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Veröffentlicht am 16.11.2025

Zum Schmunzeln und Träumen

Als Weihnachten immer weiß war
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Das kleine Büchlein erfreut mit acht kurzen Geschichten, die mich schon jetzt – noch vor dem 1. Advent – mit einem Hauch von Advent verzaubert haben.

„Damals, als Weihnachten noch weiß war“ heißt die ...

Das kleine Büchlein erfreut mit acht kurzen Geschichten, die mich schon jetzt – noch vor dem 1. Advent – mit einem Hauch von Advent verzaubert haben.

„Damals, als Weihnachten noch weiß war“ heißt die erste Geschichte. Sie ist nicht nur sehr fröhlich und bringt mich zum Schmunzeln, sondern sie ist so reich gefüllt mit Szenen, die mich an frühere Zeiten erinnern, dass sie als wunderbare Vorlage dient, um mich in meiner eigenen Erinnerungskiste kramen zu lassen.

Insgesamt sind die Geschichten sehr unterschiedlich. So gibt es neben Reiseerlebnissen auch zwei Erzählungen, die mir bereits bekannt und liebgeworden waren. Eine davon ist einem Roman entnommen, die andere hatte ich schon als Kurzgeschichte kennengelernt. Auch das ist schön, wenn man Wohlbekanntes eingebettet in ein neues Buch noch einmal wiederfindet.

Besonders gut gefallen hat mir die Fabel „Die verschwundene Weihnachtskugel“, weil sie mir ein echtes Gefühl von Weihnachten schenken konnte.

Das Buch ist wie ein bunter Strauß, gefüllt mit ganz verschiedenen Geschichten, die alle einzigartig und besonders sind. Meine volle Leseempfehlung für ein wunderschönes Buch, das es auch in großer Schrift gibt und das eine tolle Geschenkidee für die Weihnachtszeit ist.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

So weihnachtlich

Stille Nacht, heilige Nacht
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So weihnachtlich ist mir zumute, wenn ich den Titel und dazu das Krippenbild auf dem Cover sehe, wenn ich die verschneite Landschaft auf den Umschlaginnenseiten sehe und wenn ich dann auf die Entstehungsgeschichte ...

So weihnachtlich ist mir zumute, wenn ich den Titel und dazu das Krippenbild auf dem Cover sehe, wenn ich die verschneite Landschaft auf den Umschlaginnenseiten sehe und wenn ich dann auf die Entstehungsgeschichte eines Liedes blicke, das um die ganze Welt gegangen ist: Stille Nacht.

Es beginnt vor mehr als 200 Jahren in Zeiten großer Not in einer kleinen Dorfkirche in der Nähe von Salzburg. Sehr einfühlsam und kindgerecht erzählt die Autorin Susanne Brandt über das Leben damals in den Familien, in Schule und Kirche.

Im Hintergrund des Textes sind in dem großformatigen Buch ganzseitige Illustrationen von Gabriele Pohl zu bewundern. Die Bilder fangen die Emotionen, die Susanne Brandt so gut beschreibt, genau ein.

Wie schön für uns alle, dass sich der Lehrer Franz Xaver Gruber und der Hilfspfarrer Joseph Mohr begegnet sind. So konnten Grubers Musik und Mohrs Liedtext sich vereinigen zu dem weltbekannten Weihnachtslied, das auch heute noch zu Weihnachten gehört.

Ich bin mir sicher, dass dieses Bilderbuch nicht nur Kindern eine ganz besondere Freude bereitet. Es bringt ein gutes Stück Adventszauber in die Weihnachtszeit. Gemeinsam lassen sich die Texte lesen oder vorlesen und dazu auch die Bilder betrachten. Ein wunderschönes Geschenk.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Leichte, warmherzige Unterhaltung

Marzipan und Winterküsse
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Es könnte so schön sein! Linda ist als Souschefin in einem Lübecker Restaurant sehr beliebt. An ihrem Verhalten gegenüber den Gästen und vor allem auch den Mitarbeitenden ist zu sehen, dass sie ihren Beruf ...

Es könnte so schön sein! Linda ist als Souschefin in einem Lübecker Restaurant sehr beliebt. An ihrem Verhalten gegenüber den Gästen und vor allem auch den Mitarbeitenden ist zu sehen, dass sie ihren Beruf mit Freude und ganz viel Herz und Nächstenliebe ausübt. Doch leider wird ihr mit Hagen ein Chefkoch vor die Nase gesetzt, der sich nicht nur bei den Gästen unbeliebt macht, sondern auch das Personal schikaniert. Schlimm, wie ein einziger Mensch so viel Unheil anrichten kann, dass einem der Spaß an der Arbeit vergeht! Linda muss kämpfen!
Die Autorin Frieda Lamberti hat sich eine Geschichte ausgedacht, in der es nicht nur schön und friedlich zugeht, die aber trotzdem humorvoll und leicht geschrieben ist. Natürlich gibt es jede Menge Überraschungen, einige Verwicklungen und – wie es der Titel schon ahnen lässt – auch etwas fürs Herz.
Mir gefällt es, ab und zu eine solche herzerwärmende Geschichte zu lesen, die wunderbar in die Zeit passt und die oft trübe Herbststimmung einfach wegpustet.
Wer so wie ich manchmal ein leichtes Buch lesen möchte, dass einen nur so durch die Seiten fliegen lässt, dann empfehle ich sehr gern „Marzipan und Winterküsse“. Für ganz viel Spaß und großes Lesevergnügen kann ich garantieren auf dem Weg in die winterliche Zeit.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Auszeit sorgt für Lebensfreude

