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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Mystisch, düster und märchenhaft - Ein Highlight!

The Knight and the Moth
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„Ich hielt den Atem an. Hob die Hand an den Schleier, bereit das zu tun, was Eins getan hatte. Bereit, endlich mich selbst zu sehen. Und ich erstarrte.“ (Kapitel 8)



Worum geht’s?

Sybil ist seit fast ...

„Ich hielt den Atem an. Hob die Hand an den Schleier, bereit das zu tun, was Eins getan hatte. Bereit, endlich mich selbst zu sehen. Und ich erstarrte.“ (Kapitel 8)



Worum geht’s?

Sybil ist seit fast 10 Jahren mit 5 anderen Findelkindern als Weissagerin in der Kathedrale von Aisling tätig. Hier ist sie „Sechs“. In der Quelle zu ertrinken und die Zeichen der Omen zu deuten gehört zu ihren Aufgaben. Und darin ist sie sehr gut. Trotzdem bereitet es ihr Furcht. Als sie eines Tages für den Ritter Rodrick Myndacious träumt und unerwartete Omen sieht, die sie nicht deuten kann, hat Sybil eine düstere Vorahnung. Und dann verschwinden auch noch ihre fünf Schwestern…



Wie war’s?

The Knight and the Moth ist ein Buch, das vor allem durch seine mystische, märchenhafte Atmosphäre besticht und dadurch unheimlich gut in den Herbst passt. Rachel Gillligs Schreibstil ist sehr bildlich und detailreich. Dadurch fiel es mir sehr leicht in Traum bzw. das Königreich Steinwasser einzutauchen. Das Buch hatte auf mich eine ziemliche Sogwirkung.

Auch Sybil und Rory haben mir zusammen gut gefallen. Es ist von Anfang an klar, dass trotz es der Streitigkeiten zwischen den beiden knistert. Aber, da wir gerade dabei sind: Wem geht es noch so, dass „Rory“ einfach kein passender Spitzname für einen Kerl ist? Für mich ist es eine Gilmore, ich komm nicht ganz darauf klar. ;)

Obwohl es kein actiongeladener Pageturner ist, gibt es so viele Details, kleinere unerwartete Wendungen und Fragen, die mich daran gehindert haben, das Buch zur Seite zu legen. Besonders den Gargoyle mit seiner naiven, aber überaus loyalen Art mochte ich richtig gerne. Immer wieder hat er für witzige Situationen gesorgt. Und dann gab es doch einige Momente, die mich völlig überrascht haben. Vor allem das Ende! Auch wenn die Haupthandlung abgeschlossen ist, hält das Ende noch einiges für Band 2 bereit. Ich freu mich schon!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Großartiges Fantasy-Debüt

A Crown Drowned in Shadows
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„Bis zum Tod“, hauchte er. „Das bedeutet…“ Splinter schaute zu ihnen hoch. „Wenn einer von uns stirbt, sterben alle.“ (Kapitel 8)



Worum geht’s?

Vor Jahrzehnten wurde der Familie von Splinter Vane der ...

„Bis zum Tod“, hauchte er. „Das bedeutet…“ Splinter schaute zu ihnen hoch. „Wenn einer von uns stirbt, sterben alle.“ (Kapitel 8)



Worum geht’s?

Vor Jahrzehnten wurde der Familie von Splinter Vane der Thron von Foris von den Erzen gestohlen. Als der Erz-König stirbt, will Splinter die Chance nutzen, um an der Kronensplitterjagd teilzunehmen und den Thron zurückzuerobern. Um seine Chancen zu erhöhen, arbeitet Splinter einen genauen Plan aus und sucht sich magische Verbündete: Anwar, Sora und Ruan.



Wie war’s?

Was für ein wilder Ritt! Für mich war es eine Mischung aus Panem x Fitzek x Game of Thrones x Harry Potter (ja, Harry Potter 😉) gepackt in ein Jugendbuch.

Das Buch ist von Anfang an spannungsgeladen. Wir tauchen direkt ein in die Story und müssen uns zunächst orientieren. Solche Anfänge liebe ich ja. Die Kapitel sind kurz und enden oft mit einem kleinen Cliffhanger, sodass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ein Kapitel geht noch. Und dazwischen sind einige völlig unerwartete Plotttwists! Vieles ist ausgeklügelter, als es anfangs erscheint. So auch das Magiesystem. Es gibt tödliche Aufgaben und es wird immer wieder in Frage gestellt, wer wirklich Verbündeter und Feind ist. Und das Ende!

