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Veröffentlicht am 24.11.2024

Einzigartige Idee und großartiger, sowie atmosphärischer Schreibstil

House of Marionne
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„House of Marionne“ ist der erste Band der gleichnamigen Buchreihe von New-York-Times-Bestseller-Autorin J. Elle aus dem LYX-Verlag.

Inhalt
Quell Marionne hat ihr gesamtes bisheriges Leben auf der Flucht ...

„House of Marionne“ ist der erste Band der gleichnamigen Buchreihe von New-York-Times-Bestseller-Autorin J. Elle aus dem LYX-Verlag.

Inhalt
Quell Marionne hat ihr gesamtes bisheriges Leben auf der Flucht verbracht. Der Grund dafür ist die gleichermaßen tödliche wie verbotene Magie Toushana, die sie in sich trägt. Durch eine Reihe misslicher Umstände landet sie jedoch im Château Soleil, einer elitären Schule für Magiebegabte, die ihre Großmutter leitet.
Ihr Ziel: Ihr Geheimnis darf unter keinen Umständen auffliegen – sonst bedeutet das ihren sicheren Tod.
Das Ziel ihrer Großmutter: Quell zu einer würdigen Nachfolgerin für den Platz als Direktorin des Internats zu machen. Dazu ernennt sie den talentierten und attraktiven Jordan Wexton zu ihrem Tutor. Das Problem an der ganzen Sache: Jordan ist ein Dragun, dessen Pflicht es ist, Menschen mit Toushana zu töten.

Meine Meinung
Cover
Das Cover von „House of Marionne“ ist durch die violette Farbgebung und die zum Magiesystem passenden Dolch-Akzente wunderschön, ästhetisch und hat mich sofort angesprochen. Auch die Character Card ist ein echter Hingucker, enthält aber einen Spoiler, der möglicherweise dem Anfang des Buches etwas an Spannung nimmt.

Schreibstil
Was ich an „House of Marionne“ wirklich geliebt habe, war der großartige Schreibstil von J. Elle. Auch wenn manchmal in der Geschichte nicht so viel passierte, war es der fesselnde, humorvolle und sehr angenehme Schreibstil der Autorin, der mir das Gefühl von durchgehender Spannung vermittelte. An dieser Stelle also ein großes Lob an die Autorin!

Spannungsaufbau
Im Prolog baute direkt Spannung auf, welche im weiteren Verlauf der Handlung gut gehalten wurde. Dieser war aus einer Perspektive einer Figur geschrieben, die man zunächst nicht einordnen konnte, was teilweise ein wenig verwirrte.
Besonders am Ende überschlugen sich die Ereignisse und es wurde noch einmal alles an Spannung ausgeschöpft. Die Geschichte endete mit einem extrem fiesen Cliffhanger und einer unerwarteten, aufregenden Wendung. Dadurch bin ich jetzt total gespannt, wie es mit Quell weitergeht und weiß gar nicht, wie ich die Zeit bis April (der Erscheinungstermin von „Shadows of Perl“, dem zweiten Band der Reihe) aushalten soll!

Figuren
Ich muss zugeben, dass mir die Beurteilung der Figuren in diesem Buch nicht besonders leichtfiel. Zwar war die Geschichte durchgehend spannend, die Figuren waren für mich zwar sehr sympathisch, aber nur sehr schwer greifbar. Insgesamt mangelte es mir bei den Figuren etwas an Tiefe, denn auch ihre Gedanken und Handlungen zu verstehen, war teilweise schwer (insbesondere bei der männlichen Hauptfigur Jordan Wexton).
Das gilt leider auch für die Liebesgeschichte. Zwischen den Protagonisten hat es spürbar gefunkt und diesen Funken war auch spürbar. Allerdings hatte ich nach Beenden des Buches das Gefühl, dass sich die Liebesgeschichte kaum bis gar nicht entwickelt hat. Hier hoffe ich aber auf Band 2, der ebenfalls eine Menge Spannung verspricht.

