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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2024

Gute Grundidee, Umsetzung zu ausschweifend

Requiem für einen blutroten Stern
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Die Geschichte konnte mich nur schwer packen, weil sie nicht das war, was ich erwartet hatte. Nachfolgend werde ich dir mehr von meiner Meinung erzählen.

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover war der Grund ...

Die Geschichte konnte mich nur schwer packen, weil sie nicht das war, was ich erwartet hatte. Nachfolgend werde ich dir mehr von meiner Meinung erzählen.

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover war der Grund warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Ich sah es auf Lovelybooks und war sofort neugierig. Ich kann nicht genau sagen, an was es liegt. Jedenfalls sprach mich die Kombination der Motive an.

Meine Meinung zum Inhalt:
Die Geschichte begann für mich vielversprechend und weckte zu Beginn meine Neugier. Schon bald stellte ich fest, dass die Autorin einen umfangreichen Schreibstil hat. Gedanken und Empfindungen wurden von ihr ausführlich beschrieben.

Nach den ersten Kapiteln war ich gespannt, wie es weitergehen wird. Denn bisher hatte ich hauptsächlich ein Kennenlernen der Protagonistinnen und Protagonisten in ihren Handlungssträngen erlebt. Das Geschehen verlief überwiegend ruhig und hatte doch etwas für sich. Im ersten Handlungsstrang drehte es sich um Cedric. Die Gespräche mit der Ärztin fand ich am spannendsten, obwohl sie in Rätseln sprach. An diesem Punkt merkte ich, dass die Autorin sehr gut im Beschreiben von emotionalen Momenten ist. Gerade die Szenen mit Cedrics Kindern ergriffen mich besonders. Gleichzeitig hoffte ich an diesem Punkt, dass bald mehr passieren würde, denn ich tauchte eindeutig zu tief in das Privatleben von Cedric ein.

Der zweite Handlungsstrang befasste sich mit Dorian. Ich muss gesehen, dass ich mit ihm kaum etwas anfangen konnte. Die Geschehnisse zogen sich massiv in die Länge und ich langweilte mich immer stärker. Je weiter die Geschichte voranschritt, umso öfter erwischte ich mich beim Querlesen. Lange Zeit war es mein einziges Mittel, um überhaupt weiterzukommen. Ich tat mir immer schwerer mit der seiner Story und wollte nur noch, dass sie vorbeigeht. Dorians Kapitel nahmen mir zu viel Raum ein, denn ich konnte den roten Faden nicht sehen. Ständig fragte ich mich, warum ich so tief in sein Leben eintauchen musste. In diesen Momenten hätte ich am liebsten nur von Cedric gelesen, da ich seinen Handlungsstrang wesentlich besser fand.

Stellenweise fragte ich mich, ob ich hier wirklich einen Fantasy-Roman las. Es kam mir wie ein historischer Roman vor, der leichte Fantasy-Elemente mit den Vampiren hatte. Ein Vampirroman kann ruhig und ohne großes Blutvergießen erzählt werden. Dieses Buch hätte mehr Abwechslung vertragen können. Ständig las ich von persönlichen Problemen bzw. Dramen mit sich und der Welt, die die Protagonistinnen und Protagonisten hatten. Manchmal fragte ich mich, ob ich mich im Genre geirrt hatte. Ich erlebte ein breites Kaleidoskop an Gefühlen mit Manipulation, Hass, Verzweiflung, Liebe und vieles mehr.

Gerade der Mittelteil war sehr zäh zu lesen. Die Geschichte schweifte mehr und mehr aus. Ein Treffen in einem Golfclub war so anstrengend, dass ich überlegte das Buch abzubrechen. Mich interessierte allein, was es mit den Blutgaben auf sich hatte. Später bekam ich dazu mehr Informationen. Nach circa 70 Prozent wurde die Geschichte besser. Endlich erfuhr ich etwas über die Hintergründe zu Dorians Erlebnissen. Bei Cedric wurden definitiv am meisten Informationen auf den Tisch gelegt. Endlich nahm die das Geschehen etwas an Fahrt auf. Parallel dazu ärgerte ich mich, wie leicht Gregor Dorian manipulieren konnte.