52 kleine & große Eskapaden in und um Bremen
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In einer aktualisierten Neuauflage gibt es „52 kleine und große Eskapaden in und um Bremen“. Mit einer Leichtigkeit in ihrem Schreibstil gelingt es der Autorin Aylin Krieger, mich nicht nur mit ihren Erzählungen ...

In einer aktualisierten Neuauflage gibt es „52 kleine und große Eskapaden in und um Bremen“. Mit einer Leichtigkeit in ihrem Schreibstil gelingt es der Autorin Aylin Krieger, mich nicht nur mit ihren Erzählungen zu begeistern, sondern sie weckt sofort meine Neugier, mich auf den Weg zu machen, um die von ihr beschriebenen Wege und Sehenswürdigkeiten persönlich zu entdecken und von ihren vielen Ideen zu profitieren.
Will ich nur mal einen Abstecher für ein paar Stündchen machen oder möchte ich einen Ausflug machen, der mich für einen Tag rauszieht in die Natur – vielleicht denke ich sogar an einen Miniurlaub und Ferien für ein Wochenende? Genau nach diesen Überlegungen ist das Buch aufgeteilt. In drei Rubriken finde ich wunderbare Ideen für die Freizeitgestaltung – und ganz nach meinem individuellen Geschmack. Ob ich wandern oder mit dem Rad oder mal mit einem Kanu unterwegs sein will, mich für Geschichtliches interessiere oder mich sportlich betätigen möchte oder einfach nur irgendwo in der Natur relaxen möchte: Ich werde in dem Buch immer das finden, was ich mir gerade wünsche für eine kleine Auszeit.
Ich bin beeindruckt von den wunderbaren Erlebnisberichten und den herrlichen Fotos und empfehle das Buch gern allen, die unproblematisch und einfach mal so raus wollen aus ihrem Alltagstrott und dafür nur die richtigen Ideen suchen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Mit der Sprache der Bienen

Wilder Honig
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Berllan Deg ist ein kleiner Ort in Wales. Hier steht das Elternhaus von Hannah. Anders als ihre Schwester Sadie hat sie hier ihr ganzes Leben verbracht. Nach ihrer Hochzeit und bis zu seinem ...

Berllan Deg ist ein kleiner Ort in Wales. Hier steht das Elternhaus von Hannah. Anders als ihre Schwester Sadie hat sie hier ihr ganzes Leben verbracht. Nach ihrer Hochzeit und bis zu seinem Tod hat auch John dort gelebt.
Nach Johns Tod bleibt Hannah allein zurück in Berllan Deg. Allein mit ihrem geliebten Obstgarten, der für sie zur Familie gehört. Von ihrem Mann bleiben nur die Bienen und außerdem elf Liebesbriefe aus seinem Nachlass. Und ein großes Geheimnis.
Mir gefällt die etwas düstere Atmosphäre, die über Berllan Deg liegt. Ich genieße die Natur, die Caryl Lewis so ruhig, schön und bildhaft beschreibt, wie es das Cover sehen lässt. Ebenso großartig gibt Lewis einen Blick frei in Hannahs Gefühlswelt, in ihre Einsamkeit und Hilflosigkeit nach dem Tod ihres Mannes.
Ich bin gespannt, ob es Hannahs Schwester Sadie und der jungen Megan gelingt, Hannah aus ihrer Lethargie herauszureißen, wenn sie gemeinsam versuchen, Hannahs Welt wieder aufzubauen? Vielleicht sind ja auch Johns Briefe hilfreich, um ihre Lebensgeister wieder zu wecken?
Caryl Lewis bedient sich eher der leisen Töne, als sie die drei Frauen den Weg der Erinnerungen gehen lässt. Die Liebesbriefe von John finden ihren Platz in der Geschichte, weil sie ganz regelmäßig einfließen und mit der Geschichte verwoben werden. An den Briefen erkenne ich nicht nur den Schriftsteller in John, der durch die Sprache der Bienen immer wieder vergleichend seine Liebe zu Hannah aufblitzen lässt, sondern auch seine Verbundenheit mit den Bienen. Die Natur nimmt in diesem Roman einen breiten Raum ein, aber ganz besonders habe ich mich von den vielen kleinen Details aus dem Leben der Bienen in Johns Erzählungen begeistern lassen.

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