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Veröffentlicht am 08.10.2025

Kein gemütlicher Weihnachtskrimi

Der Tote im Kamin
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„Wenn Sie sich nicht gerade dämlich anstellen, sind Sie ein durchaus fähiger Polizist.“ (S. 19)
Leider neigt Inspector Frank Grasby bei Ermittlungen zu unüberlegten Aktionen, darum wird er im Dezember ...

„Wenn Sie sich nicht gerade dämlich anstellen, sind Sie ein durchaus fähiger Polizist.“ (S. 19)
Leider neigt Inspector Frank Grasby bei Ermittlungen zu unüberlegten Aktionen, darum wird er im Dezember 1952 von York nach Elderby in den North York Moors strafversetzt. Dort hat es zahlreiche Diebstähle auf den Farmen von Lord Damnish gegeben. Grasby soll die Polizei vor Ort unterstützen – je eher er die Schuldigen erwischt, desto eher kann er zurückkommen.
Sergant Bleakly, der Leiter des örtlichen Reviers, ist genauso verschlafen wie das Dörfchen. Grasbys einziger Lichtblick ist die hübsche Praktikantin Miss Daisy Daen, genannt Deedee. Sie stammt aus New York und studiert in Yale Kriminologie. Grasby ist mit fast 40 immer noch Junggeselle und sehr von ihr angetan, aber sie hält ihn auf Abstand.
Weil bei ihrem Antrittsbesuch bei Lord Damnish dessen Kamin extrem qualmt, will Grasby helfen. Dabei zieht er eine Leiche aus dem Schacht, die angeblich niemand kennt. Und schon am nächsten Morgen gibt es den nächsten Toten. Hinter der Kirche wird der im Ort ansässige amerikanische Journalist Chuck Starr gefunden. Doch noch bevor Gasby mit den Nachforschungen beginnen kann, mischt sich sein Chef mit einen außergewöhnlichen Anliegen ein.

„Der Tote im Kamin“ ist ein sehr ungewöhnlicher und herrlich skurriler Krimi, der (Achtung Spoiler!) immer mehr zum Agententhriller wird. Der 2. WK ist noch nicht lange vorbei, die Lebensmittel sind noch rationiert und der Kalte Krieg ist in vollem Gang. Alle Fremden im Ort werden misstrauisch beäugt, aber auch Lord Damnish hat sich Feinde gemacht. Er hat seinen Titel nämlich nicht geerbt, sondern dem alten Lord zusammen mit dem Besitz und dessen Tochter abgekauft.

Der Fall beginnt relativ gemütlich, wird immer undurchsichtiger und zieht immer größere Kreise. Irgendwann überschlägt sich die Handlung förmlich, es gibt ständig neue Beteiligte, Motive und Indizien. Es wird für Grasby (und auch für mich) sehr unübersichtlich, weil man bald nicht mehr weiß, wer hier alles ein falsches Spiel spielt. Kaum jemand ist der, der er vorzugeben zu sein scheint.

„Frank Grasby ist ein geborener Schriftsteller, der unterhaltsam zu erzählen vermag. Nur hie und da neigt er zu Abschweifungen …“ (S. 8) schreibt Denzil Meyrick, der hier als übergeordneter Erzähler des Ich-Erzählers Frank auftritt und hat Recht. Er lässt Grasby selbst berichten, was der erlebt und denkt, wie er ab und an oft unfreiwillig komisch ist und in welche Fettnäpfchen er tappt. Er ist ein ziemlich verschrobener Charakter, muss sich neben den Ermittlungsproblemen auch mit einer unheimlichen Wirtin und deren gruseligen Voraussagungen beschäftigen und einem allmächtigen, stets unzufrieden nörgelndem Vater rumschlagen.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Eine Pyjamaparty aus der Hölle

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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„Wir sitzen in einem gruseligen Anwesen mit einer Leiche fest. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du das alles arrangiert hast. Es ist doch genau wie in einem deiner Spiele. Ein Ausbruchraum.“ ...

„Wir sitzen in einem gruseligen Anwesen mit einer Leiche fest. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du das alles arrangiert hast. Es ist doch genau wie in einem deiner Spiele. Ein Ausbruchraum.“ (S. 103)
Rosemary (Mimi) hat schon keine Lust auf die Party bei Jane Ireland gehabt, aber die Gastgeberin hat sie erpresst, sonst ihr dunkelstes Geheimnis zu offenbaren. Jetzt ist Jane tot und der Täter lässt es so aussehen, als sei es Mimi gewesen. Zum Glück hat sie ihre Enkelin Addie überzeugen können, sie zu begleiten. Die weiß zwar nichts von Mimis Geheimnis und sie hatten in letzter Zeit wegen Addies keine besonders gute Beziehung, aber natürlich will sie ihr trotzdem helfen, den wirklich Täter zu finden. Addie setzt dabei auf Strategien, die sie beim Entwickeln ihres erfolgreichen Multiplayer-Krimi-Onlinespiel genutzt hat.

„Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste“ ist ein typischer Whodunit, der mit einem außergewöhnlichen Setting punktet. Schauplatz ist eine Villa mit Zugbrücke und Wassergraben im Tudor Stil auf dem knapp 10 km2 großen, autofreien Mackinac Island in Michigan, während ein Schneesturm tobt, der Strom ausfällt und sie von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Neben Mimi hatte Jane noch 6 weitere Gäste gezwungen, zur Party zu erscheinen, um ihre Geheimnisse zu waren. Doch nachdem Jane umgebracht wurde, ist Mimi und Addie klar, dass Jane sie weder eingeladen, noch erpresst hat. Das muss einer der anderen Gäste gewesen sein!

Ich fand den Krimi recht spannend und unterhaltsam. Sobald sie von der Außenwelt abgeschnitten sind, wird er zum Kammerspiel.
Mimi ist 77 und lebt nach dem Tod ihres Mannes vor über 20 Jahren zurückgezogen. Sie liebt Kreuzworträtsel und ihren täglichen Gibson. Außerdem hat sie eine natürliche Art, die Menschen zum Reden zu bringen. Weil sie Addies Ex Brian nicht mochte, hatten sie in den letzten Jahren kaum Kontakt. Addie ist wegen Brian nebenberuflich Spieleentwicklerin geworden. Vor einem halben Jahr hat er sie verlassen, ohne sie für ihre Arbeit am gemeinsamen Spiel zu entlohnen oder an der Firma zu beteiligen. Seitdem überlegt sie, ob sie einen Anwalt beauftragen soll, ihren Anteil einzufordern. Diese Überlegungen und die Streitereien mit Mimi wegen Brian und dem Spiel überlagern die Ermittlungen leider etwas. Zudem geht Addie immer wieder sehr detailliert auf Parallelen zwischen ihrem Spiel und den Morden ein (es bleibt nicht nur bei Janes Tod), die für Entwickler und Gamer sicher interessant sind, mir aber etwas zu ausführlich waren.

Man kann den ganzen Krimi über wunderbar miträtseln, auch wenn es natürlich etwas unwahrscheinlich ist, dass sich die anderen Partygäste und das Personal so einfach von Mimi und Addie ausfragen lassen. Etwas plötzlich und nicht ganz nachvollziehbar war für mich dann aber leider die Auflösung.

Mein Fazit: Ein solider Whodunit-Krimi mit interessanten Protagonisten, tollem Setting und etwas Luft nach oben. 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Weiberwirtschaft

Morgen sind wir wild und frei
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„Träume muss man festhalten, sonst fliegen sie davon.“ (S. 174)
1909 lernen sich am Kofel in Oberammergau drei junge Frauen kennen, die sehr verschieden sind und doch eins gemeinsam haben – den Wunsch ...

„Träume muss man festhalten, sonst fliegen sie davon.“ (S. 174)
1909 lernen sich am Kofel in Oberammergau drei junge Frauen kennen, die sehr verschieden sind und doch eins gemeinsam haben – den Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit.

„Das Schreiben gehörte ihr allein, es gab ihr Halt und half, Erlebtes zu verarbeiten, Kurioses festzuhalten, einfach die Welt, die so schwer zu begreifen war, zumindest ein bisschen zu verstehen.“ (S. 186) Viktoria war Lehrerin, bis sie unverheiratet schwanger wurde und wegen dem Lehrerinnenzölibat ihren Job verlor. Von dem Geld, was ihr der Kindsvater für die Abtreibung gegeben hat, hat sie sich eine Schreibmaschine gekauft und schlägt sich als Sekretärin durch, aber eigentlich will sie Journalistin werden. Sie entstammt einer Schaustellerfamilie und hat nur noch eine Tante, die ihr manchmal mit ihrem Sohn hilft. Dass sie als Alleinerziehende keinerlei Rechte hat, macht ihr der Vater ihres Sohnes leider bald auf die harte Art klar.

