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Veröffentlicht am 14.10.2025

Nicht nur zur Apfelerntezeit

Apfelwein-Kompositionen
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Auch wenn ich nicht der größte Fan von Alkohol im Essen oder speziell Apfelwein beim Trinken bin, finde ich dieses Rezeptbuch einfach klasse. Manche Gerichte gewinnen mit einer leichten Apfelweinnote tatsächlich ...

Auch wenn ich nicht der größte Fan von Alkohol im Essen oder speziell Apfelwein beim Trinken bin, finde ich dieses Rezeptbuch einfach klasse. Manche Gerichte gewinnen mit einer leichten Apfelweinnote tatsächlich enorm. Das hätte ich so nicht erwartet.

Das Büchlein ist klein, aber wirklich fein. Mir fehlen zwar ganz gewaltig die Fotos zu den einzelnen Rezepten, auch sind manche Zubereitungsschritte für mich nicht ganz so ausführlich und damit verständlich formuliert, wie ich das gern hätte, aber insgesamt komme ich prima klar.

Nicht alle Rezepte sind alltagstauglich, aber das habe ich auch gar nicht erwartet. Die Abwechslung ist großartig, die Bandbreite enorm. In den Kapiteln Suppen, Vorspeisen & Tapas; Hauptgerichte; Sterneküche; Internationale Kompositionen; Desserts, Gebäck & mehr; Cocktails & Drinks findet der Apfelwein in all seinen Variationen interessante und überraschende Anwendung. Die kleinen Portraits der Rezept-Paten und Patinnen runden das Büchlein sehr schön ab.

Immer gibt es eine Art kleines Vorwort zu den Gerichten. Dann folgen zu jeder Komponente die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte. Außer bei der Sterneküche halten sich die Zutaten im weniger exotischen Bereich auf. Den einen oder anderen hilfreichen Tipp findet man ebenfalls. Nährwertangaben fehlen allerdings.

Insgesamt gefällt mir das Büchlein, gerade für besondere Gelegenheiten, in der Apfel- und der Weinzeit, aber auch immer mal dazwischen, denn den Apfelwein bekommt man ja das ganze Jahr. Abzüglich meiner kleinen Kritikpunkte bekommt es von mir vier Sterne!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Das starke Band der Freundschaft

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Joyce freut sich, dass die Hochzeit ihrer Tochter Joanna doch noch so wunderschön geworden ist, obwohl sie sich in nichts einig waren. Die restlichen Mitglieder des Donnerstagsmordclubs sind ebenfalls ...

Joyce freut sich, dass die Hochzeit ihrer Tochter Joanna doch noch so wunderschön geworden ist, obwohl sie sich in nichts einig waren. Die restlichen Mitglieder des Donnerstagsmordclubs sind ebenfalls mit sich beschäftigt. Aber alle freuen sich, dass es offenbar etwas zu tun gibt, denn einer der Hochzeitsgäste, der Trauzeuge von Paul, wendet sich vertrauensvoll an sie. Jemand versucht ihn zu töten, um an einen unknackbaren Code zu kommen. Eine Bombe ist unter seinem Auto angebracht! Schnell finden die Freunde alle ihre Aufgaben, die sie von ihren eigenen Problemen ablenken. Und plötzlich gerät alles drunter und drüber, denn zuerst verschwindet Nick spurlos, dann gibt es eine Explosion mit Todesfall!

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Freunde wie aus Zauberhand wieder vor meinem geistigen Auge lebendig werden und so vertraut sind. Die Interaktionen sind so witzig und dennoch stimmig, dass man kaum eine Pause einlegen möchte. Die Schrullen, die die Protagonisten so mit sich bringen, sind herrlich. Wie bisher immer, wird auch hier aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und dabei auch wieder von Joyce die Ich-Perspektive genutzt. Wieder bekommt der Leser oder Hörer dadurch mehr Informationen zusammen, als die einzelnen Figuren. Mäuschen spielen macht unfassbar viel Spaß und man rätselt fleißig mit, wer diesmal der Bösewicht ist. Und natürlich ist man immer wieder auf der falschen Spur!

Besonders schön finde ich, dass diesmal Joanna und Paul eine recht große Rolle bekamen und auch Kendrick. Quasi übernehmen diesmal die Jüngeren so einige Aufnahmen und Erfolge. Das ist witzig und bringt frischen Wind in die Reihe und auf gewisse Weise neue Mitglieder in den Donnerstagsmordclub. Der Verlauf des Krimis ist amüsant und spannend zugleich. Mir gefallen die Wendungen sehr gut und die Lösung ist typisch für die Bewohner der Seniorenresidenz, allerdings auch etwas soft.

