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Veröffentlicht am 08.11.2025

Wenn eine Fake-Ehe plötzlich echt wird…

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Was. Für. Ein. Buch.
Schon auf den ersten Seiten legt Bite the Bride ein unfassbares Tempo hin – und ich meine wirklich: Es passiert SO VIEL. Innerhalb der ersten 100 bis 150 Seiten überschlagen sich die ...

Was. Für. Ein. Buch.
Schon auf den ersten Seiten legt Bite the Bride ein unfassbares Tempo hin – und ich meine wirklich: Es passiert SO VIEL. Innerhalb der ersten 100 bis 150 Seiten überschlagen sich die Ereignisse. Catherine, eine der wenigen menschlichen Studentinnen an einer Uni voller Vampire, betritt die verbotene Vampirbibliothek (ja, das klingt schon nach Ärger!) und versucht, ein Buch zu stehlen, auf dem ein mächtiger Fluch liegt. Dummerweise erwischt sie dieser Fluch – und der heiße Vampirbibliothekar Ethan muss sie beißen, um ihr den Fluch wieder auszusaugen.

Das Problem?
Im Jahr 1929 ist es streng verboten, dass Vampire einfach Menschen beißen. Die einzige legale Ausnahme: die Ehe. Und so werden Catherine und Ethan kurzerhand zu einer Fake Marriage gezwungen. Natürlich knistert es gewaltig zwischen den beiden – und natürlich geraten sie dadurch noch tiefer in ein Netz aus Intrigen, Magie und alten Regeln, die längst niemand mehr hinterfragt.

Nach dem rasanten Start nimmt das Tempo etwas ab – aber auf die gute Art. Die Geschichte wird ruhiger, klarer, vieles wird erklärt, was vorher nur angedeutet wurde. Trotzdem bleibt es spannend, denn der Fluch, der Catherine belegt, zieht Begehrlichkeiten auf sich: Viele Vampire wollen seine Macht für sich.

Catherine ist eine unglaublich starke Protagonistin. Sie hat schon viel durchgemacht, kämpft für ihre beste Freundin (die gar nicht gerettet werden will) und lässt sich trotz aller Widerstände nicht unterkriegen. Sie hat sich ihren Platz an der Uni hart erkämpft, wird wegen ihrer Menschlichkeit ständig benachteiligt – und trotzdem gibt sie nicht auf.

Die Dynamik zwischen ihr und Ethan ist einfach großartig: von Enemies to Lovers, über Fake Marriage, bis hin zu Touch her and die – hier ist alles dabei, was mein Romantasy-Herz liebt.
Und ja, dieses Buch hat mich total in seinen Bann gezogen.

Am Ende bekommt man schon einen kleinen Hinweis darauf, um wen es im zweiten Band gehen wird – und ich freue mich jetzt schon riesig darauf!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Bitte mehr aus Lower Whilby !

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich war sofort neugierig auf das Buch – überall auf BookTok wurde es gefeiert, und ich dachte: Das muss ich lesen! Am Anfang kam ich zwar etwas schwer rein und hatte kurz die Sorge, dass meine Erwartungen ...

Ich war sofort neugierig auf das Buch – überall auf BookTok wurde es gefeiert, und ich dachte: Das muss ich lesen! Am Anfang kam ich zwar etwas schwer rein und hatte kurz die Sorge, dass meine Erwartungen zu hoch waren, aber dann haben mich Jude, James und all die schrulligen Bewohner von Lower Whilby total gepackt. Man entwickelt schnell eine ordentliche Abneigung gegen Tony und Judes Eltern, dafür wächst einem Penn und Eleanore richtig ans Herz. Und Olive tut mir einfach nur leid – mit ihrem untreuen Ehemann und dem ständigen Druck, den schönen Schein zu wahren.

Ich liebe, dass Jude einen Podcast über Musik produziert, stark und gleichzeitig so herrlich verpeilt ist. Sie wirkt nicht wie eine glattgebügelte Romanfigur, sondern echt. Auch James’ Geschichte als Sohn von Musikerlegenden, der seinen eigenen, ruhigeren Weg gehen will, fand ich super spannend. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist nicht kitschig, sondern echt – mit Unsicherheiten, Missverständnissen und Momenten, in denen man einfach mitfiebert. Besonders die letzten zwei Kapitel waren ein Highlight: emotional, witzig und voller Chaos, als sich alle im Auto versammeln, um Jude zurückzuholen. Ich hab so gelacht!

