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Veröffentlicht am 26.10.2025

Küche, Karriere und Liebe

Marzipan und Winterküsse
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Köchin Linda freut sich, endlich ihre Familie wiederzusehen und einige Zeit in ihrer thüringischen Heimat zu verbringen. Doch als sie von der Erkrankung ihres Chefs Jonas erfährt, schmeißt sie ihre Pläne ...

Köchin Linda freut sich, endlich ihre Familie wiederzusehen und einige Zeit in ihrer thüringischen Heimat zu verbringen. Doch als sie von der Erkrankung ihres Chefs Jonas erfährt, schmeißt sie ihre Pläne über den Haufen, um im Restaurant zu helfen. Doch Linda rechnet nicht mit der Hinterhältigkeit von Jonas’ Tochter.

„Marzipan und Winterküsse“ von Frieda Lamberti ist wieder ein wunderschöner Wohlfühlroman der bekannten Autorin. 
Ich durfte bisher Ausflüge ins Alte Land und nach Schweden mit der Autorin machen und nun war Lübeck an der Reihe. Ich muss sagen, kein einziges Mal hat sie mich enttäuscht. Frieda Lamberti gelingt es immer wieder eine Atmosphäre zu schaffen, die man vor seinen eigenen Augen sehen kann und die dennoch in gewissem Maße alltäglich sind, sodass man sich mit den Hauptfiguren und ihrem Umfeld identifizieren kann.
Linda ist für mich ein Sinnbild für Vieles, was auch heute noch in der Gesellschaft umstritten ist. Sie ist eine Frau, die eine Karriere hat und am Ausbau dieser interessiert ist. Weiterhin ist sie eine Frau, die nicht in erster Linie an die Liebe oder die Familiengründung denkt, wenn in ihrem Falle vielleicht auch unbewusst. Sie ist aber auch eine Frau, die ihren Erfolg in einer Männerdomäne erlangt hat und dafür Neid von so manchem Mann erlangt. Ich finde, das sind ganz wichtige Themen, die in unserer Gesellschaft derzeit wieder mehr Aufmerksamkeit erlangen sollten.
Linda steht für mich aber auch für Teamgeist und Zusammenarbeit, denn sie hat dem Küchenteam im Petersen ihren ganz eigenen Charme verpasst.
Aber auch Cora hat mit so manchem gesellschaftlichen Vorurteil zu kämpfen.
Spannend fand ich in dem Kontext auch die Zusammensetzung der Bewohner des Hauses, in dem Linda wohnt. Hier ist ein bunter Mix entstanden, der gesellschaftlichen Zusammenhang aufzeigt.
Als einzig negativen Punkt kann ich Lindas Schwester Anika erwähnen. Sie war für mich sehr sprunghaft und anstrengend.

Ansonsten ist dieses Buch rundum gelungen und leitet wunderbar in die vorweihnachtliche Zeit ein. Für all jene, die Liebes- und Weihnachtsromane lieben, ist dieses Buch eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Grandioser Abschluss

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
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Die Schiffskatastrophe hat Lissis und Julias Leben auf den Kopf gestellt. Während sie alles rund um die Bäckerei wieder in Schwung bringen müssen, stehlen sich zwei Männer aus ihrer Vergangenheit in ihre ...

Die Schiffskatastrophe hat Lissis und Julias Leben auf den Kopf gestellt. Während sie alles rund um die Bäckerei wieder in Schwung bringen müssen, stehlen sich zwei Männer aus ihrer Vergangenheit in ihre Leben zurück.

„Little Germany - Der Geschmack von Freiheit“ ist Band 2 der Dilogie um „Die Bäckerinnen von Manhattan“ von Maria Nikolai.
Das Buch schließt nahtlos an den ersten Band an, weshalb es sich empfiehlt, diesen vorher gelesen zu haben.
Ich liebe die Bücher von Maria Nikolai. Ihr Schreibstil ist so angenehm, dass ich jedes Mal regelrecht durch ihre Bücher fliege und so war es auch bei diesem Roman wieder.
Auch war ich nach wenigen Seiten wieder in der Geschichte um Lissi und Julia drin, obwohl ich den ersten Band bereits vor einigen Monaten gelesen habe.
Der Autorin gelingt es, die persönliche Entwicklung der beiden Frauen eindrucksvoll zu beschreiben. In diesem Band begegnen dem Leser zwei selbstbewusste, junge Frauen, die zwar in gewisser Weise durch ein Unglück gebrochen worden, aber wieder aufstehen. Diese beiden Frauen haben nahezu nichts mehr gemein, mit den Frauen, die sie zu Beginn des ersten Buches waren. Beide sind mir daher sehr ans Herz gewachsen, ebenso wie ihr Umfeld, die kleine Aurelia, Annedorle und Harry, aber auch Giovanni und dessen Nonna.
Sehr spannend fand ich, die Entwicklung New Yorks aus Sicht von Auswanderern zu erleben. Dazu zählen die einzelnen Viertel wie „Little Germany“, „Little Spain“ und „Little Italy“.
Die Beschreibungen zur Schiffskatastrophe, die horrenden Todeszahlen sowie die Berichterstattung über die Prozesse haben bei mir für ein Gänsehautfeeling gesorgt. Erschreckend finde ich, dass heutzutage vermutlich Vieles genauso laufen würde, wie es damals bereits gelaufen ist.
Das Ende hat mir auch gut gefallen. Es hätte m.E. nicht mehr sein müssen, da ja doch alles schnell abgehakt war, aber dennoch schloss es die Geschichte von Julia und Lissi damit arm wie sie begonnen hat.