„Was konnte es Besseres geben, als aus Liebe ins Ungewisse und womöglich in ein ganz großes Abenteuer zu gehen?“ (S. 51) Vor 4 Jahren hat sich Agnes in den Engländer Nicolas verliebt, ihn geheiratet und nach Ägypten begleitet, wo er in einem Gewürzkontor arbeitet. Vor einem Jahr ist sie mit seiner Zustimmung allein nach München zurückgekehrt und studiert Architektur. Als einzige Frau wird sie weder von ihrem Professor noch ihren Mitstudenten ernst genommen. Und dann bleiben die Briefe und das Geld von Nic aus. Sie würde lieber heute als Morgen nach Kairo reisen und ihn suchen, aber das Studium will sie auch nicht aufgeben.

„Weg aus der Enge ihres Elternhauses … Frei und selbstbestimmt leben, danach sehnte sie sich.“ (S. 135) Elisabeth ist die Zweitälteste von 13 Kindern und kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister. Sie beneidet ihre Freundinnen um ihr eigenständiges Leben in der Stadt und träumt von einer Haustür, die sie hinter sich schließen und allein sein kann. Eigentlich ist sie Störschneiderin, setzt ihre Freiheit aber regelmäßig beim Schmuggeln aufs Spiel, weil die Familie das Geld braucht.

Oberhalb des Dorfes gibt einen verlassenen alten Hof. Die Freundinnen hoffen, ihn ersteigern zu können, um darauf zusammen zu leben und zu arbeiten, sich gegenseitig unterstützend und doch frei.

Stephanie Schusters neuestes Buch „Morgen sind wir wild und frei“ spielt in Oberammergau und München. Obwohl beide Orte geografisch nicht weit voneinander entfernt sind, wirken sie wie zwei völlig verschiedene Welten. hier die Tradition, dort die Moderne und der Fortschritt. Geschickt lässt sie berühmte Personen und die Passionsspielen in die Handlung einfließen, aber vorrangig geht es um die Rechte der Frauen in der damaligen Zeit, ihre Forderungen nach Gleichberechtigung im Beruf und im Hinblick auf ihre Kinder, ihr Kampf um ihre persönliche Freiheit.
Sie schreibt gewohnt mitreißend und spannend, wechselt zwischen den Perspektiven der drei Protagonistinnen und verleiht so jeder eine eigene Stimme. Lediglich gegen Ende wird die Geschichte etwas zu abenteuerlich, und ein Gegenspieler bleibt in seinen Motiven leider blass – seine Beweggründe werden leider nicht aufgeklärt, wodurch seine Handlungen schwer nachvollziehbar sind

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Ungeküsst

Eddie Winston sucht die Liebe
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„Was von einem Leben übrig bleibt, ist wirklich nicht viel. Jedenfalls nicht, wenn die sperrigen Dinge – Kühlschrank, Sitzgruppe, Leichnam – in Kisten verpackt und entsorgt sind.“ (S. 7) Eddies Worte klingen ...

„Was von einem Leben übrig bleibt, ist wirklich nicht viel. Jedenfalls nicht, wenn die sperrigen Dinge – Kühlschrank, Sitzgruppe, Leichnam – in Kisten verpackt und entsorgt sind.“ (S. 7) Eddies Worte klingen abgeklärt und lakonisch, doch der 90-Jährige ist nicht zynisch – nur realistisch. Seit 12 Jahren arbeitet er ehrenamtlich in einem Wohltätigkeitsladen, in dem vor allem Nachlässe aus der benachbarten Sozialsiedlung landen. Vieles ist wertlos, aber Eddie sortiert sorgfältig jene Dinge aus, von denen er weiß: Die Angehörigen könnten sie eines Tages doch zurückwollen – wenn der Schmerz nachlässt.
So wie Bella mit den pinken Haaren. Mitte 20, frisch verwitwet, hat sie gerade ihre große Liebe Jake verloren. Als sie Eddie auf einer Parkbank wiedertrifft, entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Sie erzählt ihm von ihrem Kennenlernen und dem ersten Kuss – und staunt, dass Eddie mit 90 noch ungeküsst ist. Er hat seine erste und einzige Liebe 1968 zum letzten Mal gesehen, sie war leider schon verheiratet. Bella ist überzeugt, dass es auch mit 90 noch nicht zu spät für den ersten Kuss ist, aber Eddie meint: „Ich denke oft, wenn es hätte sein sollen, dann wäre es inzwischen passiert. Vielleicht ist es mir einfach nicht bestimmt, einen ersten Kuss zu bekommen.“ (S. 65) Doch Bella will sich damit nicht abfinden und meldet ihn kurzerhand auf einer Datingplattform für Senioren an.

