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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Schöne Graphic-Novel für Jane Austen Fans

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Seit über 200 Jahren begeistert Jane Austens Klassiker Leserinnen und Leser – nun erscheint er erstmals als atmosphärische Graphic Novel, neu erzählt für junge Erwachsene. Elinor setzt auf Vernunft, Marianne ...

Seit über 200 Jahren begeistert Jane Austens Klassiker Leserinnen und Leser – nun erscheint er erstmals als atmosphärische Graphic Novel, neu erzählt für junge Erwachsene. Elinor setzt auf Vernunft, Marianne folgt ihrem Gefühl. Doch als die Liebe ihr Leben auf den Kopf stellt, müssen sich beide entscheiden: Kopf oder Herz? Diese moderne Adaption von Anna Opel und Stella Langecker fängt die zeitlose Frage nach Liebe und Selbstbestimmung ein – intensiv, berührend und unmittelbar wie nie. Mit kunstvollen, handgezeichneten Illustrationen erwacht das historische England zum Leben. Jede Seite ist ein visuelles Meisterwerk voller Emotionen und Tiefe – perfekt für Austen-Fans und alle, die vernünftig sind und trotzdem große Gefühle lieben.

Anna Opel und Stella Langecker haben in dieser Graphic Novel den Jane Austen Klassiker „Verstand und Gefühl“ neu aufgelegt und für eine neue Generation wunderschön gestaltet.
Die Bilder sind voller Natur und mit schönen Details versehen.
Die Geschichte kommt gut rüber. Obwohl ich da meinen Kritikpunkt ansetzen muss.
Ich habe „Verstand und Gefühl“ im Original noch nicht gelesen und habe relativ lange gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, die Personen auseinanderzuhalten und den roten Faden zu finden.
Einmal gelungen, hat mich diese Graphic Novel mitgenommen und ich habe sie sehr gerne bis zum Ende gelesen.
Ich denke, für Leser, die das Original schon gut kennen, ist diese Graphic Novel ein richtiges Highlight. Für jemanden wie mich schön aber es fehlt dann das gewisse Etwas.
Ich würde aber wieder Graphic Novels dieser Art lesen.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Spannend aber nicht ganz überzeugend

Der Vertraute
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Klappentext:
Spanien zu Beginn des Goldenen Zeitalters: In einem heruntergekommenen Haus in Madrid nutzt die junge Luzia Cotado einen Hauch von Magie, um die endlose Schufterei als Küchenmädchen zu überstehen. ...

Klappentext:
Spanien zu Beginn des Goldenen Zeitalters: In einem heruntergekommenen Haus in Madrid nutzt die junge Luzia Cotado einen Hauch von Magie, um die endlose Schufterei als Küchenmädchen zu überstehen. Doch als ihre intrigante Herrin entdeckt, dass ihre Dienerin ein Talent für kleine Wunder besitzt, verlangt sie, dass Luzia diese Gabe einsetzt, um die gesellschaftliche Stellung der Familie zu verbessern. Dieses Unterfangen nimmt eine gefährliche Wendung, als Antonio Pérez, der in Ungnade gefallene Sekretär des Königs, auf Luzia aufmerksam wird. Pérez schreckt vor nichts zurück, um die Gunst des Hofes zurückzuerlangen. Und der spanische Herrscher ist noch immer von der Niederlage seiner Armada erschüttert und sucht verzweifelt nach einem Vorteil im Krieg gegen Englands ketzerische Königin. Luzia ist fest entschlossen, diese eine Chance auf ein besseres Leben zu ergreifen, und taucht ein in die Welt von Sehern, Alchemisten, Heiligen und Gaunern, in der die Grenzen zwischen Magie, Wissenschaft und Betrug schon bald verschwimmen. Um zu überleben, muss sie alles wagen – auch wenn das bedeutet, dass sie die Hilfe von Guillén Santangel in Anspruch nehmen muss, ihrem unsterblichen Vertrauten, dessen eigene Geheimnisse sich für beide als tödlich erweisen könnten.