Magiesystem
In „House of Marionne“ gibt es ein einzigartiges und komplexes Worldbuilding. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Häuser mit fünf verschiedenen Direktorinnen, die die Leitung später immer an die nächste ausgebildete Frau in ihrer Familie übergeben.
Außerdem muss jeder Magiebegabte an den fünf Schulen verschiedene Rituale durchlaufen, die letztendlich mit der Entscheidung für einen Magiezweig enden.
Diese wundervolle und interessante Idee wurde besonders am Anfang teilweise unzureichend erklärt, weshalb es bei mir eine Weile brauchte, bis ich im von J. Elle erfundenen Magiesystem gefangen war.

Atmosphäre
Durch das Buch zieht sich eine etwas mysteriöse, an Dark Academia erinnernde Atmosphäre, die das Lesen einfach nur wundervoll machten. Diese glich den ersten Teil des Buches, in dem noch nicht so viele spannende Dinge passierten, großartig aus.

Fazit
Besonders der atmosphärische Schreibstil und die Einzigartigkeit und Komplexität des Magiesystems sind die Gründe dafür, dass mir das Lesen von „House of Marionne“ sehr viel Spaß bereitete. Zwar hat das Buch auch kleinere Schwächen wie die schwer greifbaren Figuren, das ändert aber nichts an der Spannung des Buches. Von mir gibt es daher eine große Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.11.2024

Eine Geschichte wie eine warme Umarmung

Rentierküsse und Polarmagie
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Das Buch „Rentierküsse und Polarmagie“ der deutschen Autorin und Reisebloggerin Selina Ritter ist am 22.10.2024 im Flamingo Tales Verlag erschienen. Im Verlagsprogramm stehen Liebesgeschichten in Sehnsuchtsorten, ...

Das Buch „Rentierküsse und Polarmagie“ der deutschen Autorin und Reisebloggerin Selina Ritter ist am 22.10.2024 im Flamingo Tales Verlag erschienen. Im Verlagsprogramm stehen Liebesgeschichten in Sehnsuchtsorten, die außerdem noch Kulturen näherbringen.

Inhalt
„Rentierküsse und Polarmagie“ handelt von Sophie, einer jungen Frau aus Deutschland, die sehr viel arbeitet und kurz vor einem Burnout steht. Der plötzliche und unerwartete Tod einer Kollegin lässt sie über ihr bisheriges Leben nachdenken und erinnert sie daran, dass jeder Tag ihr letzter sein könnte. Einer spontanen Eingebung folgend beschließt Sophie, ihr bisheriges Leben und damit sowohl ihren Job als auch ihren Freund hinter sich zu lassen und im Norden Norwegens in einem Tierpark neu anzufangen, um sich selbst wiederzufinden. Doch nicht nur die Temperatur in Nordnorwegen ist kalt, auch ihr neuer Kollege Noel verhält sich ihr gegenüber kühl. Bald muss sich Sophie jedoch eingestehen, dass sie sich trotzdem zu ihm hingezogen fühlt…


Meine Meinung
Cover
Das Cover gefällt mir persönlich sehr, die Farbgebung ist wunderschön und passt außerdem sehr gut zum Setting, der Landschaft Nordnorwegens, und zum Genre. Des Weiteren harmoniert es mit den Designs der anderen Covers des Verlags.

Schreibstil
Der äußerst angenehme Schreibstil der Autorin Selina Ritter gefiel mir von Anfang an. Besonders gut gelang ihr, die beeindruckenden Landschaften der wunderschönen Natur Norwegens um Sophie herum so zu beschreiben, dass sie bildlich vorstellbar waren. Zudem waren viele Situation so gut beschrieben, dass die Emotionen der Figuren spürbar waren, sodass ich fast mitgeweint und häufig mitgelacht oder mich einfach mitgefreut habe.
Was mich leider etwas gestört hat, war, dass einige wenige Punkte, die etwas Spannung aufbauten, traurigerweise nicht mehr aufgegriffen wurden. Das ist zwar sehr schade, ändert aber nichts daran, dass es eine wundervolle Geschichte war!

