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EllaM

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Märchen neu entdecken – verständlich und zugänglich erzählt

Deutsche Märchen in Einfacher Sprache
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Die Idee, Grimm-Märchen in einfacher Sprache nachzuerzählen, ist gut umgesetzt. Die Texte sind verständlich, die Schrift groß, der Zeilenabstand angenehm – das macht das Buch gut nutzbar für Leseanfänger, ...


Die Idee, Grimm-Märchen in einfacher Sprache nachzuerzählen, ist gut umgesetzt. Die Texte sind verständlich, die Schrift groß, der Zeilenabstand angenehm – das macht das Buch gut nutzbar für Leseanfänger, für Kinder ab etwa 8 Jahren, für den Bereich Deutsch als Zweitsprache oder inklusives Lernen geeignet oder Menschen mit LRS. Auch die Illustrationen passen und stören nicht beim Lesen.

Positiv ist der Hinweis auf das begleitende Lesetool mit Hörbüchern. Leider fehlt ein direkter Code oder QR-Link – wer nicht weiß, wo er suchen muss, findet das Material eventuell gar nicht.

Inhaltlich sind die Märchen solide bearbeitet, aber stellenweise sehr nüchtern. Wer mit Märchen Atmosphäre oder ein bisschen Sprachmagie verbindet, wird das hier vermissen.

Fazit: Ein gutes Förderbuch – funktional, klar, aber erzählerisch etwas trocken - 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 18.10.2025

Kleine Geheimnisse – total verknallt mit Herzklopfen-Garantie

Little Secrets – Vollkommen verliebt
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Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, wenn in einem Buch ständig die Erzählperspektive wechselt. Bei Little Secretswar das aber überraschend angenehm gelöst. Da immer der Name vor dem Perspektivwechsel ...


Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, wenn in einem Buch ständig die Erzählperspektive wechselt. Bei Little Secretswar das aber überraschend angenehm gelöst. Da immer der Name vor dem Perspektivwechsel stand und es nur zwei Figuren waren, zwischen denen hin und her gesprungen wurde, kam ich super klar – und nach ein paar Seiten war ich voll drin.

Worum geht’s?
Ashton scheint das perfekte Leben zu führen: Vorzeigetochter eines Pfarrers, hilfsbereit, freundlich – und in einer Beziehung mit Sawyer, dem absoluten Sunnyboy der Stadt. Doch während Sawyer in den Ferien verreist, trifft sie wieder auf Beau, seinen Cousin und das komplette Gegenteil: rebellisch, unangepasst, und mit einer Vergangenheit, die Ashton nicht vergessen kann. Früher waren sie unzertrennlich, aber seit Ashton mit Sawyer zusammen ist, ist alles anders.

Das Problem? Zwischen ihr und Beau funkt’s gewaltig. Und egal wie sehr beide versuchen, auf Abstand zu bleiben – es funktioniert einfach nicht. Trotzdem wollen sie Sawyer nicht verletzen. Als der schließlich zurückkehrt, spitzt sich alles zu...

Ich fand das Buch richtig gut geschrieben – locker, emotional, mit genau der richtigen Portion Drama und Herzklopfen. Man konnte total flüssig lesen, und die Chemie zwischen Ashton und Beau war richtig greifbar.

Ein Stern Abzug gibt’s trotzdem, weil mir am Ende irgendwie noch das gewisse Etwas gefehlt hat – ein kleiner Twist, ein überraschender Moment, irgendwas, das’s richtig rund gemacht hätte. Aber insgesamt auf jeden Fall ein tolles Buch für zwischendurch!

Veröffentlicht am 18.10.2025

To Gaze Upon the Wicked Gods

To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter
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Der Anfang der Gesichte war vielversprechend. Die ersten Kapitel haben mich gepackt, der Ton war ernst, der Aufbau intensiv. Doch je weiter ich las, desto mehr löste sich die Spannung in der Luft auf.

Die ...


Der Anfang der Gesichte war vielversprechend. Die ersten Kapitel haben mich gepackt, der Ton war ernst, der Aufbau intensiv. Doch je weiter ich las, desto mehr löste sich die Spannung in der Luft auf.

Die Welt, die hier gezeichnet wird, ist eine Mischung aus Magie, Unterdrückung und fremder Herrschaft. Vieles wird angedeutet, aber nicht vertieft. Gerade beim Worldbuilding hätte ich mir mehr Substanz gewünscht, mehr Greifbarkeit, mehr Mut zur Komplexität.

Die Hauptfigur, Ruying, ist kein typischer Fantasy-Charakter und das mochte ich zunächst. Ihre Zerrissenheit, ihre innere Unruhe, das ständige Gefühl, falsch und fehl am Platz zu sein, machten sie interessant. Doch im Verlauf der Geschichte verlor ich den Zugang zu ihr. Einige ihrer Entscheidungen wirkten sprunghaft, manche Entwicklungen unausgereift.

Was die Dynamik zwischen den Charakteren betrifft blieb bei mir vieles flach. Es fehlte an Tiefe, an echter Verbindung, an nachvollziehbarer Entwicklung.

Was mich aber dennoch gehalten hat, war der Stil. Direkt, klar, stellenweise hart, aber mit Momenten, die poetisch aufblitzen. Genau in diesen Passagen lag das größte Potenzial des Buches.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die ambitioniert beginnt, aber unterwegs zu viel liegen lässt. Wer düstere Stoffe mit ernster Grundstimmung mag, wird hier sicherlich Momente finden, die nachwirken, doch das große Ganze bleibt blass. Ein Buch, das mich leider nicht so mitreißen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Wenn Ende gut, dann alles

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi lebt im geerbten Wohnmobil seines Vaters, versucht sich als Schriftsteller und stolpert gemeinsam mit Putzfrau Svetlana in eine Mordermittlung. Der Fall ist spannend und realitätsnah. Die Umsetzung: ...


Tommi lebt im geerbten Wohnmobil seines Vaters, versucht sich als Schriftsteller und stolpert gemeinsam mit Putzfrau Svetlana in eine Mordermittlung. Der Fall ist spannend und realitätsnah. Die Umsetzung: eher durchwachsen.

Svetlana ist klug, mutig und originell, das Highlight des Buchs. Tommi dagegen bleibt blass und wirkt oft unbeholfen. Der Humor ist stellenweise überzogen und nimmt der Geschichte die Tiefe.

Fazit: Gute Idee, sympathische Figur, aber der Fall hätte mehr Ernsthaftigkeit vertragen. Unterhaltsam, aber nicht ganz rund.