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chrissi_tina_testet

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Träume und das Leben am Meer

Der Krabbenfischer
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Es handelt sich hier um einen nachdenklichen Roman über die Suche nach Selbstbestimmung, Träumen und die Kraft der Musik. Die Erzählweise ist eher ruhig, was dem Buch einen besonderen Rhythmus verleiht ...

Es handelt sich hier um einen nachdenklichen Roman über die Suche nach Selbstbestimmung, Träumen und die Kraft der Musik. Die Erzählweise ist eher ruhig, was dem Buch einen besonderen Rhythmus verleiht – vergleichbar mit dem stetigen Kommen und Gehen der Gezeiten.

Wer rasante Handlung erwartet, könnte sich in der ersten Hälfte ein wenig in Geduld üben müssen: Die Geschichte entfaltet sich sehr gemächlich und lässt sich viel Zeit für Beschreibungen und innere Monologe. Doch genau darin liegt auch eine ihrer Stärken – man taucht in die Gedankenwelt des Protagonisten ein und kann die karge, aber faszinierende Küstenlandschaft mit seinen Augen zu sehen.

Es sind keine großen Gesten oder dramatischen Wendungen, sondern kleine Veränderungen, die den Charakter wachsen lassen. Im Verlauf gewinnt die Geschichte an Tiefe und lässt auch Raum für überraschende, neue Perspektiven.

Ein Roman für Leserinnen und Leser, die sich gern auf ein eher langsames Erzähltempo einlassen und Freude daran haben, zwischen den Zeilen zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Ein tolles Buch voller Wärme und Natur

Der Garten der kleinen Wunder
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Das Cover von ist bunt und fröhlich. Es zeigt einen wilden, lebendigen Garten – mit vielen Blumen, Farben und kleinen Details. Das macht sofort neugierig auf die Geschichte und passt wunderbar zur Stimmung ...

Das Cover von ist bunt und fröhlich. Es zeigt einen wilden, lebendigen Garten – mit vielen Blumen, Farben und kleinen Details. Das macht sofort neugierig auf die Geschichte und passt wunderbar zur Stimmung im Buch.

Der Garten der kleinen Wunder ist ein ruhiges und gefühlvolles Buch. Es geht nicht um große Abenteuer, sondern um das Alltägliche – um Begegnungen, ums Zuhören und ums Verstehen. Zwei Menschen finden zueinander, obwohl sie unterschiedlich alt sind. Aber sie teilen ähnliche Gedanken und Gefühle, besonders, wenn es um das Anderssein in einer lauten Welt geht.

Der Garten ist dabei mehr als nur eine Kulisse. Er ist ein Ort zum Durchatmen, zum Nachdenken und zum Wachsen. Zwischen alten Bäumen, duftenden Kräutern und bunten Blumen entstehen Gespräche, die sehr bedeutend sind.

Der Schreibstil der Autorin ist sanft und voller Bilder. Sie beschreibt Dinge oft mit viel Gefühl für kleine Details – etwa wie das Licht durch die Blätter fällt oder wie sich Stille anfühlt. Ihre Sprache wirkt ruhig und verträumt. Manche Stellen laden zum Innehalten ein, weil sie klug und berührend formuliert sind. Es ist ein Stil der Raum gibt – zum Mitfühlen und Nachdenken.

Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Lesespaß für fußballbegeisterte Fans

Fußball-Stars - Alles über Messi. Vom Fußball-Talent zum Megastar
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Das Buch „Fußball-Stars - Alles über Messi“ ist ein gelungenes Einstiegsbuch für fußballbegeisterte Kinder, die Lionel Messi besser kennenlernen möchten. Besonders positiv finde ich die einfache Sprache ...

Das Buch „Fußball-Stars - Alles über Messi“ ist ein gelungenes Einstiegsbuch für fußballbegeisterte Kinder, die Lionel Messi besser kennenlernen möchten. Besonders positiv finde ich die einfache Sprache und die kurzen Textabschnitte, die ideal für Leseanfänger ab etwa 7 Jahren sind. Viele spannende Fakten, kleine Anekdoten aus Messis Leben und ein abschließendes Quiz machen das Buch informativ und gleichzeitig spielerisch unterhaltsam. Auch die Idee, Wissen in Sprechblasen und Kästen zu verpacken, funktioniert gut – das Lesen wird dadurch aufgelockert und bleibt abwechslungsreich.

