Eine tolle Grundidee, doch das Buch ließ mich oft verwirrt zurück
Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)Im Rahmen einer Premiere auf lovelybooks erhielt ich ein Rezensionsexemplar. Dafür möchte ich mich erneut herzlich bedanken 💙
Was bedeuten 2 Sterne für mich? Es gab mehr Dinge, die mir nicht gefallen ...
Im Rahmen einer Premiere auf lovelybooks erhielt ich ein Rezensionsexemplar. Dafür möchte ich mich erneut herzlich bedanken 💙
Was bedeuten 2 Sterne für mich? Es gab mehr Dinge, die mir nicht gefallen haben, als Dinge, die mir gefallen haben.
Unsere Hauptfigur Wanda war immer Künstlerin mit Leib und Seele. Doch das änderte sich eines Tages schlagartig. Ihre Bilder wurden düster und verstörend, weswegen Wanda für einige Zeit die Kunst hinter sich ließ. Als sie sich dann aber doch erlaubte wieder kreativ zu sein, bemerkte sie einen fremden Mann in ihrer Wohnung. Doch er ist nicht irgendwer, sondern Neo die Muse der Künste, die sie eigentlich nicht sehen sollte. Zwischen ihnen ist ein Band entstanden, dass es ihnen nicht erlaubt sich voneinander zu entfernen und eine große Gefahr mit sich bringt.
Der Schreibstil war nichts für mich. Der Text ist sehr bildhaft, aber auch sehr ausschweifend. Dadurch verlor ich regelmäßig den roten Faden, weil ich am Ende des Absatzes nicht mehr wusste, worauf das Buch jetzt eigentlich hinauswollte. Deswegen musste ich vieles zwei oder sogar drei Mal lesen. Ein Fakt der mich sehr wundert, da ich bildhafte Schreibstile sehr gerne habe. In diesem Buch hat es für mich aber nicht funktioniert.
In dem Buch gab es zum ersten Drittel hin auch sehr viele Aufzählung im Dreierpack, man spricht auch vom Asyndeton (ja ich habe den Namen googeln müssen). Es waren einfach zu viele für meinen Geschmack. Ich habe nicht einmal Seite Hundert erreicht und war schon genervt davon. Glücklicherweise wurde das im Laufe des Buches weniger und ich konnte wieder etwas entspannter lesen.
Leider hat es mich auch sehr viel Zeit gekostet richtig in das Buch reinzukommen. Für mich ist da zu viel auf einmal passiert und in Kombination mit meinen Problemen mit dem Schreibstil ließ mich das Buch oft verwirrt zurück. Ein tiefergreifendes Wissen über die griechische Mythologie hätte mir da sicherlich geholfen. So hätte ich mich mehr auf die Ideen des Buches konzentrieren können. Das Grundkonzept mit der Muse hat mir da aber gut gefallen.
Die Liebesgeschichte wirkte auf mich eher wie ein Nebenstrang und dadurch auch etwas blasser. Im Zentrum der Geschichte stand eher die Gefahr, der die Welt ausgesetzt war.
Der Kunstaspekt hingegen hat mir sehr gut gefallen und wurde auch zu meinem liebsten Teil dieses Buches. Das hat auch viel mit meinem eigenen Interesse an der Kunst zu tun.
Relevante Schauorte in der Geschichte gibt es hier in unserer echten Welt, insbesondere der Stadt Hamburg. Das ist für mich ein Pluspunkt. Hier fiel es mir durch die Vertrautheit mit unserer echten Welt auch etwas einfacher den Geschehnissen zu folgen. Die fantastische Welt konnte ich mir in der Umgebung zwar gut vorstellen, aber die Handlungenssweisen selbst waren für mich etwas konfus.
Leider hatte ich auch bei den Figuren einige Probleme. Wanda und Neo fand ich in Ordnung. Sie waren für mich zwar nicht herausragend, aber ich würde sie auch nicht als schlechte Figuren bezeichnen. Die restlichen Figuren habe ich leider wild durcheinander gewürfelt. Beim Lesen konnte ich einfach schlecht zuordnen wer jetzt wer war, was er in der Geschichte gemacht hat oder auf welcher Seite die Person stand. Das Figurenverzeichnis half nur bedingt. Deswegen fällt es mir auch etwas schwer die Figuren in diesem Buch zu bewerten.
Die Reihe werde ich nicht weiter verfolgen, aber ich glaube ich kenne jemanden, der mehr damit anfangen kann ;)
Spice: Es gab eine Szene, die sehr grob beschrieben wurde und eher fade to black war. Deswegen verstehe ich nicht wieso das Buch als spicy beworben wird. Für mich war das zwar kein Problem, da ich eh kein Fan von stark sexuellen Büchern bin, aber wer genau danach sucht wird hier vermutlich enttäuscht.