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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Puh!

Das Signal
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Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für ...

Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für mich … tja, leider überraschend langweilig.
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Darum geht’s: Viola verliert bei einem Unfall ein Bein. Sie ist daraufhin erstmal gefangen im eigenen Haus und hat mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Sie misstraut ihrer Pflegerin und zunehmend auch ihrem Mann. Viola beginnt Adam zu tracken…
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Ursula Poznanski setzt in ihren Thrillern auf Themen, die am Nabel der Zeit sind. Vergleichbar mit Strobel. Der hat mich in den letzten Jahren allerdings immer mehr verloren. Und dieses Schicksal erleidet jetzt wohl leider auch Ursula Poznanski. Auch ihr will es bisher einfach nicht gelingen mich mit der Herangehensweise an Themen wie KI und GPS-Tracking zu begeistern.
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Was ich Ursula Poznanski nicht absprechen kann und will, ist ihr guter und flüssig zu lesender Schreibstil. Aber darüber hinaus hat mich DAS SIGNAL einfach Null erreicht. Das digitale Katz-und-Maus-Spiel hat auf mich wenig prickelnd gewirkt. Die einbeinige Protagonistin Viola fand ich zu Beginn noch recht interessant, weil einfach mal anders. Aber irgendwie hat sie mich dann mit ihrem insgesamt sehr unterkühlt wirkenden Denken und Handeln überhaupt nicht mitgenommen.
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Für mich war DAS SIGNAL nicht das, was versprochen wurde - weder ein Domestic Noir-Psychothriller vom Feinsten noch ein Technologie-Thriller, der mir vor Spannung den Atem raubt. Auf beiden Ebenen ist nicht viel bei mir angekommen. Ursula Poznanski kann es wirklich besser. Ihre sich stetig steigernde Krimi-Trilogie um die Wiener Mordkommission (STILLE BLUTET, BÖSES LICHT & TEUFELSTANZ) mochte ich zum Beispiel gerne. Die Hoffnung, dass mich also auch ein Stand Alone von ihr begeistern kann, stirbt zuletzt…

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ohne Pfiff

Sturmmeer
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Meine Erwartungen an den neuen Thriller von Stina Westerkamp waren groß. Mit NACHTFLUT hatte mich die Autorin zuvor bereits begeistern können. Da war ich eigentlich davon ausgegangen, dass STURMMEER quasi ...

Meine Erwartungen an den neuen Thriller von Stina Westerkamp waren groß. Mit NACHTFLUT hatte mich die Autorin zuvor bereits begeistern können. Da war ich eigentlich davon ausgegangen, dass STURMMEER quasi ein Selbstläufer wird. Hinter dieser Hoffnung ist das Buch aber weit zurückgeblieben.
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Darum geht’s: Ella freut Sich auf einen romantischen Segeltörn mit ihrem neuem Freund Jan. Allerdings findet Ella sich bald in einer bedrohlichen Lage wieder. Wird sie sich daraus retten können?
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Die Prämisse ist gut. Aber irgendwie wird nichts daraus gemacht. Stina Westerkamp ist wieder bemüht eine spannende und mitreißende Atmosphäre zu schaffen – nur gelingt es ihr diesmal nicht. Ich bin weder mit der Story noch mit den Charakteren warm geworden. In STURMMEER bleibt alles irgendwie an der Oberfläche. Nichts wirkt richtig greifbar. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, wobei ich aber keiner der jeweiligen Personen irgendwie nähergekommen bin. Es gibt eine Bedrohungslage. Es gibt Geheimnisse. Und trotzdem haben mir die großen Spannungsmomente gefehlt. Die Story erscheint im Laufe der Handlung zunehmend konstruiert und dreht sich teilweise auch extrem um die eigene Achse.
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STURMMEER lässt sich sehr schnell mal eben so zwischen Tür und Angel konsumieren. Für Zwischendurch mag es reichen, aber ein Knaller ist der Thriller nicht. Eher ein Paradebeispiel für ein Buch, dass man nach dem Lesen zuschlägt und dann auch ruckzuck wieder vergessen hat.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Das Problem mit der Länge

Sturmschreie
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Ein grausamer Mord, ein Mädchen auf der Flucht und die Frage, was ein Menschenleben wert ist. STURMSCHREIE Band vier der Reihe um die schwedische Kommissarin Idun Lind. Ich bin ja grundsätzlich ein Fan ...

Ein grausamer Mord, ein Mädchen auf der Flucht und die Frage, was ein Menschenleben wert ist. STURMSCHREIE Band vier der Reihe um die schwedische Kommissarin Idun Lind. Ich bin ja grundsätzlich ein Fan skandinavischer Krimis und Thriller und auch in diese Reihe war ich anfangs mit großer Begeisterung gestartet. Schade ist nur, dass Tina N. Martin mich jetzt als Leserin zunehmend zu verlieren scheint. Der neue Fall hat mir jedenfalls nicht sonderlich gut gefallen. Das liegt nicht am Schreibstil der Autorin. Den mag ich weiterhin sehr gerne. Und zu Beginn des Buches hatte ich auch Hoffnung, dass die Geschichte mich wieder packen kann. Das konnte sie dann aber nicht.
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Darum geht’s: Im Fluss bei Harads wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Die Spur führt in das nahe gelegene Flüchtlingslager…
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Hier hat sich wieder das Problem aufgetan, dass ich schon beim dritten Band der Reihe hatte: Die Länge. Wenn sich bei an die 600 Seiten dann noch erzählerische und handlungstechnische Längen auftun, zieht es sich halt wie Kaugummi. Genau das ist hier der Fall. Nach etwa einem Drittel habe ich das Interesse verloren und bin zunehmend nur noch durch die Seiten gehuscht. Die anfänglich vorhandene Spannung war wie weggeblasen. Die Story in der Gegenwart hat mir noch gefallen. Die Rückblenden auf das Schicksal eines Mädchens im kriegsgebeutelten Syrien haben mich dagegen nicht gepackt. Diese Passagen sind aber zentral für die Handlung. Und damit ist das Buch bei mir dann halt durchgefallen. Irgendwie hat mir hier das Besondere gefehlt. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Für mich war der Handlungsverlauf größtenteils und langweilig und langatmig. Auch die Ermittlerfiguren und ihre Weiterentwicklung fand ich diesmal uninteressant.
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Fazit: STURMSCHREIE ist für mich der bislang schwächste Teil der Reihe. Ich bin mir noch unsicher, ob ich den nächsten Teil noch lesen werde.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Ausbaufähig

