird.

Der Stil der Erzählung ist eher emotionslos, dem Text kann man leicht folgen. Trotz der nüchternen Erzählweise kamen bei mir als Leserin Emotionen auf und ich habe mit der Titelfigur mitgefiebert und -gelitten. Es zeigt sich, vor allem zu Beginn des Buches, wie groß die Kluft zwischen der koreanischen und der mitteleuropäischen Kultur ist. Oder würde in Deutschland heute noch eine Frau ihre Schwangerschaft aufgrund des Geschlechts des Kindes abbrechen? Auch in der Schule und in vielen anderen Situationen wird die Benachteiligung von Mädchen und Frauen sehr klar dargestellt.

Je weiter die Erzählung jedoch fortschreitet, desto mehr konnte ich Parallelen zu unserer "modernen" Kultur in Europa erkennen. Auch hier sind oft Frauen die Opfer körperlicher und psychischer Gewalt. Auch hier fällt es Frauen oft noch schwer, in Führungspositionen zu kommen, fair behandelt und bezahlt zu werden. Auch hier bleibt meistens die Frau zu Hause bei den Kindern, eben weil sie weniger verdient als ihr Mann.

Vom Unterhaltungswert betrachtet, fand ich das Buch von Nam-Joo Cho nicht überragend, allerdings öffnet einem die Lektüre wieder die Augen dafür, wogegen viele von uns bereits abgestumpft sind und was leider Normalität geworden ist. Somit ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert und bewirkt hoffentlich zumindest kleine Änderungen und eine Verbesserung der Situation von Frauen weltweit.

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Veröffentlicht am 02.09.2020

Gute Unterhaltung

Was uns verbindet
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Das Buch erzählt die Geschichte einer durchschnittlichen amerikanischen Familie: Vater und Mutter lieben sich, die Teenager-Tochter ist zwar ab und zu genervt vom jüngeren Bruder, doch auch hier spürt ...

Das Buch erzählt die Geschichte einer durchschnittlichen amerikanischen Familie: Vater und Mutter lieben sich, die Teenager-Tochter ist zwar ab und zu genervt vom jüngeren Bruder, doch auch hier spürt man einen liebevolle Zuneigung und er vergöttert die große Schwester. Außer Hänseleien auf dem Schulhof scheint die Familie keine größeren Probleme zu haben, bis an einem verhängnisvollen Tag eine Tragödie geschieht, die das gesamte Dasein der vier in ihren Grundfesten erschüttert.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wird erzählt, wie die Familienmitglieder von da an ihr Leben leben und versuchen, es wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Dass dabei abwechselnd auf jede(n) einzeln eingegangen wird, hat mir sehr gefallen.

Die Erzählung beginnt sehr stark, man wird sofort in sie hineingerissen. Auch im Verlauf des Buches bleibt die Geschichte spannend und man fiebert mit den Charakteren mit. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Erzählweise relativ nüchtern ist, es hat mir manchmal an Gefühl gefehlt, was es mir schwer gemacht hat, mit den Charakteren zu leiden, zu lieben, zu lachen.

(Spoiler)
Das Ende kommt für meinen Geschmack etwas zu abrupt und/oder ist zu positiv. Mit der Ausgangslage, die gegen Ende des Buches vorliegt, wäre ich davon ausgegangen, dass noch einige Probleme zu lösen wären, um zu diesem Ende zu gelangen oder das Ende hätte – um in meinen Augen realistisch zu sein – mit negativeren Konsequenzen für manche Charaktere ausfallen müssen. So war es mir zu sehr “Friede, Freude, Eierkuchen”.
(Spoiler Ende)

Alles in allem fand ich das Buch sehr unterhaltsam und kann es gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Mehr erwartet

Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung
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Der Titel verspricht kurze und knackige Techniken gegen mentale Erschöpfung. Zwar haben mich weder Cover noch Titel des Buches wirklich angesprochen, allerdings finde ich das Thema sehr spannend.

Die ...

Der Titel verspricht kurze und knackige Techniken gegen mentale Erschöpfung. Zwar haben mich weder Cover noch Titel des Buches wirklich angesprochen, allerdings finde ich das Thema sehr spannend.

Die erste Überraschung war das Format der Lektüre: ein Mini-Buch, was ja ganz praktisch sein kann, wenn man unterwegs liest. Dies in Kombination mit dem glänzenden Papier sowie der eher bunten Aufmachung der Texte gaben mir dann aber recht schnell Magazin-Artikel-Vibes und leider ging es mir dann auch beim Lesen so, dass das Buch über kurzes Magazin-Artikel- oder Instagram-Post-Wissen hinaus für mich persönlich nicht viel hergab.
Die Strategien sind alle nachvollziehbar aber halt auch so logisch, dass man selbst drauf kommen kann (zB Handy außer Sichtweite).
Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich zudem die Seiten mit rotem Hintergrund. Ich bin recht sensibel, was akustische und visuelle Reize betrifft, und fand die rot hinterlegen Seiten schrecklich zu lesen!

Für kleine Tipps und Tricks im Alltag und für Leute, die sich mit dem Thema noch nicht viel beschäftigt haben, finde ich das Buch ganz ok. Für Menschen, welche sich tiefere Einblicke erhoffen, finde ich das Buch nicht umfangreich/genau genug. Der Preis von EUR 20,00 ist meiner Meinung nach für den Umfang der Lektüre überteuert.

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