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Veröffentlicht am 31.01.2026

Perfekt für die Schultüte

Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box
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Die „Große Leseraben-Box“ von Ravensburger ist ein liebevoll zusammengestelltes Set, das sich ideal zur Begleitung des Lesestarts in der 1. Klasse eignet. In der Box befinden sich zwei Bücher bzw. Hefte ...

Die „Große Leseraben-Box“ von Ravensburger ist ein liebevoll zusammengestelltes Set, das sich ideal zur Begleitung des Lesestarts in der 1. Klasse eignet. In der Box befinden sich zwei Bücher bzw. Hefte für Erstleser, ein Rätselheft zum Buchstabenlernen bzw. -verinnerlichen, ein ABC-Poster, ein Memory aus stabilem Karton, ein Silben-Quartett, ein Leselineal, ein Stickerbogen, zwei Ausmal-Postkarten, ein Bitte-nicht-stören-Türschild sowie eine kleine Überraschungsfigur zum Zusammenstecken.

Das Hauptlesebuch ist zwar nicht gebunden, überzeugt aber durch seine klare Gestaltung mit durchgängiger Silbentrennung in Schwarz und Rot, was das Lesenlernen und das Leseverständnis erleichtern soll. Inhaltlich geht es um drei kurze Baumhausgeschichten, die mit wirklich schönen, kindgerechten Illustrationen versehen sind. Am Ende laden zusätzliche Rätsel zum Mitmachen ein. Auch das kleine Erstleseheft zum Thema erster Schultag ist thematisch sehr passend und ebenso liebevoll gestaltet.

Besonders positiv fällt auf, wie durchdacht die Box insgesamt ist: Neben dem Lesen stehen spielerische Lernangebote im Vordergrund, deren Schwierigkeitsgrad sich voneinander unterscheidet. Das Memory und das Silben-Quartett sollen das Lesen auf spielerische Weise fördern, wobei man für das Memory bereits einfache Wörter erkennen können muss. Das Rätselheft und das ABC-Poster eignen sich meiner Meinung nach auch gut zur behutsamen Vorbereitung vor der Einschulung.

Ob man die Materialien schon vor der Schule nutzt, hängt stark vom Kind ab – hier scheiden sich bekanntlich die Geister. Insgesamt überzeugt die Box jedoch durch ihre kindgerechte Gestaltung, das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und den niedlichen Leseraben. Eine sehr schöne Idee für die Schultüte und ein motivierender Begleiter für das erste Schuljahr unseres Neffen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

He falls first

Rival Darling
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"Rival Darling" ist eine süße, winterliche Sportsromance, die ich regelrecht weggesuchtet habe. Die Geschichte dreht sich um Violet und Reed, die auf rivalisierende Schulen gehen, und wird in wechselnden ...

"Rival Darling" ist eine süße, winterliche Sportsromance, die ich regelrecht weggesuchtet habe. Die Geschichte dreht sich um Violet und Reed, die auf rivalisierende Schulen gehen, und wird in wechselnden Kapiteln aus beiden Perspektiven erzählt, was mir besonders gut gefallen hat, da man so beiden Figuren sehr nahekommt.

Reed ist der Kapitän der Eishockeymannschaft seiner Schule und hat einen extrem schlechten Ruf, den er bewusst für sich nutzt. Schnell wird jedoch klar, dass hinter dem Bad-Boy-Image eigentlich eine absolute Green Flag steckt und ich habe ihn direkt ins Herz geschlossen. Er benutzt diese Fassade vor allem, um sich selbst zu schützen, doch Violet schlägt wie ein Blitz bei ihm ein und er verliebt sich im Prinzip sofort in sie.

Violet lebt erst seit Kurzem bei ihrem Onkel und ihrer Cousine, da ihre Mutter beruflich nach Europa musste. Dort verbringt sie nun ihr Abschlussjahr an einer neuen Schule. Nachdem sie ihren Freund Jeremy – Kapitän des Eishockeyteams ihrer Schule – dabei erwischt, wie er auf einer Party mit einer anderen rummacht, macht sie Schluss. Jeremy akzeptiert das allerdings nicht und lässt sie nicht in Ruhe. Eigentlich will sie nie wieder einen Sportler Daten, aber um Jeremy loszuwerden, geht Violet eine Fake-Dating-Vereinbarung mit Reed ein. Wie zu erwarten bleiben echte Gefühle dabei natürlich nicht aus.

