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Veröffentlicht am 14.10.2025

Kommissar Jennerweins kriminalistischer Ausflug in die Gastronomie

Den letzten Gang serviert der Tod
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Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ...

Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ertränkt, sondern auch seine Jugendliebe, die Staatsanwältin Antonia Beissle, mit einer Bratpfanne erschlagen, der Flugkapitän Reininghaus mit einem japanischen Messer erstochen und der Chef persönlich mit einem Pilzeintopf vergiftet worden. Die Kriminalkommissare stehen vor einem Rätsel, denn hat der Täter nicht nur ein riesengroßes Chaos veranstaltet, sondern auch auf kleinstem Raum vier Personen ermordet. Handelt es sich hier um Kalkül oder war es eine Tat aus Effekt? Und wer kann der Mörder sein? Hatte er näheren Kontakt zu den Opfern oder war alles nur ein Zufall? Jennerwein muss genau hinsehen und fragt sich nur immer wieder, welche wesentliche Tatsache er übersehen hat.

Jörg Maurer knüpft mit diesem dreizehnten Band der Reihe rund um Kommissar Jennerwein nahtlos an vorangegangene Bücher an. Denn natürlich sind die Charaktere weiterhin etwas skurril, besitzen alle ihre Eigenheiten und haben gemeinsam schon so einiges erlebt. Auch der Fall ist speziell, was aber auch nicht anders zu erwarten war.

Bisher habe ich jeden der Teile dieser Reihe verschlungen und war voller Begeisterung immer mit dabei. Ich liebe diese ganz besonderen Fälle, die Jörg Maurer schafft und die so wunderbar abgehoben sind und alles ein wenig überspitzt darstellen. Dieser dreizehnte Band lag nun lange ungelesen in meinem Bücherregal, passt aber nun zufällig perfekt zur Jahreszeit und hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Das großartige Finale dieser Reihe

Goldene Wege. Die Münchener Ärztinnen
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München, 1905 bis 1910: Obwohl alle drei Freundinnen nun am Ziel ihrer Träume angelangt sind und an der Medizinischen Fakultät als Studentinnen anerkannt sind, machen es ihnen die Männer schwer. So haben ...

München, 1905 bis 1910: Obwohl alle drei Freundinnen nun am Ziel ihrer Träume angelangt sind und an der Medizinischen Fakultät als Studentinnen anerkannt sind, machen es ihnen die Männer schwer. So haben vorallem die beiden Studenten Perlmutter und Schneiderbauer es auf Fanny abgesehen, die sich von ihren männlichen Kommilitonen nichts gefallen lassen will und einfach ihren Mund nicht halten kann. Dabei will vorallem Elsa nicht auffallen und das Studium ohne Probleme hinter sich bringen, denn ihr Traum, irgendwann als Ärztin zu praktizieren geht ihr über alles. Auch Lulu kämpft mit ihren Problemen, denn das Lernen ist ihr noch nie leichtgefallen und vorallem in der Theorie macht ihr das Schwierigkeiten, wohingegen praktische Stunden ihr am liebsten sind. Allerdings spitzt sich momentan auch zuhause die Situation von Änny und deren Morphiumsucht sich immer weiter zu, bis sie an Weihnachten in eine Irrenanstalt eingewiesen werden muss. Dennoch geben sie die Freundin nicht auf und sorgen sich weiterhin um sie. Auch in der Liebe ist so einiges los, denn Lulu wartet immer noch ständig auf Thaddy, der auf der ganzen Welt unterwegs ist und kaum Zeit für seine Liebste hat, aber auch Fanny und ihr berittener Gendarm Ferdl sind sich ihrer Gefühle füreinander nicht sicher und hadern, denn schließlich ist Ferdl verheiratet. Nur bei Elsa ist es scheinbar ganz einfach, denn Pius Perlmutter gelingt es, sich in ihr Herz zu schleichen, während sie kaum mehr etwas mit Josef zu tun hat.

