Bei diesem Roman handelt es sich um eine Fortsetzung einer zuvor unglücklich beendeten Liebesgeschichte zwischen Edie und dem Schauspieler Elliot. Grund dafür war, dass sie in Nottingham lebt und er meist ...
Bei diesem Roman handelt es sich um eine Fortsetzung einer zuvor unglücklich beendeten Liebesgeschichte zwischen Edie und dem Schauspieler Elliot. Grund dafür war, dass sie in Nottingham lebt und er meist in Hollywood als erfolgreicher Schauspieler arbeitet. Dann steht Elliot aber an Weihnachten überraschend wieder vor ihrer Tür und sie geben ihrer Beziehung eine neue Chance, wobei sich diverse Komplikationen bedingt durch Elliots Beruf und seine Bekanntheit auch diesmal nicht vermeiden lassen. Zudem bekommt Edie mit dem netten und unkomplizierten Declan einen neuen Arbeitskollegen, mit dem sie sich sehr gut versteht.
Die Covergestaltung passt zur Geschichte und reiht sich auch harmonisch passend zu vorangegangenen Romanen der Autorin ein. Dass ich den Vorgängerroman nicht gelesen habe, war für das Verständnis Zusammenhänge kein Problem, sicher schadet es aber auch nicht, wenn einem die Protagonist:innen und ihr Umfeld schon bekannt sind. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar. Manchmal hätte die Geschichte für mich aber noch etwas realitätsnäher sein dürfen und es blieb auch eine gewisse Distanz zu den beiden Hauptfiguren. Die Sprecherin des Hörbuchs empfand ich als gut gewählt. Ihre Stimme passt zur Stimmung der Geschichte und man konnte ihr gut folgen.
Auf diesen Roman hatte ich mich gefreut, weil mir "Fake Dates and Fireworks" der Autorin überraschend gut gefallen hat. "Breakup and Butterflies" ist von der Aufmachung her ähnlich, aber anscheinend handelt ...
Auf diesen Roman hatte ich mich gefreut, weil mir "Fake Dates and Fireworks" der Autorin überraschend gut gefallen hat. "Breakup and Butterflies" ist von der Aufmachung her ähnlich, aber anscheinend handelt es sich um eine Neuauflage eines früheren Romans der Autorin, die nun mit Annotationen der Autorin "aufgepeppt" wurde.
Im Mittelpunkt der Handlung steht diesmal Mara. Sie arbeitet als Assistentin einer Influencerin und wurde gerade von ihrem Verlobten für eine Andere verlassen und aus dessen Eigentumswohnung geworfen, weshalb sie nun gemeinsam mit deren Hund, den sie sittet, im Büro ihrer Chefin im Co-Working-Space in München übernachtet. Dort lernt sie den sieben Jahre jüngeren Marius kennen, der alles recht entspannt angeht.
Natürlich geht es dadurch auch etwas um Liebe, aber mehr im Zentrum steht Maras Selbstfindung, da sie sich klar werden muss, was sie beruflich und privat vom Leben will. Dabei konnte ich mich nicht immer voll in sie hineinversetzen und auch Marius blieb etwas blass. Das ist mir bei "Fake Dates and Fireworks" und dessen Protagonistin wesentlich leichter gefallen und auch den Schreibstil empfand ich als ausgereifter und zudem mehr meinem Humor und meiner Lebenssituation entsprechend. Was die Annotationen angeht, hätte ich mir auch oft mehr erwartet, da es doch recht oft sehr belanglose Randnotizen waren. Ich denke aber, Leserinnen zwischen 20 und 30 könnten durchaus Freude an diesem angenehm zu lesenden Roman haben.
Bei diesem Roman hat mich zunächst der Titel neugierig gemacht. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber der Klappentext klang spannend.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Hella Karl, ...
Bei diesem Roman hat mich zunächst der Titel neugierig gemacht. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber der Klappentext klang spannend.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Hella Karl, Feuilletonchefin einer großen Zeitung. Sie erfährt, dass ein bekannter wie umstrittener Theaterintendant, über den sie zuletzt noch einen kritischen Artikel verfasst hatte, sich das Leben genommen hat. Nun fragt sich die Kulturjournalistin, ob sie zumindest eine Mitschuld an dessen Selbstmord trägt oder ihn gar in den Tod getrieben hat.
Diese Fragestellung und die Aufarbeitung der Vorgeschichte fand ich sehr spannend, auch, weil sie Einblicke in die Kulturszene lieferte. Mir wäre es jedoch lieber gewesen, hätte sich die Autorin darauf beschränkt und nicht zugleich noch ihre eigene Beziehung und dabei insbesondere ihr Sexleben unter die Lupe genommen. Das war mir persönlich etwas viel, auch wenn es vielleicht typisch für den Stil der Autorin ist.
Ich habe das Hörbuch angehört, das von der Verfasserin selbst eingesprochen wurde, was es sehr authentisch macht. Das Lesetempo war dabei angenehm, sodass man der Handlung gut folgen kann.
Mit Exilliteratur und dem Leben deutscher Schriftsteller im Exil habe ich mich bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit Bertolt Brecht befasst, der dann doch ein ganz anderer Charakter war als Thomas Mann ...
