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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Interessant, praxisnah und ermutigend – mit kleinen Schwächen im Design

Mal eben leben – trotz Krise
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Das Buch „Mal eben leben – trotz Krise“ von Christine Thiele hat mich positiv überrascht. Schon das pink-blaue Cover mit der blauen Kaffeetasse macht neugierig und vermittelt Leichtigkeit – passend zum ...

Das Buch „Mal eben leben – trotz Krise“ von Christine Thiele hat mich positiv überrascht. Schon das pink-blaue Cover mit der blauen Kaffeetasse macht neugierig und vermittelt Leichtigkeit – passend zum Untertitel „12 Kaffeepausen, die dich aufrichten“.

Inhaltlich ist das Buch klar strukturiert: Es widmet sich zwölf verschiedenen Themen rund um Selbstfürsorge, Entscheidungen, Mindset und innere Stärke. Zu jedem Schwerpunkt gibt es Fakten, anschauliche Beispiele und kleine Aufgaben, die helfen, das Gelesene im Alltag umzusetzen. Besonders die Praxisnähe und die realistischen Beispiele schaffen Nähe und Motivation.

Was mir besonders gefällt: Die Tipps sind gut umsetzbar, die Aufgaben am Ende jedes Kapitels machen Mut und zeigen, dass man auch in Krisenzeiten aktiv etwas für sich tun kann.

Was mir weniger gut gefallen hat, betrifft die Gestaltung. Der schöne Gedanke der „Kaffeepausen“ zieht sich leider nicht konsequent durchs ganze Buch. Eine Nummerierung oder ein wiederkehrendes Symbol – etwa die Kaffeetasse vor jedem Kapitel – hätte dem Ganzen noch mehr Struktur und Charme verliehen.

Fazit: Ein interessantes, lehrreiches und ermutigendes Buch, das durch praktische Anregungen überzeugt, aber gestalterisch noch etwas runder hätte sein können.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Unterhaltsam mit originellem Stil

Aus! Die Wissenschaft vom Ende
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Das lila Cover mit dem alten Lichtschalter und dem pinken AUS! ist auffällig gestaltet. Unten befindet sich das Logo der Science Busters, die ich bisher nicht kannte – das hat meine Neugier geweckt.

Der ...

Das lila Cover mit dem alten Lichtschalter und dem pinken AUS! ist auffällig gestaltet. Unten befindet sich das Logo der Science Busters, die ich bisher nicht kannte – das hat meine Neugier geweckt.

Der humorvolle, sarkastische Stil zieht sich durch das ganze Buch. Die Gliederung ist kreativ: Nach einer Vorbemerkung folgen drei Teile (endlich, unendlich, endlich unendlich), ein Nachspiel, ein Register und Infos zu den Autor:innen. Kapitel beginnen jeweils mit Cliparts, und die pinke Schrift wird für Überschriften beibehalten.

Die Themen sind interessant, werden aber oft nur kurz angeschnitten. Das Buch will eher unterhalten als Wissen vermitteln – und das gelingt auch. Auf der Bühne wirken die Inhalte vermutlich noch lebendiger.

Ein kleiner Kritikpunkt: Das Papier ist recht dünn, der Text der Rückseite scheint durch.

Fazit: Ein kurzweiliges, optisch auffälliges Buch mit viel Witz – gut für alle, die leichte, unterhaltsame Lektüre suchen.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Je älter man wird, desto mehr zehrt man von dem, was um einen passiert...

Abgetaucht
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Eigentlich könnte jetzt ein bisschen Ruhe einkehren bei Andrea und Paul – die beiden sind zurück in Frankfurt und wohnen nun zusammen in einer Wohnung, das Haus ist verkauft. Der Alltag plätschert gemächlich ...

Eigentlich könnte jetzt ein bisschen Ruhe einkehren bei Andrea und Paul – die beiden sind zurück in Frankfurt und wohnen nun zusammen in einer Wohnung, das Haus ist verkauft. Der Alltag plätschert gemächlich vor sich hin. Doch natürlich bleibt es nicht lange dabei. Wer Andrea kennt, weiß: Der ganz normale Wahnsinn ist nie weit entfernt.

Paul hat alle Hände voll zu tun mit seiner Praxis – und mit dem Liebesleben seiner Ex-Frau, die er prompt mit einem befreundeten Radiologen verkuppelt. Andrea muss derweil nicht nur den Alltag meistern, sondern auch zwischen familiären Fronten vermitteln: Tochter Claudia ist ungewollt schwanger nach einem One-Night-Stand (und nein, der Vater ist nicht Emil), Sohn Mark studiert vor sich hin, Pauls Tochter Alexa zieht kurzerhand bei Andrea und Paul ein – Reibung ist vorprogrammiert. Aber: Zwischen den beiden Frauen entsteht langsam eine vorsichtige Nähe, fast Freundschaft.

Während sich der Alltag einpendelt, bringt das Leben wie immer eigene Pläne mit: Ex-Schwiegervater Rudi ist inzwischen mit Malgo liiert – ja, der Malgo, Andreas Lieblingspflegerin mit dem trockenen Humor. Die Beziehung läuft allerdings alles andere als rund.

Und dann ist da noch Halvar, Andreas kleiner Enkel, der ihre ganze Aufmerksamkeit bekommt. Susanne Fröhlich zeigt hier mit viel Feingefühl (und Augenzwinkern), wie schnell Mütter zu Großmüttern werden, die plötzlich alles für das Enkelkind tun – manchmal mehr, als sie es je für die eigenen Kinder getan haben. Eine Dynamik, die vielen Leserinnen bekannt vorkommen dürfte.

