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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Hatte mehr erwartet

The Final Wife
7

The Final Wife behandelt das Beziehungsgeflecht zwischen dem Schönheitschirurgen Luke und seiner aktuellen Frau, bzw. Exfrau und etwaigen Liebschaften.

Luke wird ermordet aufgefunden und die Polizistin ...

The Final Wife behandelt das Beziehungsgeflecht zwischen dem Schönheitschirurgen Luke und seiner aktuellen Frau, bzw. Exfrau und etwaigen Liebschaften.

Luke wird ermordet aufgefunden und die Polizistin Rebecca Dance nimmt alle Verdächtigen unter die Lupe. Denn obwohl die Ehefrau Anna den Mord sofort gesteht und auch am Tatort blutverschmiert angetroffen wurde, zweifelt sie an der Schuldigkeit Annas. Der Tatort wirkt auf Rebecca fingiert.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen den Frauen und man lernt bald, dass jede ein eigenes Motiv hat und keine Beziehung zu Luke richtig glücklich war. Das Buch ist von Misstrauen geprägt und es gibt viele Wendungen. Der Erzählstil ist eher einfach gehalten und das Buch daher problemlos lesbar.

An vielen Punkten plätscherte die Handlung einfach so vor sich hin und mir fehlten oftmals wirkliche Spannungskurven, auch wenn der Ausgang der Geschichte bis zum Ende hin offen blieb.
Nicht alles erschien mir zum Ende hin schlüssig oder abgeschlossen und auch die einzelnen Personen sind allesamt nicht unbedingt sympathisch.

Fazit: Das Buch ist angenehm zu lesen, aber kein wirklicher Pageturner.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Chakra, Aura und Achtsamkeit

Einschlafrituale für dein Kind
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Achtsamkeit ist meiner Meinung nach etwas, was sich auch Kinder gut aneignen können und den Alltag entschleunigt – das wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, da das Stresslevel steigt.
Ksenija Rodos ...

Achtsamkeit ist meiner Meinung nach etwas, was sich auch Kinder gut aneignen können und den Alltag entschleunigt – das wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, da das Stresslevel steigt.
Ksenija Rodos leitet durch das Buch, indem sie die verschiedenen Schlafphasen vorstellt, die Bedeutung des Schlafes aufzeigt und Rituale vorschlägt die beim einschlafen helfen können.
Das Buch ist für Eltern von Kindern von 0 bis 10 Jahren ausgelegt.
Zuerst hat mich das Buch sehr begeistert, da ich die Infos zum Schlaf wissenschaftlich fundiert als sehr wertvoll erachte.
Im Booklet befinden sich noch Affirmationskarten zur Stärkung, sowie Atemübungen. Außerdem befindet sich im Buch noch ein QR-Code mit dem man kostenfreie Meditationen anhören kann.
Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir das Buch zu spirituell ist. Es wird auf den Energieaustausch zwischen Eltern und Kind, die Aura und Ängste eingegangen. Beispielsweise soll man seine Energie reinigen, bevor man das Baby ins Bett bringt.
Ich finde es durchaus sinnvoll Atemübungen zu machen, um Ruhe rein zu bringen und selbst runter zu fahren. Nur die Art, wie hier dieses runterkommen aufgezeigt wird (z.B. 10-15 Minuten meditieren am besten ohne Baby, notfalls auch mit oder mit 6-10 Jahren ein Dankbarkeitstagebuch zu führen), ist nicht wirklich mein Thema, für mich schwer umsetzbar und konnte mich auch nicht abholen. Für Familien mit mehr als einem Kind nicht so leicht umzusetzen.
Gut finde ich, dass die Einschlafrituale altersmäßig unterteilt wurden 0-2 Jahre 2-4 Jahre, 4-6 Jahre, 6-10 Jahre.
Allerdings hätte ich mir auch hier mehr Inspirationen erwartet in praktischer Sicht und weniger spirituell, bzw. besser durchgemischt.
Die Autorin ist unter anderem Expertin für Energie- und Chakraverteilung und das merkt man dem Buch sehr an.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Roman oder True Crime?

Protokoll eines Verschwindens
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Ein echtes Verbrechen und ein Journalist der nach Antworten sucht bei Angehörigen, Nachbarn, dem Täter.

Ein junger Brasilianer verschwindet spurlos in Deutschland. Ein vertrauenswürdiger Pfleger wohnt ...

Ein echtes Verbrechen und ein Journalist der nach Antworten sucht bei Angehörigen, Nachbarn, dem Täter.

Ein junger Brasilianer verschwindet spurlos in Deutschland. Ein vertrauenswürdiger Pfleger wohnt monatelang mit einer Leiche zusammen. Eine Schwester und eine Mutter suchen hoffnungsvoll, aber auch zermürbend nach dem Bruder und Sohn.
Das beschreibt den Fall auf kurze Art und Weise.

