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Veröffentlicht am 02.11.2025

Wenn Berührung zur Hoffnung wird

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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Schon nach den ersten Zeilen wusste ich: Dieses Buch wird mich nicht mehr loslassen. Leia Stone schreibt nicht einfach – sie erschafft. Ihre Worte fließen wie Magie durch die Seiten, berühren, schneiden, ...

Schon nach den ersten Zeilen wusste ich: Dieses Buch wird mich nicht mehr loslassen. Leia Stone schreibt nicht einfach – sie erschafft. Ihre Worte fließen wie Magie durch die Seiten, berühren, schneiden, heilen und hinterlassen etwas in einem, das noch lange nachhallt.

Fallon ist eine Heldin, wie man sie nicht alle Tage trifft. Verflucht, bei jeder Berührung unerträgliche Schmerzen zu spüren, lebt sie in einer Welt, in der Nähe ein Luxus ist, den sie nie erfahren durfte. Kein Händedruck. Keine Umarmung. Kein Trost. Und doch ist sie alles andere als zerbrochen – sie kämpft. Für ihren Vater, für Hoffnung, für ein kleines Stück Normalität.

Als sie in die sagenumwobene goldene Stadt reist, um einen Heiler zu finden, ahnt sie nicht, dass diese Reise ihr Schicksal für immer verändern wird. Denn als Ariyon sie versehentlich berührt – bleibt der Schmerz aus. Nur ein einziger Augenblick, aber er reicht, um alles in ihr ins Wanken zu bringen. Hoffnung flammt auf. Und damit beginnt ein Abenteuer voller Geheimnisse, Machtspiele und einer Magie, die ebenso wunderschön wie gefährlich ist.

Ich habe jede Seite verschlungen. Stones Schreibstil ist wie ein Sturm und eine sanfte Brise zugleich – poetisch, intensiv und emotional so greifbar, dass man fast vergisst, dass es sich um eine fiktive Welt handelt. Ihre Beschreibungen sind lebendig, ihre Dialoge authentisch, und durch die Ich-Perspektive erlebt man Fallons innere Zerrissenheit hautnah.

Fallon hat mich tief berührt. Sie ist stark, aber nicht unnahbar. Mutig, aber verletzlich. Ihr innerer Konflikt – zwischen dem Wunsch, endlich Nähe zuzulassen, und der Angst vor Schmerz – hat mich mehr als einmal zum Nachdenken gebracht. Wie sehr nehmen wir Berührung als selbstverständlich? Wie sehr definieren wir uns über Nähe?

Auch die Nebenfiguren sind wunderbar gezeichnet: loyal, witzig, vielschichtig – und mit einer Prise Chaos, die perfekt in diese magische Welt passt. Besonders liebgewonnen habe ich Fallons Raben Yanric (der mich mehrmals laut zum Lachen gebracht hat) und eine gewisse Figur mit einem charmant düsteren Sinn für Humor – wer das Buch gelesen hat, weiß, wen ich meine.

Das Worldbuilding ist grandios: Die goldene Stadt leuchtet nicht nur in ihrer Beschreibung, sondern auch als Symbol für Hoffnung und Gefahr zugleich. Magie, Intrigen, Geheimnisse – Leia Stone webt alles zu einem dichten Netz aus Spannung und Emotionen, das einen bis zur letzten Seite gefangen hält.

Und dann dieser Cliffhanger. Ich saß da, völlig atemlos, und wollte schreien: „Nein, das kann doch jetzt nicht vorbei sein!“ – und genau das ist der Moment, in dem ich wusste: Dieses Buch ist ein Highlight.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Wenn Dunkelheit ein Versprechen trägt

Blackspell
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Blackspell war für mich eines dieser Bücher, bei denen man nach den ersten Seiten einfach weiß: Das wird einen nicht mehr loslassen. Ich bin völlig ohne Erwartungen hineingestolpert – und habe mich dann ...

Blackspell war für mich eines dieser Bücher, bei denen man nach den ersten Seiten einfach weiß: Das wird einen nicht mehr loslassen. Ich bin völlig ohne Erwartungen hineingestolpert – und habe mich dann Hals über Kopf in die düstere, geheimnisvolle Welt rund um Thunder Hall und die Wyndhouse Academy fallen lassen.

Eden ist eine Figur, die mich sofort gepackt hat. Ihre Gefühle sind so ehrlich und greifbar, dass ich mich oft dabei ertappt habe, wie ich innerlich mit ihr mitgegangen bin: dieser Knoten im Bauch, die Unsicherheit, die Wut, die Trauer. Sie ist nicht perfekt – und genau das macht sie so unglaublich nahbar.