Ina Bach hat diesen dritten und letzten Teil der Reihe rund um die drei jungen Ärztinnen sehr fesselnd geschrieben. So ist dieser Band der perfekte Abschluss, denn er beantwortet sämtliche offene Fragen, die teilweise bereits seit dem Beginn vorhanden sind und bringt alle Handlungsstränge zu einem runden Abschluss. Da sich der Schreibstil der Autorin so flüssig liest, fliegen auch die knapp 600 Seiten nur so dahin.

Ich hatte so große Freude bei diesem dritten und leider auch letzten Band der Reihe, dass ich nun wirklich traurig bin, nie mehr von den vier Freundinnen zu lesen. Die Stunden mit ihnen war immer sehr fesselnd, berührend und teilweise auch aufwühlend. Ich konnte immer sehr mit ihnen fühlen und habe mich von Seite zu Seite selbst mehr als Teil des Geschehens gefühlt. Wirklich großartig und absolut gelungen!

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Brunos ganz eigene Welt

In meiner Welt
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Bruno und sein Opa sind gemeinsam unterwegs. Während sie in der Stadt unterwegs sind, überlegt sich Bruno, was er in seiner eigenen Welt gerne anders haben würde. Denn als Welterfinder kann er alles anders ...

Bruno und sein Opa sind gemeinsam unterwegs. Während sie in der Stadt unterwegs sind, überlegt sich Bruno, was er in seiner eigenen Welt gerne anders haben würde. Denn als Welterfinder kann er alles anders machen und Bäume immer höher wachsen lassen oder die Zeit einfach anhalten, damit alles so bleibt, wie es gerade ist. Es wäre doch auch toll, wenn niemand mehr stirbt oder aber wenn keine Babys mehr geboren werden. So überlegt Bruno immer weiter, denn der Tod seiner Großmutter geht ihm sehr nahe und er würde seine Oma gerne noch länger hier auf der Erde haben.

Sabine Bohlmann stellt sich und ihren Lesern in diesem Kinderbuch vielfältige Fragen, die zum Nachdenken und genauen Überlegen anregen. Die Geschichte ist sehr berührend und sorgt für nachdenkliche, aber auch lustige Momente. Zusammen mit den kindgerechten und detailreichen Illustrationen von Simona Ceccarelli lädt das Buch zu einer interessanten Familienzeit ein.

Meine Tochter und ich schätzen es sehr, wenn ein Bilderbuch zu anschließenden Überlegungen und Gesprächen anregt und so länger im Kopf bleibt. Es ist der Autorin auf eine ganz besondere und sehr berührende Weise gelungen, die Themen Tod und Leben auf eine außergewöhnliche und sehr einfühlsame Art anzusprechen.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Liebeschaos auf der Nordseeinsel Föhr

Hochzeit auf der kleinen Frieseninsel
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Hannah lebt für ihren Job als Immobilienmaklerin und widmet ihr komplettes Leben ihrem Job. So kennt sie eigentlich gar keinen Feierabend, denn die besten Abschlüsse macht man am Abend oder am Wochenende. ...

Hannah lebt für ihren Job als Immobilienmaklerin und widmet ihr komplettes Leben ihrem Job. So kennt sie eigentlich gar keinen Feierabend, denn die besten Abschlüsse macht man am Abend oder am Wochenende. Auch ihr letzter Deal, der wirklich großartig war, hat ihr viel Zeit und Kraft abverlangt, um zu gelingen und alle zufrieden zu stellen. Daher rechnet sie nun fest mit der Beförderung und der damit einhergehenden neuen Stelle auf Mallorca. Doch ihr Chef Ralf übergeht sie und gibt stattdessen der Anfängerin Nicole, die erst seit einem halben Jahr für die Firma tätig ist. Hannah ist enttäuscht und bemerkt, wie kräftezehrend ihr momentaner Lebenswandel ist und auch ihr Freund Frederic und seine Affäre, die sorgen nicht dafür, dass Hannah noch länger in Berlin bleiben möchte. Kurzentschlossen nimmt sie sich deshalb Urlaub und fährt nach Hause auf die Insel Föhr. Dort gibt es schließlich noch einiges für die Hochzeit ihrer Schwester zu organisieren und auch ihre Eltern können sicherlich Hilfe gebrauchen. Allerdings kommt es in den nächsten Tagen zu einigen Missverständnissen, die die gesamte Hochzeit platzen lassen könnten...

