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Veröffentlicht am 29.10.2025

Meine Rezension zu Leave me behind

Leave Me Behind
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Eigene Meinung
Wenn ich auf ein Buch hingefiebert habe, dann definitiv auf Leave Me Behind. Nun konnte ich es endlich im Buddy-Read lesen – und ob sich das Warten gelohnt hat, erfahrt ihr hier …
Autorin ...

Eigene Meinung
Wenn ich auf ein Buch hingefiebert habe, dann definitiv auf Leave Me Behind. Nun konnte ich es endlich im Buddy-Read lesen – und ob sich das Warten gelohnt hat, erfahrt ihr hier …
Autorin Moronova hat mich bereits ab der ersten Seite gecatcht. Ihr Schreibstil ist unfassbar intensiv und einnehmend – immer wieder durchbrochen von Spannung oder auch philosophischen Momenten.

Ich lese aus den Perspektiven der beiden Protagonist*innen: „Bones“ bzw. Breadshaw und „Bunny“ bzw. Nell. Hauptsächlich begleite ich Nell, doch es ist vor allem Breadshaws Sicht, die mich emotional stärker erreicht hat. Seine Gedanken- und Gefühlswelt ist vielschichtig und kommt in der Geschichte immer wieder eindrucksvoll zur Geltung.

Seit dem Verlust seines Kollegen bei einem Einsatz leidet Breadshaw unter PTBS. Er verliert sich oft in Erinnerungen und Gedanken – diese innere „Lähmung“ wird ihm mehr als einmal zum Verhängnis. Als er dann auch noch eine neue Scharfschützin im Team aufnehmen soll, die den Platz seines verstorbenen Kameraden einnimmt, ist seine Wut kaum zu bändigen. Doch Nell gibt nicht auf. Immer wieder muss sie ihrem Team beweisen, dass sie fähig ist und sich ihren Platz verdient hat – vor allem aber möchte sie es Breadshaw beweisen.

Dabei gibt es keine „typisch“ stärkere oder schwächere Figur. Ihre Qual ist ebenso groß wie ihre Stärke – und das wird immer wieder deutlich. Ihre Kämpfe miteinander und gegeneinander sind brutal, aber haben mir beim Lesen enorm viel Spaß gemacht. Die Autorin macht es den beiden keineswegs leicht. Der Military-Anteil beschränkt sich dabei auf kleinere Taktikbesprechungen sowie Aufklärungs- und Rettungsmissionen. Ich würde sagen: Man braucht keinerlei militärisches Fachwissen, um dieses Buch zu lesen. Ich hatte keines – und konnte der Handlung dennoch sehr gut folgen.

Breadshaw und Nell sind für mich gelungene Charaktere, die mit viel Liebe gezeichnet wurden – zumindest wirkt es so auf mich. Hier und da kommt es zu Wiederholungen, vor allem in Bezug auf ihre Taten und das damit verbundene Gewissen. Breadshaw wird stellenweise als sehr böse dargestellt – was ich teilweise nachvollziehen konnte, teilweise aber nicht ganz stimmig fand. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass die Suppe heißer gekocht wurde, als sie letztlich gegessen wurde. Versteht mich nicht falsch: Ich mochte den Charakter sehr – fand ihn aber bei weitem nicht so schlimm, wie es seine „Hymnen“ vermuten ließen.

Nell wurde großartig in Szene gesetzt. Ich mochte ihr kühles Auftreten und das sanfte Auftauen in den richtigen Momenten. Nur das Kapitel „drei Jahre später“ hat mich ein wenig gestört. Ich verstehe ihre Beweggründe, habe dort aber die „toughe“ Nell ein wenig vermisst.