Was mich aber besonders begeistert hat, ist die Stimmung, die sich wie ein leiser Nebel durch die ganze Geschichte zieht. Die Wälder, die alten Gemäuer, das Flüstern in der Nacht – ich konnte alles vor mir sehen, als wäre ich selbst dort gewesen. Das Buch hat diese besondere Art, Spannung nicht laut, sondern ganz leise und intensiv aufzubauen.

Und dann der Schreibstil: Er ist atmosphärisch, klar und gleichzeitig poetisch. Kein Wort wirkt überladen, aber trotzdem entsteht beim Lesen ein richtiges Kopfkino. Die Autorin versteht es, mit kleinen Details große Wirkung zu erzielen – manchmal reicht ein einziger Satz, um Gänsehaut auszulösen. Die Dialoge wirken natürlich, die inneren Gedanken echt. Es liest sich flüssig, ohne kitschig oder platt zu werden, und schafft dabei etwas, das viele Bücher nicht hinkriegen: Es fühlt sich an wie ein Geheimnis, das man nur gemeinsam mit Eden entdeckt.

Wolf ist ein Charakter, der mich ständig hin- und hergerissen hat – genau wie Eden. Diese Spannung zwischen Nähe und Gefahr ist so feinfühlig erzählt, dass man gar nicht anders kann, als mitzufiebern und mitzufühlen.

Als ich das Buch zugeschlagen habe, war da nicht einfach nur das Ende einer Geschichte – sondern dieses leise, intensive Nachhallen, das nur wirklich besondere Bücher hinterlassen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein Herz zwischen Kaffeeduft und Herbstlaub

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Es gibt Bücher, die fühlen sich nicht einfach nur nach einer Geschichte an – sie werden zu einem Ort, zu einem Gefühl. The Pumpkin Spice Latte Desaster ist genau so ein Buch. Kyra Groh hat mit Lower Whilby ...

Es gibt Bücher, die fühlen sich nicht einfach nur nach einer Geschichte an – sie werden zu einem Ort, zu einem Gefühl. The Pumpkin Spice Latte Desaster ist genau so ein Buch. Kyra Groh hat mit Lower Whilby einen kleinen Kosmos geschaffen, der nach nassem Herbstlaub riecht, nach Kaffee und frisch gebackenem Brot, und in dem man sich sofort ein bisschen zuhause fühlt, selbst wenn man wie Jude eigentlich nur auf der Durchreise ist.

Jude kehrt zurück – widerwillig, mit einem Koffer voll unausgesprochener Dinge und dem Plan, möglichst schnell wieder zu verschwinden. Doch das Leben denkt nicht in Fluchtplänen. Und so trifft sie auf James: wortkarg, reserviert, jemand, der das Herz auf Stand-by gestellt hat. Was zwischen den beiden entsteht, ist kein sprühendes Liebesfeuerwerk. Es ist ein langsames Aufwärmen. Ein langsames, echtes Sich-Finden inmitten von Erinnerungen, Selbstzweifeln und einer kleinen Stadt, die alles mitbekommt – besonders, wenn man es verbergen will.

Was dieses Buch so besonders macht, ist sein Spagat zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Es gibt viele RomComs, aber nur wenige, die es schaffen, ihre Figuren so feinfühlig und nahbar zu zeichnen, ohne ins Kitschige zu kippen. Jude ist nicht nur laut und lustig – sie ist auch verletzlich, manchmal überfordert von sich selbst, und gerade das macht sie so menschlich. James hingegen wirkt wie ein stilles Gewässer, doch darunter brodelt mehr, als er sich selbst eingestehen will. Die Dialoge zwischen den beiden sind wie Tanz und Schlagabtausch zugleich – voller Witz, aber nie oberflächlich.

Grohs Sprache ist zugänglich, warm und oft mit einem liebevollen Augenzwinkern versehen. Und doch gelingt es ihr, schwierige Themen wie Selbstwert, Herkunft und persönliche Freiheit nicht nur anzureißen, sondern zu durchdringen. Gerade James’ Geschichte, sein Ringen mit der eigenen Identität, hat mich tief bewegt.

Lower Whilby selbst ist fast schon ein lebendiger Charakter. Es sind nicht nur die Straßennamen oder die schrulligen Nebenfiguren wie Marjorie im Hairsalon, die diese Kulisse lebendig machen – es ist das Gefühl, dass hier Geschichten wachsen können. Dass etwas Gutes passieren darf. Dass man vielleicht sogar bleiben möchte.

