Ein spannender Auftakt der Lust auf mehr macht❤️
Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Wer die Autorin bereits kennt, weiß dass sie viel Wert aufs Worldbuilding legt, gleichzeitig ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Wer die Autorin bereits kennt, weiß dass sie viel Wert aufs Worldbuilding legt, gleichzeitig aber auch Spannung in ihre Geschichten bringt und viel ein Schwerpunkt auf die Charakterentwicklung legt. All das bekommen wir auch in Daughter of no Worlds. Man sollte sich vor dem Lesen nur bewusst sein, dass es ein einführender Teil einer Reihe ist und so mit ausführlicheren Beschreibungen und etwas längeren Parts zu rechnen sein muss.
Ich habe dennoch schnell in die Geschichte hineingefunden, besonders durch Tisaanah, die eine wirklich spannende, mutige und authentische Charakterin ist. Tisaanah ist eine Sklavin, sie wird unterdrückt, gezwungen und gedemütigt. Doch an dem Tag an dem sie ihre Freiheit endlich erkaufen will, geschieht ein Unglück und sie ist gezwungen zu fliehen. Zuflucht findet sie beim Mitternachts-Orden, einen Ort voller Magie und Magiern. Doch obwohl sie alles auf sie setzt, sind diese zu Beginn nicht wirklich von ihr angetan, denn ihre Magie ist schwach und kaum trainiert. Dennoch schafft sie einen Pakt mit ihnen abzuschließen und wird schließlich von Max, einem ehemaligen Soldaten, in ihrer Magie trainiert und das obwohl dieser eine starke Abneigung gegen Orden hegt. Doch als wäre dies nicht genug, kommt der drohende Krieg näher und Tisaanah spielt eine entscheidendere Rolle als ihr bewusst ist…👀
Tisaanah hat unglaublich schlimmes in ihrem Leben erfahren, doch sie ist immer wieder aufgestanden. Sie hat sich ihre Hoffnung bewahrt, auch wenn sie kurz vor dem aufgeben stand. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und dafür muss sie in den Orden aufgenommen werden und ihre Magie lernen zu beherrschen. Ich fand sie dabei durchgehend mutig, selbst wenn sie verletzt und am Boden war. Gleichzeitig war ihre Entwicklung umso deutlicher, denn sie steht immer mehr für sich ein. An an einigen Punkten fand ich sie zwar etwas zu naiv im Umgang mit dem Orden, aber sie war auch verzweifelt und brauchte Hilfe, also war es nachvollziehbar.
Max ist zu Beginn ein etwas sturer und grummeliger Magier, der abseits des Ordens lebt und mit ihm nichts mehr zu tun haben will. Gleichzeitig hat er eine Verbindung zu ihm und ich habe die ganze Zeit auf eine Erklärung gewartet. Nach und nach erfährt man mehr über ihn, warum er so geworden ist und was die Narben bei ihm hinterlassen hat. Ich mochte ihn dabei wirklich sehr und konnte seine Angst gut verstehen, das Tisaanah zu sehr in den Angelegenheiten des Ordens verstrickt wird.
Tisaanah und Max können sich zu Beginn nicht unbedingt leiden, sondern werden mehr oder weniger in eine Position gezwungen, in der sie miteinander klarkommen müssen. Die eine sieht den Orden als ihre Rettung, der andere weiß was für Unheil er bringen kann. Dennoch wachsen sie im Laufe der Zeit immer weiter zusammen und das war schön zu verfolgen. Ihre Beziehungsentwicklung ist dabei eher ruhig, aber stetig und ich mochte wie sie gemeinsam gewachsen sind und sich geöffnet haben.
Insgesamt hat mir dieser Auftakt wirklich sehr gut gefallen, das Worldbuilding war sehr bildhaft und lebendig gestaltet, gleichzeitig gab es aber auch immer mal wieder kleinere längen, da vieles ausführlich dargelegt wurde. Abgesehen davon mochte ich auch Tisaanah Entwicklung sehr und vor allem ihrem Idealismus, dass sie nicht nur ihr eigenes Wohl im Sinn hat, sondern ihr Zieh darauf gerichtet ist die anderen Sklaven zu retten. Ich bin auf jeden Fall schon wahnsinnig gespannt auf den zweiten Teil, denn der Krieg hat gerade erst begonnen und ich freue mich auf Tisaanahs weitere Entwicklung.