Mein abschließendes Fazit
Ein wirklich ungleiches Paar, das hier aufeinandertrifft und miteinander auskommen muss. Ihre Zusammenarbeit könnte ihnen das Leben kosten – oder es retten. Die Geschichte von Breadshaw und Nell ist alles andere als süß und zärtlich. Brutal, besitzergreifend und tödlich – das sind die passenden Worte. Ich mochte ihr Zusammenspiel sehr, ebenso wie die Stärke, die Moronova ihrer Protagonistin zuspricht, und die tiefen Emotionen, die Breadshaw durchleben darf.

Ich möchte die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf die kommenden Bände. Wie immer bei Dark Romance gilt: Die Triggerwarnung sollte gelesen und ernst genommen werden!


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Veröffentlicht am 22.10.2025

Meine Rezension zu "Blutige Stille"

Blutige Stille
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Eigene Meinung

Im Buddy-Read mit meiner Schwester habe ich den zweiten Teil von Linda Castillos Kate-Burkholder-Reihe beendet. Ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte oder ob Teil eins nur ein glücklicher ...

Eigene Meinung

Im Buddy-Read mit meiner Schwester habe ich den zweiten Teil von Linda Castillos Kate-Burkholder-Reihe beendet. Ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte oder ob Teil eins nur ein glücklicher Zufall war – das erfahrt ihr hier!

Bereits in Die Zahlen der Toten habe ich erwähnt, wie genial ich den Schreibstil von Linda Castillo finde. Daran hält sie fest: Wieder lese ich aus der Ich-Perspektive von Kate Burkholder, bekomme aber stellenweise auch Einblicke aus der Sicht von Tomasetti. Ihn durfte ich schon im ersten Band kennenlernen – und er konnte mich ebenso stark wie Kate von sich überzeugen. Der Schreibstil bleibt schonungslos offen und gewährt nicht nur Einblicke in die Polizeiarbeit, sondern auch in die Gedankenwelt der Figuren.

Denn dieser Fall ist schrecklich: Eine siebenköpfige Familie wird ausgelöscht. Kate Burkholder sucht verzweifelt nach Beweisen und Verdächtigen. Als ehemalige Amische genießt sie einen gewissen Vertrauensbonus bei der einheimischen Gemeinde. Immer wieder muss sie mit verschiedenen Mitgliedern der Amischen sprechen. Doch je mehr Geheimnisse sie über die ermordete Familie aufdeckt, desto stärker holt sie auch ihre eigene Vergangenheit ein.

Hier zeigt sich erneut, wie authentisch und empathisch Kate Burkholder als Polizeichefin dargestellt wird – das hat mir schon im ersten Band gefallen. Auch wenn ihr Temperament ihr manchmal in die Quere kommt, macht gerade das sie so menschlich. Man muss allerdings sagen, dass sie meiner Meinung nach durch ihre Vergangenheit als Amische sehr befangen ist. Immer wieder stand für mich die Frage im Raum, ob sie den Täter nicht auch ein Stück weit für ihre eigene Geschichte zur Rechenschaft ziehen will – und nicht nur für die Familie.

Ich hatte selbst einige Verdächtige. Meine kleinen Theorien wurden nur hier und da bestätigt – was den Täter angeht, lag ich komplett daneben. Für mich war das eine willkommene Abwechslung. Ich war keineswegs enttäuscht, sondern fand es spannend, dass es eine logischere – teilweise viel plausiblere – Lösung gab als meine eigene. Immer gut für eine Überraschung!

Bereits aus Die Zahlen der Toten bekannte Charaktere tauchen wieder auf. Langsam haben es mir Kate Burkholder und ihr Team wirklich angetan. Ich bin gespannt, ob ich im Laufe der weiteren Bände noch mehr über ihre Mitarbeitenden erfahre – ich bleibe jedenfalls neugierig! Besonders gut ergänzen sich Kate und Tomasetti. Auch wenn beide unter starken Bindungsängsten leiden, die sie offen benennen, stärken sie sich gegenseitig in jeder Lage – sofern sie es zulassen.