Fazit: Maria Nikolai hat auch mit diesem Buch einen tollen Roman und eine spannende Fortsetzung über zwei Auswanderinnen geschaffen, die ihr großes Glück in der neuen Welt gesucht haben und durch viel Fleiß als Frauen erfolgreich wurden.
Wer historische Romane mag und auch Geschichten über erfolgreiche Frauen ist hier somit absolut richtig!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Miteinander in St. Peter-Ording

Winterlicht am Meer
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Kurz vor Weihnachten bricht sich Imkes Vater, Pfarrer in St. Peter-Ording, ein Bein. In ihrer Verzweiflung bittet ihre Mutter Imke um Hilfe. Sie eilt in ihren Heimatort, um die Weihnachtsvorbereitungen ...

Kurz vor Weihnachten bricht sich Imkes Vater, Pfarrer in St. Peter-Ording, ein Bein. In ihrer Verzweiflung bittet ihre Mutter Imke um Hilfe. Sie eilt in ihren Heimatort, um die Weihnachtsvorbereitungen durchzuführen und stößt dabei auf Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit sowie auf ihre beste Freundin aus Jugendtagen, Sinja.

„Winterlicht am Meer“ von Tanja Janz reiht sich wunderbar in die liebevolle St. Peter-Ording-Reihe der erfolgreichen Autorin ein. Auffallend ist dabei das wunderschöne Cover des Romans.
Für mich ist es immer ein Nachhausekommen, wenn ich ein neues Buch über den Ort mit dem schönsten Strand der Welt lesen darf. Oftmals sind viele Figuren schon alte Bekannte und auch mit den beschriebenen Orten verbinde ich mittlerweile die verschiedenen Geschichten der Autorin.
In diesem Buch sind mir keine vertrauten Personen begegnet, dennoch waren wieder viele bekannte St. Peteraner Orte Handlungsorte, sodass ich immer ein reales Bild vor Augen hatte.
Imke war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist sehr unkompliziert, liebevoll und geht in ihrer Aufgabe als Pfarrerin völlig auf. Dabei nimmt sie ihre Umgebung in besonders aufmerksamer Form wahr und setzt sich für sie ein.
Auch ihre beste Freundin aus Jugendtagen, Sinja, ist mir total ans Herz gewachsen, weil sie völlig unkompliziert ist. Eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann. Das Duo aus den beiden Frauen passt wirklich gut zur Geschichte.
Simo ist auch ein sehr sympathischer Mensch. Auch wenn viel über die Geschehnisse der Vergangenheit beschrieben wird, ist er mir insgesamt sogar ein bisschen zu kurz in der Geschichte gekommen, ebenso das Ende der Geschichte um die beiden.
Eine tolle Botschaft fand ich den Kern der Geschichte, nämlich das Miteinander und das Verständnis füreinander. Das zeigt sich vor allem an der Kirchenarbeit, die auch so manches skeptische Gemeindemitglied überzeugt hat.

Fazit: Ein wunderschönes Buch zum Abschalten und zum Hinübergleiten in die vorweihnachtliche Stimmung. Alles Fans der Autorin und von St. Peter-Ording sind hier wieder absolut richtig aufgehoben.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Lebensverändernder Tomatensaft

Fleeing From Deep Waters
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Als Elisa Tomatensaft auf Jules T-Shirt verteilt, könnte es für die beiden nicht schlechter laufen. Als sie dann auch noch gemeinsam als studentische Hilfskraft auf der Sapient Seiler tätig sind, denken ...

Als Elisa Tomatensaft auf Jules T-Shirt verteilt, könnte es für die beiden nicht schlechter laufen. Als sie dann auch noch gemeinsam als studentische Hilfskraft auf der Sapient Seiler tätig sind, denken beide, das Universum hat sich gegen sie verschworen. Doch ganz so schlimm scheint es nicht zu sein, doch dann tritt Noa in ihr Leben.

