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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Ungewöhnlicher Fall

Signora Commissaria und die kalte Rache
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In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst ...

In Florenz fühlen sich junge Frauen verfolgt. Doch der Mann begleitet sie praktisch nur bis zur Haustür und lässt sie dann in Ruhe. Am nächsten Tag allerdings finden sie Vermisstenplakate von sich selbst im Umkreis ihrer Wohnung. Und der Mann scheint praktisch alles über sie zu wissen. Die Polizei ermittelt erst im Stillen, doch als eine junge Frau entführt wird, gehen sie an die Öffentlichkeit.

Das Buch beschreibt einen ungewöhnlichen Fall, der für mich interessant ist, weil er so ziemlich aus dem Rahmen fällt. Die Ermittlungen dazu allerdings beruhen mir ein wenig zu viel auf Zufall und aufgrund der reichhaltigen Rahmenhandlung gerät der Fall fast ins Hintertreffen. So bleibt für mich auch die Spannung auf der Strecke und die Auflösung geschieht dann auf wenigen Seiten. Immer ist die Toskana gut eingebunden, speziell Florenz. Mir ist das Drumherum allerdings manchmal ein wenig zu viel

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Nicht mein Humor

Der Tote im Kamin
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England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch ...

England 1952. Polizeiinspector Grasby wird in das kleine Dorf Elderby aufgrund eines von ihm gemachten Fehlers versetzt. Er soll dort eine Serie an Diebstählen auf verschiedenen Farmen aufklären. Doch bereits bei seinem Antrittsbesuch beim örtlichen Lord findet er eine Leiche im Kamin. Die Aufklärung geht nur schleppen vorwärts, denn sowohl die örtliche Polizei wie auch die Bewohner unterstützen ihn nicht wirklich und scheinen mehr als eigenartig zu sein.

Das Buch wird als Cosy-crime beschrieben mit britischem schwarzem Humor. Ehrlich gesagt, konnte ich nicht viel Humor entdecken und wenn, war er jedenfalls nicht meiner. Oder war damit gemeint, dass Grasby quasi gefühlt alle zwei Seiten von jemand deine Pistole an den Kopf gehalten bekommt oder zusammengeschlagen wird. Anfangs war die Geschichte dadurch etwas schwierig, da man sich viele Namen und Personen in kurzer Zeit merken musste. Bis etwa zur Hälfte des Buches war alles auch relativ interessant und nachvollziehbar. Ab dann kommen so viel Längen dazu und die Geschichte wurde immer unglaubwürdiger (für nähere Erklärung müsste ich zu viel spoilern), dass ich mich bis zum Ende des Buches eher durchkämpfen musste, als Spaß am Lesen hatte. So bleibt das Ganze für mich eher Mittelmaß.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Ziemlich schräg

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Die Cunninghams haben zu einem Familientreffen eingeladen. Doch es ist keine normale Familie, denn irgendwie hat jeder eine Leiche, im wörtlichen Sinn, im Keller. Ernest Cunningham, genannt Ernie, ist ...

Die Cunninghams haben zu einem Familientreffen eingeladen. Doch es ist keine normale Familie, denn irgendwie hat jeder eine Leiche, im wörtlichen Sinn, im Keller. Ernest Cunningham, genannt Ernie, ist Autor für Anleitung zum Krimischreiben und sozusagen der Aussätzige in der Familie, denn er hat seinen Bruder angezeigt und dafür gesorgt, dass dieser im Gefängnis landet. Doch das Familientreffen wird anders als gedacht, denn die Familie bleibt sich treu und trifft wieder auf Leichen.

Für mich war das Buch ziemlich schräg. Die Geschichte an sich, also der Krimi, war gar nicht so schlecht und hätte als normaler Krimi richtig gut sein können, zumal das Ende wirklich einiges an Überraschungen birgt. Doch es ist aufgebaut, als würde ein Krimischriftsteller das Geschehen kommentieren. Anfangs ist das irgendwie auch noch witzig. Aber der Witz nützt sich schnell ab und hat mich dann sehr bald eher genervt. Als Beispiel nenne ich für die dauernd erwähnten Akkustände, die eigentlich völlig überflüssig waren. So fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer etwas schräge Bücher mit eigenartigem Humor mag, ist hier gut bedient. Wer einen reinen Krimi erwartet, dürfte dann doch eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Hat ein paar Längen

Der flüsternde Abgrund
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Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ...

Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ab, angeblich angelockt durch ein unheimliches Flüstern. Doch Collum hat keine große Wahl, denn sein Sohn wird im Regenwald vermisst.


Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Geschichte an sich ist gut erzählt, allerdings habe ich viel, viel mehr von dem Flüstern erwartet, was nicht ernsthaft erklärt wurde. Die Ermittlungen selber bringen viele Geheimnisse zu Tage, bei denen ich mich gewundert habe, dass einige nicht wenigstens in dem üblichen Dorftratsch benannt wurden. Oder dass Collum in all den Jahren nicht einmal gerechnet hat. So zieht sich manches dann endlos in die Länge und die gefühlt auf jeder Seite gemacht Wiederholung, dass es regnet, dass es nass ist und das Collums Bein Probleme macht, hat nicht unbedingt viel zur Spannung beigetragen. Diese war nur in Teilen vorhanden. In anderen wieder war sie sehr stark und es gibt einige Überraschungen. Alles in allem hat für mich das Buch noch deutlich Luft nach oben, es ist aber für ein Debüt trotzdem gut gelungen

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Schwierig für mich

Gestehe
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Inspektor Jacket ist seit vier Jahren der Star der Wiener Polizei. Damals rettete er ein kleines Mädchen und löste einen spektakulären Fall. Seitdem ermittelt er eher wenig und präsentiert umso mehr. Jetzt ...

Inspektor Jacket ist seit vier Jahren der Star der Wiener Polizei. Damals rettete er ein kleines Mädchen und löste einen spektakulären Fall. Seitdem ermittelt er eher wenig und präsentiert umso mehr. Jetzt wird in der Nachbarschaft ein brutaler Mord durchgeführt. Jacket erschrickt sehr, denn er kennt den Tatort und dies nur, weil er ein neues Buch schreibt, in dem das alles vorkommt. Und er weiß, der erste Mord ist nicht der letzte…

Mich lässt das Buch zweigeteilt zurück. Ich musste mich anfangs ein wenig zum Lesen zwingen, weil die Hauptfigur so unheimlich unsympathisch ist und ich keine Lust hatte, noch mehr darüber zu lesen. Der Mittelteil wird dann allerdings sehr spannend, so dass damit das Lesen flüssig vorwärts ging. Die Auflösung selbst hat mich nicht komplett überzeugt, es blieben zu viele Enden offen und der Schluss des Buches ist zwar schön, aber auch für mich nicht unbedingt restlos glaubhaft. Über manche Seitenhiebe zur aktuellen Politik in Österreich oder zu bekannten Persönlichkeiten habe ich mich amüsiert, manches war in meinen Augen aber für mich zu überzogen. Ich habe immer zwischen zwei extremen Polen geschwankt und bin mir immer noch nicht schlüssig, ob ich das Buch eher loben oder eher davor „warnen“ soll. Es ist von allem etwas dabei: viel Gutes, aber auch einiges an schwachen Sachen.

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