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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

2 ⭐

Grave 1: Höllenschwur und Knochenflut
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Ich hatte große Erwartungen an diese Geschichte, die die griechische Mythologie mit einer düsteren, spannungsgeladenen Fantasy-Welt und einer guten Portion Gefühl und Spice verbinden sollte. Leider konnte ...

Ich hatte große Erwartungen an diese Geschichte, die die griechische Mythologie mit einer düsteren, spannungsgeladenen Fantasy-Welt und einer guten Portion Gefühl und Spice verbinden sollte. Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.

Die Erzählweise, die ständig zwischen verschiedenen Perspektiven hin und her springt, war zu Beginn verwirrend und erschwerte den Einstieg. Die vielen Charaktere, die man zwar aus der griechischen Mythologie kennt, aber oft schwer einordnen konnte, machten es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Zwar gibt es ein Glossar, aber ständig darin nachzuschlagen, hat den Lesefluss für mich gestört. Erst nach der Hälfte des Buches konnte ich mich so richtig zurechtfinden, was aber leider etwas gedauert hat.

Die Spannung war zwar da, aber sie ebbte schnell wieder ab, was das Lesen etwas zäh machte. Die Handlung folgte letztlich einer typischen Heldenreise, allerdings an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Paaren, was anfangs vielversprechend klang, aber sich für mich eher wie eine Sitcom in der Unterwelt anfühlte. Besonders die vielen plötzlichen und unerklärten Liebesbeziehungen zwischen den Charakteren, die sich irgendwie ständig entwickelten, ließen mich die Augen rollen.

Die zentrale Beziehung zwischen Grave und Nero, die im Klappentext so stark betont wird, blieb für mich eher oberflächlich. Der ständige Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Handlungsstränge verhinderten, dass ich wirklich eine Verbindung zu den beiden aufbauen konnte. Ihre Emotionen gingen an mir vorbei, was ich schade fand, da die Grundidee wirklich Potenzial hatte.

Trotz meiner Kritikpunkte gibt es am Ende einen kleinen Durchbruch. Die Geschichte nahm gegen Ende etwas Fahrt auf, aber insgesamt konnte sie mich nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Der erste Band war für mich eher ein mittelmäßiges Leseerlebnis, das zwar einige spannende Momente hatte, aber leider nicht die erhoffte Tiefe und Verbindung zu den Charakteren bot. Daher gebe ich es 2 ⭐.

Veröffentlicht am 18.10.2025

2 ⭐

Bad Boys Break Hearts
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Dieses Buch hätte viel Potenzial gehabt, aber die Umsetzung ließ für mich zu wünschen übrig. Das größte Problem war die Grundidee der Geschichte: Die beiden Hauptcharaktere waren einfach zu jung, als sie ...

Dieses Buch hätte viel Potenzial gehabt, aber die Umsetzung ließ für mich zu wünschen übrig. Das größte Problem war die Grundidee der Geschichte: Die beiden Hauptcharaktere waren einfach zu jung, als sie sich trennten, um die starken Gefühle und Erinnerungen glaubwürdig erscheinen zu lassen. Wären sie ein paar Jahre älter gewesen, hätte die Handlung deutlich mehr Gewicht gehabt.

Auch der „Enemies“-Aspekt fühlte sich konstruiert an. Vieles hätte gar nicht erst passieren müssen, wodurch die erste Hälfte des Buches unnötig wirkte. Die Konflikte schienen künstlich herbeigeführt, anstatt sich organisch aus der Geschichte zu entwickeln.

Trotzdem gab es einige positive Aspekte: Der Schreibstil war angenehm und leicht zu lesen, die Dialoge hatten ihren Charme, und die Dynamik zwischen den Charakteren war stellenweise unterhaltsam. Besonders die Freundschaft der Mädchen sowie einige humorvolle Elemente – wie die kreativen Namen der Igel – haben mir gefallen.

Leider wurde das Lesevergnügen durch überflüssige Dramen, eine schwache Charakterentwicklung und eine sehr fragwürdige Romanze getrübt. Mascen hatte kaum die Ausstrahlung eines „Bad Boys“, und seine Chemie mit einer Nebenfigur war überzeugender als mit der eigentlichen Protagonistin. Daher gebe ich das Buch 2 ⭐.

