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Veröffentlicht am 26.01.2026

Asher und das dunkle Experiment

The Factory – Es gibt kein Entkommen
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Inhalt: Als sich der 13-jährige Asher für ein Jahr verpflichtet, an einem Experiment für saubere Energie in der sogenannten Factory teilzunehmen, tut er das aus einem einzigen Grund: Er will seiner Mutter ...

Inhalt: Als sich der 13-jährige Asher für ein Jahr verpflichtet, an einem Experiment für saubere Energie in der sogenannten Factory teilzunehmen, tut er das aus einem einzigen Grund: Er will seiner Mutter aus finanziellen Schwierigkeiten helfen. Gleichzeitig glaubt er, etwas Gutes für eine Welt zu tun, die vom Klimawandel schwer gezeichnet ist. Doch schon bald wird klar, dass in der Factory nicht alles so ist, wie es scheint. Das Gelände ist mit Stacheldraht gesichert, die Teilnehmer wirken nach den Experimenten zunehmend erschöpft – und Fragen sind offenbar nicht erwünscht. Gemeinsam mit neuen Freunden beginnt Asher, Nachforschungen anzustellen. Was sie dabei entdecken, ist weit beunruhigender, als sie es sich je hätten vorstellen können.

Meinung: Dies ist der Auftakt einer dystopischen Reihe rund um den jungen Asher, der in einer vom Klimawandel gezeichneten Zukunft lebt. Er ist fantasievoll, neugierig und lebt bei seiner geliebten Großmutter. Auch seine lebensfrohe, chaotische Mutter spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben – so sehr, dass Asher ihretwegen den gefährlichen Schritt in die Factory wagt.
Doch die Factory entpuppt sich schnell als etwas völlig anderes als die erwartete Forschungseinrichtung für saubere Energie. Die strengen Sicherheitsmaßnahmen und die Auswirkungen der Experimente auf die sogenannten Probanden lassen nichts Gutes erahnen.
Neben den dunklen Seiten der Geschichte gibt es aber auch Lichtblicke: Mit der selbstbewussten Vi, dem freundlichen Troy und der klugen, neugierigen Faith findet Asher zum ersten Mal echte Freunde. Gemeinsam stellen sie sich Fragen, die offenbar niemand hören will. Welche Rolle spielt Ashers Vater in all dem? Und was wird in der Factory wirklich erforscht?
Die Handlung ist spannend aufgebaut und steckt voller Wendungen. Mit den Figuren bin ich persönlich nicht ganz warm geworden, dennoch hat mich die Geschichte gefesselt und zum Weiterlesen motiviert.

Fazit: Ein spannender dystopischer Auftakt mit interessanter Grundidee und vielen überraschenden Momenten – trotz kleiner Schwächen bei den Charakteren absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Gelungener Reihenauftakt

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
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Inhalt: Nachdem ihr erster Karriereschritt anders verlaufen ist als erhofft, kehrt Meg Dawson in das Morrisey-Gebäude zurück – jenen Ort, an dem sie bei ihrer Tante Penny aufgewachsen ist. Zwischen den ...

Inhalt: Nachdem ihr erster Karriereschritt anders verlaufen ist als erhofft, kehrt Meg Dawson in das Morrisey-Gebäude zurück – jenen Ort, an dem sie bei ihrer Tante Penny aufgewachsen ist. Zwischen den liebenswerten Nachbarn, die längst zu ihrer Wahlfamilie geworden sind, hofft sie, Klarheit über ihre Zukunft zu finden. Und vielleicht ergibt sich ja endlich eine Chance bei ihrem süßen Kindheitsschwarm Laurie, der inzwischen ebenfalls wieder in das charmante Haus gezogen ist.
Doch dann wird in Apartment 3B eine Leiche entdeckt. Meg beschließt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ripley – einem Geist – und ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit, Verstorbene sehen zu können, der Sache nachzugehen.

