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Veröffentlicht am 01.11.2025

Wenn das Herz sich erinnert

Weil wir es uns versprochen haben
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Weil wir es uns versprochen haben von Brittainy C. Cherry hat mich sofort mitten ins Herz getroffen. Ich habe das Buch aufgeschlagen, ein paar Seiten gelesen – und wusste, dass mich diese Geschichte nicht ...

Weil wir es uns versprochen haben von Brittainy C. Cherry hat mich sofort mitten ins Herz getroffen. Ich habe das Buch aufgeschlagen, ein paar Seiten gelesen – und wusste, dass mich diese Geschichte nicht so schnell loslassen würde. Cherry hat wieder einmal bewiesen, dass sie die Königin der gebrochenen Herzen ist, die genau weiß, wie man sie Stück für Stück wieder zusammensetzt.

Im Mittelpunkt steht Kierra, eine junge Mutter, die nach einem schweren Verlust versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie ist stark und verletzlich zugleich – eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Als sie auf Gabriel trifft, den Mann, den sie einst geliebt hat, reißt alles wieder auf. Doch Gabriel erinnert sich nicht an sie. Ein Unfall hat ihm die gemeinsame Vergangenheit genommen, und Kierra steht plötzlich vor dem Menschen, der ihr Herz einst gehalten hat – ohne dass er sie erkennt.

Was mich an diesem Buch so berührt hat, ist die Art, wie Cherry mit Emotionen umgeht. Nichts wirkt übertrieben oder kitschig – jede Szene, jeder Dialog trägt dieses leise Zittern von Sehnsucht und Schmerz. Die Geschichte ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine Reise zurück ins Vertrauen, zurück in die Erinnerung, zurück in die Liebe. Es geht um zweite Chancen, um das Loslassen und darum, dass manche Versprechen stärker sind als die Zeit.

Kierra ist eine Figur, die ich bewundere. Sie trägt so viel Last auf ihren Schultern, kämpft für ihre Tochter und für sich selbst, ohne den Glauben an das Gute zu verlieren. Gabriel hingegen ist einer dieser stillen, gebrochenen Männer, die man beschützen möchte. Sein Gedächtnisverlust macht ihn nicht schwächer, sondern menschlicher – er wirkt wie jemand, der in seinem eigenen Leben fremd geworden ist. Ihre Begegnungen sind von Anfang an aufgeladen – nicht mit Drama, sondern mit dieser bittersüßen Spannung, die Brittainy Cherry so perfekt schreiben kann.

Ich habe oft innegehalten, Sätze zweimal gelesen, weil sie mich einfach getroffen haben. Cherry hat ein unglaubliches Talent, Emotionen in Worte zu fassen, ohne dass sie an Tiefe verlieren. Ihre Sprache ist poetisch, ehrlich und manchmal fast schmerzhaft schön. Es gibt Szenen, in denen ich Tränen in den Augen hatte, und andere, in denen ich einfach lächeln musste, weil zwischen all der Traurigkeit auch so viel Hoffnung liegt.

Natürlich kennt man die Tropes – zweite Chance, Gedächtnisverlust, verlorene Liebe. Aber Brittainy Cherry schafft es, daraus etwas Eigenes zu machen. Ihre Figuren sind nicht perfekt, und genau das macht sie so real. Die Geschichte zeigt, dass Liebe nicht immer einfach ist, dass sie manchmal weh tut, aber trotzdem das Schönste bleibt, was wir haben.

Als ich die letzte Seite umblätterte, war ich gleichzeitig traurig und dankbar – traurig, dass es vorbei war, und dankbar, dass ich diese Geschichte lesen durfte. Weil wir es uns versprochen haben ist kein Buch, das man einfach konsumiert. Es ist eines, das man fühlt. Eines, das einen daran erinnert, dass manche Verbindungen tiefer gehen als Erinnerungen – und dass Liebe manchmal nur ein einziges Versprechen braucht, um wieder zu leuchten.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Zwischen Schatten, Verlangen und dunklem Geheimnis – eine Gothic-Romance, die unter die Haut geht

House of Rayne
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House of Rayne – Etwas in ihr erwacht von Harley Laroux ist eines dieser Bücher, das einen sofort in seinen Bann zieht – düster, sinnlich und beklemmend schön. Schon auf den ersten Seiten war ich gefesselt ...

