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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ungefiltert und ungeschönt: Eine Reise durch Verlust und Abhängigkeit

All the Way to the River
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Ich weiß noch, dass mich „Eat, Pray, Love“ sehr beeindruckt und berührt hat, was auf jedem Fall meinem damaligen Alter und meiner Lebenssituation geschuldet war. Ich möchte damit nicht behaupten, dass ...

Ich weiß noch, dass mich „Eat, Pray, Love“ sehr beeindruckt und berührt hat, was auf jedem Fall meinem damaligen Alter und meiner Lebenssituation geschuldet war. Ich möchte damit nicht behaupten, dass es kein gutes Buch ist, aber ein weiterer Leseversuch einige Jahre später wurde recht schnell abgebrochen. „Das Ja-Wort“, das damals als Fortsetzung zu Gilberts Welterfolg angepriesen wurde, habe ich auch noch gelesen und sehr interessant gefunden, es konnte mich aber nicht mehr so begeistern. Danach war die Autorin von meiner Bildfläche verschwunden.
Bis jetzt wieder ein autobiographisches Werk erschienen ist und irgendetwas in mir schrie, dass ich es unbedingt lesen/hören muss. Also gab ich der Stimme nach, begann mit dem Hörbuch und wenige Zeit später habe ich es abgebrochen und erst einmal etwas anderes gehört. Ganz vergessen konnte ich das Buch aber nicht und gab Elizabeth Gilbert noch eine Chance.
Autobiographische Bücher zu bewerten, empfinde ich immer als besonders schwierig. Wäre dies eine fiktionale Geschichte würde ich der Autorin vorwerfen, dass die Geschichte übertrieben ist, die Charaktere phasenweise unglaubwürdig und der Handlungsverlauf unrealistisch. Doch dies ist eine wahre Geschichte oder zumindest entspricht sie Elizabeth Gilberts Wahrheit. Rayya Elias kann sich ja leider nicht mehr zu den Geschehnissen äußern.
Gewisse Passagen des Buches haben auf mich sehr unstrukturiert und chaotisch gewirkt, andere Teile erzählt die Autorin dann aber wieder chronologisch. Gespickt ist all das dann noch mit Gedichten und kleine lyrische Texte, welche zwischen den verschiedenen Kapiteln eingestreut sind. Bei mir erweckte all dies oft das Gefühl, als würde ich im Tagebuch der Autorin lesen. Viele der Aussagen und Berichte sind roh, unausgegoren, brutal, aber ehrlich. Elizabeth Gilbert beschönigt nichts, sie gibt sogar zu, dass sie daran gedacht hat ihr geliebten Partnerin das Leben zu nehmen. Ihre Überforderung mit der Gesamtsituation aus Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Drogen, Alkohol, Krankheit und Pflege war für mich wirklich spürbar.
Das Spiritualität in Elizabeth Gilberts Leben eine große Rolle spielt, sollte den Leser: innen von „Eat, Pray, Love“ bereits bekannt sein. Daher ist es wenig verwunderlich, dass diese Themen einen großen Raum in dieser Geschichte einnehmen. So berichtet Gilbert an vielen Stellen, dass sie Zwiegespräche mit Gott geführt hat und er ihr den richtigen Weg gewiesen hat. Dies möchte ich eigentlich gar nicht weiter diskutieren, denn dies ist einfach eine Frage des Glaubens. Bedenklich fand ich aber an vielen Stellen, dass dieses Göttliche als Erklärung für so vieles herangezogen wird. Gott wollte es so, Gott hat einen Plan, Gott hat mich auf den richtigen Weg geführt.
Äußerst spannend fand ich die Widersprüchlichkeit und wie zwiegespalten Elizabeth Gilbert über Rayya, ihre jeweiligen Süchte und ihr Zusammenleben schreibt. Man merkt das Gilbert probiert die Vergangenheit mit einem offenen und ehrlichen Auge zu betrachten und zu beschreiben, an vielen Stellen wirkt sie reflektiert und dann wieder völlig verblendet.
Cathlen Gawlich ist die Stimme hinter dem Hörbuch und hat meiner Meinung nach eine hervorragende Arbeit abgeliefert. Ihre Stimme passt einfach perfekt zum dem Buch und es war ein angenehmes Erlebnis ihrer Stimme zu lauschen.
Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre und möglicherweise ist es nicht einmal gutgeschrieben. Dennoch hat es mich berührt, aufgewühlt und zum Nachdenken angeregt. Elizabeth Gilbert nimmt sich kein Blatt vor den Mund und stellt sich selbst an den Pranger. Allein dafür ziehe ich meinen imaginären Hut vor ihr.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Krimi light mit Wortspiel-Garantie

