Psychothriller zum Mitfiebern
Der AugensammlerUnwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.
Der ...
Unwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.
Der ehemalige Polizeipsychologe Alexander Zorbach untersucht als Journalist eine Frauenmord und Kindesentführung. Der "Augensammler" tötet die Mütter und gibt den Vätern und Ermittlern einen Zeitrahmen, um die Kinder lebend zu finden. Läuft die Zeit ab, sind die Kinder tot. Alexander Zorbach erhält vom Augensammler mehr Aufmerksamkeit und zieht in den den Strudel des grausamen Spiels. Unterstützung erhält er von der mysteriösen Blinden, Alina und seinem Praktikanten Frank. Können Sie die Hinweise deuten und die Kinder retten? Eine aufregende und packende Jagd besteht.
Ich habe bisher wenige Bücher von Fitzek gelesen/gehört, bin aber begeistert. Auch dieses Buch hat mir wieder gezeigt, dass er Psychothriller "kann". Es ist beeindruckend und gleichzeitig heftig, welche Grausamkeiten und detaillierten Beschreibungen Taten er in die Handlung einbaut. Allein und im Dunkeln kann ich diese Bücher nur stückchenhaft lesen.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend. Immer wieder passiert etwas Neues, oft auch Unerwartetes. Es ist sehr interessant, dass die Kapitelzählung rückwärts ist, sodass mit Kapitel "0" geendet wird. Das hat für mich den Wettlauf gegen die Zeit noch mehr verdeutlicht. Auch sind die Kapitel sehr kurz, was ich persönlich ganz angenehm finde. Teilweise gibt es zwischen den Kapiteln einen recht großen Sprung - besonders in entscheidenden, spannenden Momenten. Die Handlung innerhalb des Sprungs wird in den nachfolgenden Kapitel jedoch gut beschrieben, sodass für mich keine Fragen offen geblieben sind.
Alexander Zorbach als Figur hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein gebrochener Mann und man bekommt einen Einblick in seine Vergangenheit. Seine Handlungen sind logisch nachvollziehbar, dennoch habe ich mit ihm mitgelitten. Auch Alina als Figur fand ich gut, wobei sie auch am Ende noch mysteriös wirkte. Über sie habe ich wenig erfahren, viele Fragenzeichen sind noch in meinem Kopf.
Da ich Band 3 kenne und dort viel auf die Handlung der ersten beiden Bücher verwiesen wurde, wusste ich leider im groben, was passiert und vor allem, wie die Geschichte ausgeht. Vielleicht deshalb, war das Ende für mich sehr offensichtlich und wenig überraschend. Trotzdem war es sehr packend.
Das Ende an sich mit dem Brief war ok, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man noch mehr im Dunkeln gelassen werden würde. Das große Geheimnis ist gelüftet, jetzt ist klar, mit dem Alexander Zorbach es in Band 2 und 3 zu tun hat (wusste ich leider auch schon). Auch musste ich bei der Rettung überlegen, wie realistisch das denn ist (meiner Meinung nach weniger).
Fazit: Der Psychothriller hat die Einordnung in dieses Genre auf jeden Fall verdient. Ich bin immer noch fasziniert, was sich Sebastian Fitzek hier ausgedacht und aufgeschrieben hat.