House of Rayne – Etwas in ihr erwacht von Harley Laroux ist eines dieser Bücher, das einen sofort in seinen Bann zieht – düster, sinnlich und beklemmend schön. Schon auf den ersten Seiten war ich gefesselt von der Atmosphäre: Salem flieht mit gebrochenem Herzen auf die abgelegene Insel Blackridge, um zur Ruhe zu kommen. Statt Frieden findet sie dort jedoch etwas ganz anderes – eine magnetische Anziehung, die sie nicht erwartet hat. Rayne, die geheimnisvolle Besitzerin des Bed & Breakfast, in dem sie unterkommt, scheint alles über Salem zu wissen, was sie selbst noch verdrängt.

Was mich besonders fasziniert hat, ist diese ständige Spannung zwischen Verlangen und Angst. Unter der strengen, religiösen Kontrolle der Inselbewohner wird jede Berührung zur Sünde – und genau das macht jede Szene so intensiv. Zwischen Salem und Rayne knistert es von Anfang an, aber nicht auf die typische, romantisch-unbeschwerte Art. Es ist dunkel, gefährlich, fast schon schmerzhaft ehrlich. Laroux spielt mit Themen wie Schuld, Hingabe und der Angst vor dem eigenen Begehren – und das auf eine Weise, die gleichermaßen verstörend wie verführerisch ist.

Das alte Haus, das Meer, der Sturm, die Gerüchte über einen gefallenen Engel – all das schafft eine Atmosphäre, die sich anfühlt, als würde man selbst auf Blackridge Island festsitzen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil jede Seite diese Mischung aus Bedrohung und Verlangen trägt. Besonders stark fand ich, dass Laroux nicht einfach nur eine Liebesgeschichte erzählt, sondern ein Spiel mit Macht, Verletzlichkeit und Freiheit. Salem ist keine naive Protagonistin; sie kämpft mit ihren Ängsten, ihrer Vergangenheit und dem, was Rayne in ihr wachruft. Rayne selbst bleibt geheimnisvoll, fast übernatürlich – und doch spürt man, dass auch sie ihre eigenen Dämonen trägt.

Ja, das Buch ist dunkel, roh und an manchen Stellen verstörend. Aber genau das macht seinen Reiz aus. Die Erotik ist intensiv, manchmal brutal ehrlich, und die psychologische Tiefe dahinter hat mich beeindruckt. Laroux schreibt mit einer Sprache, die sich anfühlt wie ein langsamer, sinnlicher Tanz – manchmal sanft, manchmal schneidend.

Als ich die letzte Seite umblätterte, war ich gleichzeitig erleichtert und leer. Dieses Buch hat mich auf eine Art berührt, die ich schwer beschreiben kann – irgendwo zwischen Beklemmung und Verlangen, zwischen Schmerz und Schönheit. House of Rayne ist keine leichte Kost, aber genau das liebe ich daran.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Eisige Weiten, heiße Gefühle – eine romantische Forschungsreise der besonderen Art

The Penguin Paradox
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Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt – schon bevor ich die erste Seite gelesen hatte. The Penguin Paradox von Greta Milán hat einfach alles, was ich an einer Winterromance liebe: eine ungewöhnliche ...

Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt – schon bevor ich die erste Seite gelesen hatte. The Penguin Paradox von Greta Milán hat einfach alles, was ich an einer Winterromance liebe: eine ungewöhnliche Kulisse, charmante Dialoge, prickelnde Spannung und ein Paar, das man am liebsten sofort auf eine gemeinsame Forschungsreise schicken würde – natürlich mit Happy End.