Spannungsaufbau
Im Prolog wird ein wenig Spannung, aber mehr großes Interesse an der nachfolgenden Geschichte aufgebaut. Die Liebesgeschichte entwickelte sich teilweise ziemlich schnell, was mich in Relation zur Seitenanzahl aber nicht störte. Für mich war das Buch durch seine Kürze und die herzerwärmende Geschichte perfekt für zwischendurch.

Figuren
Die Protagonistin Sophie war mir durch ihre liebe Art sowohl anderen Menschen als auch Tieren gegenüber von Anfang an sehr sympathisch. Meine Sympathie mit Noel brauchte etwas länger, ich schloss ihn dann aber auch in mein Herz. Besonders die beiden Protagonisten haben sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen, wodurch die Figuren gut ausgearbeitet und authentisch wirken. Ich konnte mich von Anfang an in Sophie und später auch in Noel sehr gut hineinversetzen. Die Gedanken und Gefühle der beiden wirken in manchen Situationen auf den ersten Blick unreif und nicht nachvollziehbar, wenn man aber weiß, was Sophie und Noel zu ihrem Verhalten bewegt, werden ihre Handlungen sehr verständlich.

Themen
In diesem Buch wird das Thema Burnout angeschnitten. Es wird außerdem die Selbstfindung nach einem solchen mentalen Zusammenbruch thematisiert. Zudem lernt Sophie die Kultur der Samen kennen.

Originalität und Umsetzung
Mir gefiel die Idee der Thematisierung der Selbstfindung nach einem Burnout sehr und sie wurde meiner Meinung nach großartig umgesetzt. Ein paar wenige Rechtschreib- und Grammatikfehler beeinflussten meinen Lesefluss minimal.
Die Geschichte war insgesamt wundervoll und sehr süß.

Lesespaß
Insgesamt hat es mir sehr viel Spaß bereitet, Sophie auf ihrem Weg der Selbstfindung zu begleiten. Sie erlebt viele spannende Abenteuer und schöne Momente in Norwegen und es war einfach nur großartig, diese mit ihr gemeinsam zu erleben


Fazit
Durch diese herzerwärmende, Hoffnung gebende Geschichte in einem sehr kalten Setting gleicht sie für mich einer warmen Umarmung in der kalten Jahreszeit. Wenn Sie also auf der Suche nach einer wunderschönen Geschichte für zwischendurch sind, kann ich Ihnen „Rentierküsse und Polarmagie“ nur ans Herz legen!
Besonders gefallen haben mir die detailliert beschriebenen Landschaften. Außerdem waren die Figuren sehr sympathisch und machten einen gut ausgearbeiteten Eindruck.
Ich vergebe eine eindeutige Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2025

Sehr spannende, romantisierte Romantic Suspense mit kleinen Schwächen

Close Protection – Mein Herz in seiner Hand
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„Close Protection – Mein Herz in seiner Hand“ ist der Romantic-Suspense-Standalone der bekannten Booktokerin Eden Victoria und erschien auf Deutsch am 30.09.2025 im EMF-Verlag. Mit 368 Seiten ist die Geschichte ...

„Close Protection – Mein Herz in seiner Hand“ ist der Romantic-Suspense-Standalone der bekannten Booktokerin Eden Victoria und erschien auf Deutsch am 30.09.2025 im EMF-Verlag. Mit 368 Seiten ist die Geschichte vergleichsweise kurz – perfekt für Fans von kurzen Kapiteln und viel Spannung auf wenig Seiten.

Inhalt
Ein Einbruch in ihr Zuhause erschüttert das Leben der reichen Familie Green. Aus Sorge um die Sicherheit seiner Tochter Daphne lässt den CEO von Greenway Discoveries einen Bodyguard einstellen: Milosh Petrov. Milosh erscheint perfekt für den Job: jung, dizipliniert und der Beste in seinem Job. Doch entgegen seinen Erwartungen ist Daphne schnell mehr als nur eine Mission für ihn…

Aufmachung
Die Mischung aus dem dunklen Schwarz und den pinken Verzierungen lassen „Close Protection“ nicht nur sehr edel wirken, sondern machen das Genre Romantic Suspense unverkennbar deutlich. Der Farbschnitt harmoniert ausgezeichnet mit dem Cover und so lässt sich das Buch nur als wunderschön beschreiben.