Entführung im Himmelreich
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Obwohl mich der erste Band nicht komplett überzeugt hat, konnte ich den Erscheinungstermin des neuen Buches rund um Björn Kupernikus, und Annabelle Schäfer kaum erwarten. Das ungleiche und äußerst skurrile ...

Obwohl mich der erste Band nicht komplett überzeugt hat, konnte ich den Erscheinungstermin des neuen Buches rund um Björn Kupernikus, und Annabelle Schäfer kaum erwarten. Das ungleiche und äußerst skurrile Ermittlerduo hat sich einfach einen Platz in meinem Herzen erobert.
So mit befinden wir uns wieder auf dem idyllischen Campingplatz am Schwielowsee, treffen alte Bekannte wieder und lernen neue „Freunde“ kennen. Autor Andreas Winkelmann macht mit diesem Buch mehr oder weniger nahtlos dort weiter wo er bei „Mord im Himmelreich“ aufgehört hat. Deswegen sollte man die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Außerdem gleich einmal die Anmerkung, dass all jene die mit dem ersten Teil keine große Freude hatten, besser die Finger von dem Buch lassen sollten.
Hartgesottene Krimifans werden mit dieser Reihe von Andreas Winkelmann sicher nicht glücklich werden. Dafür ist der Spannungsanteil zu gering und der Kriminalfall an vielen Stellen zu übertrieben und konstruiert. Wer allerdings auf der Suche nach einer humorvollen und leichten Unterhaltung ist, kann hier durchaus Spaß haben.
Der Hauptschwerpunkt der Geschichte liegt eindeutig nicht auf dem Kriminalfall selbst, auch wenn er natürlich eine zentrale Rolle für die Handlung spielt, sondern auf den verschiedenen Haupt- und Nebencharakteren und deren verbaler Austausch miteinander. Hierbei habe ich den Austausch zwischen Annabelle und Kupernikus besonders genossen. Bei beiden, aber vor allem auch im Umgang miteinander merkt man, dass sie doch eine gewisse Art von Charakterentwicklung durchgemacht haben und ihre Beziehung sich ein wenig intensiviert hat.
Der Fall entwickelt sich mit einer unglaublichen Langsamkeit, so dass man an mancher Stelle das Gefühl hat, der Lösung keinen Schritt näher zu kommen. Der Erzählstil ist aber so heiter, unbeschwert und humorvoll, dass ich in den meisten Fällen ohne Probleme darüber wegsehen konnte. Abgesehen davon, dass irgendwann dann auch der Zeitpunkt kam, wo sich wieder mal die Ereignisse überschlagen haben. Ähnlich wie im ersten Band ist der Humor manchmal etwas grenzwertig. Das eine oder andere Wortspiel ist dann doch ein wenig plump, passt aber dennoch wunderbar in das Gesamtbild. Andreas Winkelmann scheint eine Vorliebe für schlechte Wortspiele, Situationskomik und seichten Humor zu haben. Solange alles davon wohldosiert ist, kann ich auch damit leben. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es in diesem Band bereits hart an der Grenze war und bin gespannt, wie es im nächsten Teil aussehen wird.
Positiv hervorheben möchte ich noch, dass einige der Nebencharaktere aus dem ersten Teil, wie zum Beispiel Kommissar Fass, dieses Mal eine etwas größere Rolle haben und dadurch auch an Tiefe gewinnen.
Autor Andreas Winkelmann hat mir mit diesem Buch wieder einige vergnügliche Lesestunden beschert und ich freue mich auf weitere Abenteuer von Kupernikus und Annabelle. Eventuell dürfen wir ja auch hoffen, dass der Krimiaspekt im nächsten Band wieder ein wenig höher ist. Ansonsten ist dies einfach ein perfektes Buch für einen faulen Tag auf der Couch.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Zwischen Herz und Verantwortung

Say You’ll Remember Me
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Um dieses Buch bin ich doch einige Zeit herumgeschlichen und war mir unsicher, ob es einen Versuch wert ist oder nicht. Cover und Klappentext fand ich sehr ansprechend und gefühlt kam man diesen Sommer ...

