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Veröffentlicht am 18.10.2025

Tolle Fortsetzung und Abschluss der roten Nachfalter-Dilogie

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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Inhalt:
Rune ist gemeinsam mit den anderen Hexen geflohen. Nach wie vor schmerzt der Verrat durch den Hexenjäger Gideon. Doch schneller als erwartet stehen sie sich wieder gegenüber und sind gezwungen ...

Inhalt:
Rune ist gemeinsam mit den anderen Hexen geflohen. Nach wie vor schmerzt der Verrat durch den Hexenjäger Gideon. Doch schneller als erwartet stehen sie sich wieder gegenüber und sind gezwungen zusammenzuarbeiten. Beide können den Verrat des jeweils anderen nicht so einfach vergessen. Aber die Zuneigung zueinander können sie ebenfalls nicht abstreiten. Genügt ein gemeinsamer Feind, um ihre Vergangenheit zu überwinden?

Meinung:
Die Handlung der Fortsetzung von Heartless Hunter setzt unmittelbar nach dem Ende von Teil 1 an. So ist man wieder direkt im Geschehen. Der Einstieg fiel mir dadurch sehr leicht und ich fand es toll zu lesen, wie es mit Rune und Gideon weitergeht. Beide sind, nachdem sie erneut aufeinander treffen, hin und her gerissen zwischen dem, was ihnen ihr Kopf sagt und dem was ihr Herz fühlt. Die Zerrissenheit der beiden ist toll beschrieben und lässt einen mitfiebern. Beide Figuren machen in Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch, die sehr nachvollziehbar und eindrücklich geschildert wird. Die Anziehung zwischen den Figuren und auch der ständige Wechsel zwischen den POVs bauen eine tolle Spannung auf, während der man seine Theorien zum weiteren Verlauf immer wieder bestätigt bekommt oder ganz und gar verwerfen muss. Irgendwann habe ich bereits geahnt, worauf es hinausläuft. Dennoch war der weitere Verlauf spannend zu lesen. Etwas überraschend hat das Buch dann für mich geendet, ich hätte gerne noch ein bisschen mehr von Gideon und Rune gelesen.
Wie auch bereits in Band 1 spielt das Magiesystem eine weitere große Rolle und das Worldbuilding wird noch etwas ausgebaut.

Etwas gestört haben mich die durchaus recht kurzen Kapitel, auch wenn dadurch natürlich durch den ständigen Wechsel der Sichtweisen eine große Spannung aufgebaut wurde. Da ich das erste Buch als Hörbuch gehört habe, ist mir das vermutlich nun erst beim Lesen aufgefallen. Der erste Band hat mir daher etwas besser gefallen als Band 2. Nichtsdestotrotz eine tolle Fortsetzung und wunderbarer Abschluss der Dilogie. Rune und Gideon sind mehr sehr ans Herz gewachsen und ich habe die Geschichte der beiden sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Toller Auftakt

Blood and Steel
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Inhalt:
Althea lebt in einer Welt, in der Frauen keine Waffen tragen dürfen, denn laut einer Prophezeiung würden sie dadurch Finsternis über die Welt bringen. Thea, deren Tod in drei Jahren vorausgesagt ...

Inhalt:
Althea lebt in einer Welt, in der Frauen keine Waffen tragen dürfen, denn laut einer Prophezeiung würden sie dadurch Finsternis über die Welt bringen. Thea, deren Tod in drei Jahren vorausgesagt wurde, denkt jedoch gar nicht daran sich diesen Vorgaben zu unterwerfen. Sie hat ein Ziel bevor sie stirbt, eine legendäre Kriegerin werden. Und während sie allen Widrigkeiten zum Trotz für ihr Ziel trainiert und dabei mehr als einmal knapp dem Tod entgeht, kann sie die Anziehung zum begnadeten Schwertmeister Wilder Hawthorne nicht länger leugnen. Doch welche Zukunft bietet sich überhaupt für Thea mit der Gewissheit bald sterben zu müssen?

