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Veröffentlicht am 07.10.2025

Endlich angekommen!

StrandHausKüsse (Bretagne-Träume)
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Anna war vor 23 Jahren zuletzt bei Geneviève in der Bretagne gewesen und hat sich in dem Häuschen sehr wohl gefühlt. Heute reiste sie wieder dorthin, das Haus gehörte jetzt ihr. Eigentlich lebt sie in ...

Anna war vor 23 Jahren zuletzt bei Geneviève in der Bretagne gewesen und hat sich in dem Häuschen sehr wohl gefühlt. Heute reiste sie wieder dorthin, das Haus gehörte jetzt ihr. Eigentlich lebt sie in Heidelberg und ist dort glücklich. Sie kann sich kaum noch an damals erinnern, sie war ein kleines Kind gewesen. Naja, 4 Wochen Urlaub sollten reichen, um das Haus zu verkaufen und wieder zurück „nach Hause“ zu fahren…

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Anna war mir sofort sympathisch. Als sie in dem Haus ankam, tauchten immer wieder Erinnerungsfetzen von früher auf und in der ersten Nachte träumte sie davon, wie sie das Haus mit Freunden zu neuem Glanz erweckte. Als Kind hatte sie davon geträumt eine Pension zu haben und in der Nacht hat sie genau das gesehen. Aber sie tat es als Hirngespinst ab, schließlich hat sie ein Leben in Heidelberg und wollte das Haus verkaufen! Aber je länger sie vor Ort war, desto mehr wuchs ihr das Haus, die Leute und der Ort ans Herz..

Sie lernte den Immobilienmakler Kevin kennen, der sie zum Verkauf bringen möchte. Und den Architekten Philippe, der für die Erhaltung des alten Hauses brannte. Hin- und hergerissen wusste sie nicht, wie sie sich entscheiden sollte. Eigentlich wollte sie das Haus gerne behalten, aber die Denkmalschutz-Vorgaben, von denen Philippe sprach, machen ihr Angst. Beide Männer waren ihr sympathisch und sie wollte keinen enttäuschen, aber konnte sich auch nicht zu einer Entscheidung durchringen.

Als sie endlich ihren Weg und ihre Liebe gefunden hatte, gab es immer wieder Stolpersteine, die ihr Vorhaben in Gefahr brachten. Aber am Ende ist alles glücklich ausgegangen, aber leider hat ein übler Mensch nicht die Quittung bekommen, die er verdient hätte! Trotzdem habe ich das Buch glücklich und mit einem Lächeln aus der Hand gelegt. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Unterhaltsame Geschichten aus dem Gerichtssaal.

MARNITZ
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28 Geschichten aus dem Gerichtssaal. Manche skurril, einige makaber, auch abenteuerlich und mitunter naiv - aber alle mit einem humoristischen Unterton. Keine klassischen Zeitungsartikel oder Zusammenfassungen, ...

28 Geschichten aus dem Gerichtssaal. Manche skurril, einige makaber, auch abenteuerlich und mitunter naiv - aber alle mit einem humoristischen Unterton. Keine klassischen Zeitungsartikel oder Zusammenfassungen, sondern kurze Berichte aus dem Leben eines Strafverteidigers.

Humorvoll wurden Prozesse beschrieben, die man sich kaum ausdenken könnte. Ich habe viel geschmunzelt, manchmal einfach nur den Kopf geschüttelt und meistens herzhaft gelacht. Teilweise hatte ich Tränen in den Augen weil ich mich nicht mehr beruhigen konnte…

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann diese Lektüre wärmstens empfehlen. Ein Angriff auf die Bauchmuskeln! Das Papier ist hochwertig und die Illustrationen passend. 19 Geschichten fand ich klasse, 9 haben mir gefallen und keine einzige fand ich schlecht. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Vorurteile können blind machen…

Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland
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Melanie arbeitet seit Jahren auf dem Eurocon-Terminal im Hamburger Hafen. Vor kurzem hat sie einen neuen Kollegen bekommen, der sich unmöglich aufführte. Heute ist es zu einem Fehler gekommen, den er ihr ...

Melanie arbeitet seit Jahren auf dem Eurocon-Terminal im Hamburger Hafen. Vor kurzem hat sie einen neuen Kollegen bekommen, der sich unmöglich aufführte. Heute ist es zu einem Fehler gekommen, den er ihr in die Schuhe schieben wollte - aber sie arbeitet zwanghaft perfektionistisch und ist sich sicher, dass es nicht ihre Schuld war. Jetzt hat sie Feierabend und betrat die Fähre Richtung Dockland. Aber sie kam nicht auf Finkenwerder an…

Es war mein erstes Buch dieser Reihe und mein erstes Buch dieser Autoren. Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Dass ich dir Vorgängerbände nicht kannte, hatte keine Einfluss auf das Buch.

Der Fall wurde schnell als Suizid abgestempelt und als dann bei der Autopsie herauskam, dass es doch Mord war, stand der Ehemann schnell als Täter oder zumindest als Verantwortlicher fest. Nebenbei gab es noch weitere Handlungsstränge: Ungereimtheiten im Hafenbetrieb, Schmuggel und Nachwirkungen eines Polizeieinsatzes.