„Fleeing From Deep Water“ ist Band 2 der Trilogie der „Die Deep Waters-Reihe“ und spielt auf dem fiktiven Segelschiff Sapient Sailor, dass eine Art schwimmende Uni darstellt.
Beim Lesen fällt auf, dass Band 1 und 2 zur selben Zeit auf dem Schiff spielen, was erahnen lässt, dass dies für die ganze Trilogie gilt.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Elisa und Jules, zwei schweizer Studenten.
Es sind Probleme junger Erwachsener, die hier im Mittelpunkt stehen. Die Fragen nach der Zukunft, Familie oder Job? Aufgeben oder Kämpfen? Liebe oder Karriere? Selbstaufgabe oder gemeinsame Verwirklichung? Es sind aber auch die Schatten der Vergangenheit, die aufkommen können. Flashbacks an eine Zeit, die keine Zukunft duldete. Erinnerungen an ein Leben in einem Käfig, einer anderen Welt, ohne ein Außen, ohne einen Ausbruch
Elisa ist wirklich ein kleiner Sonnenschein und eine bewundernswerte, junge Studentin. Ihr Umgang mit Personen jeglichen Charakters und jedweder Herkunft ist vorbildlich.
Jules wiederum war für mich eine Art Brummbär, der nach und nach auftaucht. Manchmal war er mir etwas zu patzig und manchmal war er die Einfühlsamkeit in Person. Das fand ich sehr ambivalent und anstrengend.
Als Fan der Seefahrt und mit Segelbackground war dieser Roman für mich aber wieder ein absolutes Highlight. Dieses Leben auf diesem einzigartigen Schiff, die Atmosphäre auf den Inseln, verbunden mit den kulturellen Ausflügen, macht Lust auf Me(h)r.

Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die ein maritimes Faible haben, Segelschiffe lieben und für liebevolle Romanzen zu haben sind.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Familiengeheimnisse und Umweltschutz

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Eva wird im Auftrag ihrer Firma nach Djupsele geschickt. Dort herrscht in einem Waldgebiet eine Besetzung vor. Was Eva nicht ahnt, diese Besetzung konfrontiert sie mit der Geschichte ihrer Großmutter Siv.

Ulrika ...

Eva wird im Auftrag ihrer Firma nach Djupsele geschickt. Dort herrscht in einem Waldgebiet eine Besetzung vor. Was Eva nicht ahnt, diese Besetzung konfrontiert sie mit der Geschichte ihrer Großmutter Siv.

Ulrika Lagerlöf beginnt ihre Norrland-Saga, eine Dilogie, mit dem ersten Band, „Wo die Moltebeeren leuchten“.
Dieses Buch zeichnet als allererstes sein Aussehen aus. Das Cover wirkt wie ein Gemälde und weiterhin ist das Buch durch einen wunderschönen Farbschnitt mit Moltebeeren gestaltet.
Das Buch handelt auf zwei Zeitebenen. Die erste handelt von der jungen Siv und spielt in den Jahren 1938-1942. Die zweite Ebene handelt von Eva, der Enkelin Sivs und spielt im Jahr 2022.
Es handelt sich bei diesem Roman um einen schwedischen, der sich aber auch mit den Wurzeln der Schweden beschäftigt, den Samen.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen. Seit langem ist es mir mal wieder gelungen, mich bei einem Buch total zu entspannen. Gerade die Ebene Sivs hat mir richtig gut gefallen. Die beschriebene Lebensweise der damaligen Zeit fand ich interessant und auch diese besondere Gemeinschaft hat trotz der harten Arbeit und der Umstände eine gewisse Lebensfreude und Ausgeglichenheit ausgestrahlt. Gerade die Ecken und Kanten der männlichen Charaktere waren liebevoll und absolut nachvollziehbar beschrieben, sodass ich mir vor meinem inneren Auge das Leben als Film gut vorstellen konnte.
Interessant fand ich die Geschichten über die Samen. Natürlich kannte ich den Begriff und wusste grob, was dahinter steckt, aber die geschichtliche Entwicklung und die Tatsache, dass es auch mehrere „Arten“ gab, war mir neu. Auch, dass sie rassenideologisch herhalten mussten, fand ich erschreckend.
Siv war auch sehr authentisch beschrieben. Ihre inneren Kämpfe waren nachvollziehbar beschrieben, sodass ich immer mit ihr gehofft und gebangt habe und das Ende so nicht erwartet hatte.

Eva ist ein sehr sympathischer Mensch. Hat man zu Beginn das Gefühl, eine kühle Karrierefrau vor sich zu haben, wird man im Laufe des Romans eines besseren belehrt. Auch ihr merkt man ihre inneren Konflikte mehr als an und hofft und bangt mit ihr.
Am interessantesten fand ich hier aber die zwischenmenschlichen Beziehungen, was sich sowohl auf ihre familiären als auch auf ihre berufliche bezieht. Herausragend fand ich dabei die Beziehung zwischen Mutter und Sohn.
Der rote Faden dieser Geschichte ist natürlich topaktuell. Gut dargestellt sind auch dabei die Beziehungsverflechtungen unter den Anhängern der Protestierenden. Auch das spiegelt unsere derzeitige Gesellschaft und deren Influenceraktivitäten wider.

Für mich ist dieses Buch ein top Start einer interessanten Dilogie über Familiengeheimnisse, Umweltschutz und zwischenmenschliche Beziehungen. Wer also historische Romane mit aktuellem Bezug mag, ist hier absolut richtig.

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