Rätsel und Geheimnisse ohne Auflösung?
Es gibt Orte, die sich jeder Logik entziehen. Orte, die verborgen bleiben - nicht, weil niemand sie sucht, sondern weil niemand glauben würde, dass sie wirklich existieren.
"Das Spiegelreich" fing sehr ...
Es gibt Orte, die sich jeder Logik entziehen. Orte, die verborgen bleiben - nicht, weil niemand sie sucht, sondern weil niemand glauben würde, dass sie wirklich existieren.
"Das Spiegelreich" fing sehr stark an und ließ sich flüssig lesen. Der Schreibstil und Vibe war atmosphärisch, geheimnisvoll und rätselhaft. Man steckte sofort mitten in der Geschichte.
Im Laufe des Buches verliert sich die Story in meinen Augen aber leider durch den zu detailliert rätselhaften Schreibstil komplett in sich selbst und es ist schwer, weiterhin zu folgen. Es entsteht der Eindruck, dass die Handlung stagniert oder sich im Kreis dreht und man den Blick für das Wesentliche verliert. Man wartet immer wieder auf eine Auflösung der Rätsel, aber es werden einfach zu viele Details erwähnt, die die Story unnötig aufblähen. Ich hatte permanent Fragezeichen im Kopf, die leider immer mehr statt weniger wurden. Ab der Hälfte des Buches habe ich die Seiten nur noch überflogen und meinen Fokus auf die Dialoge gelegt, weil es mir leider einfach zu viel wurde. Weiterhin fehlte mir von Beginn an das Kennenlernen und der Tiefgang der Charaktere sowie deren tiefergehende Beziehungen zueinander.
Ich finde es wirklich schade, dass das Buch für mich im Nachgang leider nichts war. Doch selbst am Ende haben mir die Auflösung und der Aha-Effekt einfach gefehlt. Die Idee der Story im Groben bietet allerdings Potenzial.
Für andere Fantasy-Leser ist der Roman ggf. besser geeignet, aber mein Lesevergnügen hat leider stetig abgenommen...