Im Mittelpunkt steht Emerie, eine junge Veterinärmedizinerin, die für ihre Doktorarbeit über das Paarungsverhalten von Pinguinen in die Antarktis reist. Was wie der Traum jeder Tierforscherin klingt, wird schnell zu einer Herausforderung – denn ausgerechnet dort trifft sie auf Beckett, den mürrischen Expeditionsleiter, mit dem sie schon früher aneinandergeraten ist. Zwischen Eis und Schneestürmen fliegen die Funken, und das nicht nur im Streit.

Emerie war für mich eine dieser Protagonistinnen, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist klug, sarkastisch und ein kleines bisschen chaotisch – und trotzdem unglaublich authentisch. Ich habe mit ihr gelacht, geflucht und gefühlt. Ihre Unsicherheit und ihr Bedürfnis, sich selbst zu beweisen, machen sie greifbar und echt. Beckett hingegen ist der klassische „Grumpy“ – verschlossen, kontrolliert, aber mit dieser stillen Wärme, die man erst spät bemerkt. Und genau das ist es, was ihre Dynamik so wunderbar macht: Sie stoßen aneinander, necken sich, aber zwischen den Zeilen brodelt etwas, das sich nicht leugnen lässt.

Was mich besonders begeistert hat, ist das Setting. Die Antarktis ist hier nicht nur eine Kulisse – sie ist fast ein eigener Charakter. Die eisige Stille, die endlosen Schneeflächen, das Licht, das alles in ein unwirkliches Glühen taucht … all das schafft eine Atmosphäre, die man beim Lesen fast spüren kann. Ich habe förmlich das Knirschen des Schnees unter den Stiefeln gehört und den Atem gesehen, der in der Kälte gefror. Und mitten in dieser rauen Schönheit: Pinguine. So liebevoll und humorvoll eingebunden, dass sie das Buch noch einzigartiger machen.

Greta Miláns Schreibstil ist leicht, witzig und trotzdem tiefgründig. Sie hat dieses besondere Talent, Szenen zum Leben zu erwecken, ohne sie zu überladen. Besonders die Dialoge zwischen Emerie und Beckett sind ein Highlight – spritzig, charmant und manchmal so ehrlich, dass man unwillkürlich lächeln muss. Gleichzeitig gelingt es ihr, die stillen Momente genauso intensiv zu gestalten – die Augenblicke, in denen zwei Menschen sich endlich wirklich sehen.

Natürlich gibt es auch Passagen, in denen die Geschichte vorhersehbar ist. Manche Entwicklungen ahnt man früh, und der Konflikt folgt klassischen Romance-Mustern. Aber ehrlich? Das hat mich kein bisschen gestört. Weil es sich einfach gut anfühlt. Weil es warm macht. Weil es eines dieser Bücher ist, die man liest, um zu vergessen, dass draußen alles grau ist.

Als ich die letzte Seite zugeschlagen habe, war ich ein bisschen traurig – einfach, weil ich nicht bereit war, mich von dieser Welt zu verabschieden. Ich wollte länger in der Forschungsstation bleiben, weiter mit Emerie lachen und Beckett beobachten, wie er langsam auftaut.

The Penguin Paradox ist für mich das perfekte Winterbuch: cozy, charmant und gefühlvoll, ohne kitschig zu sein. Es vereint Witz, Romantik und ganz viel Herz – und hat mich mit einem Lächeln zurückgelassen. Ein Roman, der beweist, dass manchmal selbst in der größten Kälte die wärmsten Geschichten entstehen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Zwischen Macht, Verrat und verbotener Liebe – ein dystopischer Rausch voller Spannung

Silver Elite
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Silver Elite von Dani Francis hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Diese Geschichte ist roh, intensiv und emotional fordernd – genau das, was eine gute Dystopie ausmacht. Francis entwirft ...