Mein abschließendes Fazit
Ein äußerst brutal beschriebener Mord erschüttert erneut Painters Mill. Polizeichefin Kate Burkholder sucht nach dem Täter – und muss sich dabei zunehmend mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Clever geschrieben, mit kleinen Dialogen zum Schmunzeln, aber auch tiefsinnig, ergreifend und erschreckend. Linda Castillo versteht es, ihre Protagonistin bis ans Limit zu treiben – und mich als Leserin dabei durchgehend zu fesseln. Alles gepaart mit einem flüssigen Schreibstil, einer atmosphärischen Kleinstadt und einem besonderen Fokus auf die Amische.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Meine Rezension zu Scythe & Sparrow

Scythe & Sparrow - Die große Liebe erscheint manchmal im finstersten Moment
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Eigene Meinung

Endlich habe ich auch den dritten Band der Ruinous Love-Reihe beendet. Wie mir das Finale gefallen hat und ob ich Rose und Fionn ins Herz schließen konnte, erfahrt ihr hier …

Der Schreibstil ...

Eigene Meinung

Endlich habe ich auch den dritten Band der Ruinous Love-Reihe beendet. Wie mir das Finale gefallen hat und ob ich Rose und Fionn ins Herz schließen konnte, erfahrt ihr hier …

Der Schreibstil von Autorin Weaver bleibt durchgehend angenehm und leicht zu verfolgen. Während Butcher & Blackbird stark auf Humor setzte und Leather & Lark eher spannungsgeladen war, ist der abschließende Teil Scythe & Sparrow ruhiger, langsamer – und vielleicht gerade deshalb stellenweise intensiver. Die eine oder andere Träne musste ich mir wegwischen, und mein Herz wurde mehr als einmal schwer. Die Kapitel sind angenehm kurz, wirken weder gestreckt noch überladen.

Endlich erfahre ich mehr über Rose und Fionn. Schon seit Beginn der Reihe mochte ich die beiden sehr und war gespannt, was dieses ungleiche Gespann zusammengeführt hat. Anfangs dachte ich, die Geschichte würde sich etwas ziehen, bis die großen Gefühle auf den Tisch kommen – aber da wurde ich eines Besseren belehrt. Der Fokus liegt klar auf der Weiterentwicklung der Charaktere und dem Durchbrechen ihrer selbst errichteten Mauern. Und das alles geschieht mit erstaunlich wenig Drama. Natürlich ist die Beziehung nicht sofort gegeben, und ja, hier und da machen sie ein, zwei Schritte zurück statt vorwärts. Doch Weaver setzt das nicht auf nervige, sich wiederholende Weise um, sondern gleicht es durch nachvollziehbare Charakterentwicklung aus. Die Rückschritte werden stets erklärt – oft mit Einblicken in die Vergangenheit der beiden.

Auch der „mörderische“ Aspekt kommt nicht zu kurz, läuft aber deutlich humaner ab als in den ersten beiden Teilen. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Sloane, Lark, Rowan und Lachlan – besonders in Dino-Form (alle, die es gelesen haben, wissen, was ich meine!).

Fionn hat sich neben Rowan zu einem meiner liebsten Charaktere entwickelt. Den Käfig, in dem er viel zu lange gelebt und den er sich selbst gebaut hat, reißt Rose mühelos ein. Sie zeigt ihm, dass auch dunkle Seiten ihre Daseinsberechtigung haben. Rose wiederum erkennt, dass sie mehr als nur den Zirkus ihr Zuhause nennen darf. Ihre Unsicherheiten angesichts der neuen Umstände waren für mich sehr nachvollziehbar. Ich denke, wir kennen das alle – neue Situationen können überfordern. Und genau das macht die beiden noch authentischer.