Ich freue mich außerdem so sehr in den nächsten Büchern der Reihe mehr über Eleanore und Olive zu lesen !

Ein rundum herzerwärmendes Buch – cozy, emotional und perfekt für den Herbst! 🍂☕

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Dark-Forces-Spice Endlevel

Leave Me Behind
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Ich muss sagen, Leave Me Behind war für mich echt eine positive Überraschung. Das Militärsetting war mal was ganz anderes als die typischen Dark-Romance- oder Bad-Boy-Stories – und genau das hat mir total ...

Ich muss sagen, Leave Me Behind war für mich echt eine positive Überraschung. Das Militärsetting war mal was ganz anderes als die typischen Dark-Romance- oder Bad-Boy-Stories – und genau das hat mir total gefallen. Es hat dieser Geschichte etwas Raues, Intensives gegeben, und ich fand die ganze Atmosphäre einfach unglaublich fesselnd.

Bones (bzw. Bradshaw) und Bunny (Nell) sind beides Charaktere, die sich selbst als Monster sehen – als Waffen, nicht als Menschen. Und das war einer der Punkte, der mich am meisten berührt hat. Beide sind gebrochen, voller Schmerz und Verlust, aber gleichzeitig so stark und loyal. Man merkt richtig, dass sie kämpfen – nicht nur im Einsatz, sondern auch mit sich selbst.

Ja, der Anfang war etwas vorhersehbar – sie schläft an ihrem letzten Abend vor Dienstantritt mit einem mysteriösen, düsteren Typen… und am nächsten Tag stellt sich heraus, dass er ihr Vorgesetzter ist. Klassischer Romance-Move, aber ehrlich gesagt: Ich hab’s geliebt. Die Chemie zwischen den beiden war ab Sekunde eins da, und diese explosive Mischung aus Verlangen, Angst, Schmerz und Leidenschaft hat mich durch das ganze Buch getragen.

Bones ist einfach ein typischer düsterer MMC, geheimnisvoll, attraktiv, tätowiert – und in meinem Kopf sah er einfach unglaublich heiß aus. Ich fand auch die Illustrationen im Buch richtig gelungen, sie haben perfekt zur Stimmung gepasst. Bunny ist eine starke, aber verletzliche Protagonistin. Ich mochte sie sehr, weil sie trotz all ihres Schmerzes nie komplett zerbricht. Sie weiß, was sie will, sie kämpft, und sie liebt mit einer Intensität, die einfach unter die Haut geht.

Die Tension zwischen den beiden ist wirklich next level – und die Spice-Szenen? Heiß, intensiv, aber nicht übertrieben. Die beiden haben ihre besonderen Kinks, aber alles wirkt authentisch und stimmig. Ich fand’s großartig, dass das Buch trotz der emotionalen Tiefe so kurzweilig war – keine Szene hat sich zu lang gezogen, alles hatte seinen Platz und seine Wirkung.

Dann kommt dieser Punkt, an dem sie mit ihrem furchtbaren Ex wieder zusammenarbeiten muss, um Bones und ihre Kameraden zu retten – das war richtig stark geschrieben. Und auch Bones’ Bruder fand ich super spannend. Er war nicht einfach nur Nebenfigur, sondern hatte Tiefe und Widersprüche – man mochte ihn, obwohl man wusste, dass er gefährlich ist.

Achtung Spoiler: Das Ende hat mich emotional komplett zerstört. Dass alle ihre Kameraden sterben mussten, hat mir echt das Herz gebrochen. Ich saß da und dachte: „Das darf doch jetzt nicht wahr sein.“ Die Zeitsprünge danach haben mich ein bisschen rausgebracht, ich hätte mir da vielleicht etwas mehr Ruhe gewünscht, aber gleichzeitig war es nachvollziehbar – so eine gefährliche Mission braucht nun mal Zeit. Und diese drei Jahre, in denen sie aufeinander gewartet haben… das war einfach wahnsinnig romantisch.

Und dann die allerletzte Szene – sie als Familie. Nach all dem Schmerz, Verlust und Chaos war das einfach wunderschön und der perfekte Abschluss. Es hat die düstere Stimmung ein Stück weit geheilt und einen mit einem warmen Gefühl zurückgelassen.

Fazit: Leave Me Behind ist düster, emotional, sexy und spannend – eine Geschichte über Verlust, Loyalität, Liebe und Heilung. Das Militärsetting gibt dem Ganzen eine besondere Note, und die Dynamik zwischen Bones und Bunny war einfach intensiv. Ein Buch, das unter die Haut geht und im Kopf bleibt. 💥❤️

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Nach dem Ende musste ich erstmal stark durchatmen...