Silver Elite von Dani Francis hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Diese Geschichte ist roh, intensiv und emotional fordernd – genau das, was eine gute Dystopie ausmacht. Francis entwirft eine Welt, die gnadenlos kontrolliert wird, in der Macht über Menschlichkeit steht und jedes Geheimnis Leben kosten kann. Im Zentrum steht Wren Darlington, eine junge Frau, die zu den „Modifizierten“ gehört – Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die vom Regime gejagt und vernichtet werden. Um zu überleben, schließt sie sich der Rebellion an und wird in die gefährlichste Eliteeinheit des Systems eingeschleust: die Silver Elite.

Schon der Einstieg ist spannungsgeladen. Wren ist keine makellose Heldin, sondern eine Überlebende. Sie ist stark, aber nicht unerschütterlich, klug, aber von Zweifeln gezeichnet. Gerade diese Mischung macht sie so real. Während sie versucht, ihre Tarnung zu wahren, gerät sie ins Visier von Cross Redden – dem Sohn des Generals und einem der gefährlichsten Männer des Systems. Zwischen ihnen knistert es von Anfang an, aber es ist keine einfache, romantische Spannung. Es ist ein gefährliches Spiel aus Misstrauen, Macht und Anziehung, das jederzeit zu explodieren droht.

Dani Francis versteht es meisterhaft, Emotion und Action miteinander zu verweben. Die Atmosphäre ist beklemmend, fast klaustrophobisch, und doch brennt unter der Oberfläche eine leise Hoffnung. Jede Trainingseinheit, jeder Kampf, jedes Gespräch ist von diesem unterschwelligen Gefühl begleitet, dass alles auf Messers Schneide steht. Besonders beeindruckt hat mich, wie Francis die psychische Belastung ihrer Figuren zeigt – wie Überleben zum Zwang wird, wie Vertrauen zur Waffe.

Auch die Welt, die sie erschafft, überzeugt durch klare Strukturen und bedrückende Glaubwürdigkeit. Die Silver Elite ist nicht nur ein Ort der Macht, sondern auch ein Spiegel für die Brutalität des Systems. Es gibt keine einfachen Entscheidungen, keine klaren Grenzen zwischen Gut und Böse. Und genau das macht die Geschichte so faszinierend.

Was mich besonders berührt hat, war die Beziehung zwischen Wren und Cross. Sie entwickelt sich langsam, aufgeladen mit Spannung, Zweifel und einem Hauch von Zärtlichkeit, der fast verloren geht in all der Härte um sie herum. Cross ist ein Charakter, den man gleichzeitig verfluchen und verstehen will – kalt, kontrolliert, aber innerlich zerrissen. Zwischen ihm und Wren entsteht etwas, das man kaum Liebe nennen kann und doch genau das ist: roh, echt, gefährlich.

Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen. Der Mittelteil wirkt stellenweise etwas überfrachtet, und manche Aspekte des Worldbuildings hätten mehr Tiefe verdient. Doch das wird durch den emotionalen Druck und die ununterbrochene Spannung mehr als ausgeglichen. Der Schreibstil ist direkt, atmosphärisch und voller Energie – man fühlt, riecht und hört diese Welt.

Am Ende bleibt Silver Elite eine Geschichte, die mich nachdenklich und aufgewühlt zurückgelassen hat. Es geht nicht nur um Rebellion und Macht, sondern um Identität, Vertrauen und die Frage, wie weit man gehen würde, um frei zu sein. Francis schafft es, den Leser in eine Welt zu ziehen, die so brutal wie faszinierend ist – und lässt einen am Ende mit Herzklopfen und Gänsehaut zurück.

Fazit:
Silver Elite ist ein fesselnder Dystopie-Auftakt voller Spannung, Geheimnisse und verbotener Gefühle. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern emotional fordert und zum Nachdenken bringt. Für alle, die starke Protagonistinnen, gefährliche Anziehung und intensive Dynamiken lieben, ist dieses Buch ein absolutes Highlight.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Zwischen Tanz, Schmerz und zweiter Chance

A Dancer's Kiss (Broken Artists, Band 2)
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A Dancer’s Kiss war für mich wie ein leises Lied, das man am liebsten auf Dauerschleife hört – zärtlich, traurig und gleichzeitig so voller Hoffnung. Rebekka Weiler erzählt hier keine typische Liebesgeschichte, ...