Eddie ist ein liebenswürdiger Gentlemen alter Schule, der wie aus der Zeit gefallen scheint, aber mit 90 seine Liebe zur Mode entdeckt. Er trägt die außergewöhnlichen Kleidungsstücke, die im Wohltätigkeitsladen abgegeben werden. Außerdem ist er hoffnungslos romantisch, was schon seine Doktorarbeit in Linguistik zeigt „Mit einem Kuss besiegelt: Darstellungen von Liebe in der Literatur“. Auf der Datingplattform und im Alltag zieht er durchaus noch Aufmerksamkeit auf sich, aber er kann seine große Liebe Birdie einfach nicht vergessen und hofft immer noch, sie wiederzufinden.

Bella fürchtet, nie über Jake hinwegzukommen. Aber im Bemühen, Eddie zu verkuppeln, beginnt auch ihr Herz ganz langsam und fast unbemerkt, zu heilen.

Die dritte Erzählperspektive ist Eddies große Liebe Birdie. Von 1954 bis 1968 gewährt sie Einblicke in ihr Leben, ihre Ehe und die Begegnungen mit Eddie.

„Eddie Winston sucht die große Liebe“ ist eine zarte, berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe, Verlust und Trauer und zweite Chancen. Marianne Cronin erzählt sie warmherzig, aber die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge sowie die kurzen Kapitel bremsen den Lesefluss leider stellenweise aus.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Mit dem Camper ans Nordcap

Die Sterne leuchten nur für uns
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Seit ihrer Scheidung leben Anna und ihre Töchter Chloé und Lily von deren knappem Gehalt als Kellnerin. Als ihr Chef sie entlässt und seine Geliebte einstellt, verlangt Anna eine ordentliche Abfindung, ...

Seit ihrer Scheidung leben Anna und ihre Töchter Chloé und Lily von deren knappem Gehalt als Kellnerin. Als ihr Chef sie entlässt und seine Geliebte einstellt, verlangt Anna eine ordentliche Abfindung, um ihre Schulden bezahlen zu können. Aber dann wird ihr bewusst, dass ihr die Mädchen immer mehr entgleiten. Also nimmt sie das Geld und den Camper ihres Vaters und fährt mit ihnen von Frankreich ans Nordkapp, damit sie als Familie wieder zusammenwachsen. „Ich bin in meiner Blase geblieben, und die Risiken haben sich in Grenzen gehalten. … Meine Töchter brauchten Luft, also habe ich die Blase aufgestochen.“ (S. 74)

Virginie Grimaldi lässt die drei Protagonistinnen abwechselnd erzählen. So bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und verschiedenen Blickwinkel.
Anna hat immer versucht, ihren Töchtern zumindest kleine Wünsche zu, deswegen ist sie neben dem Kellnern noch Putzen gegangen. Außerdem verheimlicht sie ihnen ihre Panikattacken, um sie nicht zu verunsichern. Vor 8 Jahren hat sie sich von ihrem Mann getrennt, ohne ihren Töchtern den Grund dafür zu nennen. Das kann ihr vor allem Chloé nicht verzeihen. Die ist hochbegabt und hochsensibel, wird ihr Abi mit in Kürze mit Auszeichnung bestehen. Aber sie braucht ständig die Bestätigung anderer, vorzugsweise Jungs. Dafür lässt sie Dinge zu, die sie eigentlich nicht will, aber auch nicht in Frage stellt. „Ich liebe mich nicht. Aber das ist nicht schlimm, solange die anderen mich lieben.“ (S. 79)
Lily ist 12 und kommuniziert vorzugsweise mit ihrem Tagebuch, dass sie Marcel nennt und behandelt, als wäre es ihr Brieffreund. Sie ist altklug, witzig, empathisch. Sie bekommt viel mehr mit und versteht mehr, als alle denken. Und auch sie ist auf ihre Weise besonders. „Ich weiß ja nicht, ab welchem Alter man seine Träume verliert, aber ich hoffe, so alt werde ich nie.“ (S. 226)

Die Reise wird in mehrfacher Weise zu einem echten Abenteuer. Sie lernen fremde Länder und Kulturen kennen, begegnen Elchen und Walen, erleben die Nordlichter und überqueren den Polarkreis, gehen Eisbaden und in die Sauna, überwinden Streitereien und Ängste, werden sich ihrer Wünsche und Träume wieder bewusst – und zu einer richtigen Familie, die über alles reden und miteinander schweigen kann, denn sie verstehen sich endlich wieder und nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen.

Ein leises Buch über Familie und Pubertät, Loslassen und Festhalten, das einige Überraschungen, Gänsehautmomente und Weisheiten bereithält. „Ich will nie wie die anderen werden. Es ist doch blöd, die anderen zu sein, wenn man man selbst sein kann.“ (S. 352)

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