Meinung: Der Auftakt der Reihe überzeugt mit einer warmherzigen Protagonistin, einem spannenden Kriminalfall und einer gelungenen Mischung aus realistischen und übernatürlichen Elementen.
Im Zentrum steht Meg, die nach dem Scheitern ihrer Karriere nach Seattle zurückkehrt – in das Morrisey-Gebäude, in dem sie großgeworden ist und in dem die Bewohner wie eine kleine Gemeinschaft zusammenhalten. Hier fühlt sich die ruhige junge Frau zum ersten Mal seit Langem wieder verstanden und akzeptiert, denn ihre Fähigkeit, Geister zu sehen, hat ihr früher oft Spott und Ausgrenzung eingebracht. Meg wirkt einfühlsam, klug und sehr liebenswert.
An ihrer Seite steht seit Kindertagen Ripley, ein lebensfroher, offener und herrlich cooler Geist, der Meg mit ihrer selbstbewussten Art in allem unterstützt – auch, wenn es um den charmanten Nachbarn Laurie geht. Meg ist seit ihrer Kindheit in ihn verliebt, und Laurie, freundlich, rücksichtsvoll und angenehm unaufgeregt, scheint ein Mensch zu sein, in dessen Nähe sich einfach jeder wohlfühlt.
Die Handlung bleibt durchweg spannend, und man lernt viele der Hausbewohner näher kennen – samt ihrer kleinen Geheimnisse. Der Kriminalfall fügt sich stimmig in die Geschichte ein und hält die Spannung aufrecht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich freue mich schon auf die nächsten Teile der Reihe.

Fazit: Ein gelungener Krimi mit einer sympathischen Heldin und viel Potenzial für weitere Bände.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Internat der Geheimnisse

Bearbind Lyceum - Thilda
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Inhalt: Als ihre Stiefmutter dafür sorgt, dass Tilda in ein abgelegenes Internat abgeschoben wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Im Bearbind Lyceum herrschen strenge Regeln, eisernes Regiment und ...

Inhalt: Als ihre Stiefmutter dafür sorgt, dass Tilda in ein abgelegenes Internat abgeschoben wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Im Bearbind Lyceum herrschen strenge Regeln, eisernes Regiment und eine Atmosphäre der Feindseligkeit. Besonders die Direktorin scheint es auf die neue Schülerin abgesehen zu haben und findet immer neue Wege, Tilda zu schikanieren.
Doch schon bald wird klar, dass das Bearbind Lyceum kein gewöhnliches Internat ist – und dass es weit mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als Tilda je zu träumen gewagt hätte.

Meinung: Dieses Buch ist der perfekte Roman für die Halloweenzeit. Schon das Setting rund um das düstere Internat ist atmosphärisch dicht und leicht unheimlich.
Tilda wird von einem Tag auf den anderen hierher verfrachtet, ohne sich wehren zu können. Ihr Vater ist ganz der Stiefmutter und deren Töchtern verfallen, die sie längst verleumdet haben.
Trotz ihrer Einsamkeit und Hilflosigkeit gibt Tilda nicht auf. Ihre Wut wird zu ihrer Stärke – sie gibt ihr Kraft und Durchhaltevermögen.
Bald erkennt sie, dass sie nicht völlig allein ist, und findet – gegen den Willen der Direktorin – sogar Freunde. Doch das wahre Wesen des Internats offenbart sich erst nach und nach, ebenso wie die geheimnisvolle Verbindung zu Tildas eigener Familie.
Die Geschichte steckt voller Magie, Rätsel und düsterer Geheimnisse. Auf dem abgeschiedenen Schloss in Südengland begegnet Tilda einer übernatürlichen Welt, die ihr Leben für immer verändert.
Ich fühlte mich gut unterhalten, auch wenn ich mit den Charakteren nicht zu 100 Prozent warm wurde. Denoch ist dies ein fesselnder Schmöker für lange, dunkle Herbstabende.

Fazit: Ein atmosphärisch dichtes, magisches Buch – perfekt für die dunkle Jahreszeit!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Machtvoll ohne Magie

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Inhalt: Sora ist die Tochter des mächtigen Clanchefs eines koreanischen Firmenimperiums. Doch da sie keine Magie besitzt, wurden sie und ihre Mutter verstoßen. Seitdem führen sie ein einfaches Leben und ...

Inhalt: Sora ist die Tochter des mächtigen Clanchefs eines koreanischen Firmenimperiums. Doch da sie keine Magie besitzt, wurden sie und ihre Mutter verstoßen. Seitdem führen sie ein einfaches Leben und betreiben ein kleines Café, um über die Runden zu kommen.
Als ihr Vater sie plötzlich zurück in die Familie bittet, hofft Sora auf finanzielle Unterstützung. Doch statt Versöhnung erwarten sie Intrigen, Gefahren – und ein geheimnisvoller, äußerst attraktiver Gott namens Ran, der ihre Hilfe genauso dringend braucht wie sie seine...

