„Das Geheimnis eines guten Todes ist es, ein gutes Leben zu führen“
Dieses schöne LebenClover ist Einzelgängerin. Schon in frühen Jahren ist sie mit dem Tod in Berührung gekommen und hat sich für einen außergewöhnlichen Beruf entschieden: Sterbe-Doula. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten ...
Clover ist Einzelgängerin. Schon in frühen Jahren ist sie mit dem Tod in Berührung gekommen und hat sich für einen außergewöhnlichen Beruf entschieden: Sterbe-Doula. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg. Doch trotz der vielen Ratschläge der Sterbenden, ist Clover einsam, hat ihr Leben auf Pause gestellt. Bis sie ihrer neuen Nachbarin Sylvie und einem jungen Mann namens Sebastian begegnet …
In Mikki Brammers Roman „Dieses schöne Leben“ liegt der Fokus auf dem ungeliebten Thema Tod und gleichzeitig ist er eine Ode an das Leben. Er erinnert mich an das Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“, das ich vor Jahren gelesen habe, nur eben in Geschichtenform. In der Ich-Form begleiten wir Clover bei ihrer besonderen Arbeit, lernen ihre Angst vor Verlust, vor dem nicht angenommen werden, kennen. In der Kindheit hat sie gelernt, dass es sicherer ist, das Herz vor echter Nähe zu verschließen.
Tiefsinnig und klug beschreibt Brammer die Entwicklung einer außergewöhnlichen Frau in ihren Mittdreißigern. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und einfühlsam. Menschen kommen auf Clover zu, locken sie aus ihrer Komfortzone. Das zu lesen, fand ich sehr berührend.
Manchmal war Clover mir zu sehr Opfer und ich hätte sie gerne geschüttelt, aber insgesamt mochte ich sie gerne und ihre Charakterentwicklung ist wunderschön. Das Buch ist eher ruhig, warmherzig und regt zum Nachdenken an. Das Thema Tod kann natürlich triggern!