Mit Exilliteratur und dem Leben deutscher Schriftsteller im Exil habe ich mich bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit Bertolt Brecht befasst, der dann doch ein ganz anderer Charakter war als Thomas Mann und auch ganz anders arbeitete. Daher fand ich es interessant nun, in dessen Jubiläumsjahr, mehr über Thomas Manns Zeit im kalifornischen Exil und die Menschen, von denen er dort umgeben war und zu denen ja wiederum auch Brecht zählte, zu erfahren. Das Cover empfand ich als recht passend gewählt, da das Bild einerseits friedlich wirkt, aber es auch recht einsam dort zu sein scheint.
In der Erzählung, verfasst nach sicher sehr ausgiebiger Recherche, was auch die Literaturverweise zeigen, nähert man sich dem großen deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger an, wie er mit Deutschland hadert, an dem er weiterhin sehr hängt, weil er wesentlich konservativer eingestellt ist, als sein Bruder Heinrich oder eben Bertolt Brecht. In Anekdoten und Begegnungen mit anderen Exilanten und auch Amerikanern lernt man Thomas Mann näher kennen und stellt fest, dass er, verglichen mit anderen Exilanten gar nicht zu sehr von seinem gewohnten Lebensstandard und Tagesablauf und seiner Art des Arbeitens abweichen musste. Nichtsdestotrotz machten ihm das Leben im Exil und das Wissen darüber, was zeitgleich in Deutschland passiert, aber schwer zu schaffen. Vollkommen nahe fühlte ich mich ihm dabei dennoch nicht, es blieb eine recht große Distanz. Der Schreibstil des Autors war aber gut nachvollziehbar und auch dem Sprecher des Hörbuchs konnte man gut folgen. Seine Stimme passte zur Atmosphäre des Buches.
Mit Exilliteratur und dem Leben deutscher Schriftsteller im Exil habe ich mich bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit Bertolt Brecht befasst, der dann doch ein ganz anderer Charakter war als Thomas Mann und auch ganz anders arbeitete. Daher fand ich es interessant nun, in dessen Jubiläumsjahr, mehr über Thomas Manns Zeit im kalifornischen Exil und die Menschen, von denen er dort umgeben war und zu denen ja wiederum auch Brecht zählte, zu erfahren. Das Cover empfand ich als recht passend gewählt, da das Bild einerseits friedlich wirkt, aber es auch recht einsam dort zu sein scheint.
In der Erzählung, verfasst nach sicher sehr ausgiebiger Recherche, was auch die Literaturverweise zeigen, nähert man sich dem großen deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger an, wie er mit Deutschland hadert, an dem er weiterhin sehr hängt, weil er wesentlich konservativer eingestellt ist, als sein Bruder Heinrich oder eben Bertolt Brecht. In Anekdoten und Begegnungen mit anderen Exilanten und auch Amerikanern lernt man Thomas Mann näher kennen und stellt fest, dass er, verglichen mit anderen Exilanten gar nicht zu sehr von seinem gewohnten Lebensstandard und Tagesablauf und seiner Art des Arbeitens abweichen musste. Nichtsdestotrotz machten ihm das Leben im Exil und das Wissen darüber, was zeitgleich in Deutschland passiert, aber schwer zu schaffen. Vollkommen nahe fühlte ich mich ihm dabei dennoch nicht, es blieb eine recht große Distanz. Der Schreibstil des Autors war aber gut nachvollziehbar und auch dem Sprecher des Hörbuchs konnte man gut folgen. Seine Stimme passte zur Atmosphäre des Buches.
Nachdem das Cover des Romans mich erstmal nicht so angesprochen hat, fand ich aber den Klappentext interessant. Die Protagonistin gibt vor, gerade erst Mutter geworden zu sein, da sie dem durchtrainierten ...
Nachdem das Cover des Romans mich erstmal nicht so angesprochen hat, fand ich aber den Klappentext interessant. Die Protagonistin gibt vor, gerade erst Mutter geworden zu sein, da sie dem durchtrainierten Erscheinungsbild der Kundinnen und Mitarbeiterinnen im luxuriösen MEGA GYM nicht entspricht, den Job dort aber gerne hätte. Der Besitzer stellt sie dann auch wirklich ein und so muss sie glaubhaft vorspielen, dass zuhause ein kleines Baby von ihrer Mutter betreut wird, während sie arbeitet. Zugleich deutet sich aber auch an, dass die Protagonistin ihrer vorherigen Job in einer ganz anderen Branche nicht freiwillig aufgegeben hat und nach und nach triggern die muskulösen Körper im Gym sie immer mehr, auch ihren eigenen um jeden Preis zu "optimieren".
Der Beginn der Geschichte, solange die Hauptperson sich immer mehr in Lügen um "ihr Baby" verstrickt, hat mir gut gefallen. Ihr zunächst noch eher unbeteiligter Blick auf die Ticks und Macken der Nutzer:innen des Gyms lieferte auch einige unterhaltsame Szenen. Als die Protagonistin dann mehr und mehr vom Eifer gepackt wird, auch ihren Körper zu optimieren, ging mir das aber etwas schnell und für mich war nicht vollständig nachvollziehbar, was da genau in ihr vorging. Auch wurden die Beschreibungen dann teils eher unangenehm als überspitzt. Grundsätzlich habe ich die Parallelen zwischen dem Dasein im Gym und der vorherigen Karriere schon erkennen können, aber vollkommen überzeugt hat mich das Ende dennoch nicht. Der Schreibstil ist sehr modern und passend zur Thematik des Buches. Meiner Meinung nach war alles flüssig lesbar.