A Dancer’s Kiss war für mich wie ein leises Lied, das man am liebsten auf Dauerschleife hört – zärtlich, traurig und gleichzeitig so voller Hoffnung. Rebekka Weiler erzählt hier keine typische Liebesgeschichte, sondern eine über zweite Chancen, Selbstfindung und den Mut, sich wieder zu öffnen, wenn das Herz eigentlich schon zu oft gebrochen wurde.

Im Mittelpunkt steht Nele, eine junge Tänzerin, die versucht, mit den Schatten ihrer Vergangenheit umzugehen. Zwei Monate nach einem One-Night-Stand trifft sie zufällig wieder auf Mats – und plötzlich steht alles Kopf. Zwischen ihnen ist da sofort wieder diese unausgesprochene Spannung, dieses vertraute Gefühl, das nie ganz verschwunden war. Als Mats sie kurzerhand mit auf eine Reise nach Schweden nimmt – in das Ferienhaus seiner Eltern auf einer kleinen Schäreninsel –, beginnt zwischen ihnen eine Geschichte, die sich langsam entfaltet. Kein lauter, überstürzter Sturm, sondern eher ein zartes, vorsichtiges Wiederfinden.

Ich liebe es, wie Rebekka Weiler Tanz und Musik in ihre Geschichte einwebt. Der Tanz ist hier nicht einfach ein Hobby – er ist Sprache, Ausdruck, Heilung. Durch Bewegung wird spürbar, was Worte nicht sagen können. Besonders Neles innere Zerrissenheit wird dadurch greifbar: Wie sie sich schämt, kämpft, zweifelt – und wie sie Stück für Stück lernt, sich selbst wieder zu vertrauen. Mats ist dabei kein klassischer Bad Boy, sondern jemand, der selbst mit Schuld und Vergangenheit kämpft. Es tut so gut, einmal einen männlichen Charakter zu lesen, der Fehler eingesteht, der sanft sein kann, ohne schwach zu wirken.

Die Dynamik zwischen den beiden hat mich wirklich berührt. Es gibt so viele kleine, stille Momente – ein Blick, eine Berührung, ein Tanz – und gerade diese Feinheit macht das Buch so intensiv. Man spürt förmlich, wie sie umeinander kreisen, sich annähern, wieder Abstand suchen, weil beide Angst davor haben, zu viel zu fühlen.

Was ich besonders schön fand, ist die Atmosphäre: Die schwedische Insel, das Licht, das Wasser, die Ruhe – alles wirkt wie ein Ort, an dem man kurz aufatmen kann. Zwischen dieser Naturkulisse und den Emotionen entsteht eine unglaubliche Intimität.

Klar, die Geschichte ist stellenweise vorhersehbar – man ahnt früh, wohin sie führen wird. Aber das stört überhaupt nicht, weil es hier nicht um Überraschungen geht, sondern um Emotionen. Es geht darum, wie man sich öffnet, obwohl man Angst hat. Wie man sich traut, wieder zu tanzen, auch wenn man längst den Rhythmus verloren glaubte.

Am Ende war ich einfach nur dankbar. Für diese Figuren, für die Wärme, für die kleinen Momente, die so echt wirken, dass sie einen selbst berühren. A Dancer’s Kiss ist kein lauter Roman – es ist einer, der still unter die Haut geht.

Fazit:
Ein wunderschön geschriebenes Buch über Liebe, Heilung und den Mut, sich selbst wiederzufinden. Emotional, sinnlich und unglaublich atmosphärisch. Wer New Adult mit Tiefe, Verletzlichkeit und einem Hauch von Tanzmagie liebt, wird dieses Buch verschlingen.

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