Schreibstil
Mit dem Schreibstil von Eden Victoria bin ich schnell gut klargekommen. Sie schreibt flüssig, angenehm und gibt nicht zu viele Details. Auch mit ihrem Humor habe ich mich sehr schnell angefreundet. Außerdem hat mich ihr Schreibstil sehr gefesselt, sodass ich ihr Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Spannungsbogen
Schon nach wenigen Seiten wird mit dem Einbruch Spannung aufgebaut, die bis fast zum Schluss anhält. Da das Erzähltempo eher schnell ist, gibt es kaum Situationen, in denen die Spannung abflacht, besonders in der zweiten Hälfte des Buches. Das Ende war phänomenal und hat mich teilweise sprachlos gemacht. Diese Wirkung hat der romantisierte Epilog in meinen Augen aber etwas zerstört, was ich sehr schade finde.
Besonders gefallen hat mir die Hintergrundgeschichte um den Einbruch und die Gründe dafür. Hiermit hebt sich die Geschichte für mich von einer nullachtfünfzehn-Romance ab und Eden Victoria zeigt die Originalität der Geschichte. Für mich war das mehr als gelungen.

Figuren
Was für mich anfangs wie eine klischeehafte Bodyguard-Romance wirkte, hat mich schnell mehr als positiv überrascht. Daphne ist schon bald nicht mehr nur die verwöhnte Tochter, sondern wächst über sich hinaus zu zeigt Charakter, was mir sehr gefiel. Zwar wurden trotzdem einige Dinge beschönigt, das ist in einer Romance für mich aber auch in gewissem Maße in Ordnung.
Miloshs Charakter war mir persönlich etwas zu perfekt. Er wies quasi kaum Schwächen auf, was natürlich sehr schnell zum Schwärmen auf Seiten des Lesers führen kann, mir persönlich aber ein wenig von seiner Authentizität stielt.
Insgesamt waren Daphne und Milosh für mich sehr interessante Figuren und spannende Figuren, die aber leider teils ein wenig oberflächlich wirkten.
Die Beziehung der beiden war mehr als wunderschön, wirkte aber sehr romantisiert und mir fehlte ein wenig die Tiefe. Trotzdem empfand ich auch den Romance-Aspekt der Geschichte als sehr gelungen.

Fazit
Für mich ist „Close Protection – Mein Herz in seiner Hand“ von Eden Victoria nicht nur äußerlich wunderschön. Die Geschichte überzeugt vor allem mit der originellen, spannenden und fesselnden Hintergrundgeschichte, der charakterlichen Entwicklung von Daphne und einer sehr romantischen Beziehung zwischen den beiden Protagonisten.
Wer sich gern in eine romantisierte Welt mit einer quasi perfekten Beziehung träumt und gleichzeitig Spannung liebt, sollte sich „Close Protection – Mein Herz in seiner Hand“ nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Toller Schreibstil und originelle Story!

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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Nachdem ich „Vengeance“ von Ruby Braun so geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch ihr neuestes Buch „Glory of Broken Dreams“ lesen muss. Doch kann es mit der Bestseller-Dilogie „Academy of Dream ...

Nachdem ich „Vengeance“ von Ruby Braun so geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch ihr neuestes Buch „Glory of Broken Dreams“ lesen muss. Doch kann es mit der Bestseller-Dilogie „Academy of Dream Analysis“ mithalten?

„Glory of Broken Dreams“ ist der Auftaktband der „Devils Dance“-Dilogie von Ruby Braun und erschien erstmals im Forever-Verlag.

Inhalt
Charlotte ist eine Varietétänzerin und ihr großer Traum ist es, damit berühmt zu werden. Als sich ihr die Chance bietet, Tänzerin im sagenumwobene Grandhotel Lichtenstein zu tanzen, ergreift sie sie. Doch schnell merkt Charlotte, dass dort nicht alles so ist, wie es scheint. Sie versucht, den Gerüchten nach Magie in dem Hotel auf den Grund zu gehen und besucht einen der magischen Bälle des Lichtenstein. Doch dafür braucht sie eine Begleitung: den stillen, mysteriösen Showboxer Willem. Welche Geheimnisse verbirgt er? Und was hat es mit den ganzen scheinbar unerklärlichen Vorfällen im Hotel auf sich?