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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In "Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich" von Antonia Wesseling verliebt sich Vivian in einen charmant wirkenden, jungen Mann. Ihre Beziehung nimmt eine beunruhigende Wendung, die sie gar nicht so ...

In "Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich" von Antonia Wesseling verliebt sich Vivian in einen charmant wirkenden, jungen Mann. Ihre Beziehung nimmt eine beunruhigende Wendung, die sie gar nicht so wirklich sehen zu wollen scheint. Als Vivian nach einem Streit mit ihrer Mitbewohnerin Lola verschwindet, suchen Lola und Elias , Vivian Bruder, nach ihr und machen eine grausame Entdeckung.

ACHTUNG SPOILER:

Das Buch Loverboy zeigt eindrucksvoll wie sehr eine toxische Beziehung den Menschen und auch seine Umgebung beeinflussen können. Auch welche Umstände dazu führen, dass Vivian diese Beziehung eingeht sind belastend. Lola, die eigentlich ihre eigenen Probleme hat, hat das Gefühl Vivian retten zu müssen, sie Schuldet ihr ihr Leben, wie sie es schön sagt.
Vivians Bruder Elias taucht aus dem nichts auf, seine Vergangenheit und Gegenwart ist zuerst unklar, ein Mysterium. Er öffnet sich Lola und die beiden entwickeln Gefühle füreinander, es verbindet sie aber auch die Angst um Vivien. Auch die beiden haben anfangs keine gesunde Beziehung, diese Entwickelt sich allerdings zu einer schönen Liebesgeschichte.
Vivians Weg zieht allerdings immer mehr ins dunkle, bis Lola auch mit reingezogen wird. Eine Triggerwarnung sollte ernst genommen werden.
Das Ende kommt völlig unerwartet und ich musste, nachdem ich das Buch beendet habe erst einmal stark durchatmen. Auch der Epilog ist hart, er zeigt die Gedankengänge des Loverboys, ein Mann der unsichere Frauen aufreißt und Liebe vorspielt um sie in die Prostitution zu zwingen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Der Titel ist die beste Beschreibung

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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„Und alles zerbricht“ ist, soweit ich weiß, das Debüt von Maxine Reuker und eine Young-Adult-Geschichte mit 16-jährigen Protagonist:innen. Am Anfang dachte ich ehrlich kurz, ob ich mit meinen 25 vielleicht ...

„Und alles zerbricht“ ist, soweit ich weiß, das Debüt von Maxine Reuker und eine Young-Adult-Geschichte mit 16-jährigen Protagonist:innen. Am Anfang dachte ich ehrlich kurz, ob ich mit meinen 25 vielleicht ein bisschen zu alt dafür bin. Gerade diese ersten Kapitel mit dem Geburtstag wirkten sehr jugendlich auf mich.
Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte bekommen. Das Buch ist für mich klar zweigeteilt, im ersten Teil geht es um Milas Vorgeschichte, den Umzug nach Zürich und all die Dinge, die gleichzeitig auf sie einprasseln. Man merkt richtig, wie sie Stück für Stück in ihre Essstörung hineinrutscht. Im zweiten Teil spielt alles in der Klinik am Clarisse, was ja auch schon im Klappentext deutlich wird. Das Setting am See ist eigentlich total schön, was im Kontrast zu Milas innerem Chaos nochmal stärker wirkt.
Ich finde, das Buch gibt einen ehrlichen Einblick darin, wie eine Essstörung entstehen kann, gerade für Menschen, die selbst nicht betroffen sind. Gleichzeitig kann es jungen Leserinnen helfen, eigene ungesunde Gedankengänge vielleicht eher zu erkennen.
Die Liebesgeschichte zwischen Mila und Nikolaus ging mir persönlich etwas zu schnell. Dieses direkte, fast obsessive Interesse hatte für mich eher einen leichten Dark-Romance-Vibe, das hätte ich mir in einem YA-Buch etwas langsamer gewünscht. Der Plot Twist rund um seine Familie und besonders seine Schwester hat mir dafür richtig gut gefallen.
Am Anfang dachte ich noch, das wird ein netter Read für zwischendurch und die Folgebände brauche ich nicht unbedingt. Jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass ich weiterlesen werde. Insgesamt ein gelungenes Debüt, das ich vor allem jungen Mädels zwischen 14 und 18 empfehlen würde, aber auch Ältere können hier definitiv mehr mitnehmen, als man zuerst denkt.

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