Mein abschließendes Fazit

Ein starkes Finale für die Ruinous Love-Reihe. Im dritten Band steht der dritte Kane-Bruder Fionn im Mittelpunkt und wie er mit Rose zusammenfindet. Beide Charaktere wirken sehr authentisch – etwas, das Weaver wirklich gut beherrscht. Während Band eins humorvoll war und Band zwei mehr Spannung bot, liegt der Fokus in Band drei klar auf Selbstentwicklung und dem Mut, über sich hinauszuwachsen – und vielleicht auch zu genießen.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Abschluss, auch wenn Butcher & Blackbird für mich weiterhin mein Favorit bleibt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Meine Rezension zu The Deadly Side of Love

The Deadly Side of Love
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Eigene Meinung
Ich hatte mein Storytell wieder aktiviert – und da sprang mir das Buch „The Deadly Side of Love“ förmlich entgegen. Kurzerhand gestartet, und ich weiß nicht, wie oft ich laut auflachen musste…

Abwechselnd ...

Eigene Meinung
Ich hatte mein Storytell wieder aktiviert – und da sprang mir das Buch „The Deadly Side of Love“ förmlich entgegen. Kurzerhand gestartet, und ich weiß nicht, wie oft ich laut auflachen musste…

Abwechselnd höre ich aus der Perspektive von Deandrea, kurz „Dee“ Moth, und später auch aus der Sicht des Todes persönlich. Der Erzählstil ist wunderbar leicht, humorvoll und überzeugt durch liebevoll gestaltete Charaktere und eine solide Geschichte. Immer wieder verstrickt sich die kleine Chaos-Hexe Dee in Probleme – und selbst der Tod weiß irgendwann keinen Rat mehr. Es war unfassbar angenehm, der Geschichte zu folgen, und sie hat mich in eine gemütliche Atmosphäre versetzt.

Die Handlung ist nicht unbedingt spannend, aber dennoch interessant. Dee muss sich mit einer Räumungsklage auseinandersetzen. Da sie ihre eher unausgereiften Fähigkeiten kennt, beschließt sie, sich einen Schutzgeist zu zaubern. Natürlich geht das schief – und das Chaos nimmt seinen Lauf. Immer wieder geraten die beiden aneinander, was unter anderem an der magischen Bindung liegt, die es nicht erlaubt, dass sie sich weit voneinander entfernen. Gespickt mit tollen Dialogen, zärtlichen Momenten und einem Ende, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe, hatte ich eine herrlich magische Zeit. Die Szenerie rund um den Buchladen lädt dabei regelrecht zum Träumen ein.

Wie bereits erwähnt, war das Ende für mich sehr überraschend. Es schlägt eine ernsthafte, traurige Richtung ein, mit der ich beim besten Willen nicht gerechnet hätte – und lässt mich umso gespannter auf Band 2 hoffen! Besonders hervorheben möchte ich die Szene, in der Dee ihre Menstruation bekommt. Sorry, aber ich finde es großartig, dass solche „normalen“ Dinge hier Platz gefunden haben! Noch besser ist, wie Ydril, der Dämon, damit umgeht.

Geballte Charakterpower gibt es hier definitiv! Ich habe Dee schnell ins Herz geschlossen und mich hier und da selbst in ihr wiedergefunden. Tage, an denen einfach alles schiefläuft? Check! Trotzdem das Beste daraus machen? Aber selbstverständlich! Ich fand es toll, wie Autorin Eden der Protagonistin so viel Motivation mitgibt – auch wenn einige Kapitel ihres Lebens in Scherben liegen. Und auch bei Ydril, dem düsteren Dämon, wurde alles richtig gemacht – vor allem das Zusammenspiel der beiden im Laufe des Buches.



Mein abschließendes Fazit
Eine chaotische Hexe mit einer Räumungsklage im Nacken und ein mächtiger Dämon, der die Schmerzen einer Periode auf sich nimmt? Das bekommt ihr in „The Deadly Side of Love“. Und ich habe es geliebt! Es war unheimlich witzig und gleichzeitig gefühlvoll – und mit diesem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet. Trotz der humorvollen Szenen trägt die Geschichte auch genug Ernsthaftigkeit in sich. Ich hatte enorm viel Spaß mit dem Buch und habe mir mehr als einmal die schattenhaften Tiere herbeigewünscht. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Meine Rezension zu Weil ich an dich glaube

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Eigene Meinung
Mich hat es mal wieder zu einer SuB-Leiche gezogen. Weil ich an dich glaube liegt schon viel zu lange ungelesen bei mir herum, und nachdem mir The Things We Leave Unfinished so gut gefallen ...