Der rote Faden kristallisierte sich im letzten Viertel des Buches heraus. Die Handlungsstränge wurden zusammengeführt, was meine Neugier kurzzeitig wieder erwecken konnte. In diesem Abschnitt war gefühlt mehr los als im gesamten Buch. Es ging vieles Schlag auf Schlag, wobei Cedric, Dorothy und Dorian im Vordergrund standen.

Der finale Showdown war aufregend und ereignisreich, was mit den Blutgaben zu tun hatte. Am Ende frustrierte es mich, dass nach dem langen Hin und Her meine wichtigsten Fragen nicht aufgelöst wurden. Die letzten Seiten lassen vermuten, dass es weitergehen soll. Doch laut Webseite des Verlages handelt es sich bei dem Buch um einen Einzelband. Warum wurde dann so viel Wichtiges offengelassen? Abschließend kann ich schreiben, dass ich mich vom Klappentext in die Irre geführt fühle.

Mein Fazit:
Die Geschichte um Cedric war nicht das, was ich erwartet hatte. Der Klappentext führte mich in die Irre und so tauchte ich in einen historischen Roman mit leichten Fantasy-Touch ein. Die Vampire im Buch wurden zivilisiert dargestellt, Blutvergießen bekommt man nicht wirklich mit was nicht schlimm war. Die Grundidee der Geschichte hatte großen Potenzial, weil sie mich faszinierte. Vor allem der Aspekt mit der Blutgabe. Zudem beschrieb die Autorin die Gefühle der Protagonistinnen und Protagonisten äußerst intensiv und lebhaft. Leider wurde das Geschehen in vielen Abschnitten und am stärksten im Mittelteil so ausschweifend und langatmig erzählt, dass ich mich zum Lesen zwingen musste. Ich kam nur schwer voran und brauchte fast 3 Monate für das Buch. Normalerweise benötigte ich höchsten 1-2 Wochen für ein Buch mit diesem Umfang. Das letzte Viertel war mit Abstand das Beste an der gesamten Story. Hier bekam ich Antworten und endlich mehr Tempo bei den Geschehnissen. Es ging Schlag auf Schlag bis zu einem guten finalen Showdown. Das Ende ließ mich leider frustriert zurück, weil Wichtiges offenblieb.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Das eBook wurde mir über eine Leserunde über Lovelybooks als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Weit weniger spannend als ich erwartet hatte

Das flüsternde Haus
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Von diesem Buch hatte ich mir viel mehr erwartet als ich im Grunde bekommen habe. Warum das so war erkläre ich dir unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover des Buches sieht ziemlich cool aus, ...

Von diesem Buch hatte ich mir viel mehr erwartet als ich im Grunde bekommen habe. Warum das so war erkläre ich dir unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover des Buches sieht ziemlich cool aus, weil darauf Motive aus dem Buch zu sehen sind und diese bis auf das Monster gut dazu passen. Leider kommt es auf meinem Foto nicht so gut zur Geltung, weil der eReader das Licht spiegelt.

Meine Meinung zum Inhalt:
Nachdem ich ein großer Fan von Christina Henry bin und bereits einige ihrer Bücher gelesen habe, wollte ich natürlich auch dieses Lesen. Ich hatte hohe Erwartungen, weil ich den Grusel- bzw. Horrorfaktor aus ihren anderen Werken kenne und liebe. Ihr Schreibstil ist wie stets sehr ausführlich und detailgenau. Es gelang ihr damit Bilder in meinen Kopf zu malen. Zudem las sich der Text flüssig und rasch.

Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass ich mit der Protagonistin Harry Adams eine Person vor mir hatte, die extrem viel über alles nachdenkt und sich ständig weitere Gedanken machte. Die Autorin ging über Flashbacks auf Harrys Lebensgeschichte ein, damit man verstand wie sie zu der Frau von heute wurde. Auch bei Filmregisseur Javier Castillo verfuhr die Autorin so. Harry war für mich eine sehr anstrengende Protagonistin. Ich konnte verstehen, dass ihre privaten Probleme für sie im Vordergrund standen und zur Storyentwicklung beitrugen. Allerdings dachte sie ständig und überall darüber nach. Es galt nur was sie dachte, Gabes Meinung stellte sie in den Hintergrund, obwohl er für sie an erster Stelle stand. Manchmal hätte ich sie gern angefleht sich endlich mal auf den Moment zu fokussieren, besonders bei Gesprächen war ihr abwesend sein unpraktisch. Überhaupt nahm mir dieser Teil der Story einen viel zu großen Raum ein, wodurch sie nach und nach langatmig wurde. Man hätte getrost einiges davon kürzen können, was verhindert hätte, dass die Story ausschweifend wurde.

Javier Castillo war mir unsympathisch, viel zu ich-süchtig und herrisch. Es ärgerte mich, dass Harry immer vor ihm kuschen musste. Ich konnte verstehen, dass sie ihren Job nicht riskieren wollte, doch Javier ging eindeutig zu weit. Daniel und Gabe waren ein Lichtblick im Geschehen. Die Beiden waren recht angenehme Zeitgenossen.

Ich wartete während dem Lesen regelrecht auf gruselige Szenen, damit endlich mal etwas anderes passierte. Es gab nur sehr wenige und kurze subtile Horror bzw. Gruselmomente. Mir fehlte komplett das Feeling für die vermeintlich übernatürlichen Szenen oder Visionen. Wenn mal eine stattfand, war sie viel zu schnell vorbei. Harry überspielte das Geschehen sofort und erdolchte es später quasi mit ihren Gedanken. Somit waren diese doch wichtigen Abschnitte eher fade.

Ungefähr 100 Seiten vor dem Ende kam die Geschichte ein klein wenig in Schwung. Mitgefiebert habe ich erst bei den letzten 35 Seiten, genau genommen den letzten zwei Kapiteln. Hier ging es endlich zur Sache und die schreckliche Wahrheit kam ans Licht . Es zeigte sich ein wenig von dem was ich bei anderen „Henry-Büchern“ so sehr geliebt habe: eine starke Konfrontationsszene. Im Prinzip war dieser Abschnitt der Beste vom ganzen Buch.

Mein Fazit:
»Das flüsternde Haus« war weit weniger spannend als ich erwartet hatte. Ein großer Teil der Story war ausschweifend und langatmig, weil die privaten Probleme von Harry Adams zu viel Raum hatten. Es gehörte zwar zur Story, hatte aber um einiges gekürzt werden können. Die kurzen Gruselmomente waren für mich eher fade statt unheimlich. Es konnte kein wirkliches Feeling entstehen, obwohl die Szenen Potenzial für subtilen Horror hätten. Wirklich gefesselt haben mich nur die letzten 35 Seiten. Endlich konnte ich ein wenig mitfiebern, da die Wahrheit schonungslos ausgesprochen wurde. Die Grundidee ist zwar nicht neu und hätte wirklich viel Potenzial gehabt. Leider konnte mich die Umsetzung nicht für sich begeistern.

Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!

Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Tolle Grundidee, Umsetzung nicht für mich

Nachricht von Dad
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Das Buch enttäuschte mich in großem Maße, weil ich nach dem Klappentext eine andere Erwartung hatte. Unten im Text teile ich dir spoilerfrei mit, was genau ich damit meine.

Meine Meinung zum Cover:
Das ...

Das Buch enttäuschte mich in großem Maße, weil ich nach dem Klappentext eine andere Erwartung hatte. Unten im Text teile ich dir spoilerfrei mit, was genau ich damit meine.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist einfach gehalten und doch hat die Gestaltung etwas für sich. Ich selbst wurde aufgrund dessen und des Titels auf das Buch aufmerksam. Was die Flasche mit dem versteckten „Tödlich“-Sticker bedeutet, weiß man spätestens nach dem Beenden des Buches. Am meisten sticht der Titel hervor, wobei jedes Element seine Bedeutung hat. Die Farbe Rosa wirkte etwas zu fröhlich und hell, wenn man bedeckt wie düster die zugrundeliegende Thematik ist.

