Cover-Bild Sieben Jahre
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36,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 848
  • Ersterscheinung: 14.10.2025
  • ISBN: 9783455020984
Tanja Kinkel

Sieben Jahre

Roman

Ein atemberaubender Roman über Krieg und Liebe, Macht und Verrat

1756: Friedrich II. von Preußen steht im Zenit seiner Macht – bis es seiner Erzfeindin Maria Theresia gelingt, das junge Königreich Preußen nahezu vollständig zu isolieren. Der König geht zum Angriff über. Sein Feldzug, der als Siebenjähriger Krieg in die Geschichte eingehen wird, verlangt auch seiner Familie alles ab: Während sein Bruder und Thronfolger Wilhelm unter dem Druck zerbricht, erweist sich der bisher als leichtfüßig verrufene Heinrich als brillanter Stratege, gleichzeitig Friedrichs schärfster Kritiker und wichtigste Stütze, und seine Schwester Amalie schickt sich an, auf unerhörte Weise eigene Wege zu gehen.  Im Inferno von Krieg und Familiendrama steht  ausgerechnet der rechtelose schwarze  Pagen Hannibal an ihrer Seite, der gleichzeitig voller Mut für eine eigene bessere Zukunft kämpft …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Gut recherchiertes Historienepos

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Vor dem Hintergrund des siebenjährigen Krieges erzählt Tanja Kinkel nicht nur die vielschichtige Familiengeschichte der Hohenzollern-Geschwister, sondern lässt uns eintauchen in die politischen Verstrickungen ...

Vor dem Hintergrund des siebenjährigen Krieges erzählt Tanja Kinkel nicht nur die vielschichtige Familiengeschichte der Hohenzollern-Geschwister, sondern lässt uns eintauchen in die politischen Verstrickungen und Machtspiele der damaligen Zeit.
Vorneweg: Vor dem Lesen des Buches macht es Sinn, die historischen Ereignisse der Epoche kurz zu reflektieren, dann hat man mehr Freude daran und entwickelt ein besseres Verständnis für die geschilderten Begebenheiten.
Das Personenverzeichnis zu Beginn, angefangen bei der königlichen Familie von Preußen, ist sehr hilfreich und auch notwendig. Die Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren schaffen es, eine hohe Authentizität zu vermitteln und wurden von der Autorin hervorragend beschrieben. Nicht zu vergessen die Nebenfiguren, die auch eine wichtige Rolle spielen, allen voran Hannibal. Die Beziehungen der Geschwister untereinander sind kompliziert und geprägt von großer Emotionalität, die auch die Leserinnen und Leser bei der Lektüre mitnimmt.
Eine eindrucksvolle Handlungsdichte, mit vielen Wendungen und interessant erzählt, lässt eine Zeit aufleben, die viel an Dramatik zu bieten hatte. Ein Bündnis nach dem anderen wird geschlossen und zerbricht, dabei wird immer wieder intrigiert.
Das Buch schmökert sich nicht einfach weg, es erfordert eine gewisse Konzentration bei der Lektüre, auch um über die Passagen hinwegzukommen, die sich etwas zäh lesen. Man sollte sich nicht entmutigen lassen, weiterzulesen, auch wenn der Einstieg nicht gleich gelingt. Für meinen Geschmack hätten einige Stellen gekürzt werden können, ohne die Geschichte zu verfälschen. Das Buch lohnt auf jeden Fall, eine klare Leseempfehlung für Liebhaber des Genres.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Friedrich II. und der siebenjährige Krieg

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Der neue Roman von Tanja Kinkel ist keine leichte Kost. Mit seinen fast 850 Seiten erschlägt es einem. Aber wer sich für den siebenjährigen Krieg und dem Königshaus Hohenzollern interessiert ist ein sehr ...

Der neue Roman von Tanja Kinkel ist keine leichte Kost. Mit seinen fast 850 Seiten erschlägt es einem. Aber wer sich für den siebenjährigen Krieg und dem Königshaus Hohenzollern interessiert ist ein sehr interessanter Schatz. Es dreht sich viel um das Verhältnis der Geschwister von Friedrich II. auch deren Ehepartner spielen darin eine gravierende Rolle. Es wurden viele Briefe und Depeschen teilweise mit in den Roman eingebaut.

Für meine Verhältnisse war es etwas zu umfangreich.

Das Cover ist sehr ansprechend und mit dem Farbschnitt in Gelbgold rundet es in seiner Erscheinung ab.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Sehr gut recherchiert

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Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer ...

Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer und mitreißender. Bei diesem hier fand ich schon den Einstieg etwas holprig und befremdlich; ich fand so gar keinen Zugang zu den Personen, sie waren für mich einfach nicht wirklich greifbar. Natürlich hatte ich keinen Heile-Heile-Welt-Roman erwartet, geht doch bereits aus dem Klappentext hervor, das es sich um den 7-jährigen-Krieg dreht, aber eben auch um König und Familie; und dieser Teil kam mir einfach ein bisschen zu flach daher. Hier hatte ich mir einfach ein bisschen mehr "Gefühl", Theatralik und Symbolik in diesem ungeheuren Machtgefüge der Familie erwartet, mehr Tiefe. Im Vordergrund stehen doch schon sehr die Schlachten und Gefechte dieses Krieges.

Ich möchte keinesfalls die Arbeit die in diesem Buch steckt schmälern, geschichtlich ist es wirklich herausragend genau recherchiert - hier sucht es wahrlich seines gleichen. Diese politische und militärische Schwerpunktsetzung kenne ich von der Autorin nur nicht in diesem Ausmaß. Die Spannung und ein gewisser emphatischer Aspekt bleibt bei dieser Aneinanderreihung von Kriegsgeschehen für mich einfach auf der Strecke.

