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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2025

Magische Linien

The Blackgate Invitation
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Zwei Schwestern bekommen ein unglaubliches Angebot: für relativ viel Geld einen Abend lang die Enkeltöchter einer alten Lady zu spielen. Ein leichter Job! Nö, ganz und gar nicht, denn im Anwesen geschieht ...

Zwei Schwestern bekommen ein unglaubliches Angebot: für relativ viel Geld einen Abend lang die Enkeltöchter einer alten Lady zu spielen. Ein leichter Job! Nö, ganz und gar nicht, denn im Anwesen geschieht ein Mord, die Lady verschwindet und die Mädchen finden sich eingeschlossen in einem Hexenhaus wieder.
Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und das wunderschöne Cover des Buches gefiel mir sehr. Mit Elan ging ich ans Lesen, wurde aber mit langatmigen Sätzen, vielen sehr speziellen, sperrigen Namen und Schachtelsätzen nicht wirklich gut unterhalten. Die Idee einer Art Krimidinner in magischem Ambiente gefiel, die Umsetzung zunächst weniger. Komplizierte Erklärungen, viele verschiede Charaktere und undurchsichtige Hintergründe. Ja, es wurde besser, man kann sich in die Story hineinfinden, spannend wird es auch, aber der Einstieg ist mühsam. Eigentlich 3,5 Punkte, das Cover pusht auf vier.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Unterwegs

Zwei in einem Leben
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Marnie und Michael könnten kaum gegensätzlicher sein. Er, engagierter Erdkundelehrer, sie, penible Lektorin im Homeoffice. Eines ist ihnen aber gemein: sie sind allein. Bis … ja, die Wanderung. David Nicholls ...

Marnie und Michael könnten kaum gegensätzlicher sein. Er, engagierter Erdkundelehrer, sie, penible Lektorin im Homeoffice. Eines ist ihnen aber gemein: sie sind allein. Bis … ja, die Wanderung. David Nicholls beschreibt Gefühle und Dialoge so vorstellbar, dass man die beiden mitfühlend auf ihrem anstrengendem Weg begleiten kann. Mit leiser Schadenfreude - glücklicherweise sitze ich warm, trocken und gemütlich hier.
Die Beiden wandern länger als geplant zusammen. Die Wanderung wird beschrieben, Besonderheiten und Geografisches erwähnt. Die Gefühle und Gedanken, oberflächliche und tiefgründige Gespräche lassen gegenseitiges Kennenlernen zu. Was Marnie und Michael wohl von der gemeinsamen Zeit mitnehmen?
Schön, diese zwei Menschen kennengelernt zu haben, beider Gefühle sensibel geschildert, Verständnis weckend und nachvollziehbar.
Ein Roman übers Durchhalten und Ankommen.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Buchstabeninseln besuchen

Meine fabelhafte ABC-Reise
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Die Rahmenhandlung mit Opa, dem Seebären, ist eine nette und nachvollziehbare Idee. Und los geht das Abenteuer: Auf 26 Buchstabeninseln lernen Lea, Tim und Emily den Zirkuszauberer Zucchini, der zum Zahnarzt ...

Die Rahmenhandlung mit Opa, dem Seebären, ist eine nette und nachvollziehbare Idee. Und los geht das Abenteuer: Auf 26 Buchstabeninseln lernen Lea, Tim und Emily den Zirkuszauberer Zucchini, der zum Zahnarzt muss und den Hasen Harry, Husten habend, kennen. Sie treffen sogar den Nikolaus, den Weihnachtsmann, verschiedene Tiere und Fabelwesen.
Andrea Schütze hat hier kreative Geschichten mit jeweils gleichem Anfangsbuchstaben ersonnen, das motiviert, eigenen Tautogrammsätze/ ~sätzchen zu erfinden. Die Inseln auf der „Landkarte“ entsprechend den besuchten Buchstaben zu verbinden, macht Spaß. Die zugehörigen Texte sind kunstvoll zusammengestückelt, aber für uns etwas zu lang, besonders V, W und Z. Weniger wäre mehr, denn einige der Tautogramme sind sehr komplex, der Zungenbrecherspaß bleibt auf der Strecke. Auch müssen manche Begriffe erklärt werden. 
Viele Bilder werden gern ausgemalt, passen zum Thema. Das finden wir gelungen.
Zwar ist das Softcoverbuch dünn, aber reicht für mehrere Tage - je ein Tag für intensive Beschäftigung mit den entsprechenden Buchstaben, X und Y zusammen bilden eine eigene Insel.
Macht Spaß und kann immer wieder hervorgeholt und für vielfältige Sprachübungen genutzt werden.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Anna und die Männer

1000 letzte Dates
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Das Hingucker - Cover hat mich neugierig gemacht, es zieht Aufmerksamkeit auf sich. Schaun wir mal.
Neuland betreten mit 36 - genau das macht Anna. Um Dating geht es.
Anna Dushime definiert sich selbst ...

Das Hingucker - Cover hat mich neugierig gemacht, es zieht Aufmerksamkeit auf sich. Schaun wir mal.
Neuland betreten mit 36 - genau das macht Anna. Um Dating geht es.
Anna Dushime definiert sich selbst als 36-jährige Schwarze Frau, Single mit Kind. Was ist derzeit angesagt in der Datingwelt, wie lief es bisher für sie? Scheinbar wenig gefiltert, allerdings klar gegliedert, lässt sie ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken auf die Leser los, gibt Tipps, berichtet über eigene Angewohnheiten und Vorlieben, analysiert Schönheitsideale, erstellt einen Männerkompass und vertritt engagiert ihre Ansichten. Vielfältig sind ihre Erlebnisse, umfangreich ihre Erkenntnisse. Viel erlebt hat sie ja wirklich.
All das mal in lockerem Plauderton, mal ratgebermäßig analysierend. Ist manchmal sarkastisch lustig, manchmal nicht und nicht immer interessant.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Wie geht Freundschaft?

Die Pfefferkuchenfrauen
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Ro, Tamara, Ines und Katie sind Freundinnen. Eigentlich.
Sie werden von der Ich- Erzählerin Ines vorgestellt, ihre Charaktere präzise beschrieben. Sie bilden eine eingeschworene Truppe mit festen Gewohnheiten, ...

Ro, Tamara, Ines und Katie sind Freundinnen. Eigentlich.
Sie werden von der Ich- Erzählerin Ines vorgestellt, ihre Charaktere präzise beschrieben. Sie bilden eine eingeschworene Truppe mit festen Gewohnheiten, Ritualen und regelmäßigen Treffen. Oft bei Ines, die viel bäckt und kocht. Kochvorgänge werden ausführlich geschildert. Bis eine klärbare Situation eskaliert, und ihre Freundschaft zu zerbrechen droht. Realistisch beschrieben.
Friederike Schmöe hinterfragt. Ursachenforschung folgt. Lösungsansätze auch. Ob es gelingt, diesen überzogen aufgebauschten Konflikt zu lösen und die Freundschaft zu retten?
Ines hat viel Zeit zum Überlegen. Sie ist allein. Hat keine weiteren Pflichten oder Aufgaben und fürchtet nach eigenen Verlusten auch noch den Verlust ihrer Mädels. Nachvollziehbar.
Man darf gespannt sein, ob es Veränderungen gibt und mag eigene Schlußfolgerungen ziehen.

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