Profilbild von Nele33

Nele33

Lesejury Star
online

Nele33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nele33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2025

gute Spannung

Body Number One
0

" Body Number One" war für mich das zweite Buch der Autorin Helen Fields. Schon mit ihrem Buch konnte sie mich mit ihrem Schreibstil überzeugen.

In Edinburgh werden anscheinend wahllos Menschen ermordet ...

" Body Number One" war für mich das zweite Buch der Autorin Helen Fields. Schon mit ihrem Buch konnte sie mich mit ihrem Schreibstil überzeugen.

In Edinburgh werden anscheinend wahllos Menschen ermordet und die Ermittler brauchen eine ganze Weile, um überhaupt einen Zusammenhang herzustellen. Ist doch der Modus Operandi immer ein ganz anderer und somit ziemlich untypisch für einen Serienkiller.
Connie Woolwine, mir bekannt aus "The Institution" nahm in diesem Band eine ganz andere Rolle und für mich auch schon Persönlichkeit ein.
Sie ist jetzt nicht der Typ, mit dem ich schnell warm werde, aber etwas fasziniert mich dennoch an ihr. Genauso geht es mir mit Sam Lively, auch er nicht gerade ein einfacher Charakter.

Die Einlassungen des Killers sind spannend und lassen tief in die Seele und sein Trauma blicken. Im Thriller gibt es einiges an Wendungen, keinerlei Längen, sodass ich dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Die Kulisse von Edinburgh wurde ebenso gut herausgearbeitet wie die schottische Atmosphäre,

Ein bunt zusammengewürfeltes Team, was noch Potenzial nach oben hat und einiges an Fällen lösen kann.
Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten und darum empfehle ich ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 23.11.2025

so anders

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
0

"Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten" der Autorin Anna Maschik, war für mich eine absolute Überraschung im positiven Sinn.

Die Autorin hat hier auf 232 Seiten das Leben einer ...

"Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten" der Autorin Anna Maschik, war für mich eine absolute Überraschung im positiven Sinn.

Die Autorin hat hier auf 232 Seiten das Leben einer Familie fragmentiert aufgearbeitet und dies mit einer solchen Intensität geschafft, dass das Buch mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Alma, die Großenkelin von Henrike erzählt in kurzen, teilweise fast leeren Kapitel die Geschichte ihrer Familie. Eine Familie, in der es so einiges an Skurrilitäten an Mitgliedern gibt. Da gibt es einen Jungen, der quasi seine gesamte Kindheit verschläft.
Alma schweift dabei manchmal aus und an manchen Stellen fühlte ich mich ein Märchen versetzt, und dennoch passte für mich alles perfekt zusammen.

Gerade der ungewöhnliche Schreibstil, der so anders war, als erwartet, hat mich in einen Bann gezogen. In der Kürze wurde ganz klar die Weitergabe von generationenübergreifenden Konflikten herausgearbeitet, alles in einem angenehmen Setting und aus der Sicht von Alma.

Ich kann jedem empfehlen, sich auf das Buch einzulassen und es in seiner besonderen Art wirken zu lassen.

Veröffentlicht am 06.11.2025

Hörempfehlung

Zuhause ist vorübergehend geschlossen
0

Das Hörbuch "Zuhause ist vorübergehend geschlossen" der Autorin Antje Huhs eingelesen von Vera Teltz hatte ich auf den ersten als seichte Unterhaltung eingeordnet.

Doch weit gefehlt, die Autorin hat ein ...

Das Hörbuch "Zuhause ist vorübergehend geschlossen" der Autorin Antje Huhs eingelesen von Vera Teltz hatte ich auf den ersten als seichte Unterhaltung eingeordnet.

Doch weit gefehlt, die Autorin hat ein hochaktuelles Szenario geschaffen:

Die Pflege streikt, und dies in der eigentlich besinnlichen Vorweihnachtszeit. Nur Anett hat, da sie keine Nachrichten schaut, nichts davon mitbekommen. Genauso lange, bis es morgens bei ihr klingelt und der 93-jährige Herr Jankovsky bei ihr einquartiert wird. Dies alles durch einen Erlass der Regierung, in dem Personen, die genügend Platz haben, einen Senioren für die Dauer des Streiks aufnehmen müssen. Während sich ihre Tochter über den neugewonnenen Opa freut, rebelliert ihr Teenagersohn, der für Herrn Jankovsky sein Zimmer räumen muss.
Die Autorin zeichnet mit Humor und Tiefgang ein Bild von einer Gesellschaft, die zwar über den Pflegenotstand Bescheid weiß, aber doch bitte nicht so, dass es den einzelnen tangiert.
Das Leben der Protagonisten und davon gibt es einige, wird durch diesen Erlass ganz schön durcheinander gewirbelt. Alle möchten ihre "Besucher" schnellstmöglich loswerden.
Anett schöpft Hoffnung, als sie erfährt, dass Herr Jankovsky einen Sohn hat und macht sich auf die Suche nach ihm.