Meine Meinung
Cover
Sowohl der Schutzumschlag als auch der Buchdeckel sind wunderschön gestaltet. Die Farbgebung wirkt edel, magisch und ein wenig mysteriös zugleich – perfekt passend zum Granhotel Lichtenstein also. Der auffällige, besondere Rough Cut der Erstauflage sticht da ein wenig hervor und trifft leider nicht direkt meinen Geschmack. Das macht die wunderschön und liebevoll gestaltete Character Card aber absolut wieder wett.

Schreibstil
Ruby Brauns Schreibstil empfand ich auch in diesem Buch wieder als sehr angenehm und flüssig. Auch ihren Humor mochte ich wieder einmal sehr. Ihr Schreibstil passte einfach perfekt zum Genre.
Das Magiesystem war teilweise etwas unvollständig, es wirkte teils schwammig und schlecht ausgearbeitet. Hier hoffe ich auf den zweiten Band.

Spannungsbogen
Es wird schnell Spannung aufgebaut und es wurde auch nie langweilig, das Erzähltempo war super. Trotzdem hat mir an der einen oder anderen Stelle etwas Spannung gefehlt, ein paar Spannungshöhepunkte mehr hätten die Geschichte für mich noch fesselnder gemacht.
Besonders die aufregenden Wendungen haben das aber teilweise ausgeglichen.

Figuren
„Glory of Broken Dreams“ wird teilweise aus Charlies und zum anderen Teil aus Willems Perspektive erzählt, wodurch ich mich in beide gut hineinversetzen konnte.
Trotzdem konnte ich Charlottes Handlungen leider nicht immer nachvollziehen. Ihr Verhalten anderen Figuren gegenüber fand ich teilweise überhaupt nicht angemessen, gerade im Umgang mit ihrer Schwester Wanda, die sich immer aufopferungsvoll um Charlie gekümmert hatte. Es hat mich auch sehr gestört, wie naiv und unüberlegt sie handelt, obwohl manche Dinge überdeutlich aufgezeigt wurden.
Willem hingegen war mir deutlich sympathischer und seine Handlungen fand ich auch deutlich verständlicher.

Originalität und Umsetzung
Die Idee des magischen Hotels und von einer Protagonistin als Varietétänzerin fand ich sehr originell und spannend. Zwar hatte die Umsetzung kleine Schwächen, trotzdem mochte ich sie sehr.
Ganz besonders der feministische Touch fand ich echt toll.

Fazit
Auch wenn „Glory of broken dreams“ für mich leider Vengeance nicht das Wasser reichen kann, ist auch Ruby Brauns neueste Dilogie nur zu empfehlen. Sie überzeugt vor allem durch eine originelle Story, ihren wundervollen Schreibstil und aufregende Wendungen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Tolle Romantic Suspense für zwischendurch!

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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„The summer that broke us“ erschien als Auftaktband der Lifeguard-Dilogie von Lucia Sterling im Forever Verlag.

Inhalt
Alles ist anders, als Sutton für ihren Sommerjob als Lifeguard nach Malibu zurückkehrt. ...

„The summer that broke us“ erschien als Auftaktband der Lifeguard-Dilogie von Lucia Sterling im Forever Verlag.

Inhalt
Alles ist anders, als Sutton für ihren Sommerjob als Lifeguard nach Malibu zurückkehrt. Sie hat sich verändert, denn während sie früher als fröhliche „Partyqueen von Malibu“ bekannt war, möchte sie heute nur noch ihr dunkles Geheimnis vergessen. Als sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Layla aber feststellt, dass es ausgerechnet im gemeinsamen Apartment einen Wasserschaden gibt und sie daher gezwungen ist, zu Ben, Laylas Ex, zu ziehen. Noch dazu kommt, dass sie Ben nicht ausstehen kann und beide mehr verbindet als zunächst gedacht. Doch schon viel zu schnell, holt die beiden ihre Vergangenheit ein…

Meine Meinung
Cover
Mein erster Gedanke, als ich das Cover gesehen habe, war: „Wow, das ist ein Cover mit richtigen Urlaubs-Vibes“. Ich liebe die gesamte Gestaltung. Von Schriftart bis Farbgebung gefällt mir alles daran. Außerdem passt es exzellent zum Setting Malibu und die dunklen Kontraste repräsentieren den Suspense-Anteil sehr gut.