Um dieses Buch bin ich doch einige Zeit herumgeschlichen und war mir unsicher, ob es einen Versuch wert ist oder nicht. Cover und Klappentext fand ich sehr ansprechend und gefühlt kam man diesen Sommer kaum an dem Buch vorbei. Auf jeder einschlägigen Website kam mir das Buch unter und auch in den Schaufenstern der Buchhandlungen war immer das eine oder andere Exemplar davon zu finden. Schlussendlich habe ich mich dann doch breitschlagen lassen und bin froh, dass ich es getan habe, auch wenn das Buch anders als erwartet war.
Erwartet hatte ich mir eine herzerwärmende, kitschige Liebesgeschichte mit vielen Irrungen und Wirrungen und der einen oder anderen intimen Szene. Wobei ich bei letzterem gehofft hatte, dass der Anteil relativ gering ausfallen wird. Diese Hoffnung hat sich glücklicherweise auch erfüllt.
Durch den Klappentext war mir klar, dass das Thema Demenz eine Rolle spielen wird, da Samantha wieder nach Hause zieht, um ihre demenzkranke Mutter zu pflegen. Unerwartet war für mich allerdings der Raum, den dieses Thema einnimmt. Denn phasenweise ist dies das zentrale Thema der Geschichte und wir dürfen erleben mit welchen Schwierigkeiten die Familie zu kämpfen hat. Autorin Abby Jimenez hat meiner Meinung nach gerade diesen Teil des Buches hervorragend gemeistert. Pflege von Angehörigen ist ein schwieriges Thema, bei dem man viel Fingerspitzengefühl benötigt. Die Autorin hat es geschafft alles sehr authentisch und emotionsgeladen zu vermitteln, ohne zu sehr ins melodramatische oder kitschige zu kippen. Für mich war dies ehrlich gesagt das große Highlight des Buches. Denn dadurch hebt es sich auch deutlich von anderen Büchern des Genres ab.
Die Liebesgeschichte zwischen Samantha und Xavier konnte mich hingegen nur bedingt überzeugen. Der Anfang und ihre erste Verabredung fand ich noch sehr spannend und interessant, wenn auch ein klein wenig übertrieben. Vor allem rückblickend muss ich sagen, dass Abby Jimenez besser auf das eine oder andere künstliche Drama verzichtet hätte. Durch die familiären Umstände von Sam, aber auch von Xavier, gibt es in diesem Buch bereits genug Drama und schwierige Themen, da hätte man bei den Liebeswirrungen einen Gang zurückschalten können.
Erzählt wird das Buch, wie so häufig, abwechselnd aus der Perspektive von Xavier und Sam. Ich hatte mich für das Hörbuch entschieden, welches von Michael Borgard und Lisa Cardinale gelesen wird. Die Stimmen der beiden empfand ich als angenehm und zu der Geschichte passend. Auch der Transport der Emotionen ist ihnen sehr gut gelungen.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber ich denke, dass ich wieder einmal zu einem ihrer Bücher greifen werde, auch wenn dieses hier mich nicht vollständig überzeugen konnte. Mir gefällt die Kombination aus ernsteren Themen und Liebesroman sehr gut.
Meiner Meinung nach eignet sich dieses Buch nicht für Freunde von seichten und kitschigen Liebesromanen, dafür ist es an vielen Stellen einfach zu düster und traurig. Wer aber auf der Suche nach einem vielschichtigen Liebesroman ist und auch kein Problem mit schwierigen Themen hat, der sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Humorvolle Reise durch bunte Wohnideen