Ich hatte Sympathien und Antipathien. Tom und Charlotte von den Ermittlern konnte ich gut leiden, Jonna dagegen überhaupt nicht. Auch Fred, den Ehemann der Toten, mochte ich und mein Lieblingscharakter war eindeutig Schrotti.

Was bei den Ermittlungen ans Licht kam, war erschreckend. Der Fall entwickelte sich interessant und es gab unglaubliche Wendungen. Das Ende war überraschend, aber alles wurde aufgeklärt und es blieben keine fallrelevanten Fragen offen. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Unverhofft kommt oft

Weihnachten in Applemore
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Polly Fraser hat in ihrer Heimatstadt Applemore einen Hofladen. Ihr bester Freund Harry Robertson hat dort ein Hotel, das er modernisieren möchte sobald die Urlaubssaison vorbei ist. In dem kleinen Dorf ...

Polly Fraser hat in ihrer Heimatstadt Applemore einen Hofladen. Ihr bester Freund Harry Robertson hat dort ein Hotel, das er modernisieren möchte sobald die Urlaubssaison vorbei ist. In dem kleinen Dorf in den schottischen Highlands kennt und respektiert man sich. Aber man mag keine Veränderung, weshalb Harrys Hotelumbau nicht gern gesehen wird. Seit einiger Zeit ist Polly niedergeschlagen: sie hat sich in Harry verliebt, aber er sieht in ihr nur eine Freundin, mit der er sich gut versteht und über alles reden kann. Aber als er erfuhr, dass Polly ein Date hatte, passte ihm das gar nicht…

Der Schreibstil ist angenehm, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe mich sofort wohl gefühlt. Polly war mir gleich sympathisch, ebenso wie die anderen Dorfbewohner. Auch Harry habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihm wachsen die Sorgen um das Hotel über den Kopf und dass es langsam auf Weihnachten zuging, passte dem Grinch auch nicht.

Und dann wurde durch eine kurzfristige Buchung sein Zeitplan für die Renovierung durchkreuzt. Seine Mitarbeiterin hat einer Influencerin zugesagt. Das passt Harry gar nicht, auch wenn er sich über die Werbung freute. Und Ivy hatte Sonderwünsche, für die er kaum Geduld aufbrachte. Er tat mir leid, vor allem, als sie auch noch das Hotel für ihre Hochzeit an Weihnachten haben möchte - mitten in der Umbauphase.

Es ist das 4. Buch aus dieser Reihe, aber mein erstes. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, weil mir die Vorgängerbände fehlen. Ein tolles Wohlfühlbuch, dass mich oft schmunzeln lies und manchmal auch den Kopf schütteln - aber alles war plausibel. Die Entwicklung der Charaktere war sehr schön mitzuerleben. Vor allem Ivy hat mich überrascht. Das Ende kam sehr plötzlich und abrupt, das fand ich nicht so gut - aber leider ist das ja inzwischen so üblich. Ich habe es mit einem Lächeln aus der Hand gelegt und gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Blutprinzessin.

Sündiges Blut (Thriller)
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Jana Bein und Oliver Marquart wurden zum Tiergehege Hasseldieksdamm gerufen: eine junge Frau wurde mit schwersten Verbrennungen gefunden und ist in der Notaufnahme an ihren Verletzungen verstorben.

Es ...

Jana Bein und Oliver Marquart wurden zum Tiergehege Hasseldieksdamm gerufen: eine junge Frau wurde mit schwersten Verbrennungen gefunden und ist in der Notaufnahme an ihren Verletzungen verstorben.

Es war schön, wieder bei den Kommissaren Bein und Marquart zu Besuch zu sein. Gunnar Schwarz steht für spannenden und fesselnden Lesegenuss und ich fiebere seinen Büchern immer entgegen! Auch dieses Mal war ich von der ersten Seite an begeistert und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Der Fall entpuppte sich als heikel. Es fanden sich mysteriöse Hinweise an der Leiche, die evtl. auf ein Ritual hindeuten, vllt. religiös. Aber alles sehr rätselhaft. Dann tauchte ein Buch mit einem Hinweis auf, das vermutlich der Täter selbst eingeworfen hatte.

Dann tauchte eine weiteres Opfer am botanischen Garten der Uni auf - wieder verbrannt und trotz Hilfe nicht mehr zu retten. Jana und Oliver hatten es dann auch noch mit einem Sensationstouristen zu tun - so etwas gehört eindeutig härter bestraft!

Ein Entführungsopfer konnte sich befreien und fliehen - aber war sie auch ein Opfer des Serientäters? Es gab durch ihre Aussage zumindest eine Verbindung zwischen den Opfern. Und dann ist die Frau aus dem Krankenhaus verschwunden…

Das Ende war spektakulär, wie von dem Autor nicht anders zu erwarten. Alles wurde aufgeklärt und es kam zu einem guten Abschluss! Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne!

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