Die Geschichte ist zuckersüß, perfekt für die Winterzeit und mit viel Charme und leichtem Witz geschrieben. Besonders gefallen haben mir auch die vielen Nebenfiguren, wie Violets Cousine oder Reeds Brüder, die der Story Wärme und Humor verleihen.

Kleiner Kritikpunkt: Manchmal hat mich Violet ein wenig genervt, und manches Drama hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen. Trotzdem war die Geschichte durchgehend sehr unterhaltsam, weshalb das für mich kaum ins Gewicht fällt.

Ich freue mich jetzt schon extrem auf die Fortsetzung - dann wird es um Reeds Zwillingsbruder gehen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Weihnachten bei der Stranger Times - was soll da schon schiefgehen?

Ring the Bells
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"Ring the Bells" ist der nunmehr 5. Teil der Stranger Times Reihe und für mich ein weiterer Beweis dafür, dass CK McDonnell sein ganz eigenes, einzigartiges Genre gefunden hat: eine Mischung aus überdrehtem ...

"Ring the Bells" ist der nunmehr 5. Teil der Stranger Times Reihe und für mich ein weiterer Beweis dafür, dass CK McDonnell sein ganz eigenes, einzigartiges Genre gefunden hat: eine Mischung aus überdrehtem schwarzem Humor, liebevoll schrägen Figuren und einer überraschend emotionalen Tiefe, die mich immer wieder unvorbereitet erwischt. Genau das zeigt sich in diesem Band noch stärker als zuvor.

Unser geliebtes A-Team der Stranger Times sieht sich diesmal mit doch sehr unüblichen weihnachtlichen Herausforderungen konfrontiert, denn der Gott Zalas wird von einem übereifrigen Buchclub zurück auf die Erde beschworen und versucht, Gläubiger um sich zu scharen und mit der gewonnenen Kraft, Chaos zu stiften. Was eignet sich da besser als ein Winterwunderland, um gläubige Kinder anzulocken? Die Mitglieder der Stranger Times müssen schnell aktiv werden, um dem Einhalt zu gebieten!

Der Autor wirft uns zu Beginn wieder in mehrere Handlungsstränge, die in der gewohnten Stranger-Times-Manier chaotisch, absurd und gleichzeitig spannend sind. Ob Stella im emotionalen Grenzbereich oder das A-Team in vollem Einsatzmodus: Es knistert an allen Ecken und Enden. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Figur Manny neben der Haupthandlung diesmal im Vordergrund stand und wir alles über seine Vorgeschichte erfuhren. Dies verlieh dem Roman einen ernsten, fast stillen Unterton, der mich sehr berührte.

Gleichzeitig lieferte der Roman einige der witzigsten und absurdesten Szenen der Reihe: Zalas, der toxische Gott auf Sinnsuche, gelebte Weihnachtsmarkt-Anarchie, Einhörner und und und. Es ist dieses Gleichgewicht aus völliger Albernheit und unerwarteter Emotionalität, das mich jedes mal ans Buch fesselt.

Die Figuren glänzen wie immer und jede/r auf seine eigene Art und wir treffen viele alte Bekannte wieder. Auch, wenn das Finale zum Ende des Romans für meinen Geschmack fast unerwartet problemlos verlief, bin ich dennoch sehr begeistert vom Stranger-Times-Christmas-Spirit. Wie gewohnt, blieben auch diesmal einige Fragen unbeantwortet. Dies schürt die Vorfreude auf den nächsten Band.

Fazit: "Ring the Bells" versprühte für mich urkomischen Weihnachtscharme, war dabei aber nicht nur witzig, sondern auch überraschend bewegend und in jeder Hinsicht ein Gewinn. CK McDonnell schafft es in jedem Roman, neue Figuren und magische Situationen zu schaffen, dass sich nie Langeweile oder das Gefühl einstellt, etwas schon zu kennen/mal gelesen zu haben. Auch dieser Ideenreichtum führte dazu, dass mir, je näher das große Finale rückte, umso schmerzlicher bewusst wurde, wie schwer der Abschied von dieser brillanten, verrückten Welt sein wird. Ich fiebere schon jetzt dem nächsten Band entgegen und wünschte, die Reihe würde nie enden!