Frau Schnecke sucht ein neues Haus
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da mir die Idee des Buches sehr gut gefallen hat und auch das Cover fand ich im Großen und Ganzen ganz ansprechend. Allerdings war ich mir zu Beginn unsicher, wie ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da mir die Idee des Buches sehr gut gefallen hat und auch das Cover fand ich im Großen und Ganzen ganz ansprechend. Allerdings war ich mir zu Beginn unsicher, wie gut das Thema beim kleinen Leser ankommen wird.
Ich durfte aber relativ schnell feststellen, dass meine Vorbehalte der Geschichte gegenüber unbegründet waren. Denn der kleine Leser war von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache und hat begeistert zugehört. Außerdem wurde das Buch seitdem es in unser Regal einziehen durfte, immer wieder bewusst von ihm ausgewählt. Dies ist meiner Meinung nach, ein eindeutiges Zeichen, dass das Buch gut ankommt, denn über mangelnde Auswahl können wir uns nicht beschweren.
Nachdem Frau Schnecke die lange Reise ins Schneckenhaus-Fachgeschäft geschafft hat, lässt sie sich von der Verkäuferin ein Modell nach dem nächsten zeigen. Durch das quasi immer gleich ablaufende Schema ist es auch für jüngere Kinder einfach dem Verlauf der Handlung zu folgen. Die Auswahl der Häuser bzw. Gebäude fand ich sehr gut gewählt und auch für Kinder ist es ansprechend, nachvollziehbar und durchaus amüsant. Etwas irritierend fand ich zuerst, dass Frau Schnecke mit ihrem Mann in einem Postkarten Haus wohnt, wo sie doch beide ihr Haus immer auf dem Rücken mit sich herumtragen.
Durch die Szenen im Fachgeschäft wurde mir dann bewusst, dass das Schneckenhaus auf dem Rücken von Frau Schnecke mehr als Kleidungsstück zu betrachten ist. Daher erinnern mich die Szenen im Geschäft auch an eine Frau, die mehr oder weniger verzweifelt versucht, dass perfekte Outfit zu finden.
Die Illustrationen sind sehr ansprechend und besonders gut gefällt mir die Farbauswahl und -zusammenstellung. Obwohl das Buch sehr bunt ist, wurde auf allzu grelle und schreiende Farben verzichtet. Dadurch wirken die Bilder meiner Meinung nach besonders stimmungsvoll. Es gibt viele kleine Details zu entdecken und es macht einfach Spaß sich die Illustrationen anzuschauen. Die Illustrationen sind keinesfalls überladen und dennoch habe ich das Gefühl, dass ich bei jedem Lesen etwas Neues entdecken kann. Das Einzige, dass mir nicht so gut gefällt, ist die Darstellung der Verkäuferin. Denn hierbei sind der kleine Leser und ich uns nicht sicher, welches Tier, das darstellen soll.
Durch dieses Buch können Kinder auf spielerische und unterhaltsame Weise die verschiedensten Wohnmöglichkeiten und Gebäudetypen kennenlernen. Auf der anderen Seite vermittelt das Buch aber auch, dass es ganz normal ist, dass wir uns ab und zu nach etwas Neuem und Schönen sehnen. Manchmal kommt in uns einfach der Wunsch auf, dass wir das Alte unbedingt durch etwas Neues ersetzen müssen, denn neu ist immer besser. In diesem Buch lernen die Kinder aber auch, dass man die alten Dinge oft noch weiternutzen kann und vor allem meistens perfekt zu uns passen.
Natürlich ist mir bewusst, dass gerade jüngere Kinder diese Botschaft nicht auf Anhieb verstehen werden können. Aber ich denke, dass es keinesfalls schaden kann, diese Dinge bereits in jungen Jahren in das Bewusstsein von Kindern zu verankern.
Alles in allem ist dies ein wirklich liebevoll gestaltetes und hochwertiges Kinderbuch, dass ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein Jahr voller Geschichten – Ein Wimmelbuch, das mitwächst

Das Jahr
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Zu meiner großen Freude hat mein kleiner Leser meine Liebe zu Büchern übernommen und kann gar nicht genug davon bekommen. Daher bin ich einerseits ständig am Vorlesen, da er es selbst noch nicht kann, ...