Neben der Haupthandlung gibt es zwei weitere Zeitstränge: Davor und Danach. Diese waren hilfreich, um die vier Protagonisten und ihre Beweggründe besser kennenzulernen. Der „Danach-Strang“ hat mir beim Lesen immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. Zum Schluss ergibt aber alles Sinn.

Auch wenn ich verstehe, was Splinter antreibt, finde ich ihn einfach unsympathisch und bin eher Team Sora. Sie steckt voller Überraschungen und ist so viel stärker, als man zunächst vermutet. Gleichzeitig kommen in ihrem Part der Geschichte auch ganz unerwartet emotionale Momente. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Ich habe nach dem Ende auf jeden Fall Redebedarf und werde noch ein Weilchen brauchen, um alles zu verarbeiten.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Ein unerwartetes Leseerlebnis

Daisy Jones & The Six
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„Wir lieben schöne, kaputte Menschen. Und kaputter oder im klassischen Sinne schöner als Daisy Jones ging es kaum.“ (S. 12)


Worum geht’s?

Daisy Jones erlebt keine besonders behütete Kindheit. Ihr ist ...

„Wir lieben schöne, kaputte Menschen. Und kaputter oder im klassischen Sinne schöner als Daisy Jones ging es kaum.“ (S. 12)


Worum geht’s?

Daisy Jones erlebt keine besonders behütete Kindheit. Ihr ist schon früh klar, dass sie mit ihren eigenen Songs berühmt werden möchte. Schön, willensstark und mit einer starken Stimme gesegnet, schafft sie es auf sich aufmerksam zu machen. Als sie mit The Six auftritt, zeigt sich schnell: Zwischen ihr und Leadsänger Billy Dunne gibt es eine besondere Spannung, die die Fans feiern. Doch die Zusammenarbeit der beiden ist alles andere als einfach.


Wie war’s?

Das Buch ist für mich absolut ungewöhnlich aufgebaut. Es besteht aus fiktiven Interviewzusammenschnitten der einzelnen Charaktere, wodurch ich zunächst ziemlich skeptisch war, ob überhaupt Spannung und ein Erzählfluss aufgebaut werden können. Jetzt kann ich sagen: Ja, das geht! Und im Nachhinein finde ich die Idee genial!
Taylor Jenkins Reid schafft es durch diesen außergewöhnlichen Erzählstil Story und Charaktere so authentisch wirken zu lassen, dass man sich doch wiederholt ins Gedächtnis rufen muss, dass alles nur fiktiv ist. Selbst bei kurzen Erzählpassagen bekommen auch Nebenfiguren so emotionale Tiefe und der Leser die subjektiven Sichtweisen und Gefühle sehr gut zu fassen. Der Erzählstil ist ganz klar die besondere Stärke dieses Buches. Dazu gehören natürlich auch kleine Widersprüche durch die subjektiven Erinnerungen 😉
Den Handlungsverlauf empfand ich nicht großartig überraschend, aber dennoch nicht langweilig. (Stop! Stimmt nicht ganz. Einen völlig unerwarteten Plotttwist gibt es!) Im Fokus stehen hier vielmehr die zwischenmenschlichen Beziehungen. Emotional hat mich das Buch völlig mitgerissen.
Ich bin begeistert und möchte mehr von Taylor Jenkins Reid lesen!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Humorvoll, emotional und Unterhaltsam

Hot Mess
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„Warum geht es in all den traurigen Filmen und Songs eigentlich immer um gescheiterte Liebe? Zerbrochene Freundschaften waren weitaus schmerzhafter und komplizierter.“ (Kapitel 35)



Worum geht’s ?

Drei ...

„Warum geht es in all den traurigen Filmen und Songs eigentlich immer um gescheiterte Liebe? Zerbrochene Freundschaften waren weitaus schmerzhafter und komplizierter.“ (Kapitel 35)



Worum geht’s ?

Drei verschiedene Frauen, drei verschiedene Lebenssituationen. Lexi, Claire Joanne sind drei junge Frauen Ende 20/ Anfang 30, kennen sich nicht, aber haben eines gemeinsam: Sie stellen alle drei fest, dass sich ihre Leben derart verändert haben und damit auch die Erwartungen, die sie an ihre Freundschaften haben. Als sich die Wege der drei kreuzen, müssen sie entscheiden, wie es für sie weitergehen soll.


Wie war’s ?