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Originelle Märchenadaptation mit viel Fantasie

Dornenhecke
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T. Kingfishers „Dornenhecke“ ist eine märchenhafte Novelle, die klassische Motive geschickt auf den Kopf stellt. Besonders berührt hat mich die Hauptfigur Krötling, die trotz ihres einsamen Daseins und ...

T. Kingfishers „Dornenhecke“ ist eine märchenhafte Novelle, die klassische Motive geschickt auf den Kopf stellt. Besonders berührt hat mich die Hauptfigur Krötling, die trotz ihres einsamen Daseins und der Verantwortung, einen wichtigen Zauber aufrechtzuerhalten, menschlich und greifbar wirkt. Ihr Bedürfnis nach Zuwendung und Kommunikation führt zu Ereignissen, die sie nicht mehr aufhalten kann.

Die Geschichte besticht durch den bildhaften, fließenden Schreibstil und die vielen originellen Fantasyfiguren – ein göttlicher Mondscheinhase ist nur eines von zahlreichen Details, die die Welt lebendig machen. Auch die Darstellung verschiedener Feenarten zeigt die Fantasie der Autorin und hebt die Novelle deutlich von klassischen Märchen ab. Besonders gelungen fand ich den harmonischen Wechsel zwischen Krötlings Erinnerungen und der Gegenwart, der die Erzählung lebendig und abwechslungsreich macht.

Die Rollen von Gut und Böse werden auf erfrischende Weise vertauscht und das Ende der Novelle hat mich sehr überrascht.

Insgesamt hat mich „Dornenhecke“ verzaubert. Die Novelle ist sanft, fantasievoll und originell geschrieben und macht Lust, mehr von T. Kingfisher zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Familienchaos on Tour

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Wer schon einmal mit der ganzen Familie zu einer Familienfeier gefahren ist, weiß: Das kann ganz schön turbulent werden. In diesem Buch – beziehungsweise Hörbuch – wird diese Alltagssituation auf herrlich ...

Wer schon einmal mit der ganzen Familie zu einer Familienfeier gefahren ist, weiß: Das kann ganz schön turbulent werden. In diesem Buch – beziehungsweise Hörbuch – wird diese Alltagssituation auf herrlich humorvolle Weise auf die Spitze getrieben.

Marc-Uwe Kling liest sein Werk selbst, was den ohnehin schon pointierten Text noch lebendiger macht. Sein unverwechselbarer Tonfall, der charmant zwischen trockenem Humor und leiser Ironie pendelt, sorgt dafür, dass man schon nach wenigen Minuten grinsend zuhört.

Die Geschichte führt uns diesmal mit der Familie rund um Tiffany auf einen Roadtrip zur Hochzeit der Tante. Im Auto sitzen Mama, Papa, Oma, Opa und die Geschwister Tiffany und Luisa – und natürlich Max, der am Abend zuvor ordentlich gefeiert hat. Die Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten: Max beschert der Familie eine mehr als „duftende“ Fahrt.

Besonders gelungen sind die liebevollen Eigenheiten der Figuren: der Opa mit seinen Kommentaren, die Oma, die ständig ihr Handy sucht, und der Vater, der sich über alle aufregt. Diese kleinen Macken machen die Charaktere herrlich greifbar – und erinnern einen an die eigene Familie.

Obwohl das Buch offiziell ein Kinderbuch ist, eignet es sich wunderbar für alle Altersgruppen. Die Situationen sind so alltagsnah, dass man sich unweigerlich wiedererkennt, ob als Kind auf der Rückbank oder als gestresster Elternteil am Steuer. Oder als kinderlose Tante, die herzhaft (mit-)lachen kann ;)

Fazit: Ein wunderbar unterhaltsames Hörbuch mit jeder Menge Humor und einer Prise Chaos, wie man es nur von echten Familienausflügen kennt. Wer schon die anderen Werke von Marc-Uwe Kling liebt, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen.

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