Der Wunsch nach einem sicheren Hafen
StrandHausKüsse (Bretagne-Träume)Hanna Holmgren nimmt ihre Leser erneut mit nach Menhirville und stellt diesmal Philippe und Anna in den Fokus. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist ...
Hanna Holmgren nimmt ihre Leser erneut mit nach Menhirville und stellt diesmal Philippe und Anna in den Fokus. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist sehr gut gewählt und man kann als Leser gut der Timeline folgen. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch und neben den neuen Charakteren, erlebt man auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Das Cover ist sehr schön und passend zur Geschichte gestaltet.
Hauptprotagonistin ist Anna. Sie unterrichtet und ist in ihrem Leben schon viel rumgekommen, denn ihre Eltern lieben das Reisen. In ihrer Kindheit konnte sie sich nie einen Freundeskreis aufbauen oder sich irgendwo zu Hause fühlen. Als sie unerwartet das Haus von Genevieve von ihren Eltern geschenkt bekommt, weil sie es geerbt haben, will sie es eigentlich nur schnell verkaufen und wieder zurück nach Heidelberg. Als sie in Menhirville ankommt, wird sie freundlich empfangen und sie erinnert sich an die schönen Zeiten in der Bretagne. Noch nicht richtig angekommen, steht schon Kévin vor der Tür, der als Makler großes Interesse an dem Haus hat. Philippe ist Architekt und soll für sie das Haus und die anstehenden Arbeiten begutachten. Er hält nichts davon, dass Haus zu verkaufen und je länger Anna in dem Haus und dem Ort Zeit verbringt, umso mehr reift in ihr ihr alter Traum nach einer eigenen Pension. Philippe und Anna kommen sich näher, doch seine Tochter Lea ist sehr zurückhaltend und findet nur schwer Vertrauen zu Anna. Yuna hingegen schließt Anna schnell in ihr Herz und so zeigen Philippe und die Mädchen Anna die Umgebung und die Schönheiten der Bretagne. Gerade als sich Anna eine Zukunft in Menhirville vorstellen kann und die Pension immer mehr Form annimmt, taucht Kévin erneut auf und will einen Verwandten gefunden haben, der Anspruch auf das Haus erhebt. Wird Anna nun wieder alles verlieren und neu anfangen müssen? Hätte sie ihrem Traum nicht nachgehen sollen und lieber in ihr gewohntes Umfeld nach Heidelberg zurückkehren sollen? Wird Philippe an ihrer Seite stehen oder ihre Sorgen nicht ernst nehmen? Können Phillippe und Anna Lea die Sicherheit geben, das eine Beziehung eine Chance haben wird?
Hanna Holmgren hat wieder einmal einen Wohlfühlroman erschaffen, der trotz schwierigen Themen leicht wirkt und den Leser vollständig abholt. Durch die sympathisch wirkenden Charaktere fällt es einem leicht, sich in die Gefühlswelten rein zu versetzten und mit ihnen mitzufühlen. Man bekommt richtig Lust auf eine kleine Auszeit in der Bretagne.