Für mich lag das Hauptaugenmerk diesmal auf Rons Familie und den Problemen, die sie haben, und der Trauer von Elisabeth. Beides stimmt etwas traurig und melancholisch, ist aber wichtig, auch einmal thematisiert zu werden. Insgesamt bekommt dieser Fall von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Ergänzt und unterstützt beim Weihnachtsmenü

Weihnachten mit dem Air-Fryer
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Im Vorwort wird gleich klargestellt, dass der Air-Fryer kein komplettes Weihnachtsmenü zaubern soll oder kann, aber eben die ideale Ergänzung und Unterstützung ist. Ich finde, wer nicht die ganze Familie ...

Im Vorwort wird gleich klargestellt, dass der Air-Fryer kein komplettes Weihnachtsmenü zaubern soll oder kann, aber eben die ideale Ergänzung und Unterstützung ist. Ich finde, wer nicht die ganze Familie um sich versammeln kann, hat mit dem Air-Fryer auch die Möglichkeit, für sich oder für zwei ganz tolle Gerichte zu zaubern. Aber auch zum Aufbacken selbst zubereiteter und eingefrorener Snacks ist dieser kleine Zauberofen der Hit.

Nach einer kleinen Einführung mit Warenkunde starten die Kapitel Partyfood; Vorspeisen; Hauptspeisen; Desserts und süßes Gebäck; Zwischen den Jahren. Einige der Zutaten sind etwas exotischer. Dennoch bekommt man sie im gut sortierten Supermarkt, vor allem um die Vorweihnachtszeit, problemlos. Nur hat man sie vermutlich einfach nicht standardmäßig im eigenen Vorrat.

Die Rezepte sind alle mit einem festlichen Foto versehen. Auf einer Buchseite finden sich das Bild, ein kleiner Text zur Speise, die Zutatenliste, die benötigten besonderen Utensilien und die Zubereitungsschritte. Bei einem Teil der Rezepte ist hierbei die Schrift weiß auf dunklem Grund. Das tut meinen Augen nicht ganz so gut. Auch finde ich die Seiten etwas überladen. Die Anweisungen sind verständlich formuliert. Angaben zu Nährwerten findet man keine. Das eine oder andere Rezept hat meiner Meinung nach mehr Erfolg als große Variante im klassischen Backofen, dennoch gefallen mir die Ideen gar nicht mal so schlecht!

Dass viele der Rezepte etwas aufwändiger sind, ist nicht verwunderlich. Immerhin geht es um Weihnachten und Silvester, da kocht man ja gern etwas aufwändiger als sonst. Dabei möchte ich aber noch erwähnen, dass ich nicht wenige der Rezepte auch außerhalb der Adventszeit als Teil eines Buffets oder einer Speisenfolge passend finde. Unter den mehr als einhundert Rezepten sollte wirklich jeder genug finden, das festliche Tafeln noch festlicher macht.

Insgesamt ein gelungenes Buch, das prima zu Weihnachten passt. Ich gebe vier Sterne, weil es mir zu bunt und schrill ist, die Augen ermüdet und zu oft die Speisen erst mal eingefroren werden, bevor sie dann im Air-Fryer zubereitet werden. Dennoch ein Buch, das man auch super gut verschenken kann, um Kochbuchfans zu erfreuen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Henssler eben!

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Das Buch würde man völlig ohne Namensnennung und Fotos als eins von Steffen Henssler erkennen. Schon die Aufmachung und die Seiten vor den Rezepten zu den jeweiligen Kapiteln sind unverkennbar. Aber auch ...

Das Buch würde man völlig ohne Namensnennung und Fotos als eins von Steffen Henssler erkennen. Schon die Aufmachung und die Seiten vor den Rezepten zu den jeweiligen Kapiteln sind unverkennbar. Aber auch gleich das erste Rezept verrät ihn. Ganz im Ernst jetzt, braucht man tatsächlich ein Rezept für Brot mit Spiegelei? Und ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ich mag keinen flüssigen Dotter. Für mich ist das perfekte Spiegelei eben Sunny Side Down! Ätsch!

Das eine oder andere Rezept ist dann auch mal etwas arg abgehoben. Die Schlemmerschnitte mit Kaviar muss jetzt echt nicht sein, weder zum Frühstück, noch sonst wann. Okay, liegt an meinem persönlichen Geschmack, ich mag kein rohes Fleisch, auch nicht, wenn es Tartar aus Rumpsteak ist. Ja, ich mag vieles nicht, auch keine Avocado, keine Oliven, kein Schweinefleisch. Und auch diese Lebensmittel tauchen im Buch auf. Das ist soweit nicht dramatisch, ich muss ja nicht jedes Rezept nachmachen. Und ja, auch wenn das gerade nicht so klingt, auch für mich sind hier Highlights zu finden und neue Anregungen. Außerdem kann man Zutaten ja auch prima austauschen oder weglassen. Das Rezept für den Spitzkohl gefällt mir sehr gut, ist echt einfach, aber ich hätte da dann schon gern noch etwas dazu. Nur der Kohl ist mir zu wenig.

