Meine Rezension zu Leave me behind
Leave Me BehindEigene Meinung
Wenn ich auf ein Buch hingefiebert habe, dann definitiv auf Leave Me Behind. Nun konnte ich es endlich im Buddy-Read lesen – und ob sich das Warten gelohnt hat, erfahrt ihr hier …
Autorin ...
Eigene Meinung
Wenn ich auf ein Buch hingefiebert habe, dann definitiv auf Leave Me Behind. Nun konnte ich es endlich im Buddy-Read lesen – und ob sich das Warten gelohnt hat, erfahrt ihr hier …
Autorin Moronova hat mich bereits ab der ersten Seite gecatcht. Ihr Schreibstil ist unfassbar intensiv und einnehmend – immer wieder durchbrochen von Spannung oder auch philosophischen Momenten.
Ich lese aus den Perspektiven der beiden Protagonist*innen: „Bones“ bzw. Breadshaw und „Bunny“ bzw. Nell. Hauptsächlich begleite ich Nell, doch es ist vor allem Breadshaws Sicht, die mich emotional stärker erreicht hat. Seine Gedanken- und Gefühlswelt ist vielschichtig und kommt in der Geschichte immer wieder eindrucksvoll zur Geltung.
Seit dem Verlust seines Kollegen bei einem Einsatz leidet Breadshaw unter PTBS. Er verliert sich oft in Erinnerungen und Gedanken – diese innere „Lähmung“ wird ihm mehr als einmal zum Verhängnis. Als er dann auch noch eine neue Scharfschützin im Team aufnehmen soll, die den Platz seines verstorbenen Kameraden einnimmt, ist seine Wut kaum zu bändigen. Doch Nell gibt nicht auf. Immer wieder muss sie ihrem Team beweisen, dass sie fähig ist und sich ihren Platz verdient hat – vor allem aber möchte sie es Breadshaw beweisen.
Dabei gibt es keine „typisch“ stärkere oder schwächere Figur. Ihre Qual ist ebenso groß wie ihre Stärke – und das wird immer wieder deutlich. Ihre Kämpfe miteinander und gegeneinander sind brutal, aber haben mir beim Lesen enorm viel Spaß gemacht. Die Autorin macht es den beiden keineswegs leicht. Der Military-Anteil beschränkt sich dabei auf kleinere Taktikbesprechungen sowie Aufklärungs- und Rettungsmissionen. Ich würde sagen: Man braucht keinerlei militärisches Fachwissen, um dieses Buch zu lesen. Ich hatte keines – und konnte der Handlung dennoch sehr gut folgen.
Breadshaw und Nell sind für mich gelungene Charaktere, die mit viel Liebe gezeichnet wurden – zumindest wirkt es so auf mich. Hier und da kommt es zu Wiederholungen, vor allem in Bezug auf ihre Taten und das damit verbundene Gewissen. Breadshaw wird stellenweise als sehr böse dargestellt – was ich teilweise nachvollziehen konnte, teilweise aber nicht ganz stimmig fand. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass die Suppe heißer gekocht wurde, als sie letztlich gegessen wurde. Versteht mich nicht falsch: Ich mochte den Charakter sehr – fand ihn aber bei weitem nicht so schlimm, wie es seine „Hymnen“ vermuten ließen.
Nell wurde großartig in Szene gesetzt. Ich mochte ihr kühles Auftreten und das sanfte Auftauen in den richtigen Momenten. Nur das Kapitel „drei Jahre später“ hat mich ein wenig gestört. Ich verstehe ihre Beweggründe, habe dort aber die „toughe“ Nell ein wenig vermisst.
Mein abschließendes Fazit
Ein wirklich ungleiches Paar, das hier aufeinandertrifft und miteinander auskommen muss. Ihre Zusammenarbeit könnte ihnen das Leben kosten – oder es retten. Die Geschichte von Breadshaw und Nell ist alles andere als süß und zärtlich. Brutal, besitzergreifend und tödlich – das sind die passenden Worte. Ich mochte ihr Zusammenspiel sehr, ebenso wie die Stärke, die Moronova ihrer Protagonistin zuspricht, und die tiefen Emotionen, die Breadshaw durchleben darf.
Ich möchte die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf die kommenden Bände. Wie immer bei Dark Romance gilt: Die Triggerwarnung sollte gelesen und ernst genommen werden!
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