Wo Bücher brennen, erwacht die Seele
Feuerlilie. Asche spendet LebenNachdem ich Eislotus beendet hatte, war ich unglaublich gespannt, wie Liza Grimm die Geschichte um Nara und die Welt der Buchgesandten fortsetzen würde. Feuerlilie setzt genau dort an, wo der erste Band ...
Nachdem ich Eislotus beendet hatte, war ich unglaublich gespannt, wie Liza Grimm die Geschichte um Nara und die Welt der Buchgesandten fortsetzen würde. Feuerlilie setzt genau dort an, wo der erste Band aufgehört hat, und ich war sofort wieder mittendrin ohne langes Wiederfinden oder Rückblättern. Das mochte ich sehr, weil es sich anfühlte, als wäre gar keine Zeit vergangen. Was mich von Anfang an begeistert hat, war die Atmosphäre: Diese Mischung aus Magie, uralten Regeln und einer Welt, in der Bücher Macht verleihen, hat etwas ganz Eigenes. Ich liebe, wie Liza Grimm mit Sprache umgeht flüssig, emotional, manchmal poetisch, aber nie übertrieben. Man spürt, dass sie ihre Welt bis ins Detail kennt und liebt. Was mir am meisten hängen geblieben ist, ist dieses Gefühl von Opfer, Vertrauen und Verrat. Viele Figuren zeigen neue Seiten, und ich habe ständig hin und herüberlegt, wem ich eigentlich trauen soll. Das hat mich beim Lesen richtig mitgerissen. Feuerlilie ist für mich eine gelungene Fortsetzung, die noch tiefere Emotionen weckt als der erste Band. Sie ist düsterer, erwachsener und mutiger auch wenn sie manchmal etwas mehr Erklärung oder Tempo vertragen hätte