Flüsternde Erinnerungen
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Bei FLÜSTERNDE ERINNERUNGEN handelt es sich um den zweiten Jugend-Psychothriller von Monalishan Santhalingam. Der Autor ist von sich aus auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich sein Buch lesen und ...

Bei FLÜSTERNDE ERINNERUNGEN handelt es sich um den zweiten Jugend-Psychothriller von Monalishan Santhalingam. Der Autor ist von sich aus auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich sein Buch lesen und rezensieren möchte. Und weil ich gerne auch mal was Neues lese, nichts gegen Selfpublishing habe und der Klappentext sich gut angehört hat, habe ich zugesagt. Wer Anfragen an mich richtet, weiß aber auch, dass ich ehrlich meine Meinung sage. Das fällt mir nicht immer leicht. Und so einen Fall habe ich jetzt hier mal wieder. Leider hat das Buch nämlich nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen.
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Darum geht’s: Auf einer Wandertour durch den Harz vor sieben Jahren sind Jojos Freunde spurlos verschwunden. Jojo selbst wurde blutüberströmt im Wald gefunden – ohne Erinnerung an das, was passiert ist. Als er wieder in seine Heimat zurückkehrt, kommt er weiteren mysteriösen Vermisstenfällen auf die Spur. Langsam kehrt die Erinnerung zurück…
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Die Grundidee ist gut. Trotzdem hat mich die Story gleich an mehreren Punkten verloren. Der Psychothriller mit düsterer Atmosphäre und Spannung hat sich mir hier nicht vermittelt. Dabei wird eigentlich alles sehr ausführlich und eingehend beschrieben. Für mich war es aber zu ausladend. Der Handlungsverlauf hat sich für mein Empfinden doch sehr gezogen und ist nicht so richtig auf den Punkt gekommen. Außerdem bin ich immer wieder über den Schreibstil gestolpert, bei dem ich einige Formulierungen recht seltsam fand. Mein Sprachgebrauch ist da ein anderer.
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Das Buch war leider nicht meins. Ein Blick auf andere Rezensionen zeigt allerdings, dass ich mit meiner Meinung wohl ein vereinzelter Ausreißer nach unten bin. Andere Bewertungen fallen jedenfalls sehr positiv aus. Das macht mir die Sache etwas leichter und zeigt, dass sich jeder eben sein eigenes Bild machen sollte. Was ich sage, ist nicht der Maßstab aller Dinge. Probiert es einfach aus, wenn euch das Buch interessiert.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Wieder nichts

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Da ist er wieder, der alljährliche neue Stand Alone-Thriller von Arno Strobel. Gelesen wie immer aus über die Jahre gewachsener Verbundenheit. Und weil Arno einfach so ein netter und sympathischer Typ ...

Da ist er wieder, der alljährliche neue Stand Alone-Thriller von Arno Strobel. Gelesen wie immer aus über die Jahre gewachsener Verbundenheit. Und weil Arno einfach so ein netter und sympathischer Typ ist. Deshalb freue ich mich auch, ihn im September bei einer Lesung endlich mal live zu erleben. Was aber nicht automatisch bedeutet, dass ich seine Bücher in den höchsten Tönen lobe. Die letzten Werke mussten von mir eigentlich alle ziemlich viel Kritik einstecken. Und auch WELCOME HOME werde ich euch jetzt hier nicht als Must Read verkaufen. Das ist der Thriller nämlich definitiv nicht – also, für mich zumindest.
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Darum geht’s: Ines und Marco Winkler beziehen mit ihrer kleinen Tochter Emilia ihr Eigenheim in der Neubausiedlung Auf Mons im Spessart. In der Nachbarschaft finden sie schnell Anschluss. Allerdings fühlen die Winklers nachts im Schlaf beobachtet und sehen Schatten im noch leerstehenden Nachbarhaus. Am nächsten Tag wird eine Leiche gefunden. Und es bleibt nicht die einzige…
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Okay, eigentlich hört sich schon die Inhaltsangabe nicht so richtig prickelnd an. Aber es hätte ja trotzdem was werden können, oder? Aber, leider nein. Ich habe bewusst zum neuen Strobel gegriffen, weil seine Thriller eigentlich immer einfach und schnell zu lesen sind. Das trifft auch auf WELCOME HOME zu. Darüber hinaus hat mich das Buch aber ziemlich genervt. An der Handlung habe ich nach anfänglicher Neugier und Spannung schnell das Interesse verloren. Die Charaktere fand ich nervig, weil sie in meinen Augen unglaubwürdig agiert haben. Und die Dialoge habe ich größtenteils einfach nur als seltsam und komplett gestellt empfunden.
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Augen zu und durch war hier das Motto. Und damit war WELCOME HOME leider wieder kein Strobel für mich. Schade, schade. Aber die Lesung wird bestimmt toll. Wer weiß, vielleicht kann sie sogar dazu beitragen, dass ich das Buch im Nachhinein doch nochmal in einem etwas anderen Licht sehe…

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