Meinung:
Blood and Steel ist ein toller Fantasy-Roman mit mittelalterlichem Setting und einem gelungenen Worldbuilding. Der Schreibstil von Helena Scheuerer hat mir gut gefallen und ich habe leicht in die Geschichte gefunden. Etwas ungewohnt war die Erzählerperspektive sowie zwischendurch immer wieder Einschübe aus Wilders Sicht. Dennoch haben gerade diese Kapitelabschnitte für einiges an Klarheit gesorgt. Das Buch ist aus der 3. Erzählerperspektive aus Theas Sichtweise geschrieben.
Thea ist eine starke, selbstbewusste FMC, die sich gegen die Vorgaben der Herrschenden auflehnt und allen Widrigkeiten zum Trotz an ihrem Ziel fest hält. Ab und an erschien sie mir etwas naiv und gleichzeitig doch sehr abgeklärt. Sie nimmt sich was sie will und steht für ihre Entscheidungen ein.
Wilder ist ein typischer anfangs sehr mürrischer und geheimnisvoller MMC, der jedoch nach und nach auftaut und dem man seine vorherigen Erlebnisse, die ihn entschieden geprägt haben, bereits von Beginn an erahnen kann.
Die Storyentwicklung hat mir gut gefallen und es sind einige Fragen offengeblieben, ohne einen am Ende des Buches unzufrieden zurückzulassen. Es bleibt genug offen, um auf die weiteren Bände neugierig zu machen.
Mit Blood and Steel hat Helena Scheuerer einen tollen Reihen-Auftakt geschaffen. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Eine Anmerkung zum Print-Exemplar, die Veredelung des Buchtitels ist sehr empfindlich und kann sich beim Lesen ablösen. Daher entweder das Buch sehr vorsichtig behandeln oder in einen Schutzumschlag packen, wenn die Veredelung erhalten bleiben soll.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Berührende Liebesgeschichte mit wichtigen Themen

Falling Like Stars
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Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag begräbt Rowan all ihre Träume. Ihr Leben ist geprägt von Reue und Schuldgefühlen. Bis sie eines Tages als Produktionsassistentin bei einem Dreh dem gefeierten Hollywood-Star ...

Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag begräbt Rowan all ihre Träume. Ihr Leben ist geprägt von Reue und Schuldgefühlen. Bis sie eines Tages als Produktionsassistentin bei einem Dreh dem gefeierten Hollywood-Star Zachary Butler begegnet. Und zum ersten Mal seit langem berührt jemand ihr Herz. Doch auch Zach, der sich ebenfalls zu Rowan hingezogen fühlt, hat mit Problemen zu kämpfen, von denen niemand weiß. Rowan weiß, dass wenn sie eine Chance mit Zach haben möchte, sie sich erst ihrer Vergangenheit und ihren selbstmanmipulativen Angewohnheiten stellen muss.

Meinung:
Falling like Stars von Emma Scott ist eine tolle, berührende Liebesgeschichte mit heftigen Schicksalsschlägen und Erfahrungen der Protagonisten. Hier werden tiefe Traumata aufgearbeitet und es werden Wege aufgezeigt, wie diesen begegnet werden kann. Falling like Stars ist keine einfache, romantisierte Geschichte, denn sie handelt von massiven, emotionalen Erlebnissen, die die Figuren erleben und zu überwinden haben. Emma Scott ist es gelungen ihren Charakteren Leben einzuhauchen, sodass man sowohl mit Rowan, als auch mit Zach fast hautnah mitfühlen kann. Beide Figuren sind toll beschrieben und man spürt, dass sie jeweils von ihren Erlebnissen auf ganz eigene Art und Weise gezeichnet sind. Es ist schön zu lesen, wie sie gemeinsam und dabei doch jeder für sich selbst versuchen ihre Traumata zu überwinden und nach vorne zu schauen.
Teilweise waren mir die Schilderungen der Überwindung der beschriebenen Situationen zeitlich etwas zu schnell. Vor allem Rowans Trauma und ihr Umgang damit waren mit zeitlich fast zu schnell abgearbeitet. Das kam mir beim Lesen etwas unrealistisch vor.
Alles in allem war Falling like Stars ein toller, tiefgründiger Roman mit einer süßen Liebesgeschichte, die einen auch nach Beenden des Buches noch beschäftigt. Schön fand ich vor allem, dass Emma Scott Themen im Buch aufgreift, die schnell in den Hintergrund geraten können.