Natürlich gibt es Momente, in denen man die Richtung der Handlung vorhersehen kann. Und ja, der Einstieg braucht ein paar Seiten, um den Rhythmus zu finden. Aber das ist wie mit einem Lieblingskaffee: Man muss ihn nicht überraschen – man muss ihn fühlen. Und The Pumpkin Spice Latte Desaster fühlt man. Warm. Herzlich. Und ein bisschen bittersüß.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Wenn zwei Herzen im gleichen Takt schlagen

A Dancer's Kiss (Broken Artists, Band 2)
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In seiner Nähe will sie tanzen. Und genau dieses Gefühl zieht sich wie ein feiner roter Faden durch die gesamte Geschichte – leicht, verletzlich, intensiv.

Nele und Mats sind keine perfekten Menschen. ...

In seiner Nähe will sie tanzen. Und genau dieses Gefühl zieht sich wie ein feiner roter Faden durch die gesamte Geschichte – leicht, verletzlich, intensiv.

Nele und Mats sind keine perfekten Menschen. Sie haben Ecken, Kanten und ihre ganz eigene Vergangenheit. Gerade deshalb wirken sie so nahbar. Was als scheinbar bedeutungsloser One-Night-Stand beginnt, entfaltet sich langsam, behutsam und auf sehr ehrliche Weise zu einer Verbindung, die unter die Haut geht.

Der gemeinsame Trip auf die Schäreninsel ist mehr als nur eine Auszeit – er wird zur Bühne für Neules Wiederentdeckung einer Leidenschaft, die sie längst verloren geglaubt hatte: das Tanzen. Und während sich ihre Schritte langsam wieder dem Rhythmus des Lebens anpassen, kommt auch Mats ihr immer näher. Die Chemie zwischen den beiden stimmt – ohne Kitsch, dafür mit vielen kleinen, leisen Momenten, die genau deshalb so besonders wirken.

Was ich besonders mochte: Die Geschichte bleibt nicht an der Oberfläche. Sie spricht davon, wie schwer es sein kann, sich selbst zu begegnen – und jemandem anderen wirklich zu vertrauen. Als Nele von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, wird die Beziehung der beiden auf eine echte Probe gestellt. Es geht um Schuld, Vergebung und den Mut, weiterzumachen, auch wenn der Weg ungewiss ist.

Die Atmosphäre – das raue, nordische Inselflair, das Tanzen als Ausdruck von Freiheit und Selbstfindung, die wachsende Nähe zwischen zwei Menschen, die eigentlich nichts gesucht haben – all das hat mich sehr berührt.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Zwischen Herzklopfen und Herzstillstand

No Cure for Love
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Selten hat mich ein Roman so emotional gepackt wie dieser. Was als humorvoller Krankenhaus-Alltag mit einer ehrgeizigen jungen Ärztin beginnt, entwickelt sich schnell zu einer berührenden und überraschend ...

Selten hat mich ein Roman so emotional gepackt wie dieser. Was als humorvoller Krankenhaus-Alltag mit einer ehrgeizigen jungen Ärztin beginnt, entwickelt sich schnell zu einer berührenden und überraschend tiefgründigen Geschichte über Selbstzweifel, Verantwortung – und die unerwarteten Wege, die das Leben manchmal nimmt.

Ellen ist keine typische Heldin. Sie ist klug, zielstrebig, manchmal zu stur für ihr eigenes Wohl – und genau deshalb mochte ich sie so sehr. Ihre Pläne sind groß, ihr Anspruch an sich selbst noch größer. Aber als sie in St. Elias landet, wird plötzlich alles anders. Dass sie dabei auf Timo trifft, diesen unfassbar geduldigen, empathischen Kollegen mit „Helfersyndrom“, sorgt nicht nur für Reibung, sondern auch für echte emotionale Tiefe. Ihre Dialoge – mal scharfzüngig, mal verletzlich – haben mich mehrfach laut auflachen, aber auch innehalten lassen.

Was ich besonders geliebt habe, ist, wie authentisch die Autorin Ellens inneren Konflikt schildert. Der Druck, alles richtig zu machen, der Wunsch nach Kontrolle, und dann dieser eine Fehler, der alles infrage stellt – das war so realistisch beschrieben, dass ich richtig mitgelitten habe.

Und ja, natürlich knistert es gewaltig zwischen Ellen und Timo. Aber das Buch verlässt sich nicht allein auf Romantik – es geht um viel mehr: um Verantwortung, um das Überwinden von Stolz, und darum, was es heißt, sich selbst neu zu definieren, wenn der große Lebensplan ins Wanken gerät.

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