Leigh Bardugo hat mit „Der Vetraute“ einen Stand-Alone-Roman geschrieben, der das Historische, mit Fantasy und einer Lovestory verbindet.
Der Schreibstil ist typisch für Leigh Bardugo und führt den Leser schnell in die Geschichte ein. Man fühlt sich direkt, als wäre man in Madrid und würde mit Luzia unter der strengen Hausherrin leiden und erlebt alles was geschieht mit ihr.
Die Autorin verknüpft gekonnt den historischen Teil mit dem fantasievollen.
Einerseits geht es um die spanische Inquisition, die verschiedenen Klassenunterschiede und die damalige Politik aber gleichzeitig auch um Magie und Wunder.
Luzia ist eine gute Hauptfigur. Sie ist nicht wunderschön, nicht super schlau, beliebt, reich oder stark. Sie ist eigentlich relativ normal, außer dass sie durch ihre Gabe kleine zauberhafte Wunder wirken kann. Sie ist ziemlich naiv, wodurch sie oft in Schwierigkeiten gerät, macht aber eine plausible Entwicklung durch.
Die anderen Figuren sind ebenfalls interessant und vielschichtig. Kein Charakter ist mir wirklich sympathisch aber über fast alle wollte ich mehr erfahren.
Luzias Weg, von dem Küchenmädchen, zur Magierin im Wettstreit ist zeitweise sehr spannend. Leider zieht sich die Geschichte zwischendurch und kleinere Nebenhandlungen verwässern das, was eigentlich richtig hätte knallen können.
Denn an Luzias Seite ist irgendwann Santangel und er und seine Hintergrundstory sind ebenfalls unheimlich interessant. Aber auch hier fehlt irgendwie das gewisse Etwas.
Alles in allem hat Leigh Bardugo einen soliden historischen fantasy Roman geschrieben, der den Leser durchaus mitnimmt und Spannung erzeugt aber doch auch seine Längen hat.
Es hat einfach manchmal etwas an Schwung gefehlt. Dennoch durchaus lesenswert!

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Dein Land der Ruhe

Dein Land der Ruhe
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Mach dich auf die Reise durch dein Land der Ruhe – das Gott dir in seinem Sohn Jesus längst geschenkt hat. Entdecke, was dir gehört, und nimm in Besitz, was dein Erbe ist. Lerne zu ruhen, selbst wenn deine ...

Mach dich auf die Reise durch dein Land der Ruhe – das Gott dir in seinem Sohn Jesus längst geschenkt hat. Entdecke, was dir gehört, und nimm in Besitz, was dein Erbe ist. Lerne zu ruhen, selbst wenn deine Umstände dich herausfordern. Finde einen Schlüssel, damit Krisen nicht mehr im Gefühlschaos enden. Lass dich ermutigen von tiefen geistlichen Wahrheiten aus der Bibel und Zeugnissen von anderen. Gott hat dir ein Land vorbereitet, in dem du sicher leben kannst. Tritt ein.

Cornelia Schmid, Theologin, Existenzgründungsberaterin und Veränderungscoach, hat mit „Dein Land der Ruhe“ einen Ratgeber geschrieben, der uns die Punkte aufzeigt, die uns von Gottes Ruhe entfernen und uns Wege weist, die zu dieser Ruhe hinführen.
Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert, die ebenfalls in einzelne Abschnitte aufgeteilt sind. Dadurch konnte man ohne Probleme pausieren und das eben gelesene sacken lassen.
In den Kapiteln geht die Autorin auf die biblische Grundlage ein, auf unser Erbe in Christus, auf unsere Gedankenmuster und die verschiedenen Arten von Menschen und das Jesus all diese Arten in sich auf die bestmögliche Art vereint und wir daher von ihm lernen können.
Spannend fand ich auch die Unterscheidung von Geist und Seele.
Die Autorin gibt viel Input zum Nachdenken, Reflektieren und sich selbst hinterfragen.
Manchmal kam ich jedoch mit ihren Erklärungen nicht ganz weiter, vielleicht weil manches ein wenig abstrakt war oder ich das Gefühl hatte, es wird etwas vorausgesetzt, was ich nicht habe oder lebe. Der Autorin ist z.B. das Sprachengebet sehr wichtig, womit ich keine Berührungspunkte habe.
Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall lesenswert und wird jedem Leser den ein oder anderen Denkanstoß geben.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Köstlicher Sommerroman

Ein Sommer voller Himbeereis
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Wie jeden Sommer zaubert Pauline im Eiscafé ihrer fränkischen Heimat herrliche Kreationen für ihre Gäste. Ob sinnliche Sorten oder liebevoll dekorierte Eisbecher – Eis ist Paulines Leidenschaft. Und es ...

Wie jeden Sommer zaubert Pauline im Eiscafé ihrer fränkischen Heimat herrliche Kreationen für ihre Gäste. Ob sinnliche Sorten oder liebevoll dekorierte Eisbecher – Eis ist Paulines Leidenschaft. Und es könnte alles so schön sein, wären da nicht Paulines Geldsorgen und ihr gebrochenes Herz. Um sich abzulenken, streift Pauline oft durch den Antiquitätenladen ihrer Ersatzgroßmutter Anna und versteckt dort heimlich Zettel mit ihren Wünschen. Eines Tages findet sie dabei die Nachricht eines Unbekannten und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Ganz im Gegensatz zu Annas arrogantem Enkel Christian, der plötzlich ständig in Paulines Laden auftaucht.