Das Buch kann ich jeder/m empfehlen, die gerne eine Liebesgeschichte lesen, die jedoch nicht seicht vor sich hin fließt, sondern in der auch wichtige Themen angesprochen werden und man mit den Figuren gemeinsam auch ein wenig heilen kann. Nichtsdestotrotz sollte vor dem Lesen des Buches unbedingt die Triggerwarnung gelesen werden!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Tolle Romantasy mit ungewöhnlicher Magick

The Witch Collector
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Inhalt:
Raina Bloodgood hat ein Ziel. Den Witch Collector und den Frost King töten, um sich an ihnen zu rächen, da sie vor sieben Jahren ihre Schwester entführten, die seitdem verschwunden ist. Doch es ...

Inhalt:
Raina Bloodgood hat ein Ziel. Den Witch Collector und den Frost King töten, um sich an ihnen zu rächen, da sie vor sieben Jahren ihre Schwester entführten, die seitdem verschwunden ist. Doch es kommt plötzlich anderes, denn ein bedrohlicherer Feind steht ihnen gegenüber und setzt ihre Welt in Flammen. Notgedrungen schließt sie sich Alexus Thibault, dem Witch Collector, an, um ihre Schwester und ihre Welt zu retten. Je länger sie mit Alexus unterwegs ist, desto mehr verschwimmen Rainas Grenzen zwischen dem was sie als Gut und Böse kannte. Und kann sie dem Witch Collector vertrauen, sowohl was die Rettung ihrer Schwester angeht, als auch ihrem Herzen?

Meinung:
The Witch Collector als Auftakt der Romantasy-Dilogie von Charissa Weaks ist durchaus gelungen. Das Worldbuilding ist gut gemacht, auch wenn ich nach Ende des ersten Teils immer noch die ein oder andere Frage habe. Hoffentlich wird im zweiten Teil noch etwas näher auf alles eingegangen.
Im Buch ist von Magick die Rede, eine ungewöhnliche Wortschöpfung, die ich jedoch durchaus gelungen finde, da die hier verwendete Magie anders ist, als ich sie bislang aus anderen Fantasy-Büchern kenne. Das Verknüpfen beziehungsweise beeinflussen der Fäden, um Magick zu wirken, ist eine schöne Art die Magie in diesem Buch auch visuell darzustellen. Als Leser/in konnte ich mir dadurch die Magick sehr gut vorstellen.
Das Buch wird aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen erzählt plus einem einzelnen Kapitel aus einer zusätzlichen Perspektive. Dies hat mir vor allem die Motivation von Alexus sehr toll näher gebracht. Alexus, als Witch Collector, ist mir am sympathischsten gewesen. Raina fand ich anfangs etwas nervig und auch nicht ganz so sympathisch, da ich ihren Rachewunsch nicht wirklich nachvollziehen konnte. Auf mich wirkte sie dadurch sehr naiv allein auf Rache am Frost King aus zu sein, was sie teilweise für mich unsympathisch machte. Das hat sich im Laufe des Buches etwas gebessert, auch wenn sie mir nach wie vor weniger sympathisch als Alexus ist.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Alexus und Raina ist toll beschrieben und auch nachvollziehbar geschildert. Ihre Zuneigung zueinander ist mit slow burn sehr gut beschrieben.