Danke an NetGalley für das rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 27.05.2025

2 ⭐️

Beauty must die
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Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Mae zieht als Folge einer Strafe zu ihren Großeltern nach Louisiana, wo sie Sozialstunden leisten und ihren Abschluss nachholen soll. Kurz nach ihrer ...

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Mae zieht als Folge einer Strafe zu ihren Großeltern nach Louisiana, wo sie Sozialstunden leisten und ihren Abschluss nachholen soll. Kurz nach ihrer Ankunft wird ihre Kindheitsfreundin Shirley tot aufgefunden. Mae glaubt nicht an einen Unfall und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – unterstützt vom zurückhaltenden Nathan, Sohn des Bürgermeisters.

Leider konnte ich weder zur Protagonistin noch zur Handlung eine Verbindung aufbauen. Maes impulsive und oft unlogische Schlussfolgerungen machten es mir schwer, ihre Ermittlungen ernst zu nehmen. Auch die Liebesgeschichte zu Nathan wirkte für mich wenig überzeugend und entwickelte kein echtes Knistern. Der Kriminalfall verlor mit der Zeit an Spannung, die Auflösung empfand ich als wenig stimmig.

Ob es auch daran liegt, dass ich mit Thrillerelementen generell wenig anfangen kann, mag sein. Die Grundidee und das Setting waren durchaus interessant, doch insgesamt konnte mich das Buch weder emotional noch inhaltlich erreichen. Ich vergebe 2 ⭐️.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 16.05.2025

2 ⭐

Die Spiele der Unsterblichen
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Dieses Buch hat mich leider enttäuscht. Dabei klang die Grundidee zunächst wirklich spannend: Die Götter des Olymps wählen jedes Jahr sterbliche Spielfiguren – sogenannte Tokens – aus, die in einer tödlichen ...

Dieses Buch hat mich leider enttäuscht. Dabei klang die Grundidee zunächst wirklich spannend: Die Götter des Olymps wählen jedes Jahr sterbliche Spielfiguren – sogenannte Tokens – aus, die in einer tödlichen Partie gegeneinander antreten müssen. Ein göttliches Spiel mit realen Konsequenzen, das Elemente der Hunger Games mit griechischer Mythologie verbindet. Genau das hatte mein Interesse geweckt. Doch je weiter ich las, desto mehr wurde mir bewusst, wie viel Potenzial hier verschenkt wurde.

Die Idee, dass die Götter nicht einfach zuschauen, sondern aktiv über ein Spielbrett mit Würfeln in das Geschehen eingreifen, war faszinierend. Leider wurde dieses Konzept kaum wirklich genutzt. Es wurde zu Beginn erwähnt, dann jedoch für den Großteil der Handlung vergessen und erst gegen Ende wieder aufgegriffen. Die Dynamik, die man sich zwischen Spiel und Realität erhofft hatte, blieb weitgehend aus. Auch die Interaktionen zwischen den Göttern, auf die ich mich besonders gefreut hatte, waren überraschend zurückhaltend. Statt göttlicher Dramen, Intrigen und Eitelkeiten gab es eher nüchterne, fast schon trockene Gespräche zwischen den üblichen Verdächtigen – Hades, Zeus und Poseidon. Besonders enttäuschend war dabei die blasse Darstellung von Hades, der als pazifistisch und moralisch überlegen inszeniert wurde, während seine Handlungen dennoch genauso viele Todesopfer forderten wie die seiner göttlichen Kollegen. Diese Diskrepanz wirkte wenig durchdacht und raubte der Figur jede Tiefe.

Auch auf emotionaler Ebene konnte mich das Buch nicht abholen. Die Tokens, also die menschlichen Spielfiguren, blieben oberflächlich. Oft wurden sie kurz vor ihrem Tod mit einem einzigen Satz charakterisiert – zu wenig, um wirklich mitzufühlen. Die Hauptfigur war zwar präsent, doch auch zu ihr konnte ich keine Verbindung aufbauen. Ihre Bindung zu den anderen Teilnehmern blieb distanziert, sodass die zahlreichen Verluste emotional kaum Gewicht hatten.