Ein echtes Highlight ist das bunte, farbenfrohe Cover, das sofort ins Auge fällt und definitiv Lust auf das Buch macht. Schade ist allerdings, dass die Illustrationen im Inneren nur in Schwarz-Weiß gehalten sind. Gerade für Kinder hätte ich mir farbige Bilder gewünscht – sie hätten das Leseerlebnis noch lebendiger gemacht und besser zur tollen Aufmachung des Covers gepasst.

Insgesamt aber ein empfehlenswertes Buch für alle jungen Messi-Fans und solche, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein bewegendes Buch zum Erfurter Amoklauf

Die Ausweichschule
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„Die Ausweichschule“ von Kaleb Erdmann ist kein klassischer Roman, sondern vielmehr ein Mosaik aus Erinnerungen, Reflexionen und literarischen Versuchen, das Unsagbare greifbar zu machen. Der Autor – selbst ...

„Die Ausweichschule“ von Kaleb Erdmann ist kein klassischer Roman, sondern vielmehr ein Mosaik aus Erinnerungen, Reflexionen und literarischen Versuchen, das Unsagbare greifbar zu machen. Der Autor – selbst als Kind Augenzeuge des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium – konfrontiert sich mehr als zwei Jahrzehnte später erneut mit jenem Tag, an dem 16 Menschen ihr Leben verloren. Doch wer eine minutiöse Nacherzählung erwartet, wird enttäuscht. Stattdessen entwirft Erdmann ein vielschichtiges Bild der Nachwirkungen: Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, das Schwanken zwischen Verdrängung und dem Drang nach Aufarbeitung.

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Ebenen: Zum einen werden Rückblenden in die Schulzeit und die beklemmenden Stunden des 26. April 2002 geschildert, zum anderen begleitet man den erwachsenen Erzähler bei dem Versuch, sein Trauma schreibend und durch Gespräche mit anderen (u. a. einem Dramatiker) zu verarbeiten. Dabei verschwimmen Grenzen zwischen autobiografischem Bericht, fiktionaler Verarbeitung und essayistischen Gedankengängen über Kunst, Erinnerung und gesellschaftliches Gedenken.

Mich hat besonders beeindruckt, wie sehr das Buch das Ringen um Sprache selbst thematisiert. Immer wieder wird sichtbar, wie schwer es ist, für ein solches Erlebnis Worte zu finden – und dass vielleicht genau darin die Wahrheit liegt: im Unausgesprochenen, im Fragment. Zugleich stellt sich die Frage, welche Rolle Literatur bei der Bewältigung kollektiver Traumata spielen kann und darf.

„Die Ausweichschule“ ist kein leichtes Buch, weder sprachlich noch inhaltlich. Man muss bereit sein, sich auf Sprünge und Umwege einzulassen. Wer sich darauf einlässt, findet allerdings eine sehr eindringliche Auseinandersetzung mit einem Stück deutscher Zeitgeschichte und mit der Suche nach einem Leben danach.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

schöne Idee, interessanter Start, aber danach sehr langatmig

Weißes Licht
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„Weißes Licht“ von Eric Puchner erzählt die Geschichte von Garrett, der in Montana lebt und sich um seinen kranken Vater kümmert. Als er sich in Cece verliebt – die Verlobte seines besten Freundes – gerät ...

„Weißes Licht“ von Eric Puchner erzählt die Geschichte von Garrett, der in Montana lebt und sich um seinen kranken Vater kümmert. Als er sich in Cece verliebt – die Verlobte seines besten Freundes – gerät sein Leben durcheinander. Es geht um Liebe, Familie und darum, seinen eigenen Weg zu finden.

Die Idee des Buches fand ich eigentlich gut, und am Anfang war ich auch interessiert. Die Beziehung zwischen Garrett und seinem Vater ist einfühlsam beschrieben. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich die Geschichte gezogen. Viele Szenen wirken zu lang, und oft passiert einfach nicht viel. Dadurch ging für mich irgendwann die Spannung verloren.

Der Schreibstil ist ruhig und teilweise schön, aber insgesamt hat sich das Lesen sehr in die Länge gezogen. Ich musste mich ehrlich gesagt durch die letzten Kapitel kämpfen.

Fazit: Gute Grundidee, aber zu langsam erzählt. Wer Geduld hat und ruhige Bücher mag, könnte es mögen. Für mich war es etwas zu langatmig.

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