Besonders spannend und ungewöhnlich: Abgetaucht spielt mitten in der Corona-Zeit, im Jahr 2020. Die Unsicherheit, das Eingesperrtsein, die völlig unterschiedlichen Meinungen – all das spiegelt sich in Andreas Umfeld wider. Mal ernst, mal witzig, aber immer nah an der Realität. Fröhlich trifft dabei genau den richtigen Ton – nicht belehrend, sondern beobachtend und authentisch.

Der Zeitsprung zum letzten Band ist etwas größer als gewohnt – man fragt sich kurz, was man verpasst hat – aber schnell ist man wieder drin. Die Geschichte bleibt unterhaltsam, lebensnah und manchmal auch berührend. Paul ist als ruhiger Gegenpol zu Andreas Gedankenkarussell wieder sehr gelungen, auch wenn das Liebesleben seiner Ex (und deren neuem Arztfreund Egon) ebenfalls für Gesprächsstoff sorgt.

Fazit: Abgetaucht ist kein luftiges Wohlfühlbuch, sondern ein kluger, witziger und sehr zeitgemäßer Roman über Patchwork-Familien, Elternrollen, Beziehungsalltag – und darüber, wie sehr uns äußere Umstände (wie eine Pandemie) innerlich verändern. Für Andrea-Fans ein weiterer starker Band – und für alle anderen ein guter Grund, die Reihe endlich anzufangen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Informatives und ansprechend geschriebenes Buch mit kleinen Schwächen im Layout

Freier Kopf statt Mental Load
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Das Buch wirkt auf mich auf den ersten Blick durch das Cover etwas überladen – altrosa Hintergrund, große blaue Schrift, Illustrationen von ausbrechenden Vögeln und ein Bild der Autorinnen. Das matte Cover ...

Das Buch wirkt auf mich auf den ersten Blick durch das Cover etwas überladen – altrosa Hintergrund, große blaue Schrift, Illustrationen von ausbrechenden Vögeln und ein Bild der Autorinnen. Das matte Cover und das kräftige Papier machen jedoch einen hochwertigen Eindruck und das Buch liegt gut in der Hand.

Inhaltlich startet das Buch mit der Einleitung „Kopf voll, Akku leer“, die direkt anspricht und viele Alltagssituationen aufgreift, in denen sich Leserinnen wiederfinden können. Themen wie Multitasking, mentale Belastung und das Bedürfnis nach Veränderung werden nachvollziehbar und ehrlich beschrieben.

Der Aufbau erfolgt in mehreren Schritten:
Schritt 1 („Chefin sein? Besser nicht“) zeigt auf, wie und warum man Verantwortung abgeben sollte.
Schritt 2 und Schritt 3 beschäftigen sich mit dem entspannten Umgang mit Mental Load und wie man ihn loswird.
Der Abschluss („Frei – für Freizeit, Fokus, Flow“) rundet das Thema ab, ergänzt durch praktische Hilfen.

Hilfreich sind die zahlreichen Listen und Schaubilder, die zur Selbstreflexion einladen – allerdings unterbrechen sie gelegentlich den Lesefluss. Der Schreibstil ist leicht verständlich, persönlich und motivierend, ohne zu theoretisch zu sein. Kleine Infoboxen wie „Gut zu wissen“, „Achtung“ oder Anleitungen lockern den Text zusätzlich auf.

Insgesamt ein hilfreiches und gut strukturiertes Buch mit kleinen Schwächen im Layout.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Man muss eben auch die Tiefen aushalten, um die Höhen erleben zu können

Aufgebügelt
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Andrea steht mitten im Leben – oder besser gesagt: mitten im Chaos. Nach dem Ende ihrer Ehe muss sie sich neu sortieren. Mit im Haus: Schwiegervater Rudi – ein herzensguter Kerl, der sie über alles liebt ...

Andrea steht mitten im Leben – oder besser gesagt: mitten im Chaos. Nach dem Ende ihrer Ehe muss sie sich neu sortieren. Mit im Haus: Schwiegervater Rudi – ein herzensguter Kerl, der sie über alles liebt und sie mit seiner warmherzigen, manchmal etwas unbeholfenen Art unterstützt. Auch wenn seine Schlafzimmer-Experimente mit seiner Irene für Augenrollen sorgen, ist er eine feste Stütze in Andreas Alltag.

Sohn Mark kifft, Tochter Claudia zieht es in die feine Welt der Schwiegereltern-in-spe. Andrea selbst wagt sich vorsichtig zurück ins Datingleben, lernt u.a. Paul kennen, der angenehm anders ist. Und obwohl ihr Ex Christoph bereits eine Neue hat, ist auf ihn im Ernstfall doch irgendwie Verlass – was alles nicht gerade einfacher macht.

Susanne Fröhlich gelingt es wieder einmal, Alltagssorgen, Beziehungschaos und den ganz normalen Familienwahnsinn mit viel Humor, Herz und einem feinen Gespür für Zwischentöne zu erzählen. Der Schreibstil ist flott, pointiert und oft zum Schmunzeln – aber es gibt auch Momente, in denen man beim Lesen kurz schlucken muss.

Manchmal hätte es ein paar Einzelszenen weniger tun dürfen – nicht jede Nebenfigur braucht eine eigene Bühne – aber insgesamt bleibt das Buch kurzweilig, charmant und erstaunlich nah an der Realität vieler Leserinnen.

Fazit: Eine warmherzige, witzige und lebensnahe Geschichte über das Leben nach der Ehe, über Familie in all ihren Formen – und darüber, wie man zwischen Tiefpunkten und Alltagswahnsinn wieder lernt, sich selbst wichtig zu nehmen.

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