Melanie Petersen erzählt diesen sommerlichen Roman aus den beiden Perspektiven der Schwestern Hannah und Stine. So erhalten die Leser deutlich mehr Einblicke in das Leben der Beiden. Obwohl so manches Geheimnis nun ans Licht kommt, herrscht im Roman eine vorwiegend gute und wunderbar leichte Stimmung. Natürlich sind die Nordsee und die Insel Föhr eine sehr gut gewählte Kulisse für diesen Roman.

Es ist wirklich faszinierend, wie die 550 Seiten des Buches nur so dahingeflogen sind und mir wunderschöne Lesestunden geschenkt haben. Ich mochte Hannah und Stine sehr und war begeistert, wie sehr sich Hannah mit ihrem Aufenthalt auf der Insel zum Positiven verändert hat. Daher würde ich gerne noch mehr von der Autorin lesen!

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Der Regenbogenfisch braucht Hilfe

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Schon häufig hat der Regenbogenfisch davon gehört, dass es in anderen Teilen des Meeres zu gefährlichen Vorfällen mit sogenannten Schleppnetzen gekommen ist. Allerdings ist hier, wo der Regenbogenfisch ...

Schon häufig hat der Regenbogenfisch davon gehört, dass es in anderen Teilen des Meeres zu gefährlichen Vorfällen mit sogenannten Schleppnetzen gekommen ist. Allerdings ist hier, wo der Regenbogenfisch und seine Freunde leben, noch alles in Ordnung und den Unterwasserpflanzen und Korallen geht es gut. Eines Tages vernimmt der Regenbogenfisch aber ein fernes Rauschen und sieht, wie eine Menge Fische auf ihn zuschwimmen und auch er und sein Schwarm mitgerissen werden. Sie erzählen, dass sie vor einem Schleppnetz fliehen und Angst haben, gefangen zu werden. Und plötzlich ist es soweit, das Netz hat sich um die Fische zugezogen. Nur der kleine Blaue konnte durch die Maschen entkommen, weil er noch zu klein ist. Alleine kann er seine Freunde aber nicht aus dem Netz befreien, sodass er die Krustentiere mit ihren scharfen Scheren um Hilfe bittet. Gemeinsam können sie die Maschen des Netzes aufschneiden und dem Regenbogenfisch und seinen Freunden zur Flucht verhelfen. Nun sind sie wieder frei, aber um sie herum sind deutlich die Spuren des Schleppnetzes zu sehen, das Korallen und anderen Pflanzen einfach umgeknickt hat.

Marcus Pfister erzählt in diesem neuen Band aus der Reihe rund um den Regenbogenfisch nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern macht auch auf die Umweltzerstörung durch Menschen aufmerksam. Denn gerade die Hochseefischerei mit ihren großen Schleppnetzen hinterlässt große Schäden auf dem Meeresboden und sorgt für irreparable Schäden. Da die Texte in kindgerechter Sprache verfasst wurden und auch nicht allzu lang sind, können auch schon Kinder ab vier Jahren der Handlung folgen. Zusammen mit den einzigartigen Illustrationen ist das Buch rundum gelungen und reiht sich perfekt in die Reihe der anderen Geschichten rund um den Regenbogenfisch ein.

Meine Kinder und ich lieben den Regenbogenfisch und haben uns sehr gefreut, als wir den neuen Teil in den Händen halten durften. Besonders gut gefällt uns hier, dass nicht nur der Regenbogenfisch ein Abenteuer erlebt, sondern auch die kritische Beleuchtung der Hochseefischerei erfolgt und Kinder so dazu bringt, diese Art der Fischerei zu hinterfragen.

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