Ein besonders großer Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die für mich schlicht nicht funktioniert hat. Das angedeutete Dreieck zwischen der Protagonistin, ihrem eifersüchtigen Kindheitsfreund und dem Jahrtausende alten Gott Hades wirkte nicht nur konstruiert, sondern auch unangenehm unausgewogen. Warum sich Hades, ein uralter Gott, plötzlich für ein siebzehnjähriges Mädchen interessiert, bleibt schleierhaft – zumal Ara, die Protagonistin, in meinen Augen nichts Besonderes an sich hatte, was diese Zuneigung rechtfertigen würde. Die Beziehung wirkte gezwungen und unrealistisch, besonders angesichts der immensen Alters- und Erfahrungskluft zwischen den beiden Figuren.

Die Erzählgeschwindigkeit war ein weiteres Problem. Die Handlung rauschte in einem solchen Tempo durch die Geschehnisse, dass keine Spannung aufgebaut werden konnte. Weder Einleitung noch Höhepunkt oder Auflösung hatten Raum, sich zu entfalten. Alles wirkte gehetzt und überhastet – man hatte kaum Zeit, das Gelesene wirken zu lassen. Emotionale oder dramatische Momente verpufften daher leider wirkungslos.

Und schließlich war da noch das Ende: Plötzlich waren die Götter bereit, sich zu ändern, eine Demokratie zu gründen – und doch stellte niemand infrage, ob dieses brutale Spiel überhaupt noch notwendig ist. Diese Wendung wirkte wie ein halbherziger Versuch, eine moralische Botschaft unterzubringen, blieb jedoch völlig unglaubwürdig. Gerade nachdem das Töten Unschuldiger zuvor so deutlich kritisiert wurde, hätte ich mir eine klarere Konsequenz erwartet.

Trotz allem war das Buch zumindest unterhaltsam – wenn auch auf eine sehr oberflächliche Weise. Wer Lust auf eine Mischung aus Götterspiel und Hunger Games-Verschnitt hat, könnte hier fündig werden. Für mich persönlich war die Lektüre jedoch eine Enttäuschung: zu viele unausgereifte Ideen, zu wenig Tiefe und eine fragwürdige Liebesgeschichte, die mein Lesevergnügen stark getrübt hat. Ich vergebe 2 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 06.05.2025

2 ⭐

Starting Something Great
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"Starting Something Great" von April Dawson hat einen angenehmen, flüssigen Schreibstil, der sich ideal für entspannte Lesestunden eignet. Die Geschichte beginnt vielversprechend: Zwei Jahre nach einem ...

"Starting Something Great" von April Dawson hat einen angenehmen, flüssigen Schreibstil, der sich ideal für entspannte Lesestunden eignet. Die Geschichte beginnt vielversprechend: Zwei Jahre nach einem unvergesslichen Sommer in Bosnien treffen Mina und Julian unter ungewöhnlichen Umständen wieder aufeinander – auf der Welttournee seiner Band, die Mina als Visagistin begleitet. Alte Gefühle brechen wieder auf, doch die Umsetzung dieser emotionalen Ausgangslage bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Das internationale Setting bringt Abwechslung und Atmosphäre mit sich, ebenso wie die liebevoll gezeichneten Nebenfiguren. Besonders Mina überzeugt als starke, verantwortungsbewusste Protagonistin mit bosnischen Wurzeln. Ihre familiäre Situation, vor allem das Verhältnis zu ihrer kleinen Schwester, wurde berührend dargestellt. Auch Julian als sensibler, bodenständiger Musiker hat Potenzial – das leider zu wenig genutzt wird.

Denn trotz schöner Tropes wie "Second Chance" und "He Fell First" fehlt es der Handlung an Spannung, Tiefe und überraschenden Momenten. Viele Szenen wirken überhastet oder oberflächlich, und selbst nach der Hälfte des Romans entwickelt sich kaum emotionale Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Die Geschichte plätschert zu vorhersehbar vor sich hin, ohne wirklich zu berühren.

Insgesamt war es für mich leider etwas zu wenig. Daher vergebe ich 2 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!