Nichtsdestotrotz lässt sich dieser "dicke Wälzer" gut lesen, beleuchtet es doch eine historisch interessante Zeit die vielen in dieser Art gar nicht bekannt ist.

Ich möchte bewusst nicht näher auf die Handlung eingehen, soll doch eine gewisse Neugier für den Leser bleiben und nicht alles vorab verraten werden. Ich möchte lediglich meinen persönlichen Eindruck zu diesem gelesenen Buch wiedergeben.

Hut ab sage ich hier vor allem ob der gigantischen Recherche die für dieses Buch nötig war.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein historisches Schwergewicht

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Friedrich der Große ist die Hauptfigur im neuen historischen Roman von Tanja Kinkel, der optisch ein wirklicher Blickfang ist.
Aus dem Leben von Friedrich dem Großen hat sich die Autorin den Siebenjährigen ...

Friedrich der Große ist die Hauptfigur im neuen historischen Roman von Tanja Kinkel, der optisch ein wirklicher Blickfang ist.
Aus dem Leben von Friedrich dem Großen hat sich die Autorin den Siebenjährigen Krieg als Grundlage für den Roman herausgenommen.
Natürlich folgt in dem Roman Schlacht auf Schlacht, Bündnisse wechseln, Intrigen bestimmen das Geschehen. Nicht umsonst wird der Siebenjährige Krieg auch in einigen Quellen als inoffizieller Erster Weltkrieg bezeichnet.
Hier wird aber der Fokus auf die Großmächte, Maria Theresia von Österreich (die ewige Gegenspielerin von Friedrich), Preußen, Großbritannien und Frankreich gelegt.
Die andere Seite des Romans ist aber die menschliche Seite der Figuren. Besonders geht die Autorin hier auf das Verhältnis der Brüder Friedrich und Heinrich ein. Zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und deren kompliziertes Verhältnis die Handlung des Romans mit beeinflusst. Auch die familiären Hintergründe, das schwierige Leben unter einem despotischen Vater, die Rolle der Frauen in dieser Zeit, unterdrückte bzw. offen ausgelebte sexuelle Neigungen spielen eine große Rolle.
Die Vielzahl der Personen stellt dabei eine Herausforderung dar, bei der das Personenverzeichnis zu Beginn des Romans sehr hilfreich ist.
Die Nebenfiguren bilden eine gute Ergänzung, besonders zu nennen ist hier der Page Hannibal, der mir persönlich am besten gefallen hat.
Akribische Recherche über den Siebenjährigen Krieg, die Intrigen und Machtspiele, die privaten Einblicke in das Leben der Hauptfiguren zeichnen den Roman aus.
Es ist kein Buch, das man mal eben zwischendurch lesen kann, sondern es erfordert Konzentration und Durchhaltevermögen. Mir fiel es schwer, zu den Personen eine Bindung aufzubauen, die Distanz beim Lesen ist nie ganz verschwunden. Auch hätten dem Buch einige Seiten weniger sicher gut getan. Viele Passagen, vor allem aus dem Kriegsgeschehen, wären gekürzt, sicherlich noch genauso informativ gewesen.
Insgesamt aber ein durchaus lesenswertes Buch für Leser, die sich sehr für Geschichte interessieren, denn das ist hier die Hauptvoraussetzung, um Spaß an der Lektüre zu haben

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Sturm über Preußen

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Schlachtengetümmel, Intrigen, Machtspiele – wer bei Tanja Kinkel auf leichte Kost hofft, ist hier auf dem völlig falschen Schlachtfeld. Sieben Jahre ist ein echter Brocken, aber einer, der sich lohnt. ...

Schlachtengetümmel, Intrigen, Machtspiele – wer bei Tanja Kinkel auf leichte Kost hofft, ist hier auf dem völlig falschen Schlachtfeld. Sieben Jahre ist ein echter Brocken, aber einer, der sich lohnt. Schon die ersten Seiten katapultieren dich mitten hinein ins 18. Jahrhundert, wo Friedrich II. von Preußen denkt, er hätte alles im Griff – bis Maria Theresia ihm zeigt, wie dünn der Grat zwischen Triumph und Untergang sein kann.

Was Kinkel hier auffährt, ist großes historisches Kopfkino. Keine seelenlose Geschichtsstunde, sondern ein richtiges Epos voller Emotionen, Widersprüche und überraschend moderner Fragen. Besonders cool: Nicht der König allein steht im Rampenlicht, sondern seine Geschwister, die alle ihr eigenes Drama durchleben. Und dann ist da noch der schwarze Page Hannibal, der zeigt, dass Mut und Menschlichkeit keine Standesgrenzen kennen.

Manchmal geht’s allerdings ein bisschen zäh zu. Die politischen Passagen sind brillant recherchiert, aber gelegentlich auch schwer verdaulich – so, als würde man ein Glas Rotwein zu schnell nachschenken. Man genießt, aber irgendwann schwankt der Kopf leicht. Trotzdem: Sprachlich elegant, atmosphärisch dicht, und inhaltlich so wuchtig, dass man nach den letzten Seiten erstmal tief durchatmet.

Am Ende bleibt ein Roman, der fordert, aber auch belohnt. Kein Buch für zwischendurch, sondern eines, das dich mitnimmt – mitten hinein in den Siebenjährigen Krieg, mitten in die Köpfe der Mächtigen und mitten in die Frage: Was ist Loyalität wert, wenn Blut und Krone auf dem Spiel stehen?
Mein Fazit: Beeindruckend, schlau, emotional – aber auch ein bisschen anstrengend. Trotzdem: vier Sterne und ein respektvolles Salut an Frau Kinkel!

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