2 ⭐
Grave 1: Höllenschwur und KnochenflutIch hatte große Erwartungen an diese Geschichte, die die griechische Mythologie mit einer düsteren, spannungsgeladenen Fantasy-Welt und einer guten Portion Gefühl und Spice verbinden sollte. Leider konnte ...
Ich hatte große Erwartungen an diese Geschichte, die die griechische Mythologie mit einer düsteren, spannungsgeladenen Fantasy-Welt und einer guten Portion Gefühl und Spice verbinden sollte. Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.
Die Erzählweise, die ständig zwischen verschiedenen Perspektiven hin und her springt, war zu Beginn verwirrend und erschwerte den Einstieg. Die vielen Charaktere, die man zwar aus der griechischen Mythologie kennt, aber oft schwer einordnen konnte, machten es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Zwar gibt es ein Glossar, aber ständig darin nachzuschlagen, hat den Lesefluss für mich gestört. Erst nach der Hälfte des Buches konnte ich mich so richtig zurechtfinden, was aber leider etwas gedauert hat.
Die Spannung war zwar da, aber sie ebbte schnell wieder ab, was das Lesen etwas zäh machte. Die Handlung folgte letztlich einer typischen Heldenreise, allerdings an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Paaren, was anfangs vielversprechend klang, aber sich für mich eher wie eine Sitcom in der Unterwelt anfühlte. Besonders die vielen plötzlichen und unerklärten Liebesbeziehungen zwischen den Charakteren, die sich irgendwie ständig entwickelten, ließen mich die Augen rollen.
Die zentrale Beziehung zwischen Grave und Nero, die im Klappentext so stark betont wird, blieb für mich eher oberflächlich. Der ständige Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Handlungsstränge verhinderten, dass ich wirklich eine Verbindung zu den beiden aufbauen konnte. Ihre Emotionen gingen an mir vorbei, was ich schade fand, da die Grundidee wirklich Potenzial hatte.
Trotz meiner Kritikpunkte gibt es am Ende einen kleinen Durchbruch. Die Geschichte nahm gegen Ende etwas Fahrt auf, aber insgesamt konnte sie mich nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Der erste Band war für mich eher ein mittelmäßiges Leseerlebnis, das zwar einige spannende Momente hatte, aber leider nicht die erhoffte Tiefe und Verbindung zu den Charakteren bot. Daher gebe ich es 2 ⭐.