Mir hat die Geschichte, sehr gut gefallen, besonders durch die Mischung nahender Realität und Humor. Vera Teltz ist mir schon von anderen Hörbüchern als Sprecherin bekannt und ich bin immer wieder aufs neue begeistert, mit welch starken Emotionen sie die Texte einliest.

Von mir eine klare Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 02.11.2025

überraschende Wendungen

Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe
0

"Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe von Volker Gerling hat mich durch seine überraschenden Wendungen von Anfang an bis zum Ende begeistert. Eingelesen wurde der Thriller von Tim Gössler.

Die ...

"Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe von Volker Gerling hat mich durch seine überraschenden Wendungen von Anfang an bis zum Ende begeistert. Eingelesen wurde der Thriller von Tim Gössler.

Die Investigativjournalistin Rachel Skalla befindet sich gerade in der Endphase einer Story, die sich mit illegalen Medikamententests an Menschen befindet, als sie Mark Kreutzer kennenlernt, der ihr wichtige Kontakte zum Vollenden der Story schaffen kann. Im Gegenzug möchte sie helfen, die Unschuld von Marks Vater zu beweisen, der seiner Meinung nach seit 8 Jahren unschuldig wegen Mordes an einer Prostituierten im Gefängnis sitzt.
Als sie zu recherchieren beginnt, stößt sich auf ähnliche Fälle, die über ganz Deutschland verteilt sind und darum nicht in Zusammenhang gesetzt wurden. Die Taten geschahen alle nach dem gleichen Muster und die Täter waren allesamt etablierte Bürger der Gesellschaft.
Nun geht es darum, einen Serienkiller zu finden, der seit Jahren unbemerkt sein Unwesen treiben konnte. Interessant waren die Passagen des Täters und die Auswirkungen, die eine Tat auf seine Leben genommen hat.

Tim Gössler hat das Hörbuch mit seiner ganzen Dramatik und Spannung exzellent eingesprochen und damit eine wahnsinnig gute, teilweise beklemmende Atmosphäre geschaffen.

Der Thriller besticht durch seine vielen überraschenden Wendungen, die ich als absoluter Thriller Fan in keinster Weise vorhersehen konnte. Diesen Thriller kann ich allen Thriller Fans nur ans Herz legen.

Veröffentlicht am 27.10.2025

sehr gut

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
0

Mit "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben" hat die Autorin und Medizinerin Lou Bihl in meinen Augen ein sehr wichtiges Buch geschrieben.

Wie lebt es sich mit einer finalen Diagnose? Diese Thematik hat ...

Mit "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben" hat die Autorin und Medizinerin Lou Bihl in meinen Augen ein sehr wichtiges Buch geschrieben.

Wie lebt es sich mit einer finalen Diagnose? Diese Thematik hat sie in die Geschichte der beiden Freundinnen Marlene und Helena beschrieben. Sie kennen sich seit dem Studium, verlieren sich nie aus den Augen, auch wenn Marlene nach San Francisco gezogen ist. Da beschränkt sich der Kontakt dann allerdings eher auf Feiertage. Nach einem Schicksalsschlag kommt Marlene zurück nach Deutschland und der Kontakt intensiviert sich wieder. Nachdem Marlene die Diagnose Brustkrebs erhalten hat, ändert sich das Leben Freundinnen fundamental.

Die Themen Leben und Sterben, besonders die Selbstbestimmung zum Ende des Lebens nimmt plötzlich viel Raum ein. Was für Marlene eine Erleichterung darstellt, macht Helena als Palliativmedizinerin eher Unbehagen und Angst.

Die Debatte um assistierten Selbstmord ist in Deutschland leider nicht wirklich zu Ende geführt und macht mir persönlich Bauchschmerzen, auch wenn ich Mitglied bei der DGHS geworden bin.

Die Autorin beleuchtet in Romanform ein wichtiges Thema und hat für mich auch sehr gut recherchiert. Prima finde ich das Glossar mit den medizinischen Fachbegriffen für Laien.

Ein nachdenklich, aber ebenso mutmachender Roman.