Eigene Meinung
Mich hat es mal wieder zu einer SuB-Leiche gezogen. Weil ich an dich glaube liegt schon viel zu lange ungelesen bei mir herum, und nachdem mir The Things We Leave Unfinished so gut gefallen hat, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Wer bereits Bücher von Fourth Wing-Autorin Rebecca Yarros kennt, weiß um ihren leichten, gut lesbaren Schreibstil – und genauso ist es auch hier. Man kommt schnell in die Geschichte rein, trifft auf interessante Charaktere mit Tiefe und einigen Überraschungen. Die Kapitel sind kurz gehalten, und ich wechsle dabei zwischen den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten Willow und Camden. Die Figuren sind etwas älter und bewegen sich nicht mehr in der Jugend- oder “New Adult”-Sparte, was ich persönlich sehr angenehm finde.

In Weil ich an dich glaube begleite ich vor allem Camden, der nach Jahren in sein kleines Heimatstädtchen zurückkehrt – obwohl er sich geschworen hatte, es nie wieder zu betreten. Doch das Schicksal hat andere Pläne: Als sein Vater ihm eine Nachricht schickt und um Hilfe bittet, beschließt Camden, zurückzukehren. Leider weiß sein Vater davon nichts mehr, da er beginnt, sein Gedächtnis zu verlieren. Camden ist nicht gerade der beliebteste Sohn der Stadt, und seine Rückkehr sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Einzig Willow, seine Jugendfreundin und erste Liebe, steht fest an seiner Seite.

Der Fokus liegt meiner Meinung nach weniger auf der Liebesgeschichte, sondern vielmehr auf Camdens Rückkehr und seinem Versuch, sich wieder einen Platz in der Gemeinschaft zu erkämpfen. Die Sorge um den Vater und die Gerüchte über Camden begleiten ihn dabei ständig. Willow steht oft zwischen den Fronten, doch gerade die Beziehung der beiden ist angenehm gelöst: Sie reden miteinander, führen offene Gespräche, und Willow ist definitiv keine, die sich den Mund verbieten lässt. Es gibt kein nerviges Hin und Her, keine Misskommunikation – was ich sehr erfrischend fand. Auch die Geheimnisse, die im Laufe des Buches ans Licht kommen, sorgen für spannende Wendungen und geben der Geschichte mehr Tiefe.

Die Charaktere sind gut entwickelt, auch wenn ihnen hier und da noch etwas Liebe zum Detail fehlt. In manchen Szenen wirken sie etwas eindimensional. Aber das Setting rund um die Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, hat es mir sehr angetan. Besonders mochte ich Willows Schlagfertigkeit – davon dürfte es meiner Meinung nach gerne mehr in Büchern geben!



Mein abschließendes Fazit

Weil ich an dich glaube ist ein wirklich schönes Buch für zwischendurch – ohne übertriebenes Drama, aber mit viel Herz. Camden und Willow haben es mir leicht gemacht, sie zu mögen. Es gibt keine dieser typischen Kommunikationsprobleme, die man leider oft in Liebesromanen findet. Stattdessen wird offen gesprochen, was der Geschichte eine angenehme Reife verleiht. Auch dass die Protagonisten älter sind und nicht mehr in die “Young Adult”-Kategorie fallen, tut dem Buch gut. Der thematische Nebenstrang rund um Camdens Vater und die Rückkehr in die Kleinstadt rückt immer wieder in den Vordergrund und lässt die Liebesgeschichte ganz natürlich nebenher laufen – und genau das hat mir gefallen.

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