Auf der Suche nach einem Sommerroman mit sympathischen Figuren, kleinen Gefühlsmomenten und viel leckerem Eis?
„Ein Sommer voller Himbeereis“ von Persephone Haasis bringt genau diese Mischung und entführt den Leser in ein gemütliches Eiscafé in der Altstadt, in der Pauline das Beste, selbstgemachte Eis verkauft, welches durch seinen Geschmack liebste Erinnerungen weckt.
Doch leider machen auch die Geldsorgen vor Pauline nicht halt und dazu soll auch noch ein Einkaufszentrum gebaut und dafür die halbe Altstadt abgerissen werden. Zu allem Übel stielt sich der arrogante Enkel ihrer Nachbarin in ihren Laden und ihr Herz.
Das Buch ist eine schöne Sommerlektüre, die auf jeden Fall richtig Lust auf Sonne und Eiscreme macht. Es lebt von den Figuren, den sich langsam anbahnenden Gefühlen, den leckeren Eiskreationen und kommt mit wenig Drama aus.
Ich gestehe, dass dieses Buch schon ein wenig vorhersehbar ist und mich nicht groß überraschen konnte aber umso mehr konnte ich mich zurücklehnen und die Geschichte einfach geschehen lassen.
Es gab dadurch ein paar kleinere Längen, aber ich habe Pauline, Florence, Anna und Christian gerne bis zum Ende begleitet.
Wenn man Lust auf eine köstliche, leichte Sommerromanze hat, dann ist „Ein Sommer voller Himbeereis“ auf jeden Fall das Richtige.

Getrunken dazu: Himbeertee und Zitronenlimo
Mein Leserherz sagt: Köstlich und schön, wie ein Eis in der Sonne
Gehört dazu: „Sunchyme“ von Dario G

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Spannender Jugendthriller

Seven Ways to Tell a Lie
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In der idyllischen Kleinstadt Wane erschüttert ein Video die Highschool: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht und geht in Flammen auf. Niemand überlebt. Jonah traut seinen Augen nicht – denn er selbst ...

In der idyllischen Kleinstadt Wane erschüttert ein Video die Highschool: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht und geht in Flammen auf. Niemand überlebt. Jonah traut seinen Augen nicht – denn er selbst kommt in dem Video vor, zusammen mit seinen ehemals besten Freunden. Doch der Unfall ist nie passiert!
Schnell begreift Jonah, dass es sich um ein Deepfake handelt. Aber nicht nur das: Irgendjemand hat es auf ihre dunkelsten Geheimnisse abgesehen. Um das Schlimmste zu verhindern, muss die zerbrochene Clique wieder zusammenfinden und sich ihrer Vergangenheit stellen. Doch da taucht schon das nächste Video auf.

Colin Hadler hat mit „Seven Ways To Tell A Lie” einen neuen Jugendthriller rausgebracht, der den Leser lange ratlos mitgrübeln lässt.
Unsere Hauptfigur ist Jonah, lebt in der Kleinstadt Wane. In der Stadt ist nicht viel los, die Privatschule konkurriert mit der Städtischen und besonders die Reichen und Schönen des Ortes achten mehr auf den äußeren Schein als alles andere.
Jonah hat bzw. hatte seine Freunde und war zufrieden. Doch dann ist seine Freundin Enya verschwunden und die Clique auseinandergegangen.
Plötzlich tauchen Deepfakevideos auf, die nach und nach die schlimmsten Geheimnisse der Clique veröffentlichen. Die Freunde müssen wieder zusammenkommen, um das Ganze aufzuhalten.
Die Stimmung des Buchs ist so düster wie das Cover. Auf allem liegt ein Schatten. Ich musste immer wieder an einen Wald voller großer, dunkler Tannen denken.
Die Figuren sind authentisch und trotz des Genres auch irgendwie sympathisch.
Die Geschichte baut sich Stück für Stück auf und je mehr Jonah versucht über die Deepfakes herauszufinden, umso mehr erfährt der Leser über die vergangenen Ereignisse und die Geheimnisse der Protagonisten. Doch je mehr man weiß, umso unklarer wird alles.
Das hat die Spannung bis zum Ende aufrechterhalten und man konnte gut miträtseln.
Das Ende hat nochmal einen obendrauf gesetzt, konnte mich jedoch nicht ganz zufrieden stellen. Es war sehr dramatisch und wirkte dabei etwas konstruiert.
Aber im Gesamten hat das Buch Spaß gemacht. Definitiv ein spannender Jugendthriller.

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