Meinung: „Prinzessin der tausend Diebe“ ist ein Fantasyroman mit koreanischem Setting, Magie, Familiengeheimnissen und einer Liebesgeschichte.
Im Mittelpunkt steht Sora, die sich bisher liebevoll um ihre kranke Mutter gekümmert und ein kleines Café geführt hat. Vom mächtigen Clan ihres Vaters wurde sie verstoßen – allein deshalb, weil sie keine Magie besitzt.
Sora ist zu Beginn mitfühlend, gutherzig, aber auch voller Wut – besonders gegenüber ihrem Vater, seiner neuen Ehefrau und der gemeinsamen Tochter Jia. Im Verlauf der Geschichte macht sie jedoch eine starke Entwicklung durch: Sie wird härter, stärker und beginnt, ihren eigenen Platz in dieser gefährlichen Welt zu behaupten.
An ihrer Seite steht der charismatische Gott Ran, zu dem sie sich schnell hingezogen fühlt. Besonders spannend fand ich die Figur der Halbschwester Jia, die Sora zwar verabscheut, mit der sie jedoch mehr verbindet, als ihr lieb ist.
Die Geschichte ist magisch, spannend und stellenweise sehr brutal. Einen richtigen Draht zu den Figuren habe ich leider nicht entwickeln können, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten.

Fazit: Ein fesselnder Fantasyroman mit Tiefe, Magie und einem ungewöhnlichen Setting. Trotz kleiner Schwächen eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Ein Leben für den Tod

Das Dreizehnte Kind
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Inhalt: Hazel wurde als dreizehntes Kind ihrer Eltern dem Tod versprochen. Für ihn soll sie die größte Heilerin des Landes werden – fähig, jede Krankheit zu heilen. Doch ihre Gabe hat einen schmerzhaften ...

Inhalt: Hazel wurde als dreizehntes Kind ihrer Eltern dem Tod versprochen. Für ihn soll sie die größte Heilerin des Landes werden – fähig, jede Krankheit zu heilen. Doch ihre Gabe hat einen schmerzhaften Preis: Erscheint ihr ein Totenschädel über einem Kranken, ist dessen Zeit gekommen – und Hazel muss ihn erlösen.
Als sie an den Hof des todkranken Königs gerufen wird, erkennt sie das Zeichen des Todes über ihm. Trotzdem ist sie fest entschlossen, ihn zu retten. Doch kann man sich dem Willen der Götter wirklich widersetzen?

Meinung: Das dreizehnte Kind ist ein fesselnder Fantasyroman, der Hazels gesamtes Leben begleitet – von ihrer lieblosen Kindheit über ihre Ausbildung zur Heilerin bis hin zu ihrer ersten Liebe. Hazel ist eine warmherzige, mitfühlende, aber auch einsame junge Frau. Ihre Eltern zeigen ihr kaum Zuneigung, und ihr Pate – ein Gott – bemüht sich zwar um sie, doch bleibt ihm das menschliche Leben fremd. So ist es kaum verwunderlich, dass Hazel ausgerechnet am Königshof zum ersten Mal so etwas wie Zugehörigkeit empfindet: bei der liebenswerten Prinzessin Euphemia, ihrer lebensfrohen Schwester – und schließlich beim König selbst, der bald großes Vertrauen in sie setzt. Und dann ist da noch Kronprinz Leo: arrogant, faszinierend und gefährlich anziehend.
Der Glaube an die Götter durchzieht die gesamte Geschichte. Besonders Hazels göttlicher Pate tritt immer wieder auf, ebenso wie der „Gott der Vielen“, in dem unzählige Gottheiten in einem Körper vereint sind. Doch auch andere Auserwählte, wie das geheimnisvolle Orakel Margaux, spielen eine wichtige Rolle.
Die Handlung ist abwechslungsreich und atmosphärisch dicht. Allerdings verliert die Geschichte durch den großen zeitlichen Bogen – Hazels gesamtes Leben – stellenweise etwas an Spannung. Dennoch bleibt das Buch insgesamt unterhaltsam und berührend.

Fazit: Eine schön erzählte, originelle Fantasygeschichte mit Tiefe und Gefühl – trotz kleiner Längen absolut lesenswert.

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