Zu meiner großen Freude hat mein kleiner Leser meine Liebe zu Büchern übernommen und kann gar nicht genug davon bekommen. Daher bin ich einerseits ständig am Vorlesen, da er es selbst noch nicht kann, andererseits aber auch immer auf der Suche nach neuen Büchern. Die gemeinsame Vorlesezeit wird aber leider manchmal durch so Dinge wie Haushalt machen und Kochen gestört. Da bieten sich dann meiner Meinung nach Wimmelbücher perfekt an. Da kann der kleine Leser sich selbst beschäftigen und in aller Ruhe die Bilder betrachten.
Bei diesem Buch hat mich vor allem die Idee angesprochen, dass hier am Beispiel einer kleinen Stadt dargestellt wird, wie sich die Jahreszeiten verändern und was in einem Jahr so passieren kann.
Gezeigt werden drei verschiedene Ansichten aus der Stadt und diese Ansichten wiederholen sich dann wiederrum vier Mal, so dass alle zwölf Monate des Jahres abgedeckt sind. Zusätzlich zu den Bildern gibt es auch einen kleinen Text pro Monat. Dieser ist in Reimform verfasst, was mir, gerade beim Vorlesen besonders gut gefällt. Die Reime sind im Großen und Ganzen sehr gut gemacht und sauber gereimt. Den einen oder anderen holprigen Reim habe ich aber doch entdeckt. Wobei ich vermute, dass dies der Übersetzung geschuldet ist, da es sich hierbei um ein schwedisches Buch handelt. Ich gebe ehrlich zu, dass ich zu Beginn ein wenig gebraucht habe, um in den Flow beim Vorlesen zu kommen, aber wenn man den Dreh einmal raushat, lässt sich das Buch wunderbar vorlesen.
Im Text wird auf die Besonderheiten der jeweiligen Monate und vor allem auf die Feste, die in diesem Monat gefeiert werden, eingegangen. Da es sich wie bereits erwähnt um ein schwedisches Buch handelt, werden auch Feierlichkeiten erwähnt, die in Österreich oder Deutschland nicht so gängig sind. Doch gerade diese Vielfalt macht für mich das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Bilder sind ausdrucksstark und wie bei einem Wimmelbuch äußerste detailreich. Obwohl der kleine Leser und ich uns das Buch bereits mehrmals angesehen haben, glaube ich nicht, dass wir bereits alle Details entdecken konnten. Aus dem Grund nehmen wir das Buch auch immer wieder gerne zur Hand und schauen, was wir dieses Mal Neues entdecken. Besonders gut gefällt mir, dass man nicht nur mitverfolgen kann, wie sich die Jahreszeiten und daher die Natur verändert, sondern auch die Personen. So sieht man zum Beispiel im Jänner eine schwangere Frau und kann ein paar Monate später sehen, wie das Baby krabbelt.
Die Illustrationen heben sich vom Stil deutlich von anderen Büchern ab. Manche Dinge sind äußerst realistisch dargestellt andere eher weniger detailreich und fast comichaft. Es ist eine bunte Mischung, die auf den ersten Blick nicht zusammenpasst. Geht man aber möglichst unvoreingenommen an die Sache heran, erkennt man, dass das ganze doch eine runde Sache ist. Wenn auch vielleicht nicht den Geschmack von jedem treffen wird. Sehr spannend finde ich, dass gerade die Personen in diesem Buch wenig detailreich dargestellt sind.
Am Beginn und am Ende werden noch einmal die verschiedenen Figuren, die in diesem Buch vorkommen gezeigt. Zusätzlich gibt es auch Fragen und Aufgaben auf diesen Seiten. So erzählt ein Kind zum Beispiel, dass es Torten liebt und fragt wie viele Torten man in diesem Buch finden kann.
Das Buch hat ein empfohlenes Lesealter von 4 Jahren, aber auch der knapp 2,5 jährige kleine Leser hat schon viel Freude mit dem Buch und ich denke, dass es uns auch noch viele Jahre begleiten wird. Von unserer Seite gibt es für dieses Buch auf jeden Fall eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

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