Sophie White bringt es völlig auf den Punkt: Freundschaften sind im Leben oft prägender, als die Liebe und trotzdem kommt ihr meist eine viel geringere Bedeutung zu. Die Thematik hat mich also völlig abgeholt. Sophie White zeichnet mit Lexi, Claire und Joanne drei völlig unterschiedliche Charaktere, die teilweise ein wenig überspitzt dargestellt werden. Sie befinden sich in toxischen Freundschaften und versuchen einen Weg zu finden, damit umzugehen. Zum Ende entwickelt sich die Handlung nochmal in eine anfangs unerwartete Richtung.

Sophie White schreibt humorvoll und witzig und dann wieder überraschend emotional. Ich habe gelacht, geschmunzelt, mich über den ein oder anderen Charakterzug geärgert und gewundert und zum Schluss auch ein Tränchen verdrückt. Trotz ernster Themen, die Sophie White aufgreift, gelingt es ihr diesen die Schwere zu nehmen.
Einen Kritikpunkt gibt es jedoch: Die dargestellte Normalisierung oder Verharmlosung von Drogenkonsum. Finde ich persönlich immer schwierig… Nichtsdestotrotz: Eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Eine Welt voller Mythen und Monster

Shield of Sparrows
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„Was, wenn ich springen würde? Würde es jemanden kümmern? Nein. Nicht, wenn es um mich ging. Nicht um die falsche Prinzessin von Quentis.“ (Kapitel 1)



Worum geht’s?

Eigentlich sollte Odessas Schwester ...

„Was, wenn ich springen würde? Würde es jemanden kümmern? Nein. Nicht, wenn es um mich ging. Nicht um die falsche Prinzessin von Quentis.“ (Kapitel 1)



Worum geht’s?

Eigentlich sollte Odessas Schwester Mae den Prinzen von Turah heiraten und damit ihre Aufgabe als Sparrow erfüllen, damit der Frieden in Calandra aufrecht erhalten werden kann. Doch als der Prinz mit seinem mysteriösen Begleiter, dem Hüter, in Quentis eintrifft, fordert er Odessas Hand. Also muss Odessa in kurzer Zeit viel lernen und schnell stellt sie fest, dass viele Mythen und Legenden über Monster und Götter einen wahren Kern haben und sie viel zu lange von ihrer eigenen Familie im Dunkeln gelassen wurde.



Wie war’s?

Zuallererst: Wie schön ist bitte dieses Cover? Mir gefällt es so unglaublich gut, wie es je nach Lichteinfall schimmert. Aber davon abgesehen, hat mich auch der Inhalt überzeugt.

Ich muss gestehen, dass es mir dieses Mal wahnsinnig schwer fällt, den Inhalt kurz und knapp wiederzugeben. Denn tatsächlich ist es doch recht verworren und es sind mehrere Aspekte für die Handlung relevant. Das mag vielleicht nach einer komplizierten Handlung klingen, sie ist aber von Anfang an nachvollziehbar aufgebaut, der rote Faden gleich erkennbar. Auch der Schreibstil hat es mir leicht gemacht in die Welt einzutauchen. Gleichzeitig lässt die Story viel Spielraum für eigene Vermutungen, so dass man einfach weiterlesen muss, weil man natürlich wissen will, wie es denn nun wirklich ist! Und ja, wir bekommen Antworten und es gibt einige Plottwists. Aber einiges bleibt auch noch ungeklärt, sodass ich auf jeden Fall jetzt schon auf den nächsten Band hin fiebere!

Was mir auch sehr gefällt, ist das Worldbuilding. Es ist ausgefeilt, es gibt Monster und magische Wesen, Mythen und Legenden. Und obwohl wir mit Odessa schon viel über die Welt in Erfahrung bringen können, bleibt hier noch jede Menge Potential für die Folgebände.

Zu den Protagonisten: Odessa ist eine sehr sympathische Protagonistin, weil sie zunächst eher „normal“ erscheint, ohne großartige Fähigkeiten. Sie macht eine charakterliche Entwicklung durch und wird zunehmend sicherer und selbstbewusster. Auch die Tension zwischen Odessa und ihrem Loveinterest ist direkt fühlbar. Die Beziehung entwickelt sich sehr slow. Das ist für mich definitiv ein Pluspunkt, denn ich habe es deutlich lieber, wenn die Handlung im Fokus steht. Daher sind die Spice-Szenen für mich auch ein Manko. Auf mich haben sie deplatziert und künstlich gewirkt und ich empfand sie als nicht notwendig. Zum Glück hielten sie sich sehr in Grenzen.

Ich bin supergespannt, wie sich die Story weiterentwickeln wird. Für mich definitiv eine absolut lohnenswerte Story, mit kleinen Abzügen im Romance-Part.

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