Alexander Rupflin hat all diese Personen (bis auf das Opfer natürlich) in Gesprächen begleitet und daraus einen Roman geschrieben. Der Stil ist sachlich, ohne Sensationslust und begleitet vor allem den Täter, der sich für unschuldig hält und die Angehörigen in ihren Gefühlen und ihrem Handeln.
Bei vielen Situationen wurde das drumherum etwas ausgeschmückt. Der Autor hat sich die Freiheit gelassen, die Wahrnehmung von Umgebungen für den Leser nahbarer wirken zu lassen.

Die Suche der Angehörigen ist sehr berührend. Die Hilflosigkeit selbst nicht viel machen zu können, bewegt, aber auch der Tatverdächtige wird oft verzweifelt skizziert und wirkt ehrlich in seiner Selbstdarstellung, dass er wirklich glaubt, es hätte sich um einen Unfall gehandelt.

Mir gefällt, dass Alexander Rupflin zum Fall selbst keine Wertung vornimmt, sondern die Tatsachen aufgrund der Gespräche und Fallakten schildert.
Nicht gefallen haben mir hingegen die schriftstellerischen Ausschmückungen und Interpretationen zu Gedanken und Gefühlen, die z.B. den Tatverdächtigen im Alltag begleiten, oder die Schwester bei ihrer Suche – all die Situationen die der Autor natürlich nicht selbst erlebt hat. Dadurch ist das Buch zwar leicht lesbar, verliert aber auch an Authentizität.
Diese Mischung aus Roman und Fallakte konnte mich nicht so ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Zu sehr ausgeschmückt

Lasst uns reden
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Die Familienkonferenz ist ein tolles Werkzeug, welches mit Sicherheit zu einer verbesserten Kommunikation in der Familie führt.
An und für sich ist das Konzept der Familienkonferenz sehr simpel und das ...

Die Familienkonferenz ist ein tolles Werkzeug, welches mit Sicherheit zu einer verbesserten Kommunikation in der Familie führt.
An und für sich ist das Konzept der Familienkonferenz sehr simpel und das Buch „Lasst uns reden“ wurde seitentechnisch meiner Meinung nach dafür zu sehr ausgeschmückt. Z.B. verliert es sich anfangs sehr in Erklärungen, was die Sprache des Buches oder die Motivation dieses Buch zu schreiben, betrifft. Die Arbeitsblätter wiederholen sich inhaltlich im Groben und Ganzen auch.
Das hätte man alles kürzer fassen können. Auch der Name der Konferenz wurde zu sehr ausgeschlachtet, dafür fehlen mir wiederum Mittel und Wege wie ich Konflikte lösen kann, wenn sich die Meinungen festfahren und es schwierig wird eine gemeinsame Lösung zu finden, mir fehlen auch tatsächlich Themenvorschläge. Auch wenn diese natürlich von Familie zu Familie individuell sind, wäre es schön gewesen, zu lesen welche möglichen Themen in der Familienkonferenz Platz haben dürfen. Alles sollte man ja in diesem „sicheren“ Raum nicht besprechen.
Gut sind die vorgeschlagenen Sätze, wie man eine Konferenz einleiten, führen oder beenden kann, sowie die Vorschläge zum Familienkonferenzposter und die letzten Seiten zu der Art der Kommunikation, die sich allgemein auf das Familienleben und nicht die Konferenz bezieht.
Der Schreibstil ist angenehm, warm und humorvoll und das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben und somit für jeden zugänglich. Die Beispiele aus den Familien sind toll und auch der Einblick in die Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder hilfreich.
Da es mir insgesamt aber zu sehr ausgeschmückt ist und ich mir mehr Konsens erwartet hätte, sind es für mich nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Zu schwer

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate
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„Komm, wir lernen die Farben“ enthält 6 Magnete in Form von Kleidungsstücken, die zwar beliebig auf den Seiten verteilt werden können, das Buch enthält aber auch Aufforderungen, wo genau die Teile platziert ...

„Komm, wir lernen die Farben“ enthält 6 Magnete in Form von Kleidungsstücken, die zwar beliebig auf den Seiten verteilt werden können, das Buch enthält aber auch Aufforderungen, wo genau die Teile platziert werden sollen.
Diese Aufforderungen beziehen sich auf die Farben (gelbes Kleid, blauer Regenmantel etc.). Dazu gehört immer eine kleine Geschichte, z.B. isst Klara Eis, bekleckert sich und der/die Leserin werden dazu aufgefordert das gelbe Kleid zu suchen und Klara anzuziehen.
Die Seiten und auch die Magnete sind sehr gut abwischbar. Allerdings ist das Buch unglaublich schwer und gerade für die genannte Altersklasse (18 Monate+), z.B. auf dem Schoß liegend unangenehm, zum halten ebenso zu schwer. Auch geht die Klappe, in der die Magnete aufbewahrt werden sehr schnell kaputt, da man akkurat zuschieben muss, da sich die Lasche sonst verklemmt (durch Kind nicht machbar).
Das Buch hatte bereits nach Anlieferung Macken an Ecken und Kanten und ich denke nicht, dass die Beschichtung in Kinderhänden all zulange hält.
Gute Idee, aber qualitativ noch nachbesserbar.

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