Insgesamt hat mir The Witch Collector gut gefallen, auch wenn ich den Schreibstil an manchen Stellen etwas ausbaufähig fand. Dies kann jedoch auch an der Übersetzung liegen. Stellenweise haben mir manche Erläuterungen zu den Umständen gefehlt, hier habe ich nun einige unbeantwortete Fragen, die wahrscheinlich auch im zweiten Band leider nicht beantwortet werden. Dies trübt leider etwas das Leseerlebnis.
Der erste Teil begann interessant mit einigen unerwarteten Entwicklungen und viel Potential für Band zwei.

The Witch Collector kann ich jeder/m empfehlen, die/der gerne Bücher mit Magie liest und auch vor Göttern und übermachtigen Gegner nicht zurückschreckt. Darüber hinaus ist der Enemies to Lovers Trope und auch der Slow Burn Trope toll umgesetzt.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Eine schöne Found-Family-Romance

Magnolia Falls 1: Loving Romeo
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Inhalt:
In Loving Romeo, dem ersten Teil der Magnolia Falls Reihe, treffen Romeo, ein Ex-Boxer, der nun einen erfolgreichen Boxclub betreibt, und Demi, die direkt gegenüber ihr Café neu eröffnet hat, aufeinander. ...

Inhalt:
In Loving Romeo, dem ersten Teil der Magnolia Falls Reihe, treffen Romeo, ein Ex-Boxer, der nun einen erfolgreichen Boxclub betreibt, und Demi, die direkt gegenüber ihr Café neu eröffnet hat, aufeinander. Romeo kann Demi von Beginn an nicht ausstehen, denn sie ist die Tochter der Familie Crawford, die vor einigen Jahren dafür gesorgt hat, dass Romeo ganz unten war. Als Demi in eine Notlage gerät ist es jedoch ausgerechnet Romeo, der ihr beisteht. Nach diesem Vorfall beginnt sich die Beziehung zwischen ihnen zu verändern. Doch können sie die Vergangenheit ihrer Familie überwinden und auch gegen den neuen, aktuellen Herausforderungen gemeinsam bestehen?

Meinung:
Mit Loving Romeo hat Laura Pavlov einen tollen Reihenauftakt geschrieben. Die Charaktere Romeo und Demi sowie die weiteren Freunde aus der Clique von Romeo sind unglaublich sympathisch und bringen sehr viel Potential für die weiteren Bände mit sich. Zunächst war ich etwas skeptisch hinsichtlich der Beschreibung Bad-Boy/Ex-Boxer und Good-Girl/Rich Girl, doch das von mir zunächst befürchtete Klischee blieb zum Glück aus. Romeo und Demi sind zwei wundervolle Charaktere mit tollen Eigenschaften. Insbesondere die Dialoge zwischen ihnen und auch die Dialoge mit den Freunden von Romeo haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Als Bad Boy würde ich Romeo jedoch nicht bezeichnen, hier ist vermutlich eher sein Ruf beziehungsweise die Vorurteile der Bewohner gemeint, als der tatsächliche Bad Boy Trope.
Die Liebesgeschichte zwischen den Hauptcharakteren entwickelt sich durch den Schreibstil von Laura Pavlov sehr eindrücklich und gut nachvollziehbar. Es gibt glücklicherweise keine erzwungen wirkenden Konflikte oder mangelnde Kommunikation, die zu Konflikten führen würde.
Die einzelnen Hindernisse, die Demi und Romeo überwinden müssen, sind toll beschrieben. Der Found-Family-Trope ist in diesem Buch unglaublich toll umgesetzt worden, was insbesondere Lust auf die weiteren Bände der Magnolia Falls Reihe macht. Auch die Schilderung des Boxsportes ist gut dargestellt und erinnert ein wenig an den Film Creed mit Michael B. Jordan und Sylvester Stallone. Der Spice und auch die Übersetzung desselben sind in diesem Buch gut beschrieben.

Loving Romeo kann ich jedem empfehlen, der nach einer Romance sucht, die ein wenig Sport beinhaltet sowie einen richtig gut umgesetzten Found-Family und Small-Town-Trope mit sich bringt.

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