Meine Meinung zum Inhalt:
Nach dem Klappentext war ich überaus neugierig, wie die Geschichte sein wird. Ich sah darin großes Potenzial, weil das Thema doch sehr heftig schien. Der Tod eines engen Familienmitgliedes kann einen in schwere Depressionen, Angstzuständen oder vieles andere stürzen.

Die erste Irritation trat bereits beim Lesen der ersten Seiten ein. Dass der Schreibstil des Autors ohne größere Beschreibungen auskam, störte mich nicht. Was ich jedoch bald als nervig und eintönig empfand, war die primitive Sprache mit fast immer gleichen Satzanfängen. Besonders bei Unterhaltungen trieb mich das beinahe in den Wahnsinn. Stets „Ich sagte“, „Er sagte“ oder „Mum sagte“ „Onkel Alan“ und so weiter. Manchmal rief oder fragte jemand was, doch „sagte“ kam so oft vor, dass ich es kaum noch lesen mochte.

Außerdem muss man Sätze nicht ständig mit „ich“ oder „er“ beginnen. Die deutsche Sprache bietet genug Vielfalt, da müsste das nicht sein. Geschätzt kam „sagte“ in den ersten 30 Seiten 200-mal vor. Egal, ob am Anfang vom Satz oder mittendrin. Auf Seite 251 stand 25-mal „Hallo“ untereinander oder auf Seite 255 66-mal „stirb“ in der Form eines Dreiecks. Ich weiß, dass dadurch das zuspitzen der Situation verdeutlicht werden soll, doch fand ich die Vorgehensweise eigenwillig. Mir persönlich sagt das Stilmittel überhaupt nicht zu.

Über den gesamten Verlauf wurde das Ganze immer schlimmer. Ich hielt eigentlich nur durch, weil ich wissen wollte, wie das Buch ausgeht und es sich durch die Schreibweise schnell las. Mein Freund bekam sehr oft mit, wie ich die Augen verdrehte oder genervt aufseufzte. Hauptprotagonist Philipp wurde als eher dumm dargestellt, z.B. wusste er als 11-jähriger Junge nicht, was ein Geldautomat ist und bezeichnete ihn als „Loch in der Wand“, aus dem das Geld kommt. Auch später gab es immer wieder ähnliche Situationen.

Das Buch würde gut zeigen, wie das Leben durch den Tod einer geliebten Person ins Chaos gestürzt wird. Dabei können sich wie bei dem zwölfjährigen Philipp Psychosen, Angstzustände oder Depressionen entwickeln. In meinen Augen hätte die Mutter in der Geschichte mehr auf ihren Sohn eingehen können. Der neue Partner trat viel zu schnell in Philipps Leben und krempelte es sofort um. Nach wenigen Monaten, drei wenn ich mich richtig erinnere, gab es quasi schon einen Vaterersatz. Die Mutter merkte nicht, dass sich die Beiden nicht wirklich mochten oder verdrängte. Oft meinte sie, warum Philip ihr das antue, dabei war sein Verhalten für mich ein Hilfeschrei. Nie schien sie zu erkennen, wie schlecht es ihrem Sohn ging. Trauer, Angst und Existenzängste können dazu führen, dass man nicht mehr fähig ist, auf Kinder oder andere Menschen zu achten.

Das Ende der Geschichte war negativ und schlimm. Ich konnte nur vermuten, wie die Szene ausgegangen ist. Ein richtiges Ende war das für mich nicht. Ein Happy End wäre unpassend gewesen, ja. Doch die offene Szene und die ruckartige Handlung fan dich ebenso unstimmig. Eine genaue Auflösung wäre mir lieber gewesen.

