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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2025

teilweise steril geschrieben

Dass es uns überhaupt gegeben hat
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Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir ...

Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir waren zu viele Namen in schneller Reihenfolge, die teilweise erst später vorkamen und der Schreibstil ist stockend und trocken. Erst mit der Zeit kommt man in einen Lesefluss, es folgen Höhen und Tiefen, wie das Leben so schreibt. Gut gefällt mir, dass nicht nur die positiven Seiten wie Erfolg und Ruhm hervorgehoben werden, im Gegenteil, einen Großteil der Erzählungen sind von Drogenexzessen, Abgründen, seelischen Tiefs und auch dem Tod gezeichnet. Insgesamt hat mir ein wenig der rote Faden, der durch das Buch leitet, gefehlt und an manchen Stellen war mir der Stil zu aufzählend und steril, hier hätte ich mir kreativere Stile und Ausdrucksweisen gewünscht, die mitreißen und nicht abdriften lassen. Dass Marco Wanda mit Sprache umgehen kann, wissen wir ja aus seiner Musik, aber als Schriftsteller hat er mir mit seinem Erstlingswerk nicht so gut gefallen.

Veröffentlicht am 18.11.2025

Klischeeüberladen, hätte mehr Potenzial

Dein Heimweg
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Der Thriller macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam, das fast alle Frauen kennen und fürchten, der Heimweg oder der Weg zum Auto bei Dunkelheit oder in einer gruseligen Gegend. Ich finde die Idee mit ...

Der Thriller macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam, das fast alle Frauen kennen und fürchten, der Heimweg oder der Weg zum Auto bei Dunkelheit oder in einer gruseligen Gegend. Ich finde die Idee mit der App gut, habe aber nicht das Gefühl, dass sie von dieser Firma auch nur in irgendeiner Weise zufriedenstellend umgesetzt wird, sondern dass sie erst in den Entwicklungsanfängen stecken, so kann sie keinesfalls vermarktet werden.
Die zwei Zeitebenen vor einem Jahr und heute haben mich verwirrt, obwohl es am Anfang des Kapitels angeführt wird, so sind dennoch die Charaktere die gleichen und die Situationen auch und ich musste ein paar Mal nachschlagen, wo ich mich nun befinde. Dies könnte man besser lösen.
Emmy bleibt mir als Charakter recht fremd. Sie gibt erst zum Ende hin ein paar Einblicke in ihre Vergangenheit und in ihre Familiengeschichte, aber viel erfahren wir als Leserinnen nicht von ihr, somit ist es auch schwierig, einen Bezug zu ihr herzustellen. Die Männer der Firma werden allesamt klischeehaft dargestellt, brutal, frauenverachtend, sexistisch, übergriffig, A…, mit denen möchte ich nicht geschenkt zusammenarbeiten, wobei ich glaube, dass die Autorin hier bewusst übertrieben hat. Generell werden Männer einseitig und negativ behaftet dargestellt und nicht jeder Mann, der nachts am Weg entgegenkommt, ist ein Vergewaltiger oder eine Gefahr an sich und tatsächlich fühlen sich auch manchmal Männer unwohl oder am Heimweg bedroht, vor allem, wenn sie nicht der gängigen Norm entsprechen. Hier waren die Hashtags zwischen den Kapiteln sehr provokant formuliert und über manche kann man nur den Kopf schütteln, wie das Beispiel, dass Männer nach 20 Uhr zuhause bleiben sollten.
Emmy ermittelt in eigener Mission, die Ermittler
innen kommen für meinen Geschmack zu wenig aktiv vor, werden fast gar nicht wahrgenommen und die Ermittlungserfolge lassen auch auf sich warten. Die Auflösung am Schluss habe ich mir schon so in etwa vorgestellt, somit war ich nicht besonders überrascht. Es gibt die viel zu auffälligen Verdächtigen und die bewusst unauffällig gehaltenen Charaktere. Für einen Thriller war mir die Auflösung zu einfach und die Firmengeschichte rund um die App konnte mich nicht ganz überzeugen. Ich finde, dass das Thema enorm wichtig ist und auch viel Potenzial hat, aber nicht optimal umgesetzt wurde.

Veröffentlicht am 13.11.2025

starker Start, flacht dann ab

Sonst stirbt sie!
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Der Thriller beginnt sehr spannend mit dem Verschwinden eines einjährigen Mädchens und dem eigenartigen Verhalten der Eltern. Svenja Paulus wird als Ermittlerin neu eingeführt und ich finde, dass ihr Charakter ...

Der Thriller beginnt sehr spannend mit dem Verschwinden eines einjährigen Mädchens und dem eigenartigen Verhalten der Eltern. Svenja Paulus wird als Ermittlerin neu eingeführt und ich finde, dass ihr Charakter Potenzial hat, noch ist er nicht ganz ausgereift. Die Geschichte startet spannend, das Gefühl beim Lesen ist beklemmend, doch schon ab der Mitte etwa ist die Luft etwas raus, das Ende ist absehbar und kommt nicht unerwartet, das Tempo ist langsam. Schade, dass der gute Start und das aufgebaute Spannungslevel nicht konstant beigehalten werden konnte, sonst hätte mir der erste Teil sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 07.11.2025

maximale Selbstoptimierung

Tiny House
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Der Roman hat mich zuerst aufgrund des originellen Covers und des Titels angesprochen, inhaltlich musste ich mich etwas einlesen und an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Der Autor nimmt mithilfe ...

Der Roman hat mich zuerst aufgrund des originellen Covers und des Titels angesprochen, inhaltlich musste ich mich etwas einlesen und an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Der Autor nimmt mithilfe von Satire das Thema der Selbstoptimierung und Social Media ins Visier. Emil, der Autor, der momentan nicht schreibt und sein Leben via Livestream in die ganze Welt verbreitet, steht im Zentrum der Geschichte. Teileweise finde ich die Szenen gut beschrieben, auch treffend und humorvoll, teilweise fehlt mir der rote Faden, da gerät die Geschichte ins Sprunghafte und dadurch auch der Lesefluss etwas aus dem Takt.
Man muss sich Zeit nehmen und mit dem Thema auseinandersetzen und Satire mögen, dann ist der Roman passend.

Veröffentlicht am 24.10.2025

brutal und nicht ganz mein Thema

Der Jäger
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Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details. Nachdem ich bereits „Der Mentor“ gelesen habe, habe ich damit auch schon gerechnet. Es geht aber auch temporeich ...

Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details. Nachdem ich bereits „Der Mentor“ gelesen habe, habe ich damit auch schon gerechnet. Es geht aber auch temporeich weiter, sodass man als Leserin zwischenzeitlich kaum zum Nachdenken hat. Laufend passieren neue Wendungen, werden weitere brutale Szenen beschrieben. Das Thema rund um die Geschichte der Wölfe, hat mich nicht so angesprochen und da es doch einen zentralen Part ausmacht, konnte ich mich mit dem Inhalt nicht so gut beschäftigen wie mit dem vorigen Teil. Die Ermittlerinnen sind alle selbst mit vielen Schicksalen behaftet und wirken somit nahbar und menschlich, was mir sehr gut gefällt. Sprachlich ist der Thriller einerseits brutal, aber auch ehrlich und detailliert, sodass mir das Niveau sehr gut gefällt.
Ich würde sehr gerne weitere Thriller von der Autorin lesen, allerdings zu anderen Fachbereichen oder Themen, diesmal hat es thematisch leider nicht meinen Geschmack getroffen.