Ich liebe es, wenn Rezepte mit Fotos versehen sind. Hier bekomme ich riesige Fotos und daneben eine Seite mit zumeist sehr wenig Text. Die Zutatenliste befindet sich links, daneben findet man direkt die Zubereitungsschritte, die knapp, aber verständlich gehalten sind. Gelegentlich findet sich in einer Sprechblase, über der „Steffen sagt“ steht, ein Tipp zum Rezept. Alle Rezepte sind mit Symbolen versehen, die anzeigen, für welche Tageszeit das Rezept gedacht ist, wie viel Zeit benötigt wird, für wie viele Personen/Portionen es ist und ob es vegetarisch ist. Diese Kennzeichnung hätte ich mir auch im Rezeptregister und Inhaltsverzeichnis gewünscht. Nährwertangaben findet man hier keine. Das wird bei einigen Kochfans für Unmut sorgen.

Die Zutaten sind vielleicht nicht immer das, was man so vorrätig hat, aber auch nicht exotisch. Man bekommt alles im Supermarkt, ohne extra im Internet bestellen zu müssen. Regional sind sie nicht immer, das sei Henssler verziehen. Auch, dass manch schnelle Nummer dann doch fast eine Stunde Arbeit bedeutet, und die ganz fixen Rezepte auch nur so schnell fertig werden, wenn man sich echt beeilt oder alles schon vorgeschnibbelt ist. Bei Brot und Brötchen ist ihm verziehen, da ist schnell immer schwierig.

Insgesamt aber ein witzig gestaltetes Kochbuch mit einem bunten Reigen an Rezepten, die eigentlich wirklich jeder nachkochen können sollte. Küchenprofis sowieso. Aber schön ist eben auch, dass dieses Buch nicht nur für Eilige, sondern auch für Kochanfänger geeignet ist. Zumindest zum größten Teil. Ein wenig arg gepimpt, viel Papier für wenig Text, aber rundum typisch Henssler. Macht mal eben vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein Studentenjob der besonderen Art

Mord im Wattenmeer
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Chefermittler Pannkok macht es sich gern so einfach wie möglich und deshalb ist für ihm der Todesfall im Ferienhaus Wattenmeer kein Mord, sondern ein Unfall. Femke aber, die Reinigungskraft für die Ferienhäuser ...

Chefermittler Pannkok macht es sich gern so einfach wie möglich und deshalb ist für ihm der Todesfall im Ferienhaus Wattenmeer kein Mord, sondern ein Unfall. Femke aber, die Reinigungskraft für die Ferienhäuser in Dangast, kann das nicht glauben. Also beginnt sie, mit Hilfe ihrer Nachbarin, der neuen Gerichtsmedizinerin und ihrem Exfreund auf eigene Faust zu ermitteln. Das wäre doch zu seltsam, wenn die Besitzer des Ferienhauses Wattenmeer und der große Juwelenraub von vor ein paar Jahren nicht mit diesem Todesfall zusammenhingen!

Dieser Cozy Crime ist nicht zuletzt der gelungenen Lesung durch Corinna Dorenkamp ein Ohrenschmaus und gute Unterhaltung. Die Figuren wurden von der Autorin Daniela Gesing gekonnt angelegt und dargestellt. Grete Flottbeek und Ebba auf der sympathischen Seite, Fiete Pannkok auf der Seite der Nervensägen und Narzissten, die dem Buch eine gewisse Würze geben. Die Umgebung sowie die Charaktere kann man sich ohne Schwierigkeiten bildlich vorstellen. Die Handlungen sind stimmig und oft mit einem Augenzwinkern beschrieben. Besonders Femke ist sympathisch und interessant. Das ist prima, denn da dies ein Reihenauftakt ist, wäre das Gegenteil doch sehr kontraproduktiv. Ich kann mir viele weitere Episoden mit ihr und der Entwicklung ihres Privatlebens sehr gut vorstellen.

Natürlich ist dies nicht höchste Krimikunst mit Hochspannung und Blutvergießen, bis es aus dem Buch tropft. Es ist eben Cozy Crime, mit viel Privatleben einer jungen Frau, die ihren Platz im Leben noch sucht, gerade nicht unbedingt das richtige Studienfach belegt hat, eine Beziehung abgebrochen hat, es allen recht machen möchte und dabei fast sich selbst aus den Augen verliert. Das ist ebenfalls auf seine Weise spannend und liest sich sehr schön. Leichte Kost, aber durchaus genießbar!

Ich wurde schön, humorvoll, gefühlvoll und mit einer Prise Spannung unterhalten. Bei einer weiteren Episode mit den Einwohnern von Dangast bin ich bestimmt wieder dabei. Vier Sterne.

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