Mein Fazit:
Der Geschichte liegt eine gute Idee zu Grunde, welche großes Potenzial hätte. Die primitive Erzählweise mit fast immer gleichen Satzanfängen und die ständige Verwendung von „sagte“ nervten mich allerdings immer mehr, je weiter ich beim Lesen kam. Die Geschehnisse waren stets nur negativ und traurig. Es gab kaum einen Lichtblick, stattdessen wurde es schlimmer. Die Mutter vergas über ihren Verlust, dass ihr Sohn genauso litt. Das Buch zeigte ziemlich eindrücklich, wie durch Verlust und Trauer Psychosen, Angstzustände und dergleichen entstehen. Ein negatives Ereignis jagte das Nächste, bis es am Ende vollkommen eskalierte. Mit dem Schluss konnte ich persönlich nicht viel anfangen.

Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 07.07.2024

War für mich der schlechteste Band der Reihe

Gregs Tagebuch 18 - Kein Plan von nix
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Für mich war dieses Buch eins der Schlechtesten der Reihe, weil die Handlung dermaßen abstrus war, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Nachfolgend erfährst du mehr von meiner Meinung.

Meine ...

Für mich war dieses Buch eins der Schlechtesten der Reihe, weil die Handlung dermaßen abstrus war, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Nachfolgend erfährst du mehr von meiner Meinung.

Meine Meinung zum Cover und den Zeichnungen:
Das Cover ist im klassischen Stil der Greg Tagebuch Reihe gestaltet. Auf dem Bild in der Mitte ist Greg zu sehen, der gerade während eines Tests nachdenkt. Die Zeichnungen im Inneren sind wie stets in einen lockeren und direkten Stil gezeichnet worden. Ohne viele Details gelang es dem Autor seine Worte mit den Bildern zu verdeutlichen. Stellenweise fand ich die gezeichneten Szenen humorvoll, dann wiederum waren sie seltsam und eigenwillig. Was aber vor allem der erzählten Geschichte geschuldet war.

Meine Meinung zum Inhalt:
Für mich ist dieser Band mit Abstand der schlechteste Band der Reihe. Wobei ich auch schreiben muss, dass ich noch nicht alle Bände gelesen habe. Normalerweise haben Jeff Kinneys Texte, Charme, Humor und eine riesige Menge Witz. In diesem Buch reiht sich eine abstruse Idee an die Andere, was die Geschehnisse unglaubwürdig macht.

Viele der Wendungen waren unrealistisch und überzogen. Natürlich ist das ein erfundenes Kinderbuch, was ungemein große Möglichkeiten für Fantasie birgt. Doch hier hat es der Autor in meinen Augen übertrüben. Ich schüttelte über fast alle Wendungen den Kopf, weil für mich nichts passte. Die Sache mit den Vermietungen, Sponsorings und was den Schülern sonst noch zugemutet wurde, würde in der Realität niemals funktionieren. Die Premiummitgliedschaften und Extras waren als lustige Idee gedacht, gingen allerdings nach hinten los. Auch das Verhalten der Schülerinnen und Schüler würde man so keinesfalls tolerieren. Das einzig Lustige war für die Erfindung eines eigenen Gerichts der Schule. Doch auch das wurde ihr wieder genommen.

Dementsprechend war das Lesen des Bandes nur ein Durchquälen. Der Autor kann das definitiv besser! Ich war froh, als ich an der letzten Seite angekommen war.

Mein Fazit:
Der 18. Band hat das schlechteste Niveau von allen Bänden, die ich von der Reihe bisher gelesen habe. Man könnte ihn auslassen und hätte nicht wirklich etwas verpasst. Die Zeichnungen wurden vom Autor gut umgesetzt, was wenigstens für ein bisschen Unterhaltung sorgte. Ansonsten fand ich die Geschehnisse abstrus, unrealistisch, seltsam und vor allem langweilig. In dieser Geschichte gingen der Charme, Witz und Humor verloren. Von den ganzen Wendungen und Ideen hat mir nur eine einzige gefallen, deren Entstehung in der Handlung als Zufall war zu empfinden ist.

Wir vergeben 2 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Vielversprechender Klappentext, nichts für mich

Strahlendes Eis
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Auf diesen Thriller hatte ich mich durch den vielversprechenden Klappentext sehr gefreut, doch war er nicht das, was ich erwartet hatte. Warum erläutere ich unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Die ...

Auf diesen Thriller hatte ich mich durch den vielversprechenden Klappentext sehr gefreut, doch war er nicht das, was ich erwartet hatte. Warum erläutere ich unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Die Covergestaltung passt zum Titel des Buches. Es sieht als würde darauf „strahlendes Eis“ zersplittern, wobei der Farbverlauf etwas für sich hat. Mich hat es angesprochen, weshalb ich mir das Buch näher angeschaut habe.

Meine Meinung zum Inhalt:
Nach dem vielversprechenden Klappentext war ich gespannt, was für eine Geschichte mich erwarten wird. Der Anfang war spannend und versprach mir eine spannende Geschichte. Michael Lüders hat einen guten Schreibstil, mit dem er das Geschehen bildhaft beschreibt. Die Grundidee ließ mich aufmerksam lesen, weil ich alles verstehen wollte.

Anfangs hatte ich Probleme hineinzukommen, weil der Autor innerhalb der Kapitel sehr oft Sprünge zu anderen Personen und Handlungssträngen machte. Es war bald anstrengend den Überblick zu behalten. Ich brauchte tatsächlich mehrere Kapitel bis ich mich einigermaßen daran gewöhnt hatte. Trotzdem mochte ich das, was ich erlebte. Ich wollte erfahren, was damals in der Arktis wirklich geschehen war und warum erneut ein Geheimnis um die betroffene Region gemacht wurde.

Im Mittelteil und der zweiten Hälfte des Buches ging es mit Intrigen, Machtspiele und Lügen hin und her. Ich begann mich mehr und mehr zu langweilen und hoffte, dass endlich entscheidende Ereignisse eintreten werden. Stattdessen ging es weiter hin und her. Es ging um Geld, Einfluss und Vertuschung. Manipulation und Betrug standen an der Tagesordnung – typisch Politik, doch sehr anstrengend. Unter all dem litt die Spannung erheblich, weshalb ich mir nicht sicher war, ob ich es schaffen würde das Buch zu beenden.

Es gab mehrere liebenswerte Protagonistinnen und Protagonisten, die über den Verlauf Sympathiepunkte sammeln konnten. Besonders ein Mann, der damals alles in der Arktis hautnah erlebte, konnte mich für sich einnehmen. Seine Gedanken waren emotional und sein Handlungsstrang war meinem Empfinden nach mit Abstand der Beste. Wobei ich stellenweise auch die Geschehnisse rund um die Klimaktivistin mochte. Mit Sophie konnte ich gar nichts anfangen. Sie war mir zu unnahbar und entfernte sich immer weiter. Überhaupt gab es mit ihr einige Szenen, die ich als unnötig empfand. Da war mir Harald um einiges willkommener, bei ihm gab es mehr Tiefe.

Als das Ende näher rückte dachte ich an ein starkes Finale, weil das Potenzial dazu da war. Leider beinhaltete es weitere Machtspiele und keine wirkliche Auslösung. Mir war es zu offen und nichtssagend. Ich habe aufgrud all dieser Punkte nicht wirklich Lust weitere Bände zu lesen. Denn im Nachhinein fand ich heraus, dass es sich hierbei um den dritten Band einer Reihe handelt. Die Handlung selbst gab nur winzige Hinweise, dass es so ist.

Mein Fazit:
»Strahlendes Eis« enthält eine gute Grundidee im Storytelling. Mich persönlich konnte die springende Erzählweise zu den vielen Personen und Handlungssträngen nicht überzeugen. Die Handlung war geprägt von Intrigen, Machtspielen, Lügen und Betrug – passend für einen Politthriller. Leider nahm das Ganze Überhand und wurde zu einem langatmigen Hin und Her. Stellenweise gab es dann doch ein wenig Spannung, weshalb ich bis zum Ende durchhielt. Das Finale konnte mich ebenso wenig überzeugen, weil das es zu offen und nichtssagend endete.

Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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