Schreibstil
Dass ich das Lesen von „The summer that broke us“ so genossen habe, liegt nicht zuletzt an Lucia Sterlings wundervollen Schreibstil. Er gab mir ein Gefühl von Echtheit und machte die gesamte Geschichte sehr authentisch. Gerade die wechselnden Erzählperspektiven aus Suttons und Bens Sicht halfen, beide gut verstehen zu können.
Sie schreibt angenehm und flüssig. Besonders mochte ich, wie locker sie schreibt und wie großartig ihr Humor verpackt wurde, sodass ich nicht nur einmal sehr laut lachen musste. Gleichzeitig konnten auch alle ihre spannenden Szenen mich fesseln, sie fand einfach immer die richtigen Worte.

Spannungsbogen
Bereits der Prolog hat mich gefesselt und ich musste einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Geschichte ist mit deutlich weniger als 400 Seiten im Vergleich zu anderen Büchern im Genre Romance / Suspense ziemlich kurz, dafür gab es aber keine langatmigen Stellen – perfekt also für Zwischendurch! Zwar habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt, man hätte meines Erachtens an der ein oder anderen Stelle aber trotzdem noch ein kleines bisschen die Spannung erhöhen können. Es gibt besonders gegen Ende der Geschichte auch einige Anspielungen auf den zweiten Band und ein großes Rätsel, das bis zum Schluss nicht aufgelöst wird, weshalb ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe bin, der sich um Layla drehen wird.

Figuren
Ich wusste nicht immer so recht, was ich von Sutton halten sollte. Meist fand ich sie sehr sympathisch und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen. Sie wirkte nahbar und ehrlich. Ihr Umgang mit Layla war aber manchmal etwas seltsam. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit Layla gar nicht warmwurde. Trotzdem fand ich ihre Rolle authentisch und es gab auch eine gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte, bei der mir allerdings etwas die Tiefe fehlte.
Ben war mir direkt sympathisch, das war viel einfacher als mit Sutton. In ihn konnte ich mich fast besser hineinversetzen als in sie. Bei ihm fand ich auch die Hintergrundgeschichte deutlich logischer, allerdings hat auch hier ein wenig die Tiefe gefühlt. Für die Anzahl an Seiten finde ich das aber in Ordnung.
Ein bisschen überrascht hat mich auch, dass die Tatsache, dass Ben Laylas Ex ist, kaum aufgegriffen wurde. Ich hatte erwartet, dass das lang und breit ausdiskutiert wird, bin aber ehrlich gesagt froh, dass uns dieses unnötige Drama in der Hinsicht weitestgehend erspart wurde.

Originalität und Umsetzung
Die Idee von „The summer that broke us“ hat mir sehr gefallen und bis auf die benannten kleineren Kritikpunkte hat mich auch die Umsetzung sehr überzeugt. Das Setting fand ich toll und auch gut beschrieben, sodass mir das Buch eine (überwiegend, immerhin gibt es noch den Suspense-Anteil) sehr angenehme Atmosphäre vermittelt hat.
Insgesamt fand ich alles sehr originell und gerade im Genre Romantic Suspense habe ich in diese Richtung noch nichts gelesen.

Fazit
Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gefallen. Sie überzeugt vor allem durch die sehr angenehmen Schreibstil, das wunderschöne Setting und die Spannung, auch wenn es bei letzterer für mich teils kleine Abstriche gibt. Die Figuren fand ich überwiegend gut ausgearbeitet. Wer also auf der Suche nach dem perfekten Romantic Suspense-Buch für den Sommer ist und bereit für Malibu, Rettungsschwimmer und Spannung ist